Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 55

Einen wunderschönen guten Morgen zum heutigen Samstagskaffee und Netzgeflüster.

Samstagskaffee-55

Im Augenblick vermisse ich das Bloggen ein wenig. Das hört sich komisch an, schließlich passiert hier jede Menge. Ich habe aber so viele Themen im Kopf, über die ich gern schreiben würde, die ich mir quasi gern vom Strick-Herz schreiben würde, zu denen ich vor lauter Hintergrund-Großprojektarbeit und Nachmittagsbeschäftigung der kleinen Zwerge gar nicht richtig komme.

Zum Beispiel würde ich richtig gern einmal ausführlich über meine Vorliebe für Maschenproben schreiben. Im Augenblick stricke ich nämlich wie wild kleine und größere Quadrate. Ich bin ein bekennender Maschenproben-Junkie und habe mir angewöhnt, sie fein säuberlich zu beschriften. Mittlerweile hebe ich auch wirklich alle auf. Na gut, zumindest die Hübschen. Wie macht Ihr denn das? Strickt Ihr gern Maschenproben und wenn ja, wie archiviert Ihr sie?

Beim Stöbern im Netz habe ich letzte Woche auch ein paar schöne Dinge gefunden. Auf Craftsy findet Ihr fünf schöne Varianten für Rippen-Muster. Es müssen nicht immer nur rechte und linke Maschen sein.

Es gibt schon das erste fast fertige Patchwork-Tuch in der Blogger-Welt zu bewundern, unter anderem mit einem ganz traumhaften Garn von Wollfaktor.

Via Pinterest bin ich auf ein total schönes Cape gestoßen, eine gratis Anleitung von Schachenmayr. Gleich dahinter tauchte dieser schöne Poncho aus der Sabrina an meiner Pinnwand auf, ebenfalls dazu eine gratis Anleitung.

Ausserdem habe ich ein prima Foto-Tutorial zum Nähen eines total schönen Strickprojekt-Aufbewahrungssacks gefunden.

Im Rahmen meines Großprojekt-Wahns bin ich gerade neben vielem anderen auch im Patentmusterfieber. Dabei bin ich auf ein super Video-Tutorial gestoßen, das uns zeigt, wie man Fehler im Patentmuster einfach behebt (so trivial ist das beim Stricken nämlich nicht, vielleicht ist Euch das ja auch schon einmal passiert). Falls Ihr noch nie so richtig Patentmuster gestrickt habt, interessiert Euch vielleicht dieser Video-Kurs auf Makerist über das Patentmuster, dort werden alle Varianten bis ins Detail erklärt. Man kann das Patentmuster nämlich auf zwei Arten stricken. Darüber hinaus lernt man in dem Kurs die Zu- und Abnahmen und vieles mehr. Ich fand ihn super. Alternativ könnt Ihr Euch natürlich auch den Kurs der absoluten Patentmuster-Expertin Nancy Marchant auf Craftsy anschauen (ich kenne nur diesen, sie hat aber sogar noch einen zweiten gedreht). Allerdings ist der Craftsy-Kurs erstens auf englisch und zweitens strickt Nancy auch noch „englisch“, also mit dem Faden in der rechten Hand. Das ist beim Zuschauen etwas gewöhnungsbedürftig.

Zwei Termin-Ankündigungen habe ich noch für Euch:

  • Kommenden Donnerstag (28. Januar) könnt Ihr mit mir in der Snuggery hier in Berlin ein kuscheliges Stirnband stricken. Wolle und Nadeln bringe ich mit (vielen, vielen Dank an Lamana und Addi für die super spontane und schnelle Unterstützung). Die Teilnehmerzahl ist allerdings begrenzt, Anmeldungen bitte über DaWanda Snuggery.
  • Am 21. Februar gibt es im Wollhimmel von Knit Knit einen Anfänger-Workshop zum „Spinnen lernen“ mit Kathrin von Back to the Wheel. Ihr erinnert Euch an mein Interview mit Ihr, hier im Blog? Mit Ihrer so herzlichen Begeisterung für Fasern hat sie mich damals richtig verzaubert und ich freue mich schon riesig, sie bei Knit Knit kennen zu lernen.

Hui, das war ein langes Netzgeflüster, ist Euer Käffchen schon kalt? Weil Ihr immer wieder sehr gern fragt: die Strick-Hashtag-Tasse auf dem Bild gibt es in meinem kleinen Spreadshirt-Shop, wo Ihr übrigens total passend zu den momentanen Temperaturen auch FlipFlops für Strick-Fans findet.

Habt ein schönes Wochenende!

6 Kommentare zu “Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 55

  1. Danke für die Tipps, die habe ich gut brauchen können.
    Eigentlich habe ich Maschenproben ziemlich lästig gefunden, aber inzwischen die Notwendigkeit akzeptiert. Allerdings notiere ich mir die Werte auf meinem Notizzettel, den ich zur Anleitung lege oder auf dem ich die von mir ausgedachte Anleitung notiere.
    Danach wird sie aufgeribbelt und die Wolle verwendet.
    Ich war ganz überrascht, dass Du sie verwahrst, das ist eine tolle Idee, denn so archiviert man ja schöne Strickmuster.
    Das werde ich jetzt wohl auch machen.
    Liebe Grüße
    Gudrun

    1. Ja, unbedingt aufheben (wenn man das Garn nicht ganz dringend benötigt). Es lohnt sich sehr, finde ich!

  2. Ja ja, die Sache mit den Maschenproben. Mir ist auch schon aufgefallen, dass Du die scheinbar besonders gerne magst, den vielen MaPro Fotos hier im Blog nach zu urteilen 😀 Ich persönlich kann Maschenproben ja überhaupt nicht leiden. Die schwindeln sowieso immer 😛 Und wenn ich es vermeiden kann, dann mache ich auch keine. Für viele meiner Standardgarne oder für bestimmte Typen von Garnen weiß ich sowieso, mit welchen Nadeln die sich für mich am besten stricken, wie locker oder wie fest ich das Gestrick mag usw. Und bei Tüchern z.B. kommt es sowieso nicht so drauf an. Raglans von oben sind da auch sehr flexibel. Nur wenn ich partout eine Maschenzahl für eine Anleitung erreichen möchte oder ein Kleidungsstück selbst berechne, dann muss es halt sein.

    Da ich Maschenproben in 98% Fälle für ein konkretes mache, tackere ich die in der Regel an meine ausgedruckte Anleitung bzw. meinen Notizzettel und notiere mir auf dem Blatt die Werte. So hefte ich das bei Fertigstellung dann auch ab.

    Und in einem Fall hat mir das Jahre später auch echt weitergeholfen. Eine meiner Lieblingsstrickjacken aus Wollmeise Garn hatte ein Loch! Und ich hatte von dem Garn in diese Farbe keinen Rest mehr. Oh Schreck! Aber die Maschenprobe hat mich gerettet. Einfach aufgeribbelt und das Loch fachmännisch repariert und die Jacke trage ich heute noch, mittlerweile 4 Jahre später 😀
    http://soozasknitting.de/the-merit-of-keeping-swatches/

    Viele Grüße und frohes Maschenprobenstricken
    Susan

    1. Oh, das ist ja noch einmal eine besondere Geschichte über eine Maschenprobe :).

      Ich mag sie vor allen Dingen auch so gern, weil ich so irrsinnig begrenzte Zeit zum Stricken habe, aber so gern viele Garne probieren möchte. Die Maschenproben inspirieren mich dann immer zu neuen Projekte und da ich immer weniger nach Anleitungen stricke, stehe ich oft vor einem riesigen Meer an Möglichkeiten und weiß gar nicht womit ich beginnen soll. Die Proben helfen mir dann, mich zumindest für ein Material zu entscheiden. Lg

      1. Oh ja, den Reiz der vielen tollen Garne da draußen kann ich verstehen. Es gibt mittlerweile so tolle, innovative Fasermischungen! Das ist toll! Ich bin da aber glaube ich einfach weniger abenteuerlustig bzw. habe wahrscheinlich in 20 Jahren Strickzeit (Oh Gott, so lange?!) schon eine Menge Zeug ausprobiert und auch schon selbst gesponnen 😉 Einiges reizt mich sehr, ist mir aber im Moment schlichtweg zu teuer. Obwohl, gerade habe ich mir mal 2 Knäuel von diesem Pailetten-Mohairgarn bestellt, aus Neugier. Aber bei der Vorstellung, Garn mit einem Preis von 15 EUR pro 25 g Knäuel anzustricken, mit dem Zeil einen Erwachsenen-Pulli daraus zu stricken, da wird mir schon so ein bißchen schlecht.

        Außerdem habe ich mit den Jahren so ein spezielles Beuteschema entwickelt. Ich mag die rustikalen Garne sehr, alles was so Shetland-artig ist, da kann ich nicht die Finger von lassen. Der Vorteil dabei ist immerhin, dass diese Garne sehr ergiebig sind und man letztendlich zu einem sehr günstigen Preis auch große Kleidungsstücke rausbekommt 😀

        Frohes Ausprobieren
        Susan

Kommentare sind geschlossen.

Über Marisa

Die ersten Maschen schlug ich mit meiner Oma Lotti mit etwa fünf Jahren an. Hier auf meinem Blog teile ich nun viele Jahr später Inspirationen, Anleitungen, Tips und Tricks rund um meine große Leidenschaft fürs Stricken, Wolle & Co.