Jeden Monat erzählen wir euch hier auf dem Maschenfein-Blog, was wir gerade so stricken. Da wir am 1. Oktober unseren Maschenfein x SANDNES Knit Along gestartet haben, ist aber dieses Mal eigentlich ziemlich klar, was wir gerade so auf den Nadeln haben. Nämlich ein Modell aus dem Heft 2109.

Was also euch heute erzählen? Mir war ein bisschen nach einem etwas reißerischem Titel für diese Ausgabe. Herausgekommen ist: Meine Strickbeichte – Diese Projekt liegt schon viel zu lange im Körbchen. Oder was haltet ihr von Das ist meine größte Strickleiche? So oder so: Das Maschenfein-Team begibt sich heute in den Beichtstuhl – kommt ihr mit?

Jeder hat eine Leiche im Keller

Ein hübsches Sommertäschchen. Für den Sommer 2022!
Foto: © Julia Gotthardt

… nur sind sie unterschiedlich groß. Jules zum Beispiel ist verhältnismäßig klein. Aber sie ist da, es lässt sich nicht leugnen.

Mein Projekt der Schande ist eine Sommertasche aus Papyrus. Ich hatte sie voller Elan angefangen bis zu dieser Größe, habe sie sogar schon gedämpft, aber dann ist sie irgendwie im Körbchen verschwunden… Wartet sie dort eben bis nächsten Sommer.

Als Entertainment-Tipp kann ich die Serie Die Brücke auf Netflix empfehlen. Super spannend und eine deutsch-dänisch-schwedische Produktion.

Bei Arlene muss ich gestehen, dass ich dachte, da wäre strickleichentechnisch nichts zu holen. Einfach, weil sie noch nicht so lange bei Maschenfein ist. Aber da habe ich mich getäuscht …

Seit Ende Mai liegt das Frühlingswaffeltuch für meine Schwester auf Eis, nachdem es mir von der Nadel gerutscht ist und ich nicht in der Lage war, die Maschen wieder aufzunehmen. Dabei gehört hab ich Noah von Sebastian Fitzek, was so spannend war, dass ich es auch nach dem “Unfall” noch zu Ende gehört habe.

So ist das manchmal: Maschen verloren und dann muss das Projekt erst einmal warten.
Foto: © Arlene Schulte-Vennbur

Und wir gehen weiter zurück …

Im Körbchen weiter nach unten gerutscht: der Kolding von Sandra.
Foto: © Sandra Groll

Um Sandras Strickstück der Schande auf die Spur zu kommen, bin ich erst einmal in ihrem Instagramfeed zurückgescrollt und habe ein wenig recherchiert, wann sie denn ihren Kolding angeschlagen hat: Es war um den 20. März herum. Definitiv nicht zu verachten, wenn es um eine Strickbeichte geht!

Mein Strickstück der Schande ist der Kolding aus Modena und Premia von LAMANA. Voller guter Vorsätze durfte er einmal durch Österreich und Italien bis nach Griechenland reisen … Bei den Vorsätzen blieb es dann aber auch und so ist der Stand noch immer wie auf diesem Bild vom 15. August. Angedacht war ja, ihn zum Herbst fertig zu bekommen. Glücklicherweise hatte ich mich aber nicht auf ein bestimmtes Jahr festgelegt …

Auf den Ohren bin ich auch nicht wirklich weiter gekommen und höre seit mehreren Wochen Die Knochennadel von Andreas Gruber.

Auch bei mir selbst habe ich meinen Instagramfeed bemüht, um herauszufinden, wann ich denn meine Strickleiche angeschlagen habe. Mein Glück (oder Pech, je nachdem): Ich komme häufig nicht zum Posten. Und so habe ich am 15. März schon ein gutes Stück vom Tuch Caya zeigen können. Ergo: Ich muss es schon ein wenig eher angeschlagen haben. Ich tippe auf Mitte/Ende Februar.

Caya war ein ganz klassischer Fall von “Oper der eigenen Arbeit”. Marisa hat das Tuch in einer Story getragen und da wusste ich: Ich brauche das auch! Zu meiner Verteidigung sei ergänzt, dass ich ausschließlich Garn aus dem Stash verwende.

Und wenn ich nicht gerade stricke, lese ich tatsächlich ein Buch. Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch, Harry Potter für Große in Krimi-Form quasi. Auch dieses Buch liegt schon viel zu lange herum – dabei wurde es mir wärmstens empfohlen!

Puh, Mitten in der Reihe einfach aufgehört! Mein armes Tuch Caya.
Foto: © Sophia Michalzik
Es fehlt nicht mehr viel: die fast fertige September Jacke von Marisa.
Foto: © Ines Grabner / Maschenfein

Bis in den Keller musste tatsächlich Marisa gehen. Das beruhigt mich dann ja immer ein bisschen, dass ich nicht allein bin mit meiner, hmm, flexiblen Strickliste.

Meine Strickleiche liegt so lange im Keller, dass ich mich nicht mal mehr richtig an den Namen erinnern konnte. Kann aber auch daran liegen, dass es sich um eine Petite-Knit-Strickjacke handelt und seien wir mal ehrlich: November, Oktober, September … Sind sie nicht alle toll? Fertig geworden ist (so schön er auch am Ende sein wird) leider noch immer nicht meine September Jacke. Irgendetwas gefiel mir am Kragen nicht… wenn ich jetzt wüsste was, könnte ich sie fertigstellen. Aber wer kennt es nicht? Anstatt mich in eine Strickleiche reinzudenken, schlage ich doch lieber schnell was Neues an …

Eher aus der Not heraus habe ich neulich im Zug (ich bin aus Versehen in die falsche Richtung gefahren) die Hotel-Matze-Folge mit Carolin Kebekus gehört. Ich kenne sie als Künstlerin nicht wirklich, war dann aber doch ganz angetan von dem Gespräch.

EURE STRICKPROJEKTE HIER BEI MASCHENFEIN

Und was habt ihr so im Oktober (noch) auf den Nadeln? Erzählt es uns gern! “Auf den Nadeln” ist eine Serie von Maschenfein. Kommentiert einfach hier unter diesem Post oder verlinkt euch in der Linksammlung. Auf Instagram benutzen wir den Hashtag #aufdennadeln.

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Sophia

Über Sophia

Ich bin Sophia, lebe in Würzburg und kümmere mich seit Oktober 2020 um die Blogbeiträge, den Newsletter, plane den Podcast und denke mir Aktionen für Social Media aus. Ganz nebenbei bin ich zufälligerweise auch stricksüchtig, was mir bei der Arbeit zugute kommt.

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5 Kommentare

marie.laxy

Meine Strickleiche ist mein dritter Osaka, 180M in Reihen, 7 Farben Ito Sensai, begonnen am 06.02.2021. Er war von Anfang an als Nebenbei-Projekt gedacht, da man ihn so wunderbar mitnehmen kann … nur dass man ja eigentlich nirgendwo hingegangen ist … 😉

Bin leider eine leidenschaftliche Wolle-Einkäuferin . Komme fast nicht an einem Wollgeschäft vorbei. Habe jetzt wieder ein Mohairgarn entdeckt in meinem Fundus was ein Pulli wird von Rosa.p. wird .Beneide aber die Stricker /innen die Disziplin haben und nur die Wolle kaufen und diese erst verarbeiten und dann neue kaufen. 👍

Waldfee

Ich kaufe ja nur projektbezogen und habe entgegen meiner 2+1 Regel (2 große Projekte + 1Paar Socken) dieses Mal 3+xxx Projekte auf den Nadeln. Dazu den Isola Bella und den tollen Old-English-Style-Poncho von Kerstin schon mal geplant… Nun habe ich mich auch noch entschieden, aus den vielen handgefärbten Sockengarn-Resten viele Socken zu arbeiten. Die alten kratzigen 0815-Garn-Socken aus den Anfängen meiner Strickkarriere entsorge ich jetzt so nach und nach. Fällt mir schwer, da sie noch heile sind aber mir jucken bei den billigen Garnen die Unterschenkel. Außerdem sind sie verwaschen und labberig.
Und wenn alle Garnreste verarbeitet sind, dann kommen Mustersocken an die Reihe. Ich habe das erste Paar gestrickt mit vielen Zöpfen und bin ganz stolz auf mein Werk.
Habt alle eine schöne Woche 🍂

Sophia Michalzik

Da hast du ja viele Pläne – wie schön! Ganz viel Spaß beim Stricken in jedem Fall und liebe Grüße! Sophia

Katja

Ich habe den SOktober zum Anlass genommen meine vielen 🧦 Socken UFOs zu bearbeiten. Habe 5 angefangene Socken bzw Einzelstücke gefunden, die ich jetzt nach und nach fertig mache oder aufrufbar und neu stricke. Drei sind scho fertig 🥳

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