In unserem letzten Blogbeitrag zu Auf den Nadeln haben wir es euch gebeichtet: Wir haben momentan Nadeloverload – also eventuell das ein oder andere Strickprojektchen zusätzlich. Die Kommentare unter dem zugehörigen Instagramposting zeigten: Ihr habt dasselbe Problem. Wir sitzen also alle im selben Strickboot.

Aber deswegen jetzt den Samstagskaffee pausieren? Niemals! Nach unserer Osterpause schrieb uns eine Leserin “Nie wieder ohne!” – und wer wäre ich, das zu ignorieren? Herzlich willkommen also zu einem frisch aufgebrühten Samstagskaffee. Als Topping gibt es Netzgeflüster – aus der Maschenfeinwelt und der weiten, weiten Strickatmosphäre. Also schnappt euch ein Heißgetränk eurer Wahl und macht es euch gemütlich!

April oder Mai? Ist doch egal.

Keine zehn Grad? Dann ziehen wir einfach eine Strickjacke an. Zum Beispiel die Mave’s Jacket von Sharins.
Foto: © sharins.dk

Wenn uns 2020 und 2021 eines gelehrt haben, dann Flexibilität. Das kommt uns jetzt auch im Mai zugute. Bekanntermaßen Wonnemonat, heuer (fränkisch für “dieses Jahr”) aber eher dem April zum Verwechseln ähnlich. Morgen soll es sehr warm werden, aber nächste Woche steht schon das nächste Tief in den Startlöchern.

Unser maschenfeiner Lösungsvorschlag: eine (Strick-)Jacke. Gerne auch mal so ein völlig anderes Modell wie die Mave’s Jacket von Sharins aus Dänemark. Gestrickt wird von oben nach unten in glatt rechts. Alle Bündchen sind doppelt gearbeitet. Inspiriert ist das Modell von den berühmten Pilotenjacken. Aber ich finde, in die Luft gehen müssen wir mit der Mave’s Jacket gar nicht. Dann könnten wir sie nämlich gar nicht allen zeigen. Als Garn findet ihr eine der Originalkombinationen bei uns im Shop: Merinoull und Tynn Silk Mohair von SANDNES.

Deutlich zarter: der Rosa Sweater von Miriam Walchshäusl.
Foto: © Miriam Walchshäusl

Viel filigraner und zarter wird es mit dem neuesten Design von Miriam Walchshäusl, die ihr auch als mrsfunnyvalentine von Instagram kennt. Der Rosa Sweater wird dreifädig von oben nach unten aus Premia von LAMANA gestrickt. Verkürzte Reihen formen den Ausschnitt. Mir gefallen besonders die langen, engen Ärmelbündchen. Sie sind ein schöner Kontrast zum Lacemuster.

Inspiriert und benannt ist das Design nach der US-Amerikanerin Rosa Parks. Die Schwarze Bürgerrechtlerin weigerte sich 1955 ihren Platz im Bus für einen weißen Mitfahrer freizumachen. Mit ihrem Design will Miriam für das Thema Rassismus sensibilisieren und für die nach wie vor nötige Aufmerksamkeit sorgen. Dass es die braucht, wissen wir alle.

Immer hoch im Kurs: Designs von Anne Ventzel

Bei Sandra und Jule, die euch fleißig bei Fragen zu Designs und Garnmöglichkeiten beraten, kommen sehr häufig Fragen zu den Designs der Dänin Anne Ventzel. Aus diesem Grund haben wir auch den Spot Sweater als Strickkit angelegt. Der Pullover ist mit seinem leicht erhöhten Kragen jetzt nicht unbedingt ein Modell für den Frühling, aber wir im Team stricken auch gerne mal antizyklisch. Da das Fair-Isle-Muster natürlich seine Zeit braucht, hättet ihr aber ein schönes Projekt, dass euch durch Frühling und Sommer begleiten kann.

Anne Ventzel hat den Sweater top-down konzipiert. Den Ausschnitt formt ihr durch verkürzte Reihen, die Schultern durch Raglanzunahmen. Die schönen Details im verschränkten Rippmuster wirken sehr edel. Im Original wird der Sweater mehrfädig (und eben auch zweifarbig) gestrickt. Damit ihr da nicht durcheinander kommt, empfehlen wir euch hier lediglich zweifarbig mit der Como von LAMANA zu stricken. Ein wunderbares Allroundgarn, das tolle Farbkombinationen bietet. Das passende Strickkit zum Spot Sweater gibt es hier. Den Sweater könnt ihr auch problemlos für Herren stricken. In der Anleitung wird erklärt, wie ihr die Längen anpassen könnt. Anne Ventzel strickt ihr Design übrigens demnächst selbst nochmal und veranstaltet einen Knitalong. Vielleicht möchte jemand von euch ja mitmachen?

Spot Sweater
Spot Sweater
Perfekt für warmes Wetter: das Shirt Leigh.
Foto: © Julie Hoover

Und bevor ihr jetzt denkt, ihr müsst jetzt nur noch Designs mit langen Ärmeln stricken – natürlich nicht! Wie wäre es zum Beispiel stattdessen mit dem Shirt Leigh von Julie Hoover? Als Garnkombi schlagen wir euch hier Kinu und Washi von ITO vor. Die gefällt uns schon beim Shirt Big in Japan sehr. Und wenn ein Seiden- auf ein Papiergarn trifft, kann doch nur etwas Gutes dabei herauskommen, oder?

Die Anleitung ist auf Englisch. Gestrickt wird in Einzelteilen von unten nach oben. Den Halsausschnitt strickt ihr, sobald Vorder- und Rückenteil miteinander verbunden sind. Mit einem fertigen Brustumfang von 99 bis 170 cm (inklusive 20 cm Bequemlichkeitszugabe) habt ihr zudem eine sehr gute Größenauswahl.

ITO trifft Laine

Das Shirt Keseran Pasaran aus dem elften Laine Magazin.
Foto: © Laine Publishing

Die folgende Anleitung ist ebenfalls auf Englisch, aber ich muss sie euch schon einfach aufgrund der verwendeten Garnkombi vorstellen. Der Sweater Keseran Pasaran aus dem elften Laine Magazin wird aus Sensai und Kinu von ITO gestrickt, also eine der Kombinationen unseres diesjährigen Muttertagstuchs. Wer die gestrickt hat, weiß, warum ich euch dieses Modell zeigen möchte.

Gestrickt wird hier von oben nach unten in einer Variation des Rippenmusters – und zwar dem sogenannten Twisted Rib. Der Clou hierbei: Ihr arbeitet die Maschen verschränkt. Das sorgt zum einen dafür, dass sich das Gestrick weniger zusammenzieht und zum anderen könnt ihr – wie “normales” Rippenmuster natürlich auch – das Design auch auf links tragen. Das Magazin mit der Anleitung könnt ihr seit Freitag übrigens regulär bei uns im Shop kaufen.

Pssst… Netzgeflüster!

Habt ihr jetzt wieder mehr Projekte im Kopf als ihr auf einmal stricken könnt? Dann macht euch doch ein paar Notizen auf unserem neuen Notizblock, den wir jetzt für euch im Shop haben. Er besteht komplett aus Recyclingpapier, macht mit den Strickicons direkt gute Laune, hat die Größe DinA6 und umfasst 50 Blatt.

Ebenfalls neu im Shop ist das Strickkit zur aktuellen Gratisanleitung von SANDNES – dem Sonjas Genser, gestrickt aus Kos. Und auch unser Muud-Sortiment hat sich erweitert. Bei den Nadeltaschen findet ihr jetzt das Modell Trondheim.

Neue Rubrik

Und habt ihr schon auf unserer Startseite die Rubrik “Das gibt’s Neues im Shop” gesehen? Solltet ihr immer mal wieder hinklicken. Eventuell haben wir ein neues Sommergarn (zu dem wir selbstverständlich schon passende Modelle suchen) unter unsere Fittiche genommen. Vielleicht ziehen demnächst auch die Projektbeutel und Glitzerknöpfe von PetiteKnit in unser Lager ein (Wir haben halt einfach ein großes Herz!).

Und weil ich weiß, dass ihr angesichts der Bilder nach den Farbnummern fragen werdet: Bitteschön. 🙂 Und hier kommt ihr auch zum Garn.

Rosa-Pink: 2016 (Hindbær), 2056 (Syren), 2010 (Rosa), 2012 (Pudder), 2038 (Støvet Sand), 2001 (Råhvid)

Blau-grün: 2030 (Mørk Petrol), 2050 (Mørkegrøn) 2048 (Havgrøn), 2029 (Mint), 2018 (Lyseblå), 2009 (Lysgrå)

Bunt: 2016 (Hindbær), 2042 (Hasselnød), 2032 (Citron Gul), 2030 (Mørk Petrol), 2050 (Mørkegrøn)

Unser neues Sommergarn: die Økologisk Sommeruld von CamaRose.
Foto: © Sandra Groll
Welche Farbe darf es sein?
Fotos: © Sandra Groll

Klein, aber fein

Wie wäre es mit einem kleinen Halstüchlein?
Foto via Instagram: ©instagram.com/micelfagain

Bei Louise von My Favorite Things Knitwear habe ich außerdem ein kleines, aber feines Design für den Frühling entdeckt: der Scarf No. 1 ist ein Tüchlein mit Lochmuster. Louise hat ihres mit der Cashmere Premium von Lang Yarns gestrickt. Momentan gibt es die Anleitung nur auf Dänisch, aber weitere Sprachen sollen bald folgen. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Maschenfeines Schaufenster

In unserem maschenfeinen Schaufenster könnt ihr diese Woche die Willet von Quince & Co. begutachten. Die liegt momentan bei Bettina im Projektkörbchen. Und ich kann euch auch schon verraten, was sie strickt: das Basic Shirt von Paula_m. Mit der Kombi aus reinem Baumwollgarn und schlichtem Design erhaltet ihr einen perfekten Begleiter für den Sommer. Und falls ihr nur noch heimlich Wolle kaufen könnt, weil ihr sonst zu Hause verständnislose Blicke erntet, empfehle ich euch diesen Trick von Josefine und Angelica aus Schweden. Wichtig ist, dass ihr auf jeden Fall die Melodie von Mission Impossible im Kopf habt.

Basic Shirt in the making. Foto via Instagram: © instagram.com/bettina.dkntr

Maschenfeinstrickrunde

Fotos via Instagram: © instagram.com/claudia_knits / © instagram.com/inga.petersone

Das unser Muttertagstuchs kein Ding der Unmöglichkeit war, habt ihr mittlerweile mehrfach bewiesen. Claudia ist beim dritten Teil angekommen, Inga ist bereits fertig. Ich bin beim zweiten Teil. Und ihr? Unter uns: Wenn ich es nicht ohnehin schon auf den Nadeln hätte, würde ich mir bei all euren schönen Bildern das Tuch Carla spätestens jetzt auf die Nadeln holen.

Fotos via Instagram: © instagram.com/nadel_und_garn / © instagram.com/wollkenfrollein

Lachen musste ich beim Posting von Mary. Sie strickt den Weihnachtspullover für ihren Freund. Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es um Weihnachten 2020, aber mein Mann wartet auch noch auf einen Loop. So ist das halt, wenn sich andere Projekte dazwischenschieben. Und bei Silvie seht ihr den fast fertigen Kolding aus Modena und Premia von LAMANA. Da läuft übrigens gerade auch noch ein Knitalong. An dem ich wohl auch teilnehme, aber ich denke, ich werde ihn mit in den Herbst nehmen… 😉

Wir lesen uns hier zum Glück schon deutlich eher wieder. Nämlich nächstes Wochenende! Bis dahin: Ganz viel Spaß beim Stricken und Projektesortieren!

Gerade erst letztens haben wir in unserer Teamrunde festgestellt, dass wir mit dem Kopf irgendwie noch im Anfang des Jahres feststecken. Da stellt man dann doch mit leichtem Erschrecken fest, dass wir jetzt bereits Mai haben und mittendrin im zweiten Quartal sind. Die Zeichen stehen auf Frühling – auch wenn bei uns noch – oder wieder – das ein oder andere kuschlige Stück auf den Nadeln ist. Aber lest selbst:

Irgendwann werden sie alle schwach

Lunatuch aus Midnatssol
Foto: © Ines Grabner / Maschenfein

Marisa ist ja ganz schlimm. Also alle im Team sind schlimm, aber Marisa ist die schlimmste. Ich hätte mir nie ein Tuch in babyblau gestrickt. Jetzt schon. Und zwar unser wunderschönes Lunatuch aus der ebenso wunderschönen Midnatssol von CaMaRose in Dueblå. Manchmal muss man Farben eben erst bei anderen sehen. Im Samstagskaffee hatte ich euch ja schon erzählt, dass wir die Anleitung gerade überarbeiten, weil in diesem Fall die Maschenprobe nicht hinkommt und wir eine Sequenz ergänzen. Falls ihr dazu Fragen habt, meldet euch gern unter “support@maschenfein.de” bei uns.

Dort hilft euch -zusammen mit Jule – Sandra immer weiter. Die war für mich lange der Gipfel der Strickdisziplin. Ein Projekt, maximal – aber auch nur in Ausnahmefällen! – eines zusätzlich, kein Stash. Tja.

Und jetzt? Da mache ich Sandras Mail mit dem Foto des aktuellen Projekts auf, erwarte den TheCozyHoodie von Clarissa Schellong und was sehe ich? Eine Maschenprobe! Aus Piper. Für den Anna Cardigan. Ihre Nachricht dazu: “Vernunft hin oder her, wenn die Chefin so ein tolles Garn in den Shop einziehen lässt, kann man ja fast nicht anders… es sieht alles verdammt nach einem #maschenfeinannaKAL aus. Wer ist dabei?” So schnell, wie ihr Piper bestellt habt, kann ich Sandra in jedem Fall sagen: Da sind einige dabei!

Maschenprobe aus Piper für den Anna Cardigan von Pam Allen.
Foto: © Sandra Groll

Antizyklisches Stricken bei Jule, Muttertag bei Sophia

Stirnbandstricken im Mai bei Jule.
Foto: © Julia Gotthardt

Jule hat sich für folgendes Motto entschieden: “Nach dem Winter ist vor dem Winter.” Aus diesem Grund strickt sie an einem neuen Stirnbanddesign. Mir hat sie schon erklärt, wie die Verzopfung funktionieren wird. Und ich kann euch versprechen, dass wir ein Video dazu machen werden. Gestrickt wird mit der wunderbar weichen Tibetan von Pascuali. Das Garn (70 % Merino, 30 % Yak) gibt es bereits – es hat aber ein Update erfahren: Der Merinoanteil ist nun biozertifiziert und die Farbpalette hat eine enorme Erweiterung bekommen. Ab August könnt ihr zwischen 38 Farben auswählen. Ich persönlich glaube ja, dass Jule abends ein Knäuel zum Kuscheln mit ins Bett nimmt. So sehr schwärmt sie davon.

Ich selbst erkläre mich hiermit zur neuen Königin der Strickdisziplin. Wenn Napoleon sich selbst zum Kaiser krönen konnte, wird das ja wohl nicht so schlimm sein. Und so stricke ich weiter am Tuch Carla – unserem diesjährigen Muttertagstuch. Ich habe jetzt Teil 1 abgekettet und freue mich, beim zweiten Teil jetzt mit der Premia von LAMANA durchstarten zu können. Wobei mich die Kinu von ITO im ersten Teil sehr begeistert hat – sie erzeugt einfach ein schönes Strickgefühl!

Sophia, ab sofort selbsterklärte Königin der Strickdisziplin.
Foto: © Sophia Michalzik

EURE STRICKPROJEKTE HIER BEI MASCHENFEIN

Und was habt ihr so im Mai auf den Nadeln? Erzählt es uns gern! “Auf den Nadeln” ist eine Serie von Maschenfein. Kommentiert einfach hier unter diesem Post oder verlinkt euch in der Linksammlung. Auf Instagram benutzen wir den Hashtag #aufdennadeln.

Verlinken könnt ihr den ganzen Monat lang! Achtung: Ihr müsst in eurem Post einen Backlink zu diesem Beitrag oder Blog setzen, sonst funktioniert das mit dem Link-Tool nicht. Ein Backlink ist nichts anderes, als ein Link zu diesem Blog :)!

Ihr schaut zum ersten Mal hier vorbei? Jeden Monat sammeln wir Strick-Projekte, die in den jeweiligen Blog-Posts zu “Auf den Nadeln” hier verlinkt werden. Alle vergangenen Sammlungen zum Stöbern findet ihr in der Rubrik Auf den Nadeln.

You are invited to the Inlinkz link party!

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Ich trau mich ja kaum es zu sagen, aber ich glaub’, der Frühling ist da. Also jetzt wirklich. Ja, ok. Die Wetterapp zeigt auch schon wieder Regen an, aber immerhin keine einstelligen Temperaturen mehr (für tagsüber zumindest). Ja, ich weiß. Die Eisheiligen kommen auch noch (Als Namensvetterin bin ich mir dieser Tatsache natürlich immer bewusst). Aber wir tun jetzt zumindest für die nächsten gemütlichen Samstagskaffee-Minuten so, als wäre die Sockensaison bald vorbei, Deal? Ich mach den Sprung auch nicht zu hart – versprochen! Einen wunderschönen guten Morgen also zu einem frühlingshaften Samstagskaffee mit Netzgeflüster!

Für den Anfang mal noch mit langen Ärmeln… Cardigan Bramsche, Nachbarpulli und Champagne Cardigan.
Fotos: © ANKESTRiCK / © millamila.no / © PetiteKnit

Als diese Woche an einem Nachmittag so schön die Sonne schien, saß ich nur mit T-Shirt und einem Cardigan im Sandkasten (Hose hatte ich natürlich auch an!). Keine Jacke mehr, die die schönen Strickstücke versteckt. Stattdessen nur unser “altes” Muttertagstuch Zora um den Hals – fertig.

Perfekt als Cardigan hätten an dieser Stelle auch die Modelle Bramsche von Ankestrick oder der Champagne Cardigan von PetiteKnit gepasst. Beides Top-down-Modelle, aber vom Charakter her doch so unterschiedlich. Und beide haben etwas für sich, ist doch klar!

Träumen darf man immer

Bramsche
Bramsche ist eine hübsche Rundpassenstrickjacke
Foto: © ANKESTRICK

Bramsche ist eine hübsche Strickjacke mit Rundpasse. Hingucker ist das zarte Lochmuster. Und obwohl mit 4,5 mm Nadeln gestrickt wird, wirkt die Jacke überhaupt nicht robust. Im Strickkit findet ihr die Sandnesgarne Double Sunday und Silk Mohair.

Ein Wort an dieser Stelle gleich zu vergriffenen Farben und allgemeinen “Nichtverfügbarkeiten”. Ihr alle wisst (und spürt), wie sehr Corona noch immer unser Leben bestimmt. Das geht unseren Herstellern, die ihre Rohware ja aus verschiedensten Teilen der Welt beziehen, nicht anders. Immer wieder kommt es deswegen zu Lieferverzögerungen. Alle geben ihr Bestes, aber wir müssen euch dennoch um Geduld bitten. Und hoffen einfach weiter, dass irgendwann wieder ein Stück Normalität einkehrt. Fragt uns also immer gern nach Alternativen. Double Sunday könnt ihr zum Beispiel auch ersetzen, in dem ihr Sunday doppelt verstrickt.

Und wenn wir dann irgendwann wieder entspannt ins Café gehen oder an einem Strand entlang schlendern können, wäre das der perfekte Moment für den Champagne Cardigan von PetiteKnit. Ein Modell, von dem ich erst felsenfest überzeugt war, dass ich es nicht nachstricken müsste. Und das dann doch immer wieder vor meinem inneren Auge aufgetaucht ist. Und jetzt eben auf meiner Strickliste gelandet ist. Nicht nur, weil es so feine Details wie eine in Doppelstrick gearbeitete Knopfleiste aufweist. Sondern auch, weil ich das hier ebenfalls verwendete Garn Double Sunday wirklich gern ausprobieren möchte. Vielleicht sogar in einer sehr knalligen Farbe. Irgendwie hat es mir das Statement Green angetan und ich verstricke sonst nie grün!

Aber für diesen Cardigan würde ich eine Ausnahme machen. Einfach, weil ich mich so nach Farbe und Wärme und einer Welt ohne Corona sehne, dass ich mir vorstelle, wie dieses Grün diesem kleinen Scheiß-Virus den Gar ausmacht. Wird nicht passieren, ich weiß. Aber wünschen kann ich es mir ja.

Champagne Cardigan
Der Champagne Cardigan hat eine Knopfleiste, die in Doppelstrick-Technik gearbeitet ist.
Foto: © PetiteKnit
Schlichter Pullover mit Rückenschlitz: der Nachbarpullover
Foto: © millamila.no

Auch mein drittes Modell mit Ärmeln hat solches Kopfkino bei mir ausgelöst, dass ich es euch zeigen musste. Der Nachbarpullover von Millamila aus Norwegen würde einfach so perfekt auf ein schönes Gartenfest passen, dass ich ihn unbedingt nachstricken möchte. So flauschig und zart und dann der Schlitz am Rücken… hach! Gestrickt wird glatt rechts von oben nach unten. Alle Säume haben einen Icord-Abschluss, was mir sehr, sehr gut gefällt. Als Garn würden wir euch Premia von LAMANA doppelt gehalten vorschlagen.

Die Geschichte von Millamila finde ich außerdem richtig herzerwärmend: Das Label wurde von zwei Norwegerinnen gegründet, die sich durch Zufall getroffen haben. Eine saß gerade strickend zu Hause und wusste nicht weiter, da klingelt die andere und fragt, ob sie sich Zucker ausleihen könnte. Echt wahr! Besagte Zuckersuchende, im echten Leben Marte genannt, strickt zum Glück schon ewig und konnte Silje helfen. Benannt ist das Label nach ihren beiden Töchtern Milla und Mila. Verheiratet sind die Mütter wiederum jeweils mit einem Musiker. Wenn ich das nächste Mal eine doofe Nachricht lese, werde ich mich an diese Geschichte erinnern. Und daran, dass eben auch viele, viele schöne Dinge auf dieser Welt passieren.

Oh….Grün!

Warum auf einmal immer wieder die Farbe Grün in meinem Kopf aufploppt? Das hat vielleicht auch einfach etwas mit folgendem Modell zu tun: dem Sweater No. 15 von My Favourite Things Knitwear.

Wer Zopfmuster mag…
Fotos: © My Favourite Things Knitwear

…wird den Sweater No. 15 lieben!

Ich selbst stricke eher selten Zopfmuster. Aber dieses Modell verleitet dann vielleicht doch zur Abweichung von der Regel. Auch weil er, wenn ich das richtig sehe, ohne Zopfnadel auskommt – zumindest ist mir auf keinem Foto bei Instagram eine untergekommen. Und wenn ich das Stricken mit einer Zopfnadel auf mich nehmen würde – ich würde jeder und jedem davon erzählen! (Update: Die ersten Kommentare trudeln ein und erzählen mir, dass hier doch mit Zopfnadel gestrickt wird. Da kommen wir also doch nicht drumherum ;-))

Der Sweater No. 15 ist locker geschnitten und wird von oben nach unten gestrickt. Als Garn könnt ihr zum Beispiel die Kombi aus Sunday und Tynn Silk Mohair nehmen, aber auch Alpakka Silke und Tynn Silk Mohair wäre möglich. Hier stelle ich mir vor allem den leicht seidigen Glanz der Alpakka Silke schön vor. Jule hat euch dafür auch direkt ein Kit angelegt. Ein richtig knalliges Grün gibt es nicht, aber dafür viele andere schöne (Grün-)Töne. Und wer es richtig krachen lassen will, nimmt einfach die Farbe That Orange Feeling.

Achtung, jetzt wird es warm!

So. Wie gesagt, wollte ich euch ganz sanft mit rüber nehmen Richtung Frühling. Wie wäre es zum Beispiel mit einer frühlingshaften Kopfbedeckung? Ganz frisch von Paula_m ist da nämlich der Sofie Béret erschienen – eine gehäkelte (!) Baskenmütze, die uns doch direkt von Croissant und Milchkaffee träumen lässt.

Susanne hat ihre Mütze in drei verschiedenen Varianten gehäkelt: Aus Kos von SANDNES, aus Bergamo von LAMANA und aus einem Baumwollgarn für das wir euch alternativ Ica, ebenfalls von LAMANA, vorschlagen würden. Perfekt zum Sofie Béret würde dann der Jules Sweater passen – auch in der Ica-Variante.

Croissant et Café au lait… geht perfekt mit dem Sofie Béret.
Foto: © Susanne Müller
Geht auch über einem Shirt: The Fluffy Crop Top.
Foto: © Lia Lykke

Und wer jetzt schon für noch wärmere Temperaturen vorsorgen möchte, sollte sich unbedingt The Fluffy Crop Top von Lia Lykke anschauen. Das Top wird im Halbpatent von oben nach unten gestrickt – und kann natürlich auch über einem Shirt getragen werden.

Ich weiß, dass viele von euch immer auf der Suche nach mohairfreien Alternativen sind, aber ich glaube, dass dieses Top gerade durch seine Flauschigkeit besticht. Eventuell könnte man hier dreifädig Premia von LAMANA verstricken. Sollen wir da für euch einfach mal eine Maschenprobe machen?

Frostbeulen-Service

Warm, aber kein Ärmelstricken notwendig – perfekt! Der Cozy Cowl von Anne Ventzel.
Foto: © Anne Ventzel

Wer leicht friert oder gerade am Morgen noch etwas Warmes braucht, kann sich noch den Cozy Cowl von Anne Ventzel stricken. Vorder- und Rückenteil werden erst getrennt gearbeitete und dann verbunden. Anschließend strickt ihr den Rollkragen. Im Kit findet ihr die wunderbare Kombi aus Como und Premia von LAMANA.

Macht’s euch nochmal bequem: Jetzt wird getuschelt

52 weeks of shawls
Bald kommt das Christkind, äähh, Laine meinte ich.
Foto: © Laine Magazine

Jetzt dauert es wirklich nicht mehr lang und 52 Weeks of Shawls kann endlich an euch verschickt werden. Im Lager sind die Bücher schon eingetroffen und warten jetzt auf den 30. April, dem offiziellen Erscheinungsdatum des Schalbuchs aus Finnland.

Bei Ravelry könnt ihr schon mal durch alle Designs stöbern. Einer meiner Favoriten ist Stairway von Susanne Sommer. Die Österreicherin hat schon mehrfach mit Laine zusammengearbeitet und ist bekannt für ihre Patent-Designs. Ich habe bereits diese Stola hier von ihr und liebe sie sehr!

Wenn euch Garne, Strickkits oder Zubehör gefallen, könnt ihr sie euch übrigens in eurem Kundenkonto auf einer Wunschliste merken. Immer wieder erreichen uns Fragen, ob auch die alten Wunschlisten bald wieder in euren Kundenkonten zur Verfügung stehen. Wir haben jetzt lange vieles ausprobiert, aber mussten leider einsehen, dass hier beim Umzug ein Fehler passiert ist und wir alte Wunschlisten nicht mehr importieren können.

Das Ganze tut uns sehr leid, weil wir wissen, dass viele von euch ausführliche Wunschlisten erstellt haben. Wir hoffen, dass ihr euch jetzt neue anlegt und mit all den schönen Produkten füllt, die seit dem Relaunch in unseren Shop eingezogen sind. Und was alte Bestellungen mit Downloads angeht: Hier sind wir weiter dran und hoffen, dass wir sie bis Mitte des Jahres erfolgreich importieren können. Sollte euch vorher ein Download fehlen, schreibt uns hier gern eine Mail an “support@maschenfein.de”, dann fügen wir die entsprechende Anleitung natürlich direkt wieder ins Kundenkonto ein. Danke für euer Verständnis und eure Mithilfe!

Maschenfein-Strickrunde

Bedanken könnte ich mich auch jede Woche aufs Neue für eure zahlreichen Bilder, die ihr drüben in der Facebookgruppe und auch in unserer #maschenfeinstrickrunde auf Instagram teilt. Danke, dass ihr mit so viel Leidenschaft dabei seid!

Fotos via Instagram: © instagram.com/marie_lenya / © instagram.com/charlima42

Zahlreiche Bilder gibt es natürlich von unserem Mysterytuch Carla. Am Donnerstag ist der zweite Teil der Anleitung erschienen und ich bin gespannt, wann ich die ersten Bilder mit den Kontrastfarben entdecke… 😉 Sicherlich ganz bald bei Marie und charlima42, die oben den ersten Teil des diesjährigen Mutterstagstuchs zeigen.

Für Carla findet ihr im Shop jetzt auch ein drittes Strickkit. Da viele von euch mit Blautönen stricken wollen, könnt ihr euch noch mit Puno Winikunka von Pascuali austoben. Und wer Schwierigkeiten beim Start mit Teil 2 hat, findet auf unserem YouTube-Kanal auch ein Video. Da erklärt Sandra alles ganz genau.

Fotos via Instagram: © instagram.com/ottensuzanne / © instagram.com/it_is_a_knit_thing

Bei Suzanne seht ihr den Trifle the easy one von ChrisBerlin. Hier in der Kombi aus Alpakka Silke von SANDNES und Cashmere Haze von Rowan. Katja hat den Ribbed Raglan von Anne Ventzel fertig. Gestrickt aus der Snefnug von CaMaRose ist er bestimmt ein wahrer Kuscheltraum.

Wir wünschen euch nun ein schönes Wochenende mit ganz viel Strickzeit und hoffentlich wärmender Frühlingssonne!

Das vergangene Jahr war schwer. Die Pandemie hat unser aller Leben so auf den Kopf gestellt, dass wir immer noch ungläubig dastehen und uns fragen, wann denn wieder ein bisschen Alltag einkehrt. Und gerade rückt dieser Alltag in noch weitere Ferne. Da mag man schon mal den Kopf in den Sand stecken. Um diesem Gefühl der Verzweiflung etwas entgegenzusetzen – und natürlich, um eine Tradition fortzuführen! – gibt es auch dieses Jahr einen maschenfeinen Muttertags-Mystery-Knitalong. Gemeinsam mit euch wollen wir das Tuch Carla stricken. Den Namen haben wir nicht ohne Grund gewählt. Denn Carla bedeutet “die Freie”.

Diese Bedeutung passt für uns perfekt: Denn auch wenn wir selbst derzeit noch mit Einschränkungen leben müssen, erinnert uns das Tuch daran, dass auch wieder anderer Zeiten kommen werden. Während des Strickens können wir in eine andere Welt abtauchen, Ruhe genießen und uns ablenken. In diesem Blogpost stelle ich euch unseren Knitalong etwas genauer vor und erzähle euch etwas zu den verwendeten Garnen. Oh, und eine kleine Neuigkeit im Shop gibt es auch noch!

Was ist eigentlich ein Knitalong? Und was bitte ist daran “mystery”?!

Der Muttertags-Mystery-Knitalong findet zum dritten Mal statt. Grundsätzlich geht es bei einem Knitalong – kurz KAL – darum, dass ein Gruppe gemeinsam strickt. Mit der gleichen Wolle, dasselbe Projekt, Modelle einer bestimmten Designerin oder eines Designers oder oder oder. Meist gibt es einen festen Startpunkt. Mysteriös wird das Ganze dann, wenn die Stricker:innen nicht wissen, wie das fertige Modell am Ende aussieht.

Man nehme schönes Garn, gebe maschenfeine Ideen hinzu – und heraus kommt ein Muttertags-Tuch!
Foto: © Katja Schubert / Maschenfein

Auf Zora und Amelia folgt Carla

Und so ist das auch bei uns: Ihr wisst lediglich, dass ihr an einem Tuch strickt und kennt natürlich euer Garn. Aber wie Carla am Ende aussieht – das verraten wir nicht! Schaut euch gern mal Zora und Amelia an. Das sind die Tücher der letzten beiden Jahre. Und ich denke, dann könnt ihr euch beruhigt auf die (noch) geheime Carla einlassen. 😉 Natürlich ist sie ganz anders als ihre Vorgängerinnen – zum Beispiel weniger verspielt als Amelia. Aber wunderschön sind sie alle drei.

Start unseres Knitalongs ist der 15. April. Dann bekommt ihr auch den ersten Teil der Anleitung. Teil zwei folgt am 22., Teil drei am 29. April. Fertig ist das Tuch optimalerweise zum Muttertag am 9. Mai – aber macht euch keinen Druck. Jeder weiß, wie viel wir im Moment gleichzeitig auf die Reihe bekommen müssen. Und Carla kann man auch ganz wunderbar nach dem 9. Mai verschenken. Oder behalten.

Beim Kauf eines der Strickkits erhaltet ihr die ersten Informationen zum Tuch dazu: die fertigen Maße, Nadelstärke, Maschenprobe, aber natürlich auch die generelle Garnmenge, wenn ihr Carla aus einem anderen Garn stricken möchtet. Die Anleitung könnt ihr wie gewohnt bei unseren eigenen Designs nämlich auch einzeln kaufen. Klickt dafür einfach hier. Wie bei den Kits auch, bekommt ihr dann zunächst die Grundinfos und an den oben genannten Tagen könnt ihr euch die weiteren Anleitungsteile in eurem Kundenkonto herunterladen.

Das Garn

Unser diesjähriges Muttertagstuch haben wir in Zusammenarbeit mit ITO entwickelt. Das Design selbst ist von Sandra, die ihr Tuch aus Kinu und Sensai gestrickt hat. Mit einem endgültigen Maß von zirka zwei Meter Länge und einem Meter Tiefe erhaltet ihr dank der Sensai (60 % Mohair, 40% Seide) einen wahren Kuscheltraum. Kinu besteht aus 100 Prozent Bouretteseide. Diese wird auch als Bio-Seide bezeichnet , weil sie aus den Spinnresten der Filamentseide hergestellt wird. Der schöne Melange-Effekt wird durch das Verspinnen unterschiedlicher Farben erreicht. Das Strickkit findet ihr hier.

Wer Mohair nicht mag, kann sich unser zweites Kit genauer anschauen. Darin findet ihr Kinu und Shio (100 % Wolle). Auch diese Kombination hat uns im Teststrick wirklich begeistert.

Welche Farbe soll ich nehmen?

Tja, wenn das so einfach wäre! Ich habe über mehrere Tage meine Farben hin- und hergeschoben. Und überlegt. Denn so eine Farbwahl trifft man ja mal nicht eben so. Zu schön sind die vielen verschiedenen Töne bei ITO.

Wir haben Carla in verschiedenen Farben stricken lassen.
Fotos: © Katja Schubert / Maschenfein
Eine Variante ist schöner…
…als die andere.

Unsere Mustertücher, die wir euch natürlich noch nicht in voller Pracht zeigen können, haben wir in verschiedenen Farbkombinationen stricken lassen. Für jede Variante haben wir Haupt- und Kontrastfarbe einmal getauscht, sodass jedes Tuch quasi ein negatives Gegenstück hat. Das waren unsere Farben:

Kinu #382 Navy + Sensai #341 Orient Blue
Kinu #393 Pale Blue + Sensai #324 Pale Blue

Kinu #385 Light Gray + Sensai #321 Smoke Gray
Kinu #365 Cherry Blossom + Sensai #303 Cherry Blossom

Kinu #486 Gold Oak + Sensai #695 Gold Oak
(bzw. Shio 447 Gold Oak)
Kinu #351 String + Sensai #336 String
(bzw. Shio #589 Logwood)

Falls ihr Hilfe bei der Farbwahl benötigt, schreibt uns eine Mail an “support@maschenfein.de”. Dort helfen euch Sandra und Jule gerne weiter. Die Farbkarten sind schon gezückt! Außerdem haben wir euch in den Kits selbst auch mehrere Farbvarianten voreingestellt, sodass ihr direkt sehen könnt, welche Farben der jeweiligen Garne gut zusammenpassen.

Und dann hatte ich euch ja noch etwas Neues im Shop versprochen: Ab sofort gibt es bei uns – in limitierter Auflage – Schlüsselanhänger, mit denen wir unsere Strickliebe jederzeit bei uns tragen. Hier findet ihr die Anhänger.

Und ansonsten gilt: Teilt eure Garnkombinationen und weiteren Bilder gerne bei Facebook und Instagram. Benutzt dafür einfach die Hashtags #maschenfeinstrickrunde und #muttertagsmysterykal. Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und gemeinsam mit uns Corona die Stirn bietet!

Hand aufs Herz: Seid ihr disziplinierte Strickerinnen, die nur an einem Projekt arbeiten und erst nach Fertigstellung das nächste anschlagen? Oder seid ihr so wie ich andere (keine Ahnung, wer!), die auch gern mal noch ein Zweit- und Drittprojekt auf den Nadeln haben? Ihr müsst es natürlich nicht verraten (Aber ihr dürft!). Falls hier aber die ein oder andere nach ein bisschen Abwechslung (auf den Nadeln!) sucht: Herzlich willkommen zum Samstagskaffee mit kleinen und großen Strickideen für neue Projekte, mit Netzgeflüster und einem kleinen Spaziergang durch unsere Maschenfein-Strickrunde.

Zwei-in-Eins-Anleitung

Die eierlegende Wollmilchsau gibt es ja nie. Auch nicht bei den Anleitungen. Aber manche kommen einem Rundum-Sorglospaket schon recht nah: Zum Beispiel das Thea Top von Susanne Müller.

Susanne hat das The Top umfunktioniert…
Fotos: © Susanne Müller
…herausgekommen ist die Thea Vest!

Das hat sie im letzten Spätsommer veröffentlicht. Diese Woche kam das (kostenlose) Update dazu: Mit ein paar Modifikationen und der neuen Garnkombi Como und Premia von LAMANA könnt ihr euch einfach einen hübschen Pullunder stricken. Die Thea Vest ist ein super Zwischenjahreszeitenprojekt. Die schafft ihr noch locker bevor der Frühling so richtig loslegt. Und selbst wenn es dann wärmer wird: Mette von PetiteKnit zeigt zum Beispiel regelmäßig, dass so ein Slipover überhaupt nicht winterlich gestylt werden muss. Gestrickt werden Pullunder wie Top übrigens in einem Stück von oben nach unten.

Wer doch lieber etwas mit Ärmeln möchte, könnte sich den Featherweight Cardigan von Hannah Fettig stricken. Er ist vielleicht das richtige Stück, das euch mit seinen Dreiviertelärmeln und dem verkürzten Schnitt in den Frühling trägt. Die Anleitung zu dem Top-down-Modell gibt es auch auf Deutsch. Als Garn würden wir euch hier die Balayage von Pascuali vorschlagen. Wir warten da gerade zwar auf ein paar Farben, aber ein sonniges Orange oder auch das leuchtende Gelbgrün Piura wären da. Die gedeckten Blau-Grau-Töne finde ich ebenfalls klasse.

Perfekter Cardigan für den Frühling: Featherweight
Foto: © knitbot

Doch lieber was Kleines?

Perfekt als Zweit-, Dritt- oder (Huch!) Viertprojekt geeignet sind ja auch Socken. Das können ganz einfache, glatt rechts gestrickte Modelle sein oder auch welche mit zarten Mustern. Ich geb’s zu: Ich schau mir unheimlich gern schöne Socken an. Am liebsten die aus 52 Weeks of Socks von Laine.

Socken Anouk
Foto: © Sini Ellen

Socken Miamare
Foto: © Schachenmayr

Socken Heather
© Laine Magazine

Aber auch in den Magazinen findet sich in der Regel immer ein Sockenmodell. In Heft Nr. 3 war es zum Beispiel das Design Anouk (die Anleitung gibt es auch einzeln zu kaufen). In Heft Nr. 8 findet ihr Heather. Ich weiß nicht, ob ich es je schaffen würde, solche Socken zu stricken – aber sind sie nicht einfach wunderschön? Wer bei solchen Mustern lieber einer deutschen Anleitung folgen möchte, könnte Miamare von Schachenmayr stricken. Verwendet wird hier das Krönchengarn Premium Cashmere, das ihr auch für die anderen beiden genannten Modelle verwenden könnt. Genauso edel fände ich auch Premium Silk. Jetzt wo ich es so schreibe: Vielleicht sollte ich doch endlich mal ein paar Socken mit Lacemuster stricken?!

Bei unseren Strickkits findet ihr jetzt auch ganz frisch die Pakete zu den aktuellen Gratisanleitungen von SANDNES. Das ist zum einen die Blomsterjakke, die aus Duo von SANDNES gestrickt wird. Als zweites Design findet ihr den Sweater Fresko, zweifädig gestrickt aus Duo und Tynn Merinoull (ebenfalls SANDNES). Kindermodelle sind auch super Projekte, die man nebenbei stricken kann. In diesem Fall gilt nur die Einschränkung, dass man sie nicht zu lange liegen lassen darf, weil Kinder ja bekanntlich recht schnell wachsen. #füreuchgetestet

…oder einen Schal?

Der Schal Yamagata wird glatt rechts gestrickt.
Foto: © ITO

Wem das zu gewagt ist, der könnte zum Schal Yamagata von ITO greifen. Das Modell ist leicht zu stricken und wird aus Awayuki gearbeitet, einem fluffigen Garn, das aus 80 Prozent Mohair und 20 Prozent Seide besteht. Ihr könnt eure Farben entweder frei zusammenstellen oder auf ein fertiges Kit zurückgreifen.

Pssst….! Netzgeflüster!

Und auch wenn Reisen nach wie vor so eine Sache ist… Stricken in Gesellschaft macht halt einfach Spaß. Eine Alternative zu analogen Stricktreffen ist da ein virtueller Knitalong. Unsere Jule veranstaltet mit ihrer Strickgruppe zum Beispiel gerade einen TeeKAL. Im letzten Blogpost Auf den Nadeln habe ich euch schon erzählt, worum es geht: Ums Teetrinken und T-Shirt-Stricken. Passend zum Frühlingsstart veranstaltet auch Lotilda einen Knitalong. Gestrickt wird der Cardigan Jona, los geht es am 22. März.

Der Jona Cardigan ist ein wunderschönes Oversize-Modell!
Fotos: © Tanja Koenigs

Für den Knitalong bieten wir euch zwei Strickkits an: In diesem hier findet ihr für alle Mohair-Liebhaber die Tynn Silk Mohair von SANDNES. Und in dieses Strickkit haben wir die Midnatssol von CaMaRose gelegt – eine perfekte Alterative für alle, die gerne Flausch mögen, aber kein Mohair verstricken oder tragen wollen. Gestrickt wird in beiden Fällen vierfädig. Alle Infos zum Knitalong, bei dem euch Tanja auch mit Schritt-für-Schritt-Fotos versorgen wird, findet ihr zum Beispiel in diesem Instagram-Posting.

Maschenfein-Strickrunde

Wenn wir uns jetzt aufmachen zu unserem kleinen virtuellen Spaziergang durch unsere Maschenfein-Strickrunde, könntet ihr nochmal eure Kaffee- und Teetassen auffüllen. Zum Beispiel die hübschen Becher von Minuk aus Hamburg, die es nun auch bei uns zu kaufen gibt. Die Zeichnungen sind ganz typisch für Antje und ihr kleines Label und machen einfach gute Laune.

Tasse Minuk
Hübsche Tasse von Minuk
Foto: © Minuk
Fotos via Instagram: © instagram.com/stricknirtak / © instagram.com/annakrzx

Gute Laune bekomme ich ja auch immer, wenn ich eure Strickbilder sehe. So viele unterschiedliche Modelle – Wahnsinn! Katrin zum Beispiel strickt fleißig an ihrem Hokei Scarf von ITO und bei Anna seht ihr ein tolles Lacetuch, gestrickt aus Merida von LAMANA.

FOTOS VIA INSTAGRAM: © instagram.com/emsstern / © instagram.com/laristrickt

Stephanie hat ihr Anker’s Sommer Shirt fertig – und ist damit bestens auf den Frühling vorbereitet. Die oben erwähnte Midnatssol findet ihr bei Larissa – und zwar genau für den bald startenden JonaKAL. Na, wer hat da jetzt auch Lust bekommen?

Ich hoffe, ihr habt nun ein paar Ideen, was ihr noch so stricken könntet, falls euch ein Projekt nicht reichen sollte… Ich für meinen Teil muss jetzt eine Maschenprobe stricken. Für ein, hmm, Drittprojekt. Egal! Habt ein schönes Wochenende mit ganz viel Strickzeit!

Neulich, im Gruppenchat:
“Ich bin so hin- und hergerissen, was ich stricken soll!”
“Ich weiß nicht, welches Garn ich nehmen soll!”
“Der Sweater triggert mich sooo doll!”

Nein, es ist manchmal nicht leicht, sich zu entscheiden. Dann müssen Gespräche geführt, Garne verglichen, Modelle studiert werden. Dann kommt eine Entscheidung. Also vielleicht. Vielleicht wartet man auch noch den nächsten Samstagskaffee ab – wer weiß, was da noch kommt? Bekanntlich kommt da immer eine ganze Menge. So auch heute: Herzlich willkommen zum Samstagskaffee in der Zwischen-Jahreszeit! Mit viel Inspiration und Netzgeflüster. Denn keine Sorge: Für jeden Topf findet sich das passende Projekt!

Julie & Ich, Ich & Julie, ….

Ich bin ja großer Fan von Julie Hoover. Da brauchen wir gar nicht lang drumherum reden. Nachdem Marisa und Sandra letztes Jahr den Loop Encadré entdeckt hatten, war’s um mich geschehen. Julie und ich, das passt einfach! Ihr ganzer Stil ist für mich einfach nur “Daumen hoch”.

Zeitloser Sweater Lohmann
Foto:© Brooklyn Tweed

Zeitlose Designs

Ich kann deshalb einfach nicht anders und stöber immer wieder (nur für euch natürlich!) auf ihrer Ravelry-Seite herum. Denn was Julie Hoovers Designs vor allem ausmacht, ist die Zeitlosigkeit.

Eines dieser zeitlosen Modelle ist Lohman aus dem Jahr 2016. (Kann sich hier noch jemand an eine Zeit vor Corona erinnern? Ich nicht.) Der kurze Pullover hat sogenannte Dolman-Ärmel, sprich: Oben weit und unten eng(er). Der leichte Fledermausschnitt ist aber so dezent, dass der Sweater die Form nicht verliert. Ein weiterer Hingucker ist der kraus rechts gestrickte Schalkragen.

Lohman & Ich, Ich & LOhman

Ich hatte den Sweater eigentlich schon für letzte Woche ausgesucht. Dann kamen aber andere Modelle dazwischen und irgendwie war ich dann erstmal abgelenkt. Aber immer, wenn ich meine Gedanken kreisen ließ, kehrten sie zu Lohmann zurück. Und zu unserem tollen Garnvorschlag: Shio und Urugami von ITO. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, die Wolle läge nicht schon mal probehalber im Warenkorb. Wobei es Wolle hier nur bedingt trifft, besteht Urugami nicht zuletzt aus fast 30 % Papier. Ist das nicht der Wahnsinn?! Dass wir mit unseren Händen und einem Rohstoff wie Papier einen Pullover stricken können? Alle, die mit ITO-Garnen noch nicht allzu viel Erfahrung haben, lege ich noch einmal unsere Podcastfolge mit Tanja, der Gründerin von ITO, ans Herz. Am Ende wollt ihr Papier und Stahl verstricken, dann mit Iki besticken und schließlich noch was in der Shibori-Technik färben. Kein Witz!

Lasst uns über Re-Jeans reden

Überhaupt ist die gesamte Handarbeitsbranche ein wahrer Hort der Kreativität. Das gilt natürlich für die Endverbraucher, aber auch für die Hersteller. Pascuali zum Beispiel hat ein Garn im Sortiment, das aus recycelter Denim-Baumwolle besteht. Die Fasern stammen aus der Jeans-Fabrikation, wo Stoffreste Schritt für Schritt wieder bis zur Einzelfaser aufgelöst und gereinigt werden. Anschließend werden die Fasern neu gemischt und zu einem Garn versponnen.

Strickkits mit Re-Janes bei Maschenfein

Im Shop findet ihr schon einige Strickkits mit dem besonderen Garn. Darunter diese drei Modelle, die perfekt für die momentane Zwischen-Jahreszeit (Wollen wir sie “Frinter” nennen? “Wrühling” finde ich so umständlich…) geeignet sind.

Pullover Navin
FOTO:© Pascuali

Perlmuster-Jacke
FOTO:© Rosa P.

Cardigan Tarun
FOTO:© PASCUALI

Weil auch immer wieder Herrenmodelle gewünscht werden, habe ich den Pullover Navin und den Cardigan Tarun ausgesucht. Beide stammen aus dem Hause Pascuali und werden von oben nach unten gestrickt. Die Größen reichen von S bis XXL bzw. XXXL; macht also sechs bis acht bzw. neun Knäuel Re-Jeans.

Die Ausschnittrundung des Sweaters wird mit verkürzten Reihen geformt und die Zunahmen für die Schultern erfolgen an den vier Raglanlinien. Alle Bündchen strickt ihr kraus rechts, ansonsten wird schlicht glatt rechts gearbeitet.

Der Cardigan ist ähnlich konstruiert; auch hier erfolgen die Zunahmen an Raglanschrägen. Den Körper strickt ihr in Reihen, die Ärmel in Runden.

Aus Re-Jeans könnt ihr aber natürlich auch super Designs für Damen stricken: Zum Beispiel die Jacke im Perlmuster von Rosa P. Der Cardigan mit Taschen und langen Ärmeln lässt sich perfekt kombinieren. Gestrickt wird von oben nach unten.

Oder doch lieber noch ein bisschen Kuschelstrick?

Wer vom Winterstrick noch nicht lassen mag oder direkt für den nächsten Herbst/Winter vorsorgen möchte, könnte die folgenden Modelle ins Auge fassen. Marisa zum Beispiel liebäugelt sehr mit dem Sweater No. 14 von My Favourite Things Knitwear.

Sweater No. 14
Foto: © My Favourite Things

Wie ihr und ich auch hat sie sofort Sandras riesiges Wollwissen angezapft und nach einer möglichen Garnkombi gefragt. Das Ergebnis: Duo und Tynn Silk Mohair von SANDNES.

Der Sweater No. 14 ist ein Oversize Modell mit weiten Ärmeln und einem verlängerten Rücken. Gestrickt wird nahtlos von oben nach unten.

Den anderen Sweater hat Trüffelschweinchen Sibel entdeckt und es war sofort klar, dass er ganz wunderbar in diesen Samstagskaffee passt. Und wenn ich “passen” schreibe, hat mindestens eine von uns “Der passt voll in mein Beuteschema” gesagt. 😉 Ein weiterer Vorteil: Je nach Garnkombi könnt ihr ihn auch frühlingshaft leicht zaubern.

Calliope wird nahtlos von oben nach unten gestrickt. Mir gefallen besonders die langen Ärmelbündchen. Es sind diese kleinen Details, die ein Design auf einmal noch interessanter wirken lassen.

Beim Garn haben wir mehrere Kombinationen im Kopf: Sehr edel wären die Shibui-Kombis Koan und Lunar bzw. Koan und Silk Cloud – wobei letztere ein luftigeres Maschenbild hat. Aber gerade jetzt zum Frühling und vielleicht mit einer weißen Bluse drunter, stellen wir uns das richtig schick vor. Möglich, und wiederum mit kompakterem Maschenbild, wäre aber auch Sunday von SANDNES doppelt gehalten. Übrigens sind hier auch die neue Farben im Lager eingetroffen und lieferbar. Meine Kollegin Jule nannte es “die Auswahl des Jahrhunderts” und ich stimme ihr da voll zu. Hier ist für jeden Geschmack was dabei.

Sweater Calliope mit langen Ärmelbündchen
Foto: © Espace Tricot

Eine Kleinigkeit für Ostern

Wer noch auf der Suche nach einer Kleinigkeit zu Ostern ist, wird vielleicht mit unserem neuesten Anleitungszuwachs glücklich. Hase Mümmel ist ein niedliches Kuscheltier, das sich ganz wunderbar in Osternestern macht. Gestrickt wird mit dem Schurwolle-Seide Garn Saffira von Pascuali. Die Menge im Strickkit reicht für zwei Häschen.

Maschenfein-Strickrunde

Fotos via Instagram: © Instagram.com/frau_elisaw / © instagram.com/nannipuzzeltsovorsichhin

Die Häschen könnt ihr auch bei Sandras Teststrickerinnen entdecken. Darunter bei Elisa, die nicht nur einen kleinen Mümmel im Garten hat, sondern auch ein wahres Blumenmeer. Farbtechnisch geht es bei Nanni auch ganz frühlingshaft zu: Sie strickt den Pullover #02 aus dem aktuellen LAMANA-Magazin. Die Farbe macht richtig Lust auf Sonne!

FOTOS VIA INSTAGRAM: © instagram.com/knitting_pharmacist / instagram.com/betticreates

Zartere Töne findet ihr wiederum bei Simone und Bettina. Simone strickt die September Jacke von PetiteKnit. Auch so ein Projekt, das auf meiner Liste steht. Und bei Bettina seht ihr die Powder Vest von Clarissa Schellong. Die finde ich auch richtig toll! Gestrickt wird wie bei der September Jacke mit Sunday und Tynn Silk Mohair von SANDNES.

Und? Seid ihr projekttechnisch für die nächsten Wochen versorgt oder braucht ihr noch mehr Inspiration? Die kommt natürlich weiterhin… wisst ihr doch! Jetzt aber wünschen wir euch erst einmal ein schönes Wochenende mit ganz viel Strickzeit!

Ich komm mir momentan vor wie ein kleiner Krokus. Stecke so ganz, ganz vorsichtig mein Köpfchen aus der Erde. Bisschen zerzaust. Noch nicht ganz wach. “Frühling, bist du’s?”, frage ich. Sicher bin ich nicht. Man soll die milden Temperaturen ja nicht vor dem letzten Spätfrost loben (Bauernweisheiten kann ich…). Aber sei’s drum. Ich habe Lust auf Farbe, auf leichte Garne, auf kurze Ärmel und auf Sonne! Herzlich willkommen also zu einem frühlingshaften Samstagskaffee mit hohem Vitamin-D-Gehalt, mit leichten Strickideen und gut gelauntem Netzgeflüster.

Zarte Muster

Schon immer, also seit Erscheinen des Magazins, schleiche ich um das Shirt Flower Buds von Astrid Troland herum. Veröffentlicht wurde es im Mai 2019 im achten Laine Magazine. Mittlerweile gibt es die Anleitung aber auch einzeln bei Ravelry.

Shirt mit zartem Muster: Flower Buds
Foto: © Laine Magazine

Kein Untergang: Stricken in Einzelteilen

Gestrickt wird das Shirt in zwei Einzelteilen, am Ende wartet also ein bisschen Vernäharbeit auf euch. Bei Strickmodellen ohne Ärmel finde ich das aber verschmerzbar. Geeignet wäre da zum Beispiel der Matratzenstich, den wir euch in unserem Grundlagenbuch Masche für Masche erklären. Bei dieser Art des Vernähens verschwinden die Randmaschen auf der Rückseite des Strickstücks. So entsteht eine beinahe unsichtbare Naht.

Nun aber zum Wichtigsten – dem Garn! Wir würden euch zu der LAMANA-Kombi Piura und Milano raten. Die Farbpalette sorgt dafür, dass ihr je nach Gusto sowohl zu sanften als auch zu kräftigen Farben greifen könnt. Oder wie wäre es, zwei Farben für einen zarten Melangeeffekt zu kombinieren?

Frühlingsliebe

Regelrecht schockverliebt hatte ich mich bei der Suche nach Modellen für diesen Samstagskaffee in Chabot von Alma Bali. Die französische Architektin hat einen wunderschönen Sweater mit Fledermausärmeln entworfen. Die engen Ärmel sind ein interessanter Kontrast zum locker geschnittenen Pullover. Der V-Ausschnitt und das zarte Muster in der Mitte sorgen für die nötige Leichtigkeit. Und? Habt ihr euch auch verliebt?

Garntechnisch sind wir bei den Merino Twist Solids von Cowgirl Blues gelandet. Das reine Schurwollgarn hat dank der Superwashbehandlung einen seidigen Schimmer und so viele tolle Farben zu bieten, dass die Entscheidung fast schon schwerfällt. Fast. Ich lege mich spontan auf Ruby Grapefruit fest. Ich sagte ja schon zu Beginn, dass ich Lust auf Farbe habe! Nehmt das, Winter- und Coronablues!

Für wärmere Temperaturen bestens gerüstet

Wer sich stricktechnisch noch mehr richtig Frühsommer orientieren möchte (außerdem muss man ja auch Zeit zum Stricken einplanen), wird auf jeden Fall bei Isabell Kraemer fündig.

Schon etwas älter, aber eben zeitlos schön, ist der Sweater …a hint of summer. Streifen, lockerer Schnitt, 3/4-Ärmel, top-down, tiefe Schultern… Ich mag solche Schnitte sehr, sehr gern! Als Garn schlagen wir euch hier entweder Kinu von ITO vor oder – wer eine vegane Variante bevorzugt – Nepal von Pascuali. Beide Garne sind wunderbar für den Sommer geeignet. So entfaltet Seide beispielsweise eine kühlende Eigenschaft, wenn es so richtig warm wird. Gleiches gilt für Nepal, das aus Baumwolle, Leinen und Brennessel besteht. Hach, kennt ihr dieses Gefühl, Garn streicheln zu wollen? Habe ich gerade ganz schlimm, wenn ich über Kinu und Nepal schreibe.

Das Shirt Edie strickt ihr aus Sparrow von Quince & Co. und ebenfalls von oben nach unten. Das Muster ist schlicht, aber hübsch – und hat auch eine ganz praktische Funktion: Sparrow ist ein reines Leinengarn. Durch die Streifen wird ein zu starkes Spannen verhindert. Überhaupt solltet ihr euch beim Stricken von reinen Leinengarnen nicht irritieren lassen. Sparrow greift sich fest, wird aber nach dem Waschen und Spannen und auch durch das Tragen herrlich weich, leicht und luftig. Und wie oben bereits erwähnt: Leinen entfaltet bei warmen Temperaturen seine kühlende Wirkung und ist somit der perfekte Begleiter für den Sommer.

Maschenfein buchstabiert man T-Ü-C-H-E-R-L-I-E-B-E

…und umgekehrt! Tücher gehen halt einfach immer. Ganz frisch auf dem Markt in das vom Homeschooling geprägte Variablending von Kerstin. Ihr Sohn hat in Mathe nämlich Gleichungen mit mehreren Variablen durchgenommen. Mathe hat also auch positive Seiten. Mich muss man da ja immer ein bisschen überzeugen… 😉 Aber das Tuch mit Hebemaschenmuster ist definitiv ein gutes Argument. Die Anleitung ist so konzipiert, dass nach jeweils 20 cm das Muster gewechselt wird. Als Garn empfehlen wir euch die Kombination aus Premia und Piura von LAMANA. Seht ihr auch schon die Kombi Rosa und Curry, so wie ich? Oder vielleicht Jeans und Seidengrau? Ihr werdet fündig – garantiert!

Schon als Strickkit haben wir für euch Noora von Rosa P. angelegt. Bestückt mit unserem Handcreme-Garn Cashmere 6/28 von Pascuali. Das Tuch wird von der linken Spitze bis zur rechten Kante mit Zunahmen auf der rechten und Abnahmen auf der linken Seite gestrickt. Es wird im Hauptteil kraus rechts gestrickt und hat eine Rüschenblende, die mit Umschlägen gearbeitet wird. Wer es also verspielt mag, wird mit Noora glücklich!

Glücklich wird man/frau auch mit unserer feinen Kollektion an Zubehörtaschen, die wir in Zusammenarbeit mit Franziska Klee entworfen haben. Noch bis Ende Februar könnt ihr die Taschen bestellen, die dann in Handarbeit für euch gefertigt werden.

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Wenn ihr mehr über Franzi, ihre Geschichte und unsere Zusammenarbeit erfahren wollt, empfehle ich euch unsere neueste Podcastfolge. Ich höre anderen kreativen Menschen einfach so gern zu, wenn sie von ihrer Leidenschaft und ihrem Werdegang erzählen – und ich bin sicher, ihr findet das auch spannend!

Einen weiteren Blick hinter die Kulissen des Labels Franziska Klee bekommt ihr außerdem in unserem Video, das Marisa kürzlich mit Franzi aufgenommen hat. Bei Instagram hat uns die Leipzigerin live mit in ihr Atelier genommen und mehr über ihre Arbeit erzählt. Ich warne euch aber vor: Am Ende könnte es passieren, dass ihr eine Tasche bei ihr kauft. Ist zumindest drei von vier Maschenfeinmitarbeiterinnen passiert. Die vierte fällt bestimmt auch bald um. Falls ihr das Risiko also eingehen wollt: Das Video findet ihr hier.

Wir suchen dich!

Tja, und dann… Dann suchen wir Verstärkung für unser Team! Um unsere Webseite weiterzuentwickeln, brauchen wir Unterstützung. Vielleicht ist es jemand von euch? Oder jemand, den ihr kennt? Erzählt gern anderen von unserer Suche! Die komplette Stellenanzeige findet ihr hier.

Foto: © Maschenfein

Maschenfein-Strickrunde

Kuschlig wird es nochmal in unserer Maschenfeinstrickrunde auf Instagram. Bei Melanie seht ihr den Erikka Slipover von Rosa P. aus der Snefnug von CaMaRose. Nachschub ist übrigens unterwegs! Ihr habt uns da nämlich ziemlich leergeräubert. 😉 Und bei Mareike könnt ihr den fertigen Coat for Roxane von Kathrin Schneider bewundern. Gestrickt aus Bergamo von LAMANA und einfach wunderschön. Und ein Hund ist auf dem Foto. Ein Hund!!11!1

Keinen Hund, dafür aber zwei Osakas findet ihr bei Franziska und bei Silke. Ihr kennt doch das alte, von Generation zu Generation weitergereichte Strickgesetz, dass jede Strickerin einen Osaka braucht? Nicht?! Dann hopp, hopp, Farben aussuchen! Ich stricke mir dieses Jahr auch noch einen. Ist nämlich das perfekte Jahresprojekt. 😉

Aber nun wünschen wir euch ein schönes, ruhiges, sonniges Wochenende. Mit ganz viel Strickzeit natürlich!

Wir hatten’s ja schon mal. Mit dem Vergleich von 2020 und 2021. Bisher ist 2021 ja eher recht halbherzig aus den großen Fußstapfen seines Vorgängerjahres herausgetreten. Aber (!): Der Januar ist jetzt quasi rum. 1/12 ist also geschafft. Gewuppt. Gerockt! Und wir? Wir geben die Hoffnung eben einfach nicht auf. Und schaffen uns kleine Glücksinseln. Direkt jetzt gleich. Also, schnappt euch einen Kaffee und dann heißt es wieder: Einen wunderschönen guten Morgen zum Samstagskaffee. Mit Strickideen und Netzgeflüster. Und der Buschfunk ist mächtig am Trommeln, sag ich euch! Denn es gibt Neuigkeiten von der “Unsere-neue-Seite-geht-online”-Front!

Aber erstmal starten wir mit der nötigen Inspiration: Wer mit Blick auf die fortgeschrittene Zeit keine dicken Winterpullover mehr stricken möchte, für den wären vielleicht Pullunder, pardon, Slipover etwas! Ja, ich weiß. Sie spielen (fast) in einer Liga mit Schlupfmützen. Ich persönlich mag sie aber sehr. Und wenn es einen eben doch mal fröstelt, zieht man einfach fix einen Slipover über und schon wird’s wieder wärmer.

Von PetiteKnit gibt es zwei weitere Modelle: Der September Slipover ergänzt den gleichnamigen Cardigan und Sweater. Das Patentmuster – gestrickt aus Sunday und Tynn Silk Mohair von SANDNES – gefällt mir ausgesprochen gut. Der Beginn, nämlich der obere Rücken, wird erst in Reihen gestrickt. Danach folgen die Schultern und dann wird alles zur Runde geschlossen. Und haltet mich gern für einen Stricknerd, aber Zunahmen im Patent finde ich einfach ausgesprochen hübsch anzusehen!

Der Zipper Slipover wird ebenfalls von oben nach unten gestrickt. Der hohe Kragen, der mit einem Reißverschluss geschlossen wird, schützt euch vor kalten Winden und wird im Rippenmuster gestrickt und anschließend umgefaltet. So wird er wirklich stabil und kuschlig. Als Garn schlägt euch Mette Alpakka Ull und Tynn Silk Mohair von SANDNES vor.

Neues Design von ITO

Bei Instagram habe ich neulich – wie so oft – ein neues Design entdeckt und wollte es mir etwas aufheben. Naiv wie ich war, dachte ich, es würde sonst keiner entdecken. Da habe ich zum einen natürlich die Wirksamkeit von sozialen Netzwerken unterschätzt, aber vor allem die vielen Spürnasen unter euch. 😉 Und prompt tauchte der Hokei Scarf ein paar Tage später in unserer Facebookgruppe auf. Egal, dachte ich mir, ich würde ihn euch trotzdem nochmal zeigen.

Gestrickt wird dieses Design aus Shimo und Sensai von ITO. Das Grundgarn ist das Wolle-Seide-Mischgarn Shimo. In die größeren Quadrate werden kleinere Quadrate eingestrickt, indem ihr Shimo und Sensai miteinander kombiniert. Durch das gemeinsame Verarbeiten der beiden Qualitäten entsteht ein melierter Intarsieneffekt. Am Ende ist der Schal über zwei Meter lang. Und ich stelle ihn mir auch toll als Stola vor.

Britischer Landhauscharme bei ROWAN

So eine Stole würde auch zu folgendem Szenario passen: Denn wenn ich die Designs von ROWAN sehe, geht bei mir immer das Kopfkino an. Englischer Landhaussitz, irgendwer ist adelig und Inspector Barnaby kommt auch zum Tee vorbei. So um fünf Uhr rum, schätzungsweise. Und meistens nach einem Mord.

Bei den beiden oberen Modellen gehe ich davon aus, dass sie zumindest ohne Barnaby und Verbrechen ausgekommen sind. Geschadet hat das in jedem Fall nicht. Der Sweater Galbraith erinnert an einem Poncho, lässt sich problemlos überwerfen und wird von unten nach oben gestrickt. Der hohe Kragen gefällt mir besonders gut. Ihr strickt mit der Felted Tweed Aran.

Die Decke Marram wird mit der Brushed Fleece und der Creative Linen gestrickt. Durch die verschiedenen Beschaffenheiten der beiden verwendeten Garne bekommt sie eine einzigartige Textur. Das Zickzackmuster wird mehrfarbig in der Fair-Isle-Technik gearbeitet. Die Decke ist sicherlich kein Projekt, das ihr mal eben schnell fertig strickt (Wobei, wer, wenn nicht ihr?!). Aber vielleicht ist es ein schönes Stück, das man über die nächsten Monate immer wieder in die Hand nimmt und ein paar Reihen daran strickt. Und im nächsten Winter hat man dann eine mollig warme Decke. Übrigens: Beide Anleitungen findet ihr im ROWAN Magazin 68, das wir auch einzeln im Shop haben.

Eure Empfehlung: Felix Pullover!

Was ich auch immer toll finde: Wenn ich von euch einen Tipp für ein Modell bekomme. So geschehen am Donnerstag bei unserem ersten virtuellen Stricktreffen. Da kamen wir auf die (wunderbare) Snefnug von CaMaRose zu sprechen. Und auf einmal erzählte Anja, dass sie aus der Snefnug den Felix Pullover von Amy Christoffers strickt. Und sehr begeistert von Garn und Anleitung ist.

Der Sweater wird von oben nach unten gestrickt und hat einen verkürzten Look. Das Tolle bei Top-down-Modellen: Ihr könnt die Länge problemlos anpassen. Bedenkt nur, dass ihr dann natürlich etwas mehr Garn braucht. Kleiner Hingucker bei Felix ist das Lochmuster an den Raglanschrägen.

Maschenfeine Stricktreffen

À propos Stricktreffen: Unser erstes virtuelles Stricktreffen hat uns sehr viel Spaß gemacht! Es war so schön, zumindest einen Teil von euch mal “mit Gesicht” zu sehen. Wir freuen uns deswegen schon auf die zweite Runde in der kommenden Woche und sind uns sicher, dass es irgendwann auch eine Fortsetzung geben wird. Denn Sätze wie “Ich gehöre seitdem zur (Maschenfein-)Familie” sind einfach die beste Medizin gegen Corona-Blues. Und wenn jemand sagen kann “Ich stricke wie eine Irre” ist das ja zumindest unserer Meinung nach nichts, was einem Sorgen bereiten müsste. 😉

Und überhaupt erreichen uns in diesen Tagen so nette Nachrichten! Eine Kundin schrieb uns, dass unser Grundlagenbuch Masche für Masche dafür gesorgt hat, dass sie endlich eine wichtige Erkenntnis hatte. Entgegen der geläufigen Meinung strickte sie nämlich nicht falsch, sondern schlicht nach der englischen bzw. amerikanischen Weise, wenn sie den Arbeitsfaden mit der rechten Hand führt. Ihre Lehrerin habe ihr das immer abgewöhnen wollen, allerdings ohne Erfolg. Und jetzt weiß sie, dass alles “in Ordnung” ist. Gibt es schönere Rückmeldungen zu unserer Arbeit? Ich denke nicht.

Maschenfeine Strickrunde

Wobei, eine “konkurrenzfähig schöne Rückmeldung” fällt mir da noch ein: Wenn ihr Sachen strickt, die wir euch vorschlagen. Kann natürlich auch der ein oder andere Zufall dabei sein, aber dennoch… Ani zum Beispiel strickt den Ribbed Jumper von Anne Ventzel aus Milano von LAMANA und Seide-Mohair-Garnen, darunter Sensai von ITO. Bei Katrin ist tatsächlich schon der Hokei Scarf auf den Nadeln. Und es findet sogar ein Knitalong dazu statt. Schaut mal hier.

Bei Silvie gibt es den Gute-Laune-Booster in Form eines fröhlich-bunten Osaka Schals. Ich bin sehr angetan von den knalligen Farben und merke selbst, wie ich mich nach dem Frühlings sehne.

Bei meiner Kollegin Jule schließlich seht ihr eine etwas abgewandelte Schlupfmütze – nämlich The simple knit hood von Lia Lykke. Die Mütze könnt ihr auch prima als Kapuze tragen. Ich finde, sie steht Jule klasse!

Unser Baby: die neue Maschenfein-Seite

Wisst ihr, was auch klasse aussieht? Die neue Maschenfein-Seite, an der wir täglich sitzen. Die soll nämlich nächste Woche online gehen. Passend zum Fernsehbeitrag des RBBs, der am Mittwoch bei Marisa zu Gast war. Wir sind so aufgeregt! Fernsehbeitrag über Maschenfein. Dann unser neues Branding. Die neue Seite. Und eure Rückmeldungen dazu! Denn wir sind gespannt, ob euch die neue Seite genauso gut gefällt wie uns!

Bis dahin müssen wir noch an ein paar Schrauben drehen. Aber es läuft. Und wenn die Nerven zu sehr flattern, drehen wir ein paar Runden an den Nadeln. Und ihr? Was strickt ihr als nächstes? Erzählt es uns gern in den Kommentaren oder verlinkt uns bei Facebook und Instagram – wir freuen uns und wünschen viel Spaß beim Stricken!

[Bitte fügen Sie hier selbstständig einen Einleitungssatz samt Coronabezug ein!] Leute, Leute. Diese Pandemie hat echt Ausdauer (ich eher weniger). Das macht es gar nicht so leicht, “Hallo” zu sagen und gleichzeitig einen Bezug zur aktuellen Lage zu finden (zumal die ja momentan auch wenig mutmachend ist). Während ich Corona also eigentlich nur noch, na ja, gern anschreien möchte, schaue ich dieser Tage umso liebevoller auf mein Strickkörbchen. Manchmal auch ziemlich sehnsuchtsvoll. Denn Zeit zum Stricken findet sich im Lockdown-Alltag eher weniger. Dennoch ist es nie verkehrt, zu überlegen, was man wohl als nächstes stricken könnte. Deswegen: Herzlich willkommen zum virenfreien Samstagskaffee, mit schönen Strickideen (auch für Anfänger!) und ein bisschen Netzgeflüster.

Ich finde den Januar, und wohl auch den Februar, stricktechnisch gar nicht so leicht. Will ich noch ein großes Wintersweaterprojekt starten? Auf die Gefahr hin, dass mir eine Pandemie (oder auch der schnöde Alltag) dazwischengrätschen und der Traumpulli erst im März/April fertig wird und dann nicht getragen werden kann? Oder will ich lieber schon dünne Shirts und zarte Cardigans stricken, auch wenn der Gedanke daran mich noch frösteln lässt? Schwierig!

Eine Lösung: Accessoires stricken! Zum Beispiel kuschlige Mützen, die ihr ruckzuck fertig habt und deswegen diesen Winter noch sicher ausführen könnt. Wer Zopfmuster mag und vielleicht sogar schon mit Zopfnadel gearbeitet hat, für den wäre auf jeden Fall die Mütze No. 02 von Rosa P. ein tolles Modell. Ihr beginnt am Bündchen und arbeitet dann in Runden nach oben. Wer mag, kann die Mütze mit einem Pompom oder einem (Kunstfell-)Bommel toppen. Gestrickt wird mit der Carpe Diem von Lang Yarns.

Sehr schick finde ich auch den Nabo Hat von Woolfolk. Auf den ersten Blick dachte ich, die Mütze wäre im Patent gestrickt. Stattdessen aber wird es zweifarbig im sogenannten corrugated ribbing gestrickt. Das besondere an diesem kaum dehnbaren Rippenmuster: Alle rechts gestrickten Maschen werden in der einen, alle links gestrickten Maschen in der anderen Farbe gestrickt. Beim Garn würden wir hier ebenfalls zu Carpe Diem greifen.

Pullover für Anfänger

Immer wieder werden wir nach anfängertauglichen Strickprojekten gefragt. Zufällig (oder durch Bestimmung) habe ich die Tage einen Sweater gefunden. Er eignet sich für alle, die gerne mit dem “Pullover-und-Cardigan-Stricken” anfangen wollen, aber vielleicht noch kein passendes Modell wissen.

One Sweater von The Fibre Co. ist ein klassisches Top-Down-Modell, wird also von oben nach unten gestrickt. Ihr arbeitet sowohl mit verkürzten Reihen als auch mit Raglanzunahmen. Bitte nicht erschrecken: Das klingt komplizierter als es ist. Was ich ebenfalls toll an diesem Modell finde: Ihr könnt ihn in unheimlich vielen Größen stricken und in der Länge variieren. Außerdem kann er sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden. Zudem hat The Fibre Co. auch Videos produziert, die die einzelnen Schritte der Anleitung ergänzen. Bei uns findet ihr ebenfalls Videomaterial, zum Beispiel zu verkürzten Reihen mit Doppelmaschen (natürlich auf Deutsch ;-)). Schaut einfach mal hier vorbei. Die Anleitung zum Sweater gibt es übrigens auch auf Deutsch!

Als Garn hat The Fibre Co. natürlich eine hauseigene Qualität verwendet: Cumbria ist eine Kombination aus brauner Wolle der englischen Schafrasse Brown Masham (30 %), amerikanischer Merinowolle in Superfine-Qualität (60 %) und argentinischem Mohair (10 %). Leider haben wir momentan nicht alle Farben ausreichend auf Lager. Als Alternative können wir uns Cotton Cashmere von Rowan vorstellen. Hier habt ihr auch den Vorteil, dass das Gestrick nicht so warm ist wie mit Cumbria. So könnt ihr den Sweater auch wunderbar im Frühling tragen.

Flausch-Alarm!

Für fortgeschrittene Anfänger wäre der Mapala Sweater von Rosa P. in der Mohair-Edition ein schönes Projekt. Der Pullover wird doppelfädig mit einer Rundpasse von oben nach unten gestrickt. Das hohe Halsbündchen wird zunächst provisorisch angeschlagen, dann nach innen geklappt und an der Anschlagkante zusammengestrickt. Für die unterschiedlich langen Saumbündchen werden Vorderseite und Rücken geteilt und separat beendet.

Diese unterschiedlich langen Bündchen gefallen mir richtig gut. Und der Flausch. Und die Farbe, die Rike für ihr Modell gewählt hat. Die Garnkombi, die wir für euch ausgesucht haben, gefällt mir übrigens auch: doppelfädig Tynn Silk Mohair von SANDNES. Je nach Maschenprobe strickt ihr mit ca. 6 mm Nadeln und seid also flott unterwegs. Der Sweater ist für einen Brustumfang von 97 bis 137 cm konzipiert. Wer kein Fan von Mohair ist, könnte die ursprüngliche Version des Mapala stricken. Im Strickkit findet ihr die Valley Tweed von Rowan aus 100 % Wolle.

Tücher gehen immer

Immer wieder als Projekt gehen natürlich Tücher. Ich muss es wissen: Eines liegt eigentlich immer im Projektkörbchen. Und eines habe ich um den Hals. Und im Schrank…na, ihr wisst schon.

Direkt anschlagen würde ich am liebsten die Stola Aisé II von Espace Tricot. Die Anleitung ist zwar auf Englisch, aber mit Blick auf das fertige Stück glaube ich, dass sie wirklich gut zu meistern ist. Als Garnkombi würden wir hier Kinu und Sensai von ITO vorschlagen. Ohne Mohair wäre auch Duo von SANDNES möglich.

Und für alle, die in diesen Zeiten mal wieder eine Umarmung brauchen (der kleine Schneemann Olaf lässt grüßen!), wäre – absolut coronakonform – das Tuch Umarmung von Janukke eine schöne Option. Eine luxuriöse Garnwahl wäre hier Cashmere Worsted von Pascuali (durch die Weichheit des Garns wäre die Handcreme quasi inklusive). Möglich – und kuschlig – wäre auch eine Kombination aus Mini Alpakka und Tynn Silk Mohair sowie Duo und Tynn Silk Mohair (alle SANDNES). Bei letzterem kommt ihr mit der Maschenprobe vermutlich nicht ganz hin, was aber bei einem Tuch zu verschmerzen sein sollte. Das Muster besteht aus rechten und linken Maschen, die an Diamanten erinnern. Wenn ihr mit Mohair strickt, tritt das Muster etwas in den Hintergrund – das sollte man bei der Garnwahl natürlich bedenken.

Neu im Shop und auf dem Blog

Noch recht frisch im Shop ist das tolle Färbezubehör von ITO. Für alle, die ihre Farbe nicht gefunden haben. Die ein missglücktes Projekt retten oder mal wieder batiken wollten. Auf dem Blog habe ich euch die Woche genau erklärt, was ihr beim Färben mit den ITO-Produkten beachten müsst. Die einzelnen Schritte hat Sandra für euch ausprobiert und versorgt uns mit detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Im Shop haben wir außerdem Neuzugänge bei unseren Büchern. Und zwar von Laine aus Finnland. Ich sag euch, jetzt kochen die da auch noch in Tampere! Aber auch das machen sie gut und schön illustriert. Laine fungiert als Herausgeber, Pia Alapeteri ist Autorin von Friends in Food. Und im Grunde ist das Buch ideal dafür geeignet, jetzt schon das Essen zu planen, wenn wir endlich, endlich wieder in großer Runde schlemmen, genießen und erzählen können.

Das zweite Buch kennt ihr vielleicht schon: In Fair Isle Weekend findet ihr acht einzigartige Fair-Isle-Projekte von Mary Jane Mucklestone. Ihre Ideen und Inspirationen hat die Designerin direkt von der Insel Fair Isle, die zu den Shetlandinseln gehört. Im letzten Herbst habe ich euch mehr zum Thema mehrfarbiges Stricken erzählt – schaut gern noch mal vorbei! Und ich kriege gerade so unglaubliche Reiselust. Mann, Corona, geh weg!

Maschenfein-Strickrunde

Macht Corona natürlich nicht. Also tröste ich mich mit euren schönen Bilder aus unserer maschenfeinen Strickrunde.

Bei Melanie zieht neben einem neuen Projekt auch ein bisschen Frühling ein – das klingt doch nach einer perfekten Kombi! Welches Projekt sie strickt, erfahrt ihr in ihrem neuesten Posting! Und bei Simone ist der Cardigan Mariechen von Isabell Krämer aus Premium Silk von Regia auf den Nadeln. In einer sehr, sehr schönen Farbe, wie ich finde.

Tücher findet ihr natürlich auch immer in unserer Strickunde. Bei Danny zum Beispiel das Water Tuch aus der Snefnug. Und dann habe ich mich über einen weiteren Loop Encadré gefreut. Francesca hat ihre Version aus der Milano von LAMANA gestrickt. Toll geworden, oder?

Wir wünschen euch jetzt ein schönes Wochenende mit noch mehr Kaffee und vor allem ganz viel Strickzeit!

Manchmal ist sie ja nicht dabei. DIE Farbe, die man gerne für sein neues Projekt hätte. Oder man hat ein fertiges Strickstück und die Farbe gefällt nicht richtig. Vielleicht, weil ihr verschiedene Partien verstrickt oder bei der Farbe einen Fehlgriff getätigt habt. Vielleicht wollt ihr auch einfach etwas Neues ausprobieren oder einen bestimmten Effekt haben. Egal, welchen Grund ihr habt, Färben wäre bei allen eine gute Option. Seit kurzem könnt ihr euch – dank ITO – auch bei Maschenfein mit Färbemitteln und Zubehör ausstatten. Damit ihr möglichst gut vorbereitet seid, geben wir euch hier einen Überblick über die einzelnen Produkte und versorgen euch mit ersten Erfahrungswerten und Tipps.

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In unserem Podcast “Nur noch eine Reihe” hat Tanja es im Oktober schon erzählt: Auch bei ITO strotzen sie nur so vor Ideen. Und eine davon war eben, japanische Färbekunst auch nach Deutschland zu bringen.

Drei verschiedene Varianten gibt es nun bei uns im Shop: Hot Dye, Cold Dye und das React-Färbemittel. Für jedes der Färbemittel erhaltet ihr eine englische Anleitung. Die deutsche Übersetzung könnt ihr euch direkt auf der Seite von ITO herunterladen (hier für Hot Dye, hier für Cold Dye und hier für das React-Färbemittel)

Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, hier gleich ein kleiner (Warn-)Hinweis und ein Tipp: Wir können für ein sicherer Farbergebnis nicht garantieren. Beim Färben von Garn – egal ob tierische, pflanzliche oder chemische Faser – gibt es einfach zu viele Unwägbarkeiten. Wir empfehlen euch daher, erst einmal mit einem kleinen Projekt zu starten und mit dem gefärbten Garn eine Maschenprobe zu stricken, um zu schauen, ob das Ergebnis zum Projekt passt.

Hot und Cold Dye unterscheiden sich – wie der Name schon nahelegt – in der benötigten Temperatur. Für das Kaltfärbemittel reicht lauwarmes Wasser aus dem Hahn, für Hot Dye braucht das Wasser eine Temperatur von 85 Grad. Es darf aber im Laufe des Färbevorgangs abkühlen. Welches ihr wählt, hängt zum einen von der gewünschten Farbintensität und eurem Material ab. Polyester beispielsweise kann nicht kalt gefärbt werden. Bei Wolle hingegen geht ihr mit Heißfärbemittel ein gewisses Risiko ein – unmöglich ist es aber nicht! React eignet sich hauptsächlich für pflanzliche Fasern (eine Ausnahme zeigen wir euch aber direkt weiter unten ;-)) und führt zu einem noch intensiveren Ergebnis. Der Vorteil hier: Ihr könnt Stoffe zum Beispiel auch bemalen oder es auch zum Batiken (Ja, das macht man jetzt wieder) oder für die japanische Shibori-Kunst verwenden (auch das erklären wir weiter unten).

Wichtige Zutaten: Salz und Essig

Mit Cold Dye könnt ihr pflanzliche und tierische Fasern sowie Nylon färben. Tendenziell werden die Farben etwas heller als wenn ihr heiß färben würdet. Dennoch gibt es auf Pflanzenfasern wie Baumwolle, Hanf, Leinen, Viskose, Cupra, Holz oder Bambus eine schöne Farbintensität. Hellere Farben erhaltet ihr dann auf Tierfasern wie Seide, Wolle und anderen Tierhaaren sowie auf Nylon und Polyurethan. Beachtet aber bitte die Grundfarbe eures Materials: Färbt ihr farbige Textilien, wirkt sich diese Farbe auf das Ergebnis des Färbeprozesses aus. Die auf der Packung angegebene Farbe kann nur auf weißen Textilien erzielt werden.

Wenn ihr pflanzliche Fasern färbt, benötigt ihr beim Färben noch Salz und solltet das Ergebnis am Ende fixieren. Dazu erhaltet ihr im Shop den “Fixing Agent”. Beim Färben von tierischen Fasern benötigt ihr zusätzlich Essig. Ein Fixieren der Farbe ist nicht nötig. Übrigens: Sowohl Cold- als auch Hot Dye sind haut- und umweltfreundlich und in jeweils 28 Farben erhältlich, die ihr natürlich auch mischen könnt. Eine Dose Färbemittel Cold Dye (20 g) reicht zum Färben von 250 g Garn, Gestrick oder Stoff. Die genauen Mengenangaben für Wasser, Essig und Salz findet ihr in der Anleitung.

Euer Zubehör für das Färben von Strängen. Ganz wichtig: Salz und/oder Essig
Foto: © Sandra Groll

Mit Hot Dye färbt ihr pflanzliche und tierische Fasern sowie Polyester. Da ihr nicht konstant eine Temperatur von 85 Grad halten müsst, könnt ihr zum Beispiel auch im Eimer färben. Ähnlich wie beim Cold Dye erreicht ihr eine gute Farbintensität auf Pflanzenfasern wie Baumwolle, Hanf, Leinen, Viskose, Cupra, Holz, Bambus oder auf Tierfasern wie Seide, Wolle und anderen Tierhaare sowie auf Nylon und Polyurethan. Auf Polyester werden die Farben heller. Beim Färben von Pflanzenfasern benötigt ihr wieder Salz sowie eine anschließende Fixierung. Für Tierfasern müsst ihr wieder zur Essigflasche greifen. Wenn ihr Polyester dunkler färben wollt, könnt ihr zum Beispiel auf der Herdplatte färben und so die Temperatur über 85°C halten. Zusätzlich benutzt ihr dann noch den “Dye Accelorator”. Eine Dose Färbemittel (20 g) reicht zum Färben von 250 g Wolle, Gestrick oder Stoff.

Ärmel hoch: Es folgt die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Für euch haben wir Hot Dye und React als Färbemittel ausprobiert. Genau genommen, war es Sandra, die zu Hause die Stricknadeln beiseite und dafür die Färbemittel in die Hand genommen hat.

Ihr braucht: zu färbendes Strickstück, Färbemittel, ggf. Entfärbemittel, Wasser, Essig oder Salz (je nach Grundmaterial), Messbecher, ggf. Fixierer (für Pflanzenfasern), Eimer, Holzlöffel, Einmal-Handschuhe

Hot Dye hat sie für ihren fertigen Caramel Sweater verwendet. Der hatte nämlich einen wenig hübschen Block in der Mitte – ein Produktionsfehler des Herstellers. Dass die Farben der einzelnen Stränge abweichend waren (trotz derselben Partie), ist ihr leider erst beim Stricken aufgefallen. Und Ribbeln war keine Option. Stattdessen hat Sandra den Sweater fertiggestrickt und zum ITO Färbemittel gegriffen. Beachtet bitte, dass tierische Fasern natürlich nur begrenzt warmes Wasser vertragen und einlaufen können. In diesem Fall ist Sandra das Risiko eingegangen und hat Hot Dye verwendet, um ein intensives Farbergebnis zu erhalten.

Erster Schritt: Das Strickstück entfärben. Denn auf dem dunkeln Grau wäre ein Färben nur mit Schwarz möglich gewesen, um den gewünschten Effekt zu erhalten. Entsprechende Produkte findet ihr in der Drogerie eures Vertrauens. Stellt euch aber darauf ein, dass die Geruchsentwicklung bei diesem Schritt sehr unangenehm ist. Sandra hat ihren Pullover anschließend im Wollwaschgang gewaschen.

Zweiter Schritt: Färbemittel nach Anweisung anrühren. Da ihr, wie oben bereits geschrieben, die Temperatur von 85°C nicht konstant halten müsst, könnt ihr gut im Eimer färben.

Dritter Schritt: Anschließend muss euer Strickstück wieder ausgespült werden bis keine Farbe mehr herausfließt. Sandra hat ihren Pullover dazu erst von Hand wie in der Anleitung beschrieben mit Spülmittel ausgewaschen und danach (zusätzlich) erneut in die Waschmaschine getan (Wollwaschgang!). Danach ist er auf die Matten zum Trocknen gekommen.

Das Ergebnis: Ein intensives Blau! Ein bisschen kleiner ist der Pullover geworden, aber trotzdem noch gut anzuziehen. Und somit definitiv kein Teil für die hintere Ecke des Kleiderschranks (oder Schlimmeres).

Stränge färben mit React

Ein bisschen anders verhält sich der Prozess, wenn ihr Wolle vor dem Stricken färben wollt. Für diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hat Sandra Rakuda in weiß von ITO mit React blue und Rakuda in camel mit React blue und emerald green gefärbt.

Ihr braucht: Garn, Färbemittel, Wasser, Salz, Essig, Messbecher, Weckglas oder Auflaufform, Holzlöffel, Einmal-Handschuhe

Erster Schritt: Bevor es ans Färben geht (in diesem Fall mit React), müsst ihr das Garn zum Strang wickeln. Wichtig dabei: Denkt an eine Fangschlaufe mit deren Hilfe ihr euren Strang nach dem Färben leichter aus dem Färbebad holen könnt. Außerdem empfiehlt es sich, den Strang an mehreren Stellen abzubinden. So verhindert ihr ein Verrutschen der Fäden und könnt es später wieder leichter zum Knäuel wickeln. Inklusive Auffangschlaufe hat Sandra ihren Strang an vier Stellen abgebunden. Ihr könnt auch mehrere Konen/Knäuel zu einem Strang binden. Verknotet dazu jeweils die Enden.

Tipp: Wenn ihr euren Strang zum Kreis legt und ihn an mehreren Stellen fest abbindet (ähnlich wie beim Batiken), erhaltet ihr besondere Färbeergebnisse!

Der Strang im Essigbad.
Foto: © Sandra Groll

Zweiter Schritt: Nach dem Abbinden kommt euer Strang in ein Essigbad. Hier weichen wir von der ITO-Anleitung ab, da React eigentlich für pflanzliche Fasern vorgesehen ist. In diesem Fall müsst ihr euer Textil lediglich waschen und nass lassen. Da Sandra eine tierische Faser färben will, hat sie es in einer Wasserbad mit einem guten Schuss Haushaltsessig gelegt.

Dritter Schritt: Der nasse (!) Strang kommt nun in ein hohes Einweckglas. Mit Hilfe eines Holzlöffels drückt ihr ein Stück des Strangs in das Glas und streut dann etwas Färbemittel darüber. Danach wieder ein Stück Strang und wieder Färbemittel darüber. So fahrt ihr fort bis der komplette Strang im Glas ist.

Vierter Schritt: Nun bereitet ihr euer Färbewasser vor. Da wir eine tierische Faser färben, ergänzen wir hier die Anleitung von ITO um Sandras Wissen aus einem Färbeworkshop mit Ute Rehner und Schachenmayr. Ihr mischt…

1 l kochendes Wasser mit 0,5 l kaltem Wasser. So erhaltet ihr ca. 60°C warmes Wasser. Danach gebt ihr 1 EL Essigessenz ODER 100 ml Haushaltsessig dazu sowie 3 EL Salz.

Diese Mischung gießt ihr vorsichtig auf den Strang. Anschließend dürft ihr das Glas nicht mehr bewegen. So erhaltet ihr nämlich die gewünschte Unregelmäßigkeit. Alternativ könnt ihr euren Strang bzw. eure Stränge auch in eine Auflaufform legen und dann das Färbemittel darüber verstreuen. Danach gießt ihr wie oben beschrieben das vorbereitete Wasser vorsichtig darüber. Sandra hat ihre Auflaufform anschließend inkl. Färbewasser bei 60°C in den Ofen getan. Je nach gewünschter Farbintensität belasst ihr euer Garn für 20 bis 40 Minuten im Färbewasser.

Fünfter Schritt: Nach dem Färben müsst ihr die Stränge auswaschen und aufhängen. Es empfiehlt sich, Auffangbehälter unter die Stränge zu stellen, um Reste des gefärbten Wassers auffangen zu können. Und lasst euch nicht irritieren: Nicht die nasse Farbe ist die endgültige, sondern die trockene! Sobald eure Stränge getrocknet sind, könnt ihr sie wieder zum Knäuel wickeln und verstricken.

ACHTUNG: In der Anleitung von ITO werden für das Färben im Eimer Färbemittel und Wasser gemischt und dann zum Färben verwendet. Hier geht es aber vor allem um das Färben von Textilien. Überlegt vorher also genau, welches Färbemittel sich am besten für euer Projekt eignet. In den Anleitungen von ITO sind alle Schritte ausführlich beschrieben.

Gute Inspiration für Shibori findet ihr auch bei Instagram
Foto via Instagram

Das React-Färbemittel eignet sich besonders gut für kreative Färbetechniken. Dazu gehört beispielsweise Shibori, eine japanische Art des Färbens, ähnlich zu dem, was wir als Batik kennen. Schaut mal bei Instagram unter dem Hashtag Shibori, da bekommt ihr einen guten Überblick über die vielen Möglichkeiten, Textilien kunstvoll zu färben. Mit Hilfe des Bleeding Inhibitors könnt ihr Textilien auch bemalen. Die Shibori Plastic Sheets könnt ihr wiederum für Shibori verwenden. Wie genau ihr eure Materialien dafür vorbereitet, erfahrt ihr in der beigelegten Anleitung von ITO bei React.

Ihr merkt schon, die Möglichkeiten beim Färben sind nahezu unendlich. Ihr könnt alles Mögliche färben oder bemalen. Und auch wenn wir euch das Färben von Strängen hier mit React erkärt haben – das Vorgehen bei Cold oder Hot Dye ist ähnlich und ihr könnt immer wieder einen Blick in unsere Anleitung werfen. Habt ihr jetzt Lust, mal eines der Färbemittel auszuprobieren? Erzählt uns gerne davon – und lasst uns natürlich an euren Ergebnissen teilhaben!