Vom Stricken zum (Hand-)Spinnen

Vor einigen Wochen habe ich meine ersten Fasern mit der Handspindel versponnen. Kathrin von Back to the Wheel war für einen Workshop zum Thema Handspinnen für Anfänger nach Berlin gereist. Für mich war dieser Nachmittag total faszinierend. Ich hatte mich nämlich zuvor noch nie so richtig mit dem Thema Spinnen beschäftigt. Es eröffnete sich wieder eine völlig neue Welt. Ein Hobby, dem man sich – wie Kathrin es getan hat – ähnlich wie dem Strickken völlig ergeben kann.

Spindel-für-AnfängerEs gibt auch beim Spinnen so viele Techniken, so viele verschiedene Hilfsmittel, die man sich dann irgendwann anschafft bis hin zu vielen verschiedenen Fasern, die selbst wenn sie vom gleichen Tier sind so unterschiedlich sein und so unterschiedlich behandelt werden können. Das Spinnen ist eine absolut faszinierende Welt.

Fasern-spinnen

Ganz rechts im Bild seht Ihr mein allererstes selbst gesponnenes Garn. Ein Faden der in allen Stärken variiert – wir haben es lachend als Art Yarn bezeichnet, bei welchem solch dicke und dünne Stellen tatsächlich gezielt gesponnen werden. Nein, bei mir war’s natürlich keine Absicht. Wer genau hinsieht, erkennt auch, dass an vereinzelten Stellen viel zu viel Drall im Faden steckt. Nun, es ist ja bekanntlich noch nie ein Meister vom Himmel gefallen.

Spinn-Workshop

Der Workshop war bis ins kleinste Detail perfekt vorbereitet – da steckte viel Liebe drin, man merkt wie sehr Kathrin für’s Spinnen brennt. Das war mir schon klar, als sie im Herbst hier auf dem Blog die Brooklyn Tweed Garne analysierte und bis ins Detail der Kreuzung verschiedener Schaf-Rassen vordrang. In Bamberg und Miltenberg gibt sie übrigens regelmäßig Kurse, falls Ihr dort mal in der Ecke einen Workshop besuchen möchtet. Witzigerweise kam Kathrin nicht vom Stricken zum Spinnen, sondern gar umgekehrt. Sie entdeckte Fasern, Handspindeln und Spinnräder für sich und irgendwann wusste sie nicht mehr wohin mit all dem gesponnenen Garn. Also begann sie zu stricken.

Spinnen-Anfängerworkshop

Sophia war auch da, hoch konzentriert! Ich habe mir im Anschluss an der Kurs eine Handspindel und ein paar schöne Fasern bestellt und auch schon das erste kleine Häufchen Garn versponnen. Sieht schon viel besser aus, als mein erstes Unfall-Art-Yarn. Das Spinnen macht mir schon Spaß und ich kann mir gut vorstellen, es weiterhin ab und an zu probieren. Allerdings ist meine Zeit so mit dem Stricken ausgefüllt, dass ich keinen Platz für eine ähnlich intensive Beschäftigung habe.

So ab und an mal ein wenig Spinnen. Das finde ich gut!

Wenn Ihr selbst gern spinnt, kann ich Euch die Fasern von Kathrin sehr empfehlen, die sie über ihren DaWanda Shop verkauft. Sie bereitet sie in ihrer Spinn-Werkstatt super sorgfältig vor, so dass sie sich einwandfrei verspinnen lassen. Und die Farbwelt, in der sie sich bewegt, mag ich sehr.

2 Kommentare zu “Vom Stricken zum (Hand-)Spinnen

  1. Das mit dem Virus geht noch weiter. Erst kommt das Stricken, dann das Spinnen und weiter geht´s mit dem Weben. Dem bin ich nämlich gerade verfallen.
    Es gibt aber auch nichts kreativeres als die Wollverarbeitung.

    Ich liebe das Hobby . Deshalb freue ich mich auch immer auf Deine Blogberichte. Mal sehen, wann Du das Weben für Dich entdeckst.

    LG,Bettina

    1. Ohha! Auf die Idee bin ich ja noch gar nicht gekommen… weben… ja, das kann ich mir gut vorstellen, spätestens in ein / zwei Jahren dann mit dem kleinen Fräulein!
      Liebe Grüße

Kommentare sind geschlossen.

Über Marisa

Die ersten Maschen schlug ich mit meiner Oma Lotti mit etwa fünf Jahren an. Hier auf meinem Blog teile ich nun viele Jahr später Inspirationen, Anleitungen, Tips und Tricks rund um meine große Leidenschaft fürs Stricken, Wolle & Co.