Stricken für Anfänger*innen

Die gute Nachricht vorweg: Stricken kann man lernen! Was es dafür braucht? Im Grunde nicht viel. Ein Design, Garn, Nadeln, ein paar Grundtechniken und ihr könnt schon die ersten Strickstücke zaubern. Der Rest kommt dann von selbst. Und von Maschenfein: Denn hier findet ihr eine Vielzahl (anfängertauglicher) Strickkits, Garn, Zubehör und natürlich auch Hilfe.

Womit fange ich an?

Schaut euch zu Beginn doch mal bei unseren Strickkits um. Über die Filter könnt ihr zum Beispiel gezielt nach einfacheren Projekten suchen. Da gibt es Mützen und Tücher, aber auch schöne Pullover oder leichte Shirts. Zu Beginn eurer Strickkarriere solltet ihr rechte und linke Maschen beherrschen und neue Techniken gegebenenfalls an einer Maschenprobe üben.

Die solltet ihr ohnehin immer machen, um die richtige Nadelstärke für euer Projekt zu bestimmen. Denn ansonsten kann es passieren, dass das fertige Strickstück ganz anders ausfällt als beabsichtigt. Beim DIY-Portal Makerist findet ihr einen Videokurs von Marisa, in dem sie alles Wissenswerte rund ums Thema Maschenproben erzählt.

Bitte nicht vergessen: die Maschenprobe.
Foto: © Ines Grabner / Maschenfein

1. Strickgesetz: Tücher kann man nie genug haben!

Das Easy Dreieckstuch Arista könnt ihr aus vielen verschiedenen Garnen stricken.
Foto: © EMF Verlag

Ideal für Anfänger sind zum Beispiel schlichte Dreieckstücher – hier kann man perfekt die Zunahme von Maschen üben.

Wer sich gern ein Tuch stricken möchte, dem empfehlen wir unser Easy Dreieckstuch Arista. Die Anleitung gibt es auch einzeln – was perfekt ist, da ihr das Tuch aus vielen verschiedenen Garnen oder Garnkombinationen stricken könnt.

Ihr könnt zum Beispiel ein ganz zartes Modell mit einem doppelt gehalten Seide-Mohair-Garn stricken oder eine kompaktere, aber dennoch kuschlige Variante aus einem voluminöseren Garn wie Brushed Fleece von Rowan.

Vermutlich noch einfacher als das Easy Dreickstuch ist das Easypeasy Bandana von Paula_m. Das kleine Dreieckstuch ist schnell gestrickt und passt perfekt in den Frühling.

Übrigens: Viele Anleitungen von Paula_m könnt ihr auch als Anfänger*in gut nacharbeiten. Alles ist ausführlich und oft sogar zusätzlich mit Bildern beschrieben. Da kann (fast) nicht mehr schiefgehen!

Easypeasy Bandana
Noch einfacher als Arista: Das Easypeasy Bandana von Paula_m.
Foto: © Susanne Müller

2. Strickgesetz: Nur Mut!

Wer jetzt Angst hat, dass man als Strickanfänger*in nur Tücher stricken darf – keine Sorge! Es gibt auch tolle Sweater oder Cardigans mit denen man wunderbar das Stricken üben und perfektionieren kann.

Tolle Projekte für Anfänger: Jules Sweater, Anker’s Summer Shirt und der Mapala Sweater.
FOTOS: © Susanne Müller / © PetiteKnit / © Rosa P.

Drei Designerinnen empfehlen wir immer gern, wenn wir nach Anfängerprojekten gefragt werden: Neben Paula_m sind das oft PetiteKnit und Rosa P. Alle drei bieten gut verständliche Anleitungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an. Wer gerne Streifen strickt, kann beispielsweise mit dem Jules Sweater den Wechsel von Farben in der Runde üben. Die Anker-Modelle bei PetiteKnit – wie das obige Summer Shirt – sind sehr gut geeignet, um Rundpassen am Ausschnitt besser zu verstehen. Auch die Freiburger Designerin Rosa P. hat viele Strickanleitungen, die für Anfänger*innen geeignet sind. Ein Beispiel wäre der Mapala Sweater, den es auch in einer Mohair-Variante, mit kurzen Ärmeln oder als Cardigan gibt. PetiteKnit entwirft übrigens auch Modelle für Männer.

3. Strickgesetz: Immer Fragen stellen

Grundsätzlich gilt: Strickt, worauf ihr Lust habt! Jede*r hat mal klein angefangen. Irgendetwas ist immer neu. Und es gibt immer mal wieder was, was man nicht versteht. Das geht auch fortgeschrittenen Stricker*innen so. In diesem Sinne: Stellt eure Fragen! Wenn es um Garnalternativen, Farb- oder Modellberatung geht: Schreibt uns gern eine Mail an “support@maschenfein.de”. Bei technischen Fragen, Tipps & Tricks bekommt ihr immer Hilfe in unserer Facebook-Gruppe, die mittlerweile mehr als 14.000 Mitglieder hat.

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Auf unserem YouTube-Kanal erklären wir euch viele verschiedene Stricktechniken.
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Auf unserem YouTube-Kanal posten wir außerdem regelmäßig Videos und erklären euch einzelne Stricktechniken oder bestimmte Abschnitte in unseren eigenen Anleitungen. So lernt ihr unkompliziert das italienischen Anschlagen und Abketten, den Farbwechsel in der Runde, Double Face und und und…

Unser Grundlagenbuch: Stricken Masche für Masche.
Foto: © Ines Grabner / MAschenfein

Bei Maschenfein findet ihr auch mehrere Bücher im Shop, die eure Strickbibliothek perfekt ergänzen und in denen ihr immer wieder bei Fragen nachschauen könnt.

Masche für Masche

In unserem Grundlagenbuch Stricken – Masche für Masche erklären wir alles rund um Material, Nadeln und Stricktechniken. Mit vielen Bildern und Schritt-für-Schritt-Anleitungen könnt ihr super üben. Außerdem findet ihr im Buch elf Projekte, an denen ihr euer frisch erworbenes Wissen direkt ausprobieren könnt.

Perfekt für Zwischendurch

Bestens geeignet für Unterwegs oder zum schnellen Nachschlagen ist unser Lexikon Strickwissen To Go. In alphabetischer Reihenfolge findet ihr hier eine Vielzahl der gängigsten und wichtigsten Strickbegriffe. Einfach in die Projekttasche gepackt und los geht’s!

…und welches Zubehör brauche ich?

Wer stricken will, braucht neben Garn und einem Projekt vor allem eines: Nadeln! Und da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Die Frage, ob man lieber mit Holz oder mit Metall strickt, ist eine der persönlichen Vorlieben. Grundsätzlich empfehlen wir Nadelsysteme, bei denen ihr Seile und Nadelspitzen beliebig austauschen könnt. Bevor ihr gleich ein ganzes Set kauft, könnt ihr natürlich erst einmal eine Nadelstärke für ein Projekt kaufen, um zu testen, ob euch Form und Material liegen.

Und auch wenn man am liebsten mit Holz strickt, gibt es Projekte, die sich mit Metallnadeln besser stricken. Eine Regel lässt sich hier nur schwer ableiten. Wie so oft entscheidet der Geschmack. Aber es zeigt sich auch der Vorteil von Nadelsystemen: So passen die Metallnadeln von Chiaogoo genauso auf die Seile wie die Holznadeln. Im Laufe der Zeit könnt ihr euer System also stetig vergrößern und habt immer die passende Nadel parat.

© Einer unserer Favoriten: Das Nadelsystem von Chiaogoo.
Foto: © Ines Grabner /Maschenfein

Auch Nadelspiele sind durchaus praktisch…
Foto: © Ines Grabner / Maschenfein

Neben einem Nadelsystem ist beim Stricken auch mitunter ein Nadelspiel praktisch. Nicht jedem liegt die Magic-Loop-Methode – also dem Stricken kleiner Runden mit einem langen Seil. Stattdessen bevorzugen manche ein Nadelspiel. Das eignet sich zum Beispiel perfekt für Socken. Wie auch bei einem Nadelsystem empfiehlt sich hier der Kauf eines Spiels, um zu testen, ob das gesamte Set zu einem passt.

…und wenn ich fertig bin?

Dann braucht das Strickstück die richtige Pflege! Muster und Garn entfalten sich oft erst nach einer sanften Handwäsche, Tücher müssen eventuell gespannt und spätere Fusseln wegrasiert werden. Für all das findest du bei uns das nötige Zubehör – und auf YouTube auch die entsprechende Hilfe. Und in diesem Blogpost erklären wir auch alles noch einmal ganz genau.

Aller Anfang ist nicht immer schwer

Stricken ist kein Hexenwerk, sondern ein Handwerk, das man lernen kann. Es macht so viel Spaß, Kleidung selbst herzustellen und zu gestalten. Das Gefühl, etwas Selbstgemachtes zu tragen, ist einfach unbezahlbar. Eine Warnung haben wir nur: Stricken macht süchtig! Aber es ist definitiv das schönste Hobby der Welt.

Ihr werdet sehen: Stricken macht süchtig!
Foto: © Ines Grabner / Maschenfein