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Über Marisa

Die ersten Maschen schlug ich mit meiner Oma Lotti mit etwa fünf Jahren an. Hier auf meinem Blog teile ich nun viele Jahr später Inspirationen, Anleitungen, Tips und Tricks rund um meine große Leidenschaft fürs Stricken, Wolle & Co.

Kleidermotten – was tun? {Werbung, unbeauftragt und unbezahlt}

Vor etwa einem Jahr, kurz nach unserem Umzug, bei dem ich gefühlt jeden einzelnen Gegenstand, jedes Kleidungsstück, jede Socke mindestens einmal in der Hand hatte, erlebte ich das Schreckensszenario einer jeden Strickerin: Textilmotten – Ein Mottenloch in meinem Diary Cardigan. Es blieb nicht dabei. Geschockt holte ich all meine Stricksachen aus dem Schrank, entfaltete sie und fand Larven. In Strickstücken. In selbstgestrickten Strickstücken. Ich wollte weinen. Ich rief Sophia an, meine Expertin in Sachen Mottenbekämpfung. „Schlupfwespen!“ rief sie mir entgegen, „besorg Dir Schlupfwespen“! Pack alles was befallen und noch zu retten ist in den Tiefkühler. Das wird schon.

Immer wieder hatte ich in unserer Maschenfein Community von befallenen Stashs gelesen, nie hatte mich das Thema Motten selbst betroffen, ich war nachlässig. Ich glaubte mich sicher. Würde schon nichts passieren.

Eine Woche später verteilte ich ich kleine Kärtchen in meinen Schränken. Kleine Kärtchen mit kleinen, wandernden schwarzen Pünktchen. Heute stelle ich Euch Perla Natura vor, ein auf Textil- und Lebensmittelmotten spezialisiertes Unternehmen. Die wissen Bescheid. Wie man vorsorgt, pflegt, handelt und nachsorgt, wenn es doch mal zu spät ist. Dort bekommt Ihr genau was Ihr braucht. Auch Schlupfwespen, wenn es doch mal zu spät ist.

Ich wünsche Euch sehr viel Spaß beim Lesen, mir hat der Text und auch das ausführliche Telefonat, welches ich mit Daniel wegen unseres Lebensmittelmottenbefalls in der Küche führen konnte, sehr die Augen geöffnet. Ich werde nun sicher besser darauf achten, die Motten gleich ganz fern zu halten – und vielleicht ab und an mal ein paar Schlupfwespen durch die Schränke jagen.

Und ein Goodie haben wir für Euch auch: Mit dem Code „Maschenfein10“ erhaltet Ihr bei Perla Natura 10% Rabatt auf Euren Warenkorb bis zum 30. September 2019.

Liebes Perla Natura Team, wir freuen uns riesig, Euch heute bei uns im Blog begrüßen zu können. Maschenfein ist einer der größten deutschsprachigen Online Shops für Wolle, Strick- und Häkelzubehör. Viele, viele Frauen (und auch Männer) stricken und vernetzen sich in unserer Maschenfein Community auf Facebook oder Instagram und natürlich kommt immer wieder das Thema Mottenbekämpfung auf. Meist, wenn es eben zu spät ist und eine unserer MitstrickerInnen Mottenlöcher in den mühsam selbst gestrickten Lieblingsteilen entdeckt hat. „Schlupfwespen“ ist ein Begriff, der dann immer wieder auftaucht…  

Erzählt doch mal ein wenig über Euch, wer hat Perla Natura gegründet und wie kam es dazu? Wie seid Ihr zum Thema Mottenbekämpfung gekommen?

Angefangen hatte es 2012 mit dem Kauf eines Kratzbaums für unsere beiden Kater. Wie sich später rausgestellt hat, war dies der Patient Null und von ihm aus hat sich dann der Befall mit Motten zuerst im Schlafzimmer und dann im Wohnzimmer ausgebreitet. Am Anfang erschlägt man die Motten und kauft sich eine Mottenfalle, um den Befall zu bekämpfen. Legt Lavendel oder Zedenholz in den Schrank, friert die Wollsachen ein und geht davon aus, dass diese Maßnahmen das Problem lösen werden. Mit der Zeit wurde uns dann klar, dieses Problem wird sich so leider nicht in den Griff bekommen lassen. Gifte wollten wir im Schlafzimmer nicht ausbringen. Also haben wir dann weiter recherchiert und uns mit dem Einsatz von Nützlingen zur Bekämpfung von Schädlingen beschäftigt – einer Methode, die in der Landwirtschaft zu dieser Zeit schon weit verbreitet war. 2013 wurde dann Perla Natura geboren. Im Januar 2014 ging unser Online-Shop live und seit dem versorgen wir unsere Kunden mit Schlupfwespen. Zu Anfang war die Akzeptanz, sich lebende Insekten in den Schrank zu legen nicht sehr hoch aber in den vergangenen fünf Jahren hat sich das Umweltbewußtsein und die Skepsis vor Giften – zum Glück – weiterentwickelt.

Fotos: Perla Natura – Die Produkte werden in liebevoller Handarbeit
abgefüllt, beklebt und versendet.

Wie kommen Motten überhaupt in unseren Schrank?

Ganz unterschiedlich. Natürlich können Motten durch das geöffnete Fenster in die Wohnung oder das Haus fliegen. Je nachdem, wo man wohnt, kommt dies mehr oder weniger vor. Meistens werden die Motten direkt mit eingekauft oder eingeschleppt. Motteneier können bis zu zwei Jahre „herumliegen“, bevor die ersten Mottenlarven schlüpfen. Dies ist abhängig von der Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Aus diesem Grund ist der Kleiderschrank im Frühjahr plötzlich voller Motten und man wundert sich, wo diese herkommen. Die Motteneier wurden entweder im Herbst gelegt oder im Winter eingeschleppt.
In der Küche ist es sehr ähnlich. Hier werden die Motten mit trockenen Lebensmitteln eingekauft. Je naturbelassener die Lebensmittel sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit. 

Angenommen wir haben einen starken Befall, ein Mottenloch und entdecken vielleicht sogar Larven in unseren Stricksachen. Wie gehen wir vor? Was machen wir mit befallenen Kleidungsstücken?

Am wichtigsten, ruhig bleiben und nicht panisch alles aus dem Schrank ziehen. Es ist immer nicht nur die Kleidung, sondern auch der Schrank, die Kommode oder das Regal befallen. Motten sind ziemlich clever und legen ihre Eier so ab, dass diese nicht sofort entdeckt werden, also auch gerne in die Schrankritzen. Bei sichtbarem Befall mit Larven und oder Gespinsten empfehlen wir ein paar Mülltüten auf dem Boden vor dem Schrank auszubreiten und die Kleidung Stück für Stück zu sichten und alle Larven und Gespinste zu entfernen. Kleidung die bereits kaputt ist (also nicht mehr genäht werden kann) sofort entsorgen. Den Schrank im Anschluss aussaugen und nur mit warmem Wasser säubern. Dann die Müllbeutel, den Staubsaugerbeutel und die kaputte Kleidung sofort raus bringen und in die Tonne werfen. Im Anschluss die Kleidung wieder einräumen und im Idealfall zügig mit der Schlupfwespenbehandlung beginnen. 

Es klingt ein wenig befremdlich, sich ein Kärtchen voll kleiner Tierchen in den Schrank zu legen. Ist es nicht irgendwie „eklig“ so kleine Krabbeltierchen zwischen unsere Kleidung (oder gar in die Küche im Fall von Lebensmitteln) zu lassen?

Die meisten werden vom Begriff „Wespen“ abgeschreckt. Schnell entsteht die Angst, gestochen zu werden bzw. das Wespen überall herumfliegen. Diese Ängste sind vollkommen unbegründet. Den Namenszusatz „Wespe“ haben die Schlupfwespen, da sie sich parasitär vermehren und ihre Eier in die Eier der Motten legen. Außerdem sind sie bei einer Größe von etwa 0,3mm, also einem Drittel-Millimeter, nicht mehr als winzige schwarze Pünktchen, die herumwuseln aber nicht fliegen können. Sobald Kunden die Schlupfwespen live gesehen haben, sind die Ängste wie weggeblasen. Die geschlüpften Schlupfwespen leben etwa fünf Tage. In diesem Zeitraum nehmen sie dann keine Nahrung mehr zu sich. Das einzige Augenmerk liegt darin, Motteneier zu finden und sich zu vermehren. Sind am Ende keine Motteneier mehr da, sind auch die Schlupfwespen verschwunden. Niemand muss Angst haben im nächsten Schritt die Schlupfwespen bekämpfen zu müssen. 😉

Fotos: Perla Natura – Kärtchen mit Schlupfwespen links
gegen Kleidermotten und rechts gegen Lebensmittelmotten.

Wie genau finden denn die Schlupfwespen den Ursprung unseres Mottenbefalls? Können wir sicher sein, mit einer ausreichenden Ladung Schlupfwespen dem Befall wirklich Einhalt zu gebieten?

Die Schlupfwespen finden die Motteneier auf Basis ihrer sehr feinen olfaktorischen Fähigkeiten, d.h. sie haben eine empfindliche Sensorik für Düfte. Vereinfacht gesagt sie „riechen“ die Motteneier – obwohl sie natürlich keine Nasen haben. Aus diesem Grund kann es immer wieder zu Problemen kommen, wenn Kunden vor der Schlupfwespenbehandlung starke Gerüche ausbringen in Form von Sprays oder Waschmitteln. Oft wird auch der Tipp gegeben, den Schrank mit Essig auszuwaschen – es hilft nicht wirklich und vor der Schlupfwespenbehandlung muss der Schrank zwei bis vier Wochen auslüften. Sind die Gerüche zu stark, haben die Schlupfwespen Probleme, die Fährte der Motteneier aufzunehmen. Vergleichbar damit, wenn man Musik hören möchte und im Hintergrund eine laute Baustelle ist. Probleme gibt es auch wenn Kunden Mottenfallen zu nahe an die Schlupfwespen legen. Die Mottenfallen sind in der Regel auf Pheromonbasis und deren Geruch soll die männlichen Motten anlocken – ähnelt aber dem der Motteneier … die Folge ist dann viele Schlupfwespen in der Falle. Aus diesem Grund empfehlen wir die Mottenfallen mindestens zwei bis drei Meter entfernt aufzustellen.
Oft wird der Fehler gemacht, zu wenig Kärtchen zu bestellen. Die Schlupfwespen auf einer Karte schaffen es, sich etwa auf einem Quadratmeter auszubreiten und in diesem Gebiet nach Motteneiern zu suchen. Als Faustregel kann man sagen, pro Quadratmeter Teppichboden benötigt man ein Kärtchen. Bei Regalen, Schränken und Kommoden rechnet man pro Ablagefach, Schublade oder laufendem Meter Regalboden mit einem Kärtchen. Zum Beispiel für ein zwei Meter langes Regal mit fünf Regalböden benötigt man zehn Kärtchen. Bei Schränken mit Kleidung muss man unter Umständen etwas großzügiger kalkulieren, hier hängt es eher von der Menge der Kleidungsstücke ab. Für zwei dicke Norweger-Pullover oder alternativ für vier dünne Wollpullover sollte man mit einem Kärtchen rechnen.

Wie lange dauert es, bis wir den Mottenbefall mit Hilfe der Schlupfwespen im Griff haben?

Bei Kleidermotten dauert die Behandlung mit Schlupfwespen 12 bis 14 Wochen. Alle 14 Tage senden wir dem Kunden neue Kärtchen mit Schlupfwespeneiern zu. Auf den Kärtchen sind Eier in verschiedenen Reifegraden, um zu gewährleisten, dass über einen Zeitraum von drei Wochen kontinuierlich neue Schlupfwespen ausschlüpfen. Jetzt werden sich sicherlich viele fragen, warum wir alle zwei Wochen neue Schlupfwespen versenden, wenn diese drei Wochen lang schlüpfen? Dies hat einfache Gründe. 14 Wochen sind eine lange Zeit und viele überblicken bei der Bestellung nicht, wann sie z.B. im Urlaub sind. Der verlängerte Schlupf ist sozusagen unser Puffer, um dem Kunden die Möglichkeit zu geben eine Lieferung bei Bedarf auch eine Woche zu schieben. Manchmal gehen Sendungen auch auf dem Postweg verloren, durch den Puffer haben wir die Möglichkeit Ersatz zu senden. Für die Behandlung ist es sehr wichtig, kontinuierlich Schlupfwespen an den befallenen Stellen zu haben.
Aber kurz noch einmal zur Dauer – diese hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen wurden die richtigen Stellen entdeckt, wurden alle Stellen entdeckt usw. Im Idealfall entdeckt man Mottenbefall im Schrank, behandelt diesen und ist die Motten erstmal los. Viele haben leider einen eher diffusen Befall, meist existiert der Befall schon länger und die Mottennester werden nicht gefunden. In solchen Fällen empfehlen wir folgende Vorgehensweise: Zu Beginn konzentriert man sich auf die größten Verdachtsorte und legt dort Schlupfwespen aus. Parallel stellt man Klebefallen auf und monitort wöchentlich, wie viele neue Motten gefangen werden. Zur Hälfte der Behandlung, also in Woche sechs bis sieben sollten keine neue Motten mehr gefangen werden. Sind dennoch immer wieder neue Motten in den Fallen, muss man sich weiter auf die Suche begeben.
Die Gesamtdauer, bis man die Motten wieder los hat hängt etwas von der Trefferquote und wie lange der Befall schon da ist ab. 

Fotos: Perla Natura – Klebefallen links gegen Kleidermotten
und rechts gegen Lebensmittelmotten.

Haben wir die Motten einmal mithilfe der Schlupfwespen besiegt, benötigen wir dann noch irgendeine Vorsorge? Wozu sind eigentlich dann diese Klebefallen gut? Und sollte man vorsorglich alle paar Monate Schlupfwespen in den Kleiderschrank schicken?

Wenn die Motten weg sind, sollte man erstmal vier bis fünf Wochen warten, ob sie wirklich weg sind. Im Anschluss sollten zur besseren Kontrolle Mottenfallen aufgestellt werden, um bei erneutem Befall früh gewarnt zu sein. Um den Motten den Spass am Kleiderschrank zu vermiesen haben wir ein Spray (Möbelpflege) auf Lavendelölbasis, mit dem der Schrank eingerieben wird. Bei Holzschränken ist es direkt eine Pflege für den Schrank. So bleiben die Motten dem Schrank fern und die Kleidung riecht nicht nach Mottenschutz.
Alternativ haben wir auch Kunden, die ungern Düfte einsetzen wollen und in regelmäßigen Abständen zur normalen Behandlung zweimal im Jahr vorsorglich Schlupfwespen einsetzen – in ungefähr der halben Kartenmenge, wie zuvor.

Fotos: Perla Natura – Der Schutz gegen Textilmotten – die Möbelpflege wird auf die Holzoberflächen im Kleiderschrank aufgetragen und hält Kleidermotten davon ab, die Schränke überhaupt erst aufzusuchen. Der Textilschutz kann direkt vor dem Einlagern auf die Kleidung gesprüht werden.

Habt ihr noch den ultimativen Tip zur „Übersommerung“ von Winterstricksachen?

Am wichtigsten nicht stopfen. Übervolle Kleiderschränke sind prädestiniert für Mottenbefall. Regelmäßiges Ausmisten ist auf jeden Fall der erste Schritt zu einer gute Vorsorge. Wer Haustiere wie Katzen oder Hunde hat, sollte lieber einmal öfter den Staubsauger schwingen, denn Tierhaarknäule unter Schränken sind auch eine super Nahrungsquelle für Motten.
Wer die Wintersachen wegpacken möchte oder allgemein Kleidung einlagern will, weil diese z.B. nicht mehr getragen wird, kann unseren Textilschutz auf Neemölbasis verwenden. Neemöl vertreibt alle Insekten und hat noch den weiteren Vorteil, dass Mottenlarven ihren Appetit verlieren. Der Schutz sollte alle 6 Monate aufgefrischt werden. Es ist nicht für Kleidung geeignet, die man regelmäßig trägt. Viele unserer Kunden verwenden den Textilschutz auch für Teppiche.

Zusammenfassung

Perla Natura bietet biologische Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen zur Mottenbekämpfung, Vor- und Nachsorge an. Unser Sortiment umfasst folgende Bereiche:

  1. Befallsanalyse und Monitoring – Mit unseren Klebefallen für Kleider- und Lebensmittelmotten kann man gut beobachten, ob es Befall gibt und wie sich dieser im Verlauf der Behandlung mit Schlupfwespen verändert. Klebefallen können den Mottenbefall zwar etwas reduzieren aber nicht wirklich bekämpfen. Die Klebefalle sollte man ausserdem regelmäßig auswechseln. Wenn diese voll ist, spätestens jedoch nach 12 Wochen, ist es an der Zeit, zu wechseln.
  2. Bekämpfung – Zur Bekämpfung der Kleider- und Lebensmittelmotten bieten wir Schlupfwespen an. Der Versand erfolgt alle 14 Tage. Bei Kleidermotten sind es sechs Lieferungen und bei Lebensmittelmotten vier Lieferungen.
  3. Vor- und Nachsorge – Für die Vor- und Nachsorgen bieten wir zwei unterschiedliche Sprühflaschen an. Zum einen die Möbelpflege auf Lavendelölbasis, mit dieser wird z.B. der Schrank eingerieben (außen und innen). Der Lavendelduft hält Motten fern. Und zum anderen den Textilschutz, dieser ist auf Neemölbasis und wird verwendet, wenn Kleidung eingelagert werden oder zum Schutz von Teppichböden. Auch die Klassiker wie Lavendelblüten und Zedernholzspäne habe wir im Sortiment.

Ganz herzlichen Dank, liebes Perla-Natura-Team für die ausführlichen Erklärungen!

Und für Euch, liebe Maschenfein-Leserinnen gibt es mit dem Rabatt-Code „Maschenfein10“ im Online Shop von Perla Natura 10% Rabatt auf Euren Warenkorb bis zum 30. September 2019. Für ein mottenfreies Strickleben!

SAMSTAGSKAFFEE & NETZGEFLÜSTER {WAS WIR JETZT GERN STRICKEN WÜRDEN UND ANDERE GEDANKEN}

Einen wunderschönen guten Morgen zum letzten Samstagskaffee vor der Sommerkaffeepause mit ein wenig Dies und Das aus der Strickwelt und ganz viel Neuigkeiten rund um Maschenfein. Um ein wenig Kraft zu tanken (Ihr habt gemerkt, auch letzte Woche musste der Samstagskaffee ausfallen), werde ich den wöchentlichen Blogpost in den Sommerferien pausieren. So drei, vier oder fünf Wochen lang, dann geht es auch hier im Blog wieder mit voller Kraft und vielen neuen Samstagskäffchen weiter.

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen unseres niegelnagelneuen Sommerprojektes, über das ich Euch hier schon ausführlich berichtet haben. Unser #maschenfeinsommerkit, das es in vier Farbkombinationen als Sonderedition gibt, oder aber als Alternativ-Kit im wundervollen Cumbria-Baumwollgarn (ohne Zubehör) oder auch einfach als Anleitung. Das Tuch „Winnie“ versüsst uns den Sommer und ich kann es kaum abwarten, es selbst am Meer anzustricken. Macht Ihr mit?

Viele, viele Kits sind schon auf dem Weg zu Euch (oder sogar schon angekommen, maschenfeiner Blitzversand), mitstricken könnte Ihr aber natürlich den ganzen Sommer lang und auch danach. Unsere Sonderedition gibt es so lange der Vorrat reicht, die Anleitung bleibt aber natürlich wie immer erhalten.

Es gibt weitere wundervolle Neuigkeiten im Shop. Wir haben ganz neu den amerikanischen Hersteller Quince & Co. im Shop, den ich schon seit wirklich vielen, vielen Jahren liebe. Den Anfang machen die zwei Sommergarne Sparrow und Willett.

Foto: © Quince & Co.

Sparrow ist ein feines Bio-Leinen in ganz wundervollen Farben. Der Ursprung der Faser wächst in Belgien, gesponnen wird es in Italien. Während des Strickens greift es sich fest wie man Leinen kennt, doch nach dem Waschen und während des Tragens wird es herrlich weich, leicht und luftig. Wir haben auch schon die ersten zwei Wollpakete mit Sparrow im Shop.

Aber es gibt noch so so so viel mehr tolle Teile, die Ihr aus Sparrow stricken könnt.

Foto: © Pam Allen

Zum Beispiel dieses Jäckchen „Petunia“ von Pam Allen. Die Strickanleitung findet Ihr hier auf Ravelry (auf Englisch). Die Winterversion dieses Jäckchens habe ich vor vielen, vielen Jahren gestrickt. Es ist einfach von oben nach unten konstruiert und gar nicht schwer.

Foto: © Carrie Bostick Hoge

Oder aber dieses leichte Sommertop „Saco Stripes“, auch eine Anleitung von Pam Allen (hier auf Ravelry).

Das zweite Garn von Quince, hier im Maschenfein Shop heisst Willet.

Foto: © Quince & Co.

Willet ist das leichte, herrlich sommerliche Baumwollgarn von Quince & Co. aus nachhaltigem Anbau („Cleaner Cotton“). Die besonders nachhaltige Herstellung des Garns wir im englischsprachigen Artikel auf der Seite von Quince & Co. eindrucksvoll beschrieben. Wir haben schon zwei schöne Wollpakete im Shop.

Und auch für dieses Garn gibt es noch viele, viele schöne weitere Ideen.

Foto: © Kirsten Joel

Da wäre zum Beispiel dieses Sommertop namens „Captain“ von Kirsten Joel. Die Anleitung zum Top findet Ihr hier auf Ravelry.

© Laura Nelkin

Ebenfalls aus Willet könntet Ihr dieses Sommerjäckchen stricken, die Anleitung gibt es bei Ravelry für Neugeborene bis einjährige Kinder.

Und dann haben wir niegelnagelneu und schon lang ersehnt die ersten Garne von Blue Sky Fibers vorrätig.

Organic Cotton ist so richtig herrlich weich, ein reines Baumwollgarn aus 100 % zertifizierter Bio-Baumwolle. Es eignet sich hervorragend für Baby- und Kinderkleidung aber auch den eigenen Lieblingspulli oder ein schönes Accessoire.

Fotos: © Purl Soho

Ach, übrigens! Eine unserer sommerlichen Klassiker-Kombinationen ist ITO Shio und Urugami. Dazu passend haben wir das Lovely Lightweight Tee von Purl Soho gefunden. Zweifädig zu stricken aus diesen beiden Garnen, herrlich! Die Anleitung gibt es hier bei Ravelry,

Für unsere Rundschau auf Instagram schicke ich Euch heute rüber zum Hashtag #maschenfeinstrickrunde und natürlich brandaktuell zum #maschenfeinsommerkit.

Habt ein tolles Wochenende! Wir sehen uns auf Instagram, bestimmt zwischendurch auch mal hier und ganz sicher in wenigen Wochen nach unserer Kaffeepause hier im Blog mit frischen Inspirationen! Derweil stöbert gern immer wieder durch unsere Strick-Kits und Garne, wir werden in den kommenden Wochen jede Menge aktualisieren.

Maschenfein Sommer Kit {Sonder Edition}

Stricken im Sommer? Geht gar nicht? Oder unbedingt! Wir freuen uns riesig auf unsere Sommerferien und was könnte es schöneres geben, als den Sommer über mit einem richtig schönen Projekt zu verbringen, das einen später im Herbst und Winter an genau diesen schönen Sommer zurück erinnern wird? Genau. Pünktlich zu Beginn der Sommerferien vielerorts haben wir uns daher etwas Feines für die Ferien, oder einfach den Sommer, ausgedacht: Das #maschenfeinsommerkit, das uns und Euch die Sommerferien versüssen soll. An diesem Kit tüfteln wir seit dem Jahresbeginn und waren wirklich aufgeregt, es heute früh endlich online zu stellen. Eure Resonanz war so unglaublich, auf Instagram hatten wir das Kit schon angekündigt und der Server lag heute stundenlang lahm. Mittlerweile läuft alles wieder rund und morgen machen sich bereits so richtig, richtig viele Pakete zu Euch auf den Weg! Das wird ein Spaß, ein Sommerferienlanger Knit Along zum #maschenfeinsommerkit.

Wer hier schon ein Weilchen folgt, der weiß, wir haben stets neue Ideen. Puh… viele Ideenexplosionen! Nach unseren Anleitungswochen im Herbst und Winter und dem Muttertags Mystery Knit Along gibt es nun wieder etwas ganz Neues aus der Maschenfein Ideenküche: eine ganz spezielle Sonderedition, das #maschenfeinsommerkit. Ein Strick-Kit, dass es sonst so nicht im Shop gibt. Mit speziellem Garn in verschiedenen Farbkombinationen und mit einer limitierten Auflage maschenfeiner Pins und Projektbeutel, die es wirklich nur in diesem Sommerkit gibt. Natürlich zueinander passend. Einfach maschenfein.

Unsere Sonder Edition enthält ein Garn, welches wir sonst nicht im Shop führen, das mir aber schon vor einigen Jahren auf Reisen in Südafrika über den Weg lief und seither nicht mehr aus dem Kopf ging. Es ist ein traumhaftes, handgefärbtes Merino-Garn „Merino Twist“ aus Kapstadt, Südafrika. Es passt perfekt zu Winnie. Winnie ist das Tuch, das uns (und Euch) den Sommer versüssen soll und es sieht so aus:

Winnie ist ein super großes, symmetrisches Tuch, das in drei Teilen gestrickt wird. Zu Beginn wird das mittlere, einfarbige Dreieck gearbeitet, das von der langen Seite aus mit Abnahmen zur Spitze gestrickt wird. Weiter geht es mit der linken Tuchseite, für die aus der Kante des Mitteldreiecks Maschen aufgenommen werden. Kraus rechts und mit verkürzten Reihen entsteht der zweifarbige zweite Teil des Tuches. Symmetrisch dazu wird das rechte Dreieck gearbeitet, bevor ein I-Cord-Rand das Tuch abrundet. Das Design ist richtig, richtig ausgeklügelt und macht einfach mega Spaß zu stricken.

Heraus kommt ein großes, tolles Tuch. Ob es anfängertauglich ist? Für das Tuch solltest Du rechte und linke Maschen beherrschen, rechts- und linksgeneigte Abnahmen stricken und Maschen aus einer Kante aufnehmen können. Auch ambitionierte Anfänger mit gesicherten Grundkenntnissen können Winnie stricken. Traut Euch!

Im maschenfeinen Sommer-Paket haben wir alles für Euch zusammen gepackt, was Ihr für Euer Sommerprojekt „Winnie“ benötigt:

  • 5 Knäuel Cowgirlblues „Merino Twist“ (100 % Merino) in der Hauptfarbe der gewählten Farbkombination
  • 3 Knäuel Cowgirlblues „Merino Twist“ (100 % Merino) in der Kontrastfarbe der gewählten Farbkombination
  • Anleitung zum maschenfeinen Sommertuch WINNIE – in gedruckter Form als schöne Broschüre
  • 1 Maschenfein-Pin – exklusiv und limitiert nur in diesem Sommerpaket erhältlich
  • 1 Maschenfein-Projektbeutel – exklusiv und limitiert nur in diesem Sommerpaket erhältlich

Das „Winnie“-Sommer-Kit findet Ihr hier im Shop!


Wer Winnie stricken möchte, aber noch sooooo viel Garn im Stash hat, findet die PDF-Anleitung natürlich auch im Shop!

Und wer lieber auf Tierhaare verzichten möchte, oder wem schlichtweg das wunderherrliche, aber auch sehr hochwertige und daher preisintensive Cowgirlblues-Garn zu kostspielig ist, der findet als Alternative ein Winnie-Strick-Kit aus Cumbria im Shop (ohne Pin und Beutel, ein ganz herkömmliches Strick-Kit).

Und wer noch überlegen möchte: Seid ganz beruhigt! Wir haben für den ganzen Sommer vorgesorgt und ausreichend Kits auf Lager! Nachordern werden wir allerdings nicht. Pins und Beutel bleiben die erste Maschenfein Edition 2019….. weitere folgen bestimmt!

Woll-Wissen {Handgemachtes richtig pflegen und aufbewahren}

Zu Gast hier im Blog ist heute wieder Jasmin. Sie teilt mit uns in ihrer kleinen Blog-Serie hier auf Maschenfein ihr Woll-Wissen zu ausgewählten Themen. Viel Spaß beim Lesen und wenn Ihr Lust habt, kommentiert, ergänzt oder stellt auch gern Fragen. Viel Spaß beim Lesen und hallo Jasmin!

Selbstgestrickte oder –gehäkelte Kleidungsstücke sind ganz besonders wertvoll. Nicht nur aufgrund der verwendeten Fasern, auch wegen der Zeit, die ihr beim Herstellen in diese Stücke investiert. Daher solltet ihr nicht nur bei der Auswahl eures Materials und der Verarbeitung besonders sorgfältig vorgehen, sondern auch wenn es um die Pflege eurer handgemachten Schätze geht. 

Wie ihr eure liebevoll gearbeiteten Handarbeiten pflegt und vor Motten schützt, verrate ich euch in diesem Artikel.

Waschhinweise – Was verraten sie euch?

Kauft ihr neue Garne, dann lohnt sich immer ein Blick auf die Banderole. Dort erfahrt ihr nicht nur, wie groß die Maschenprobe ausfällt oder für welche Nadelstärken das Garn geeignet ist, auch Wasch- und Pflegehinweise sind abgedruckt. Die wichtigsten habe ich euch mal zusammengestellt- eine detaillierte Liste findet ihr aber auf meinem Blog.

Es lohnt sich diese Hinweise aufzubewahren, damit ihr später noch wisst, wie das Stück gewaschen werden soll. Ich habe mir die Symbole heruntergeladen und mache mir mithilfe von Bügelfolie und einem weißen Stoffband immer Hinweisetiketten selbst. Diese nähe ich dann auf mein fertiges Projekt auf. So habe ich alle Infos immer vor Augen, wenn ich sie brauche.

Reine Wolle ist antibakteriell und nimmt auch Gerüche nicht so stark an, bzw. sie haften nicht so lange im Gewebe. Diese natürlichen Eigenschaften sorgen dafür, dass ihr handgemachte Kleidung nicht ganz so häufig waschen müsst, wie ihr es bei Kleidung mit einem hohen Anteil an anderen Fasern oder Kunstfasern tun müsstet. Habt ihr euch beim Verarbeiten für Garne aus tierischen Fasern entschieden, reicht es oft, die Sachen bei Verschmutzungen zu waschen. Um Gerüche los zu werden genügt es oft die Stücke einige Stunden (manchmal auch Tage) gut auszulüften.

Was bedeutet Superwash?

  • Beim Superwash („Hercosett-Verfahren“) werden die natürlichen Fasern mit einer Kunstharzschicht ummantelt. Dadurch wird die Wolle besser vor dem Verfilzen geschützt. Besonders häufig findet ihr Sockenwolle oder Garne speziell für Babyzubehör mit dieser Filzfrei-Ausstattung. Diese Garne lassen sich später relativ problemlos in der Waschmaschine mitwaschen. Das Verfahren ist allerdings sehr aufwändig und bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Zum einen verlieren die Fasern teilweise ihre natürlichen Eigenschaften, zum anderen wäscht sich die Beschichtung über die Zeit aus den Fasern. Die Sachen verfilzen dann dennoch und das Abwasser ist mit Kunstharzpartikeln belastet.

Handwäsche oder nicht?

Hier scheiden sich die Geister. Viele Hersteller geben auf ihren Banderolen an, ob ihr Garn maschinenwaschbar ist oder nicht. Ich habe auch schon erfahren, dass es Garne gibt, die bei Maschinenwäsche nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen werden, wie bei Handwäsche. Trotzdem bevorzuge ich immer die Wäsche von Hand. Aber auch hier gibt es einige Dinge zu beachten.

Das Wort „Handwäsche“ lässt bei manchen innerlich das Bild einer Frau mit Waschbrett aufsteigen, die unter maximalen, körperlichen Einsatz ihre Wäsche über das Brett schubbert. Lasst euch davon aber bitte nicht beeinflussen- wenn ihr das tut, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass eure handgemachten Sachen diese Prozedur nicht überleben. Handwäsche sollte eine schonende Alternative zur Waschmaschine sein.

Wassertemperatur

Auch wenn ihr euch für die Handwäsche entscheidet, müsst ihr auf die Wassertemperatur ein besonderes Augenmerk legen. Gerade dieser Punkt wird bei der Handwäsche oft unterschätzt oder nicht richtig berücksichtigt. Während ihr bei der Reinigung in der Waschmaschine die Temperatur exakt einstellen könnt, ist das beim Wasser aus dem Hahn etwas schwieriger. Am besten schafft ihr euch ein kleines Thermometer an, mit dem ihr auf Nummer sicher gehen könnt. 

Auch solltet ihr beachten, dass Wollfasern zu starke Temperaturschwankungen nicht mögen. Die Gefahr des Einlaufens ist größer, wenn ihr Wollfasern in zu heißes Wasser gebt, bzw. sie nach einem heißen Bad kalt abschreckt.

Waschmittel

Es gibt inzwischen unglaublich viele Mittel zum Waschen von Kleidung- für weiße Wäsche, für Sportbekleidung, oder um besondere Fleckenarten wie Blut zu entfernen. Bei Wolle lohnt es sich allerdings, in spezielle Mittel zu investieren. Diese Wollwaschmittel haben einen besonderen pH-Wert und greifen die natürliche Schutzschicht der Fasern nicht so stark an. Hier im Maschenfein Shop findet Ihr die Woolsoap von Twig & Horn sowie Eucalan, beides sehr sanfte Wollwaschmittel in verschiedenen Duftrichtungen. Auf proteinlösende, bleichende oder extra weichmachende Mittel solltet Ihr verzichten, da die Zusätze hier die Fasern im schlimmsten Fall stark beschädigen können, was das Garn spröde, hart oder matt werden lässt.

Bewegung

Wollfasern haben eine raue Oberfläche. Werden sie ineinander gedrückt, verkeilen sie sich und die Wolle verfilzt. Um diese Gefahr zu vermindern solltet ihr bei der Handwäsche auf zu kräftiges walken und kneten verzichten. Ich persönlich drücke die Fasern häufig nur unter Wasser und wende die Stücke vorsichtig, damit sich die Feuchtigkeit gleichmäßig verteilt. Die Gefahr des Filzens erhöht sich auch, wenn die falsche Wassertemperatur oder das falsche Waschmittel gewählt werden.

Das Wollprogramm der Waschmaschine

Wenn ihr euch nach dem Studium der Garnbanderole entscheiden solltet, dass ihr auf die Waschmaschine vertraut, dann solltet ihr euch am besten im Benutzerhandbuch schlau machen, was ihr an eurem Gerät alles einstellen könnt.

Beim Wollwaschprogram handelt es sich um einen besonders schonenden Waschgang. Die Trommel dreht sich nicht so schnell und nicht so häufig. Die Wassermenge in der Trommel ist höher, damit die Fasern so wenig wie möglich aneinander reiben können. Auch ist das maximale Gewicht der Zuladung begrenzt.

Auch beim Wollprogramm solltet ihr auf ein spezielles Waschmittel zurückgreifen.

Feuchte Wolle richtig trocknen

Nachdem ihr eure handgemachten Kleidungsstücke gewaschen habt, stellt sich oft die Frage, wie sie am besten getrocknet werden. Alle Fasern legen enorm an Gewicht zu, wenn sie feucht sind. Um ein Verziehen von Mustern zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Sachen liegend zu trocknen. Einen ausführlichen Beitrag zum Thema „Waschen und Spannen von Strickstücken“ gibt es hier bei Maschenfein auch zu lesen.

Um die Bildung von Beulen zu vermeiden (was manchmal passiert, wenn ihr einen normalen Kleiderständer habt), legt ihr am besten ein Handtuch zwischen Trockengestell und Kleidungsstück. Sollte das Trocknen lange dauern, ist es wichtig das Handtuch  zwischendurch zu tauschen und das Stück zu wenden.

Tabu ist beim Trocknen von Wollstücken der Trockner. Die warme Luft und die Bewegungen der Trockentrommel sorgen dafür, dass die Fasern verfilzen.

Ich weiß, es ist sehr verführerisch die Trocknungszeit zu verkürzen und das handgemachte Stück auf der Heizung zu trocknen, aber manche Fasern werden davon trocken und spröde. Wollt ihr die Heizung als Hilfsmittel nehmen, stellt euer Trockengestell in die Nähe einer Heizung, vermeidet aber, dass es zu warm wird.

Bei Tüchern könnt ihr manchmal den Faktor Gewicht durch Feuchtigkeit für euch nutzen. Statt eure Stücke aufzuspannen, kann es manchmal reichen, sie feucht auszuhängen. Das ist aber nicht für alle Muster gleich gut geeignet. Daher empfehle ich das nur, wenn ihr schon Erfahrungen beim Spannen von Stücken sammeln konntet.

Aufbewahrung von Wollsachen

Neben der Wäsche von Handstrick-Kleidung gilt es auch bei ihrer Lagerung ein bisschen was zu berücksichtigen, wenn ihr lange Freude mit euren Werken haben möchtet.

Bevor ihr eure Werke im Schrank oder der Kommode unterbringt, solltet ihr auf Nummer sicher gehen, dass sie durchgetrocknet sind. Zwar enthält Wolle immer eine gewisse Menge an Feuchtigkeit, allerdings sollte sich das Gewebe nicht klamm oder feucht anfühlen. Solltet ihr die Stücke zuvor nicht gewaschen haben, ist es gut, wenn ihr sie vor dem Einlagern nochmals auslüftet und durch leichtes Ausklopfen von Staub und Hautschüppchen befreit.

Liegend oder Hängend aufbewahren?

Nicht nur feuchte Fasern haben ein enormes Gewicht. Auch im trockenen Zustand können sich eure Kleidungsstücke verziehen. Damit sie nicht ausleiern, empfiehlt es sich, Strick- und Häkelstücke immer liegend aufzubewahren. 

Handgemachtes vor Motten schützen

Es gibt wohl ein Wort, dass jedem Wollliebhaber den Angstschweiß auf die Stirn treibt: „Motten“. Diese Falter sind kein Hygieneproblem und ganz vermeiden kann man diese nervigen Untermieter zu keinem Zeitpunkt. Häufig beginnt alles mit einem verirrten Weibchen, das sich im Kleiderschrank oder dem Wollstash einnistet. Kleidermotten lieben Proteine – Wollfasern sind da ebenso gut wie an der Kleidung haftende Hautschüppchen. Trotzdem könnt ihr ein paar Maßnahmen ergreifen um euren Kleiderschrank nicht zur Traum Kinderstube werden zu lassen:

Duftkissen, Zedernholz und Mottenpapier

Motten mögen keine intensiven Gerüche. Daher solltet ihr euren Schrank mit ausreichend Duftträgern bestücken. Das gute alte Lavendelsäckchen oder einige Stücke Zedernholz helfen hier weiter. Wenn es intensiver sein soll, dann könnt ihr auch auf Mottenpapier zurückgreifen. Beachtet aber bitte, dass diese Produkte Insektizide enthalten, die ihr eigentlich nicht um euch haben wollt. Greift daher im besten Fall erst auf solche Mittel zurück, wenn ihr mit natürlichen Alternativen nicht weiterkommt.

Gute Belüftung

Wenn ihr eure Kleidung, ob handgemacht oder nicht, schützen wollt, solltet ihr euch angewöhnen eure Sachen regelmäßig zu lüften und auszuklopfen. So entdeckt ihr frühzeitig ob eure Sachen als Brutstätte auserkoren wurden und macht es für die Insekten unattraktiv dort ihre Eier abzulegen- wer mag schon unruhige, zugige Fleckchen?

Falls ihr noch mehr Tipps sucht, was ihr gegen Motten tun könnt, dann lest euch dazu auch meinen Beitrag auf mein gehäkeltes Herz durch.

Das waren also meine Tipps und Infos rund ums Thema Pflege und Aufbewahrung von selbstgemachten Sachen.


Mein Name ist Jasmin und wenn ich mich nicht gerade in einem Wolladen vergraben habe, dann schreibe ich über meine Häkelleidenschaft.
Ursprünglich stamme ich aus Neu-Ulm, der Stadt, neben der Stadt mit dem höchsten Kirchturm der Welt und bin folglich mit dem schönsten Panorama der Welt vor der Nase aufgewachsen. Im echten Leben habe ich Erziehungswissenschaften studiert und arbeite als Jugendsozialarbeiterin.  In meiner Freizeit gehört dem Fotografieren und dem Häkeln mein Herz.

Woll-Wissen {Was macht denn da die Kunstfaser drin?}

„Ich schreibe einen Strick-Blog“ – hä, what?? Ich glaube auch nach vielen Jahren Maschenfein, wird wohl der ein oder andere noch ein wenig stark schmunzeln, wenn ich das erzähle. Klar, erzähle ich auch von meinem tollsten Woll-Shop der Welt, doch auch den Sinn hinter einem reinen Woll-Shop können Nicht-Stricker wohl nie verstehen. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Dass hinter diesem vermeintlich verstaubten Hobby ein riesiger Schatz an interessanten Fragen und Herausforderungen steckt. Dass Stricken (und Häkeln) sehr viel mit Mathematik zu tun haben und dass allein die Welt der Fasern eine unendlich Große ist, die zu erkunden immer und immer wieder spannend ist, erschließt sich einem nicht sofort so ganz.

Ihr wisst wie ich das meine, oder?

Als ich vor einiger Zeit über den Blog von Jasmin stieß merkte ich schnell: Da schreibt jemand gern. Da schreibt jemand über Wolle gern! Oh, dieser jemand könnte auch hier für Euch ab und an schreiben. Das wäre großartig. Ich schrieb Jasmin an, wir telefonierten und sie fand die Idee genauso toll. Wir überlegten worüber sie schreiben könnte, Materialkunde ist unser beider Ding und da aktuell bei fast allen Herstellern der Trend zur Beimischung künstlicher Fasern zu beobachten ist, starten wir heute mit dem allseits polarisierenden Thema „Kunstfasern“. Was sind Kunstfasern und was genau haben sie eigentlich in unseren Garnen verloren? Wann sind Kunstfasern „ok“? Unter welchen Umständen nehmen wir sie in Kauf und wieso beobachten wir aktuell diesen Trend zu stärkeren Kunstfaser-Anteilen in unseren Handstrickgarnen?

Genau. Herzlich willkommen, Jasmin! Ich übergebe Dir das Wort und darum geht es heute:

Kunstfaser in Handstrickgarnen – warum wird Kunststoff zu Wolle hinzugefügt?

Ein Blick auf die Garnbanderole verrät euch neben der Lauflänge und dem Gewicht auch, woraus euer Garn genau besteht. Aber habt ihr euch schon einmal gefragt, was Kunststofffasern in eurem Strickgarn zu suchen haben?

Foto: © Mein gehäkeltes Herz

Im heutigen Artikel versuche ich euch einmal einen kleinen Einblick zu geben, welche Rolle Kunstfasern wie Polyamid oder Polyacryl im Handstrickbereich spielen und warum sie überhaupt Verwendung finden. 

Was sind Kunstfasern überhaupt

Spricht man von Kunstfasern, sind Fasern oder Textilien gemeint, die durch einen chemischen Verarbeitungsprozess aus Erdöl, Erdgas oder Kohle hergestellt werden. Neben diesen klassischen künstlichen Fasern gibt es auch noch so genannte „Regeneratsfasern“. Diese werden auch durch chemische Prozesse gewonnen, ihr Grundstoff ist jedoch pflanzlicher Herkunft. Zu dieser Gruppe gehört beispielsweise Viskose, Lyocell oder Modal. Um diese zellulose-basierten Fasern soll es aber in diesem Artikel nicht gehen, sondern um Polyamid, Polyacryl, Polyester und Elasthan. Auf Banderolen von Garnen lassen sich häufig diese vier Fasertypen finden. Sie haben verschiedene Eigenschaften und werden daher auch für unterschiedliche Zwecke eingesetzt.

Auf Banderolen lassen sich häufig vier verschiedene künstliche Fasertypen finden: Polyamid, Polyacryl, Polyester und Elasthan.

Allen Kunstfasertypen ist jedoch im Vergleich zu natürlichen Fasern eine schlechtere Wärme- und Feuchtigkeitsleitfähigkeit eigen. Unter Kleidung aus diesen Fasern staut sich Körperwärme besser und der Träger schwitzt leichter. Dadurch nehmen die Stücke auch schneller unangenehme Gerüche an.

Polyamid

Polyamid ist auch bekannt unter den Begriffen Perlon oder Nylon. Polyamid wird Garnen wie Sockenwolle beigemengt um die Reißfestigkeit und Strapazierfähigkeit zu erhöhen. 

Polyacryl

Polyacryl (oder Dralon) wurde in den 1940er Jahren erfunden und ist eine Faser, die sehr häufig in der Bekleidungsindustrie Anwendung findet. Besonders interessant für den Handstrickbereich sind seine wollähnlichen Eigenschaften. Garne aus diesem Material zeichnen sich in ihrer Haptik durch einen weichen Griff aus und wirken wärmend. Daher fühlen sich Gewebe aus reinem Polyacryl ähnlich wie Wollgewebe an, haben aber ein deutlich leichteres Gewicht. Zudem sind diese künstlichen Fasern sehr unempfindlich, nehmen kaum Wasser auf (weshalb sie schnell trocknen) und sind allgemein sehr pflegeleicht. 

Polyester 

Polyester ist  eine Faser, deren positive Eigenschaften sich in einer hohen Reißfestigkeit und Strapazierfähigkeit äußern. Polyester nimmt nur wenig Feuchtigkeit auf und wird daher auch für Sportkleidung genutzt.

Bei Garnen findet sich Polyester als glitzerndes Beilaufgarn aber auch als Beimengung oder gar alleiniger Fasertyp. Polyestergarne sind haptisch deutlich von tierischen Fasern zu unterscheiden. Durch die hohe Formstabilität des Materials können Strick- oder Häkelstücke als unangenehm und kratzend wahrgenommen werden. 

Elasthan

Elasthan ist eine hoch dehnbare Faser, die vergleichbare Eigenschaften wie Gummi aufweist. Aufgrund dieser Ausgangseigenschaften wird Elasthan lediglich als Beimengung für andere Fasern genutzt. Besonders oft findet es sich beispielsweise in Sockenwolle um dort ein gewisses Maß an Flexibilität zu erreichen.

Welche Rolle spielen Kunstfasern in Handstrickgarnen

Kunstfasern werden anderen Fasertypen aus bestimmten Gründen beigemengt, oder sie ersetzen den Einsatz von Naturfasern vollständig. Im Folgenden findet ihr ein paar Einblicke, warum sich künstliche Fasern einer solchen Beliebtheit erfreuen.

Optische Effekte und besondere Eigenschaften

Garne mit eingezwirnten Goldfäden oder anderem Flitter sind ohne Frage sehr schick, allerdings sind diese glänzenden und schimmernden Beilauffänden aus Kunstsoff, der auch auf der Banderole aufgeführt werden muss.

Doch nicht nur um Garne optisch etwas aufzuhübschen wird auf Kunstfasern zurückgegriffen. Häufig bieten Kunstfasern Eigenschaften, die die reine Naturfaser nicht aufweist. So sollen Garne beispielsweise widerstandsfähiger gemacht oder am verfilzen gehindert werden.

Häufig bieten Kunstfasern Eigenschaften, die reine Naturfaser nicht aufweist, sie können Garne beispielsweise widerstandsfähiger machen.

Da einige Kunstfasern wollähnliche Eigenschaften aufweisen, werden sie auch häufig als alleinige Materialien für Handstrickgarne eingesetzt. Zudem gibt es schöne Effektgarne, wie beispielsweise Teddy- und Fake-Fur-Garne oder Schwammgarne, die aus reinen Kunstfasern bestehen und die es auf die gleiche Weise mit natürlichen Fasern nicht geben würde.

Die Superwash-Ausstattung

Wollfasern neigen aufgrund ihrer Oberfläche dazu zu filzen. Das Ergebnis ist das berühmt berüchtigte Einlaufen nach dem Waschen. Um das zu verhindern, werden Wollfasern, besonders für Babykleidung oder Socken, mit einer Schicht aus Kunststoff ummantelt. Dieser Vorgang wird auch Hercosett-Verfahren genannt. Garne die dieser Behandlung unterzogen wurden, bekommen oft das Label Superwash oder Filzfrei. 

Preisgestaltung

Fasern tierischer Herkunft sind keine günstige Angelegenheit. Immerhin müssen die Tiere vorab gepflegt, gefüttert und geschoren oder gekämmt werden. All diese Arbeitsschritte kosten Geld und Ressourcen, die sich später auf den Preis des Rohmaterials auswirken. Neben klassischer Schafswolle sind in den letzten Jahren auch zunehmend mehr Premium Fasern wie Yak, Kamel, Kaschmir in den Fokus der Garnhersteller und Strickliebhaber gerückt. Für reine Yak-Wolle sind Preise zwischen 15 und 20€ pro 50g nichts ungewöhnlich. Längst kann sich aber nicht jeder Kunde diese Preise leisten. 

Es herrscht eine große Nachfrage nach Naturfasern am Markt, wodurch die Preise stark gestiegen sind. Hersteller gehen dazu über Naturfasern mit künstlichen Teilen „zu strecken“, um die Preise für Konsumenten möglichst zu halten.

Zudem ist gerade eine große Nachfrage nach Naturfasern am Markt, was den Preis für die Rohprodukte nochmals steigert. Aus diesen Gründen gehen die Hersteller dazu über Naturfasern mit künstlichen Teilen zu strecken. So wollen sie den Kunden die Eigenschaften der Naturfasern bieten, den Preis jedoch in einem Rahmen halten, der nicht zu sehr im Luxussektor angesiedelt ist.

Bei Garnen die aus 100% Kunstfasern bestehen, spielt die Frage nach dem Preis ebenfalls eine wichtige Rolle. Diese Garne sind in der Regel deutlich günstiger als Garne aus oder mit Naturfasern.

Sonstige Gründe für den Einsatz von künstlichen Fasern

Neben den oben aufgeführten Gründen gibt es natürlich noch einige weitere Gründe, warum Kunstfasern so beliebt sind. Sie eignen sich in der Regel gut für Menschen, die auf Tierhaar allergisch reagieren, oder vegan leben wollen, aber dennoch auch das Echtwoll-Feeling, das Polyacryl bietet, nicht missen wollen. Auch Einsteiger können von den Eigenschaften von Kunstfasern anfangs profitieren: Das Material ist widerstandsfähig und lässt sich leicht ribbeln, ohne dass die Fasern zu großen Schaden nehmen. 

Allergiker oder Veganer können vom Angebot künstlicher Fasern profitieren. Aber auch für Anfänger können Vorteile von Garnen mit Kunstfasern geniessen.

Qualität von Natur-/Kunstfasergemischen

Grundsätzlich haftet Kunstfasern ein eher problematisches Image an. Gerade in einer Zeit, in der ZeroWaste und die Reduktion von Kunststoffen im Alltag immer wichtiger wird, gerät Garn mit einem hohen Anteil chemischer Fasern immer mehr in einen kritischen Blickwinkel. Wenn man sich mit Kunstfasern auseinandersetzen möchte, muss man jedoch beide Seiten betrachten.

Kunstfasern haben ein zunehmend problematisches Image in unserer Zeit von „ZeroWaste“, in der wir uns aktiv um die Reduktion von Kunststoffen im Alltag kümmern sollten (Stichwort Micro-Plastik).

Einerseits haben Kunstfasern viele negative Eigenschaften, wie die schlechtere Wärmeleitfähigkeit und die Tatsache, dass diese auch beim Waschen Micro-Plastik ans Wasser abgeben können. Zudem sind gerade 100%ige künstliche Fasern nicht immer angenehm zu tragen. Dennoch gibt es auch viele Eigenschaften auf der Pro- Seite.

Kunstfasern können Garne in einem gewissen Rahmen aufwerten. Kaum jemand würde ein Effektgarn mit Glanzfaden als billig oder qualitativ minderwertig bezeichnen. Auch erfreuen sich Garne mit Superwash-Ausstattung großer Beliebtheit, da sie auch weiche und empfindliche Fasern widerstandsfähiger machen und leichter waschbar sind. Und auch der Mix von hochwertigen Natur- und chemisch erzeugten Fasern hat kaum etwas mit minderwertiger Qualität zu tun- sondern hängt häufig schlicht mit dem Preis zusammen, den der Endverbraucher später zahlen kann und muss.

Schlussendlich ist es eine sehr persönliche Frage, ob man auf künstliche Fasern verzichten möchte und auch, ob man es aus finanzieller Sicht kann.

Wie steht ihr zum Thema Kunstfasern- vermeidet ihr sie oder überwiegen für euch die Argumente, die für sie sprechen?


Falls Ihr euch nochmals näher in das Thema Pro und Contra von Kunstfasergarnen einlesen möchtet, dann schaut doch auf meinem Blog Mein gehäkeltes Herz beim Beitrag Vor- und Nachteile von Kunstfasern vorbei. Dort habe ich noch ein paar andere Aspekte dieses Themas aufgegriffen und beleuchtet.



Mein Name ist Jasmin und wenn ich mich nicht gerade in einem Wolladen vergraben habe, dann schreibe ich über meine Häkelleidenschaft.
Ursprünglich stamme ich aus Neu-Ulm, der Stadt, neben der Stadt mit dem höchsten Kirchturm der Welt und bin folglich mit dem schönsten Panorama der Welt vor der Nase aufgewachsen. Im echten Leben habe ich Erziehungswissenschaften studiert und arbeite als Jugendsozialarbeiterin.  In meiner Freizeit gehört dem Fotografieren und dem Häkeln mein Herz.

Myster Knit Along {Teil 3 – letzter Teil}

Endspurt! Weiter geht es mit dem Muttertags Mystery Knit Along. All diejenigen, die unser Muttertagstuch „Elara“ auf den Nadeln haben, werden nun in wenigen Minuten den dritten und damit letzten Teil (bzw. eben die komplette Anleitung) im Postfach haben. Wer noch einsteigen möchte, kann dies natürlich jederzeit noch tun, das Kit zum #muttertagsmysteryKAL findet Ihr im Shop, genau wie die einzelne Anleitung und beides bleibt natürlich auch weiterhin drin.

Im dritten Teil dürft Ihr nun endlich Eure Kontrastfarbe hinzunehmen. Sandra hat sich auch für diesen Teil etwas besonderes ausgedacht, damit es ja nicht langweilig wird: Zwischen den Randmaschen am Reihenanfang und -ende wird kraus rechts gestrickt. Dabei wird jeweils nach zwei R die Farbe gewechselt und die Reihen werden verkürzt. Der letzte Teil flutscht damit ganz, ganz flott von den Nadeln und dem schönen Muttertagsgeschenk steht nichts mehr im Weg!

Seid Ihr dann fertig mit Eurem Tuch, wird es mit einem I-Cord abgekettet und anschließend gewaschen und gespannt. Zum Thema „Spannen“ von Strickstücken habe ich Euch hier sehr ausführlich aufgeschrieben worauf Ihr achten solltet.

An dieser Stelle danken wir ganz, ganz herzlich unseren fleißigen Teststrickerinnen Martina, Lina und Louisa für das sorgfältige Probestricken der Anleitung! Sie hatten übrigens alle (genau wie Sandra selbst) noch Garn der Hauptfarbe übrig, was uns sehr sicher macht, dass die Menge in der Anleitung grundsätzlich stimmt, wenn die Maschenprobe passt. Es kann aber natürlich immer und immer wieder passieren, dass manche viel zu viel übrig haben oder nachbestellen müssen. Das bleibt bei einem so individuellen Hobby nicht aus.

Und hier noch ein paar Bilder Eurer Tücher:

Fotos: v.l.n.r.
1. © frau_elisaw / © resaknits / © frau.ente
2. © betticreates / © bettina.dkntr / © sigridlamprecht
3. © stricken_ist_mein_yoga / © astridchen_hh / ©troll440

Wir wünschen Euch ganz viel Spaß beim Endspurt und freuen uns auf Eure Bilder!

Samstagskaffee & Netzgeflüster {h+h Messe 2019}

Einen wunderschönen guten Morgen zum Samstagskaffee, heute mit einer Spezialausgabe aus Köln. Hier findet an diesem Wochenende die h+h Messe statt, die weltgrößte Fachmesse für Handarbeit und Hobby, auf der über 400 Aussteller aus zahlreichen Nationen ihre Neuheiten und Trends präsentieren. Ich war schon heute mit dem kleinsten Trendscout vor dem Bauch auf der Messe unterwegs und habe viel zu viel schöne neue Dinge entdeckt, gemeinsam mit Kerstin und Sandra. Manchmal haben wir auch daran gedacht, ein paar Bilder zu machen.

Blue Sky Fibers

Unsere erste Station war gleich zu Beginn der Messe der Stand von Blue Sky Fibers, an dem uns Julia das gesamte Sortiment und die schönen Farbpaletten in Natura zeigte. Ich freue mich schon sehr auf die erste Lieferung, ganz besonders auf das Garn „Organic Cotton“, das Bea kreischend am anderen Ende des Internets bejubelte. Schliesslich strickt sie keine tierischen Fasern. Organic Cotton ist also ein weiteres maschenfeines Garn, das auch StrickerInnen wie sie glücklich macht. Mich aber auch. Hach.

Ein weiteres Garn von Blue Sky Fibers, auf das ich mich schon freue ist das „Techno“, eine edle Alternative zu Kos von Sandnes, bei dem manche von Euch die Nylon-Konstruktion störte. „Techno“ ist die rein natürlich Alternative zu Kos. Es ist ebenso leicht, besteht aber aus reinen Naturfasern. Die Konstruktion baut bei diesem Garn auf einem Seidenschlauch auf, was das Garn allerdings zugegebenermaßen auch kostspieliger macht. Es wird spätestens zum Herbst in den Shop einziehen.

LAMANA

Der Stand von LAMANA hat jedes Jahr einen wirklich starken Wiedererkennungswert und begeistert mich schon immer von weitem. Es hängen dort auch bereits einige großartige Modelle des Herbstmagazins zum Fühlen und Vorfreuen. Sogar für Herren ist etwas dabei.

Es gibt in diesem Jahr keine neue Qualität, stattdessen setzt LAMANA auf die Erweiterung der Farbpaletten (insbesondere Como Tweed bekommt ein paar wirklich tolle neue Farben, darauf dürft Ihr Euch in Kürze schon freuen) und führt die neue Linie Piura handgefärbt ein.

Rowan

Wirklich Schnappatmung hatte ich mehrfach am Stand von Rowan. Dort gibt es zum einen wunderschöne neue Garne. Also so richtig schön! Und zum anderen zwei wirkliche Unbedingt-haben-wollen-Teile. Das rechte Teil hier im Bild m-u-s-s ich im Herbst stricken. Merkt es Euch schon einmal vor und reserviert ein wenig Zeit. Der ist so großartig, der Mantel. Glaubt es mir einfach.

ITO Yarn

Und da ich gerade Atmungstechnisch dann schon so in Übung war, ging es mit der Schnappatmung am Stand von ITO weiter. Dort wird es im Herbst ein neues Garn namens „Kuroten“ geben, von dem wir gleich ein wenig einpacken durften, um es erstens zu testen und zweitens direkt zu einem Minifeinen Design zu verstricken – also Sandra. Nicht, dass sie in einen Strickleerlauf gerät. Und um das zu verhindern, lud sie sich auch gleich noch ein Projekt auf, zusammen mit ITO. Die Damen der Test-Runde dürfen schon einmal die Nadeln herausholen, es lohnt sich, versprochen!


Es wird ausserdem im Herbst weitere SHIMO-Farben geben. Kerstin saß bei diesem Treffen verdächtig still in der Ecke. Ich vermute da werden uns in den nächsten Monaten mindestens ein oder zwei Designs aus ITO-Garnen auf ihrem Kanal begegnen.

Pascuali

Großartig ist bei Pascuali wie auch im vergangenen Jahr die „Anstrick-Station“. Kleine, feine Schalen mit allen verfügbaren Garn-Qualitäten laden zum an- und weiter stricken von Maschenproben ein.

Es gibt bei Pascuali in diesem Jahr keine neuen Qualitäten, aber eine Erweiterung der Farbsortimente und sehr, sehr tolle Farbkarten auch für Endkunden, die die Farbwahl bei den Strickprojekten erleichtern werden. Die soll es dann auch hier bei uns geben – natürlich!

Ausblick

Morgen werden wir weiter über die Messe schlendern, die Neuheiten bei Chiaogoo erfahren (da kommen neue Nadeln, die genau unseren Nerv treffen), Schönes von Cocoknits begutachten und noch die ein und andere Idee weiter verfolgen, die so im Kopf herum spukt. Ausserdem werde ich sicherlich viele ausgedehnte Kaffeepausen mit dem Fräulein machen. Am Stand von Schachenmayr. Denn die haben mit ihrem Café-Mobil definitiv den besten Pausenplatz auf der Messe geschaffen.

Habt ein schönes Wochenende!

Maschenfein {meets} Lotilda

Ihren Stil erkennt man im Instagram-Feed immer wieder auf den ersten Blick. Sie strickt Mohair auf dicken Nadeln, überwiegend Cardigans. Sie fährt oft Fahrstuhl und sie schreibt ihre Anleitungen für uns auf! Ich freue mich riesig über einen neuen, laaaangen, spannenden Beitrag in der Serie „Maschenfein meets“ mit Tanja aka LOTILDA. Tanja erzählt wie sie zum Stricken kam, was sie sonst so macht, warum sie gern auf dicken Nadeln strickt und wann Ihr sie live bei einem ihrer nächsten Workshops treffen könnt.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Lesen!

Herzlich Willkommen, Tanja, wie schön, dass Du da bist!

Wann und wie bist Du zum Stricken gekommen und wann hast Du Deine Leidenschaft zum mehrfädigen Stricken mit dicken Nadeln entdeckt? Also: hast Du gleich angefangen mit diesen schönen dicken, kuscheligen Mohair-Cardigans, oder gab es auch ein Strickleben davor?

Erstmal vielen lieben Dank für die Einladung zu diesem Interview. Ich verfolge den Maschenfein-Blog bereits seit Beginn meiner „Strickzeit“.

Bereits in den 80ern im Teenageralter habe ich mit meiner Freundin diese typischen kastigen Pullunder und Pullis gestrickt. Damals waren auch die Pullunder mit dem Schachbrettmuster total cool. Gelernt habe ich es von meiner Oma und meiner Uroma „Urio“, die beide sehr viel zu Hause als Zeitvertreib gestrickt und gestickt haben. Damals hatte ich auch schon erste Kontakte mit der Nähmaschine und mit 20 habe ich mir mein erstes „einfaches“ Kleidchen genäht.

Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Dann kam ganz laaange nichts, bis meine 2. Tochter geboren wurde und ich mehr Zeit zu Hause verbracht habe. Durch Zufall bin ich damals beim Discounter über eine Nähmaschine gestolpert und ab da war es um mich geschehen.
Schon immer habe ich mehr Wert auf die Qualität meiner Kleidung gelegt und mir lieber ein tolles Designerstück zusammengespart. Immer öfter habe ich allerdings auch gar nicht das gefunden, was ich wirklich wollte. Minimalistische Kleidung in guter Qualität, tolle Stoffe und Muster mit schlichten Schnitten.
Das ist jetzt viel Text über das Nähen, aber ich denke, das sind die gleichen Beweggründe, warum und wie ich zum Stricken kam.
Ein entscheidener Schritt in Richtung Strickliebe war allerdings ein Burn-Out und eine recht zeitnahe Mutter-Kind-Kur, wo ich natürlich keine Nähmaschine einpacken konnte und ich mir zwei einfache Strickmodelle für die 3-wöchige Kur ausgesucht hatte.

Danach ging es langsam, aber stetig immer mehr in Richtung Stricken und das Nähen wurde vernachlässigt. Mit meiner kleinen Kleidergröße (32/34) hatte ich allerdings von Anfang an immer Probleme, da viele Strickanleitungen erst bei Größe 36 anfangen und ich auch immer den Eindruck hatte, dass diese 36 noch dazu viel zu groß ausfielen.

Letztendlich war es dann die Entdeckung des Bernadette Cardigans, der es mir angetan hatte und ich anfing meine ersten eigenen Berechnungen für ein eigenes Modell zu erstellen. Ich dachte „Hey, das kann doch nicht so schwierig sein!“ Und da ich sowieso eher mathematisch veranlagt bin, autodidaktisch lerne und Problem- bzw. Lösungsorientiert denke und arbeite, ging es Schritt für Schritt immer weiter mit neuen Stricktechniken, die ich von Jacke zu Jacke dazulernte.

Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Die Kombination von dicken Nadeln und Mohair hat dabei mehrere Gründe. Zum einen fehlt mir oft die Zeit zum Stricken, im Alltag unter der Woche stricke ich oftmals nur ein paar wenige Reihen, zum Andern bin ich doch ein sehr ungeduldiger Mensch und möchte schnell Erfolge sehen. Die Optik von großen Maschen, den Gegensatz zu einem schlichten Outfit mit glatten Stoffen, einer einfachen Jeans und T-Shirt in Kombination mit flauschigem Garn mag ich sehr.

Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Du schreibst einen eigenen Blog, auf dem Du auch schon sehr viel Wissen über Deine Modelle geteilt hast. Auch den Prozess Deiner eigenen Berechnungen, den Du gerade beschrieben hast, hast Du dort sehr ausführlich geteilt. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Wie schon oben erwähnt, habe ich zunächst einige Jahre nur genäht. Ganz für mich alleine und war ganz weit weg vom Zeigen und erst recht vom Bloggen. Ich wurde noch nicht einmal darauf angesprochen, weil man es den Sachen offensichtlich gar nicht so ansieht, dass sie selbst gemacht sind.

Da ich aber natürlich auch im Internet nach neuen Inspirationen Ausschau gehalten habe, bin ich über zwei fantastische DIY-Bloggerinnen gestolpert, deren Stil mir ausgesprochen gut gefallen hat. Je öfter ich mir deren Blogs und die Bilder anschaute, desto größer wurde mein Wunsch auch „sowas“ machen zu wollen.

Dass ich letztlich dann darüber geschrieben habe, wie und warum ich das eine oder andere Modell entwerfe war eher intuitiv. Worüber sollte ich sonst schreiben?

Noch regelmäßiger bist Du auf Instagram unterwegs. Ist diese Art von Mikro-Blogging Dein Lieblings-Kanal?

Ja, seitdem ich vor 1 ½ Jahren erneut aus gesundheitlichen Gründen einige Zeit aussetzen musste, habe ich viel nachgedacht, wie es mit Lotilda weitergehen soll. Ich habe mich durch das Bloggen sehr unter Druck gesetzt. Dachte, ich muss regelmäßig etwas „bieten“.
Da ich mich nach der Auszeit nur noch auf das Schreiben von Anleitungen konzentriert habe, aber ich dennoch manchmal das Bedürfnis habe ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern oder einfach über Dinge zu schreiben, die mich beschäftigen, nutze ich Instagram dafür. Ich mag an Instagram das direkte Feedback, das man innerhalb kürzester Zeit bekommt. Man hat das Gefühl es geschieht ein wenig „Live“.

Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Ich bekomme auch sehr viel Resonanz über meine Homepage und ich sehe diese in Kombination mit Pinterest eher als langfristige, bleibende „Investition“ an. Instagram ist ein wenig wie die Tageszeitung. Ein Beitrag von gestern kann morgen schon wieder alt sein und in der Versenkung verschwinden. Aktualität und ständige Präsenz sind dort ein großes Thema. Das macht wiederum auch sehr viel Druck und ich versuche dort mittlerweile bewußt die Balance zwischen Online und Offline zu halten. Wenn ich die Zeit und entsprechendes Bildmaterial zur Verfügung habe, dann poste ich relativ oft, die Welt dreht sich aber auch weiter, wenn einige Tage oder sogar Wochen nichts passiert.

Du schreibst mittlerweile auch Anleitungen, die Du auf Ravelry verkaufst (wir haben sogar die passenden Wollpakete hier im Shop). Hast Du Pläne, Deine Arbeit als Strickdesignerin professionell auszubauen? (Man kann glaub ich auch gestrickte Teile bei Dir kaufen?)

Jein! Die Idee Anleitungen zu schreiben, entstand in erster Linie aus dem Blog, wo ich ja bereits schon meine ersten Gehversuche als „Strickdesignerin“ (ich bezeichne mich selbst ungern so!) kostenlos veröffentlicht hatte. Mit der Zeit wurden auch die Anleitungen immer umfangreicher, bzw. ist mein eigener Anspruch an eine Anleitung sehr hoch. Hinzu kommen Grafiken, die erstellt werden müssen, das Umrechnen in andere Größen, Teststricks etc. So eine Anleitung ist unglaublich viel Arbeit.

Viele Anleitungen sind nun online und im zweiten Schritt möchte ich einige Jacken verkaufen. Nicht über das Internet, sondern zunächst auf kleinen, individuellen Designmessen. Ich möchte und kann gar keine Massenproduktion liefern, aber die kreative Arbeit bei einer neuen Jacke oder Pulli macht mir soviel Spaß, Farben und meine Lieblingsgarne unterschiedlich zu kombinieren beschäftigt mich oft viele Tage und Nächte. Professionell also ja, aber im Kleinen.

Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Für einen Laien sehen sich Deine Modelle alle sehr ähnlich. Hast Du Lust, ein wenig mehr Details über die einzelnen Modelle zu erzählen? Worin unterscheiden sie sich und was ist jeweils Deine Inspiration für ein weiteres neues Modell? 

Alle Modelle haben gemeinsam, dass sie einen schlichten Schnitt haben, zum Teil etwas Oversize sind, da ich keine enge Kleidung mag, und mit dicken Nadeln (8 bis 10 mm) gestrickt werden. Ich bezeichne mich nicht als Strickdesignerin im eigentlichen Sinne, sondern im Prinzip habe ich 2 bis 3 Grundschnitte und mich treibt ständig die Neugierde um, wie man, mit welcher Technik ein Modell noch stricken kann. Ich lerne autodidaktisch und visuell. Oft waren es irgendwelche Inspirationen aus dem Internet, wo ich dachte: „Och, das sieht toll aus, das muss ich auch noch probieren!“ Und dann tüftle ich mit Papier und Stift und Taschenrechner rum. Daher hat es in der Vergangenheit auch sehr lange gedauert, bis ich die Modelle der letzten 2 Jahre als Anleitung veröffentlicht habe.
Ich „produziere“ keine Anleitungen am laufenden Band, auch wenn das in den letzten Monaten so aussah. Erst wenn ich 100%ig überzeugt bin, dann würde ich daraus auch eine Anleitung erstellen.
Der Unterschied liegt in der Technik und in der Passform, von oben werden sie alle gestrickt und alle sind verschlusslos, da ich keine Knöpfe mag.

Der Cardigan “ Greta“ – Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Greta (oben) – eine klassische, legere, offene Raglan Strickjacke mit nachträglich angestrickter Ausschnittblende.

„Tilda“ und „Karla“ – Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Tilda (rechts) – eher figurnah geschnitten, in Anlehnung an eine klassische „Bomberjacke“ (die mit den abgerundeten Halsbündchen!) und als Raglan gestrickt.

Karla (links) – als ich noch genäht habe mochte ich diese Zipfeljacken sehr gerne, ein wenig abgeschwächt und nicht so ausladend von der breiten Blende ist die Karla auch als Raglan entstanden

Der Cardigan „Frida“ – Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Frida (oben) und Lotta (unten links) – beide haben den gleichen Grundschnitt und sind durch die Liebe zu den Bernadette Jacken entstanden. Sie werden durch Maschenaufnahme aus den Strickteilen gestrickt und der wesentliche Unterschied liegt im Garn und bei der Halsausschnittform:

Frida (oben) – hat ein eher dichtes Maschenbild und den zur Zeit modernen hinteren V-Neck.

„Lotta“ und „Marta“ – Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Lotta (links) – Lotta ist sehr viel luftiger im Maschenbild durch das reine Mohair-Seidengarn und hier habe ich das erste Mal diese hübsche direkt mit angestrickte Halsblende verwendet.

Marta (rechts) – Marta war meine bisher „schnellstes“ Modell:Technik gesehen, umgesetzt, für toll befunden und zu einer Anleitung umgesetzt. Die Form ist klassisch, trotzdem sehr lässig, feminin, aber auch cool … Sie wird ebenfalls von oben, aber durch Zunahme in der Schulterpasse gestrickt.

Was ist denn Dein liebstes Modell bisher? Hast Du einen Liebling?

… mein Lieblingsmodell zur Zeit ist die Marta, da sie wirklich so einfach zu stricken ist. Ich trage meine Jacken meist mit Gürtel und sie sieht perfekt zu Jeans, Kleidern und Röcken aus. Nicht jede Jacke eignet sich nämlich auch für jedes Outfit.

Der Cardigan „Marta“ – Fotos: © Tanja Koenigs LOTILDA

Erzähl uns ein wenig über die Garne, die Du gern verstrickst. Wonach wählst Du sie aus und gibt es einen Liebling darunter? Oder etwas, was Du bisher gar nicht richtig mochtest?

Mohair, Mohair, Mohair ;o) Wie ich schon oben erwähnt habe, stricke ich gerne mit großen Nadeln und liebe dicke Maschen. Ich mag die flauschige Haptik und Optik sehr. Hinzu kommt das Gewicht, nachdem ich mal eine wunderschöne Jacke gestrickt hatte, diese aber in der kleinsten Größe bereits 650 g wog, versuche ich auch darauf zu achten.
Mohair ist also mein liebstes Garn und ich habe mich von relativ günstigen Garnen zur Mohair Luxe, Trend und Lusso von Lang Yarns vorgetastet und bin dort auch letztlich hängen geblieben, da mich die Qualität und die Farbauswahl überzeugt. Mit diesen 3 Garnen habe ich viele Kombinationsmöglichkeiten und kann mich kreativ austoben. Die Mohairgarne Premia von Lamana und Sensai von ITO mag ich auch sehr gerne, aber sie sind mir einfach für die Art meiner Jacken zu dünn. Um das gleiche Ergebnis zu erhalten müsste ich sie um ein vielfaches mehr verstricken und der erhöhte Seidenanteil würde trotzdem nicht den „Stand“ bringen.

Mit was für Nadeln strickst Du eigentlich? Und gibt es sonst irgendein Lieblingswerkzeug/-accessoire in Deiner Stricktasche?

Mittlerweile bin ich bei Chiaogoo gelandet, weil mich die Qualität absolut überzeugt hat. Das Schraubsystem mit kurzen 10 cm langen Nadelspitzen in den großen Größen 9 und 10 mm in Bambus und Edelstahl ist außerdem perfekt für meine Jackenärmel. Durch das Schraubsystem kann ich sogar links eine kleinere Nadelstärke wählen, so dass das Stricken in Runden angenehmer wird, da die Maschen besser von der Nadel gleiten (bin Feststrickerin). Ein weiterer Vorteil ist, dass ich je nach Ärmelbreite rechts auch eine 13 cm lange Nadelspitze verwenden kann, die liegt wesentlich besser in der Hand als eine kurze.
Ansonsten ist mein Strickinterieur eher unspektakulär, mehrere umfunktionierte Projekttaschen oder Etuis und ein kleines Döschen aus Nähzeiten mit dem Krimskrams, den man so braucht: Eine (unbenutzte!) Nagelschere, Loom Gummis als Maschenmarkierer, Maßband etc. Ich bin da eher pragmatisch veranlagt!

Du hast zwei Kinder, einen Hund und Ihr führt ein Hotel. Erzählst Du uns wie Dein Alltag so aussieht? Wo und wie bringst Du Deine Leidenschaft zum Stricken unter? Und wie schaffst Du es auch noch, so tolle Anleitungen zu schreiben?

Chaotisch!!! In meiner Arbeit bin ich perfektionistisch veranlagt. Das was ich „abliefere“ muss einwandfrei sein, aber um mich herum kann es da dann schon mal sehr wüst aussehen. Manchmal nervt das schon, da ich ja eher minimalistisch veranlagt bin und ich liebe aufgeräumte, wegverstaute Sachen.

Genauso chaotisch ist auch mein Alltag und im Grunde vermischen sich täglich alle Arbeitsbereiche (nach Prioritäten sortiert!): Familie, Hotel (ein kleines Boutiquehotel mit 23 Zimmern), Lotilda, Haushalt. Richtig trennen kann ich das gar nicht und sofern ich ab und zu Struktur in das Chaos bringe, geht es mir auch gut dabei. Hinzu kommt das Leben mit einem besonderen Kind, das entschleunigt das Leben nochmal auf eine andere Art und Weise.

Gestrickt wird meistens mehr am Wochenende und in den Ferien, auf langen Autofahrten und seltener in der Woche abends. Aber das Stricken an sich begleitet mich Tag für Tag, überall liegt Wolle, Strickproben, Farbkarten und Jacken rum. Manchmal schaue ich mir Strickproben tagelang an, mache Zeichnungen, stricke weitere Farbproben. Bis ich mich mal endlich für eine neue Farb-Woll-Kombi entschieden habe dauert es schon mal ein wenig. Manchmal bleibt es auch nur eine Idee und es kommen wieder andere Dinge dazwischen bzw. ich greife dies später wieder auf oder verwerfe es sogar. Ganz schön viel Aufsehen für Modelle, die später dann so „einfach“ ausschauen – die Liebe liegt im Detail.

Für die Umsetzung meiner Strickanleitungen musste ich mir sogar mehrere Wochen im letzten Jahr „frei“ nehmen, sonst hätte ich das nie geschafft. Mir war das aber auch wichtig! Ansonsten habe ich die Hoffnung, dass mir zukünftige Anleitungen leichter fallen und sich nicht mehr soviel auf einmal anstaut.

Was sind Deine Pläne für Lotilda?

Erstmal Jacken stricken und mich langsam auf die Designmesse im Herbst vorbereiten. Labels, Verpackung, Kärtchen und alles was da so zu gehört. Ich bin selbst gespannt … 

Dann möchte ich meine Homepage neu gestalten, schlanker machen und meinen aktuellen Bedürfnissen anpassen. Da Lotilda aber – wie schon erwähnt – nicht mein Hauptjob ist, entsteht alles im Schneckentempo nebenbei und zwischendrin, ohne großes Trara.

Anleitungen werden in den nächsten Wochen erstmal keine gemacht, sondern ich schaue einfach, welche Modelle jetzt künftig neu entstehen und eventuell dann auch für eine neue Anleitung in Frage kommen. Das Thema Sweater beschäftigt mich immer mal wieder und in diese Richtung könnte ich mir noch das ein oder andere Modell vorstellen. Ansonsten versuche ich es alles entspannt und vor allem unabhängig auf mich zukommen zu lassen, mir keine äußeren Druck aufzuerlegen, um Dinge zu tun, nur weil man das eben so macht.

In erster Linie möchte ich kreativ sein und mir vielleicht endlich bald auch meine lang ersehnte Nähmaschine zulegen …

Es gibt neuerdings auch Workshop von und mit Dir. Magst Du ein wenig mehr darüber erzählen? Wo finden wir Dich und wann findet der nächste Workshop statt?

Den Gedanken mal einen Workshop für eine meiner Jacken zu geben, hatte ich schon länger, aber mich hat die Suche nach einem geeigneten Lokal oder Laden immer abgeschreckt und irgendwie war dann auch nie die Zeit dafür über. Eine liebe Bekannte, die einen kleinen Laden mit Werkstatt für Filz- und Bastelkurse/Workshops in Bonn betreibt hat mich dann aber dazu ermutigt und so habe ich nun die ersten Kurse dort gegeben. Bereits zu Blogzeiten oder auch in den Anleitungen liegt mir immer besonders am Herzen, dass ich verständliche und nachvollziehbare Dinge zeigen und vermitteln kann. Dass mir als eher introvertiertem Menschen diese Workshops soviel Spaß bereiten, hätte ich selbst nicht gedacht.

Da aber immer wieder auch die Fragen kommen, ob das Garn oder Zubehör auch im Workshop gekauft werden können und ich diesen Service nicht liefern kann und möchte, liegt es nahe den Veranstaltungsort auf ein Strickgeschäft zu verlegen. Glücklicherweise habe ich gerade eine sehr sympathische Bekanntschaft hier in Bonn gemacht und die nächsten Kurse möchte ich dann dort organisieren. Termine stehen noch keine fest, aber am 9.3.19 gibt es noch einen LOTTA/GRETA Kurs mit freien Plätzen bei Frau Kramer (Infos gibt es hier).

Da über das Internet ab und zu mal Nachfragen kommen, ob ich mal nach Berlin, Hamburg oder München komme, wäre das für mich auch eine ganz spannende Angelegenheit. In die Richtung habe ich aber noch nicht weiter nachgedacht und es wird sich – wie alles andere bisher auch – entwickeln. Vielleicht sogar hier in Berlin bei Dir??? (Anmerkung von Frau Maschenfein: jaaaa!!! Und einen Ort habe ich auch schon im Blick).

Danke, Tanja, für so viel Herzblut und Informationen zu Lotilda und Deinem ganzen Strick-Werdegang. Vielleicht sehen wir uns bald in Berlin! Und wer noch nicht längst alle Lotilda-Kanäle erstöbert hat, findet sie hier nochmal gesammelt:

Auf den Nadeln {Februar}

Im Februar stricke ich weniger #geheiminis und dafür hoffentlich gaaaanz viel an meinem Winter Lines Cardigan! Und mit dabei hab ich mein Projektkörbchen für den Schreibtisch von Cohana, das Ihr jetzt auch neu hier im Shop findet.

Ich mag das Stricken am Winter Lines von Katrin Schneider sehr! Das Halbpatent macht es so kurzweilig, weil Hin- und Rück-Reihe sich leicht unterscheiden, gleichzeitig aber rhythmisch einfach so herrlich meditativ wirken. Und viiiiiel mehr Spaß machen als reine rechte oder linke Reihen.

Ich bin mittlerweile auch schon ein wenig weiter als auf dem Bild. Das Bild habe ich nämlich eigentlich für das hübsche Körbchen im Shop gemacht.

Über unseren Winter Lines Knit Along habe ich hier mehr im Blog geschrieben und einige der Projekte gezeigt.

Und was habt Ihr gerade so auf den Nadeln?

“Auf den Nadeln” ist eine Serie von Maschenfein. Was strickt Ihr so im Februar? Was ist aus Euren letzten Projekten geworden? Verratet Ihr’s hier? Ich freu mich drauf! Kommentiert einfach hier unter diesem Post oder verlinkt Euch in der Linksammlung. Auf Instagram benutze ich den Hashtag #aufdennadelnfebruar (und ganz bewusst findet Ihr dort auch Projekte aus den letzten Jahren desselben Monats). Macht doch dort auch mit! 

Verlinken könnt Ihr Euch den ganzen Monat lang! Achtung: Ihr müsst in Euren Post einen Backlink zu diesem Beitrag oder Blog setzen, sonst funktioniert das mit dem Link-Tool nicht. Ein Backlink ist nichts anderes, als ein Link zu diesem Blog :)!

Für alle, die zum ersten Mal hier vorbei schauen: Jeden Monat sammle ich Eure Strick-Projekte, indem Ihr Eure jeweiligen Blog-Posts zu “Auf den Nadeln” hier verlinkt. Alle vergangenen Sammlungen zum Stöbern findet Ihr in der Rubrik Auf den Nadeln.

 

Inlinkz Link Party

Auf den Nadeln {Januar}

In alter Frische gibt es natürlich auch in diesem Jahr wie gewohnt unsere heiß geliebte Maschenfein-Serie „Auf den Nadeln“. Sie geht nun schon ins fünfte (!) Jahr, könnt Ihr das glauben? Jeden Monat zeigen wir Euch ein oder zwei oder drei Projekte auf unseren Nadeln und freuen uns über Eure Verlinkungen unter diesem Post.

Ich habe auch rund um Weihnachten herum relativ viel gestrickt. Also „viel“ ist ja immer relativ, aber da ich im Augenblick wirklich unheimlich wenig freie „Sofa-Zeit“ habe, bin ich schon recht stolz auf das, was so von den Nadeln gehüpft ist. Allerdings ist vieles davon noch geheim. Wie auch das hübsche rosafarbene Rakuda-Projekt da links im Bild. Umso mehr freue ich mich, endlich auch mal wieder etwas völlig ungeheimes auf den Nadeln zu haben. Rechts im Bild seht Ihr nämlich die Anfänge meines Winterlines von Kathrin Schneider. Unser Knit Along ist in vollen Zügen und voll eingeschlagen, so viele Winterlines sind schon auf den Nadeln und die meisten von Euch schon ein ganzes Stück weiter als ich. In der kommenden Woche zeigen wir Euch viele schöne Fortschritte in unserer Insta-Runde. Wollt Ihr dabei sein, dann verwendet bitte unbedingt den Hashtag #winterlinesmaschenfeinKAL, damit wir Euch auch finden!

Und was habt Ihr gerade so auf den Nadeln?

“Auf den Nadeln” ist eine Serie von Maschenfein. Was strickt Ihr so im Januar? Was ist aus Euren letzten Projekten geworden? Verratet Ihr’s hier? Ich freu mich drauf! Kommentiert einfach hier unter diesem Post oder verlinkt Euch in der Linksammlung. Auf Instagram benutze ich den Hashtag #aufdennadelnjanuar(und ganz bewusst findet Ihr dort auch Projekte aus den letzten Jahren desselben Monats). Macht doch dort auch mit! 

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Auf den Nadeln {November}

Hallo November, los geht’s spätestens jetzt mit der Planung für selbst gestrickte Weihnachtsgeschenke. Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber für mich kommt Weihnachten dann doch immer wieder sehr überraschend und am Ende bleibt Zeit für kleinere Projektlein zum Verschenken. Das ist ja aber auch schön! Ich bin gespannt was wir in diesem Monat so auf den Nadeln sehen werden, ich bin mir sicher, es werden viele Geschenke dabei sein. Das Geheimnis, das bei uns im Oktober auf den Nadeln lag,  lüften wir übrigens ab Montag. Seid gespannt!

Ich hatte gerade noch das Jäckchen hier in Curry auf den Nadeln. Das Bild ist aber schon drei Tage alt und mittlerweile liegt das Jäckchen auf den Matten. Gestrickt aus zwei Strängen Road to China Light für das kleine Babyfräulein, nach dieser Anleitung. Ein super schnelles Projekt, das gleichzeitig viel Spaß macht, weil das Garn auf den Nadeln der absolute Traum ist.

Und was habt Ihr gerade so auf den Nadeln?

“Auf den Nadeln” ist eine Serie von Maschenfein. Was strickt Ihr so im November? Was ist aus Euren letzten Projekten geworden? Verratet Ihr’s hier? Ich freu mich drauf! Kommentiert einfach hier unter diesem Post oder verlinkt Euch in der Linksammlung. Auf Instagram benutze ich den Hashtag #aufdennadelnnovember (und ganz bewusst findet Ihr dort auch Projekte aus den letzten Jahren desselben Monats). Macht doch dort auch mit! 

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Auf den Nadeln {Oktober}

Besser spät als nie gibt es natürlich auch jetzt im Oktober noch unseren „Auf den Nadeln“ Post, seid Ihr wieder mit dabei? Im September waren so viele schöne Projekte dabei, wenn Ihr Lust habt, hüpft auch dort noch mal rüber.

Obwohl in Berlin und Bayern der Hochsommer zurück gekehrt ist, haben wir ordentlich viel Geheimes auf den Nadeln. Ganz bald seht Ihr mehr davon, wir können es kaum abwarten! Einen klitzekleinen Teaser seht Ihr hier. Links ITO Rakuda und rechts LAMANA Premia gepaart mit Modena. Mehr verrate ich noch nicht. Und was habt Ihr gerade so auf den Nadeln?

“Auf den Nadeln” ist eine Serie von Maschenfein. Was strickt Ihr so im Oktober? Was ist aus Euren letzten Projekten geworden? Verratet Ihr’s hier? Ich freu mich drauf! Kommentiert einfach hier unter diesem Post oder verlinkt Euch in der Linksammlung. Auf Instagram benutze ich den Hashtag #aufdennadelnoktober (und ganz bewusst findet Ihr dort auch Projekte aus den letzten Jahren desselben Monats). Macht doch dort auch mit! 

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Für alle, die zum ersten Mal hier vorbei schauen: Jeden Monat sammle ich Eure Strick-Projekte, indem Ihr Eure jeweiligen Blog-Posts zu “Auf den Nadeln” hier verlinkt. Alle vergangenen Sammlungen zum Stöbern findet Ihr in der Rubrik Auf den Nadeln.

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Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 174

Einen wunderschönen guten Morgen zum Samstagskaffee mit vielen schönen Ideen aus der Strickwelt und rund um Maschenfein. Gleich mit einem ersten Beitrag, der an vergangene Maschenfein-Euphorie erinnert: der Loppa-Cardigan von Pinneguri.

Samstagskaffee Netzgeflüster 174Fotos links © klatschmohn und rechts © mariesdrops

Diejenigen, die hier schon eine Weile lesen, haben vielleicht entweder schon selbst einen Loppa gestrickt, oder aber die vielen schönen Farbvariationen verfolgt die vor…. mmhhh, ja wann genau war das eigentlich? Wir sind jedenfalls wieder über den Loppa-Cardigan nach der Anleitung von Pinneguri gestolpert und ich würde mal behaupten, er ist einer der berühmtesten Faire-Isle-Cardigans im Netz.

Ich selbst habe meinen Loppa-Cardigan jedenfalls im Sommer 2015 gestrickt. Das Thema „Steeken“ hatte ich dann damals im Blog noch genauer aufgearbeitet. Herrlich… wenn ich mir die Bilder so anschaue, stehe ich gedanklich in Dänemark in auf der Terrasse unseres wunderschönen Ferienhauses. Der Urlaub selbst war zwar zugegebenermaßen weniger gelungen, was allerdings weder am Loppa noch am Ferienhaus lag.

Irgendwann…. es muss 2016 gewesen sein, gab es in der Maschenfein-Community einen Loppa-aus-Como-Hype und viele, viele schöne Farbvarianten entstanden damals. Die Anleitung findet Ihr auf Ravelry (auch auf Deutsch!) und LAMANA Como gibt es nach wie vor in der gesamten bunten Farbpalette im Shop.

Samstagskaffee Netzgeflüster 174Fotos links © Judith und rechts © kahvihirmu

Wer sich nicht gleich an die große Jacke wagt, oder ohnehin mal ein Fair-Isle-Kinderprojekt geplant hat: es gibt auch die Version Baby Loppa von Pinneguri! Die Anleitung gibt es ebenfalls auf Ravelry (diese aber nur auf Englisch und Norwegisch). LAMANA Como passt auch hier.

Samstagskaffee Netzgeflüster 174Fotos © PetiteKnit

Wer es lieber einfach mag, ist vielleicht genauso verliebt in den Cumulus Pullover von PetiteKnit wie wir. Gesehen bei Instagram auch in ITO Sensai doppelfädig! Ein traumhaftes Wölkchen.

Samstagskaffee Netzgeflüster 174Fotos © Julie Hoover

Ich bin ein riesengroßer Fan von Julie Hoover, das sagt ich glaube ich schon einmal. Nicht nur ihre wahnsinnig schönen Bilder, die auch öfter einen Blick auf ein traumhaftes zu Hause bieten, beeindrucken mich, sondern auch ihre unaufgeregten, aber edlen Designs. Schön ist der neue Cardigan namens „Parker“ (Anleitung auf Ravelry), den Ihr in Cumbria Fingering von der Fibre Company stricken könntet. Oder sehr edel und leicht in Cachemire+ von Bergère de France.

Samstagskaffee Netzgeflüster 174Fotos © Julia Marsh

Ein Blick über den Tellerrand in Interior-Stricken gefällig? Das Schafkissen von Julia Marsh (Anleitung bei Ravelry) finden wir total cool. Könnte man aus Wool Addicts Fire und Lang Yak Tweed stricken.

Samstagskaffee Netzgeflüster 174Fotos links © Sandra C und rechts © Carriegoon

Ich gebe zu, die aktuellen Temperaturen erinnern eher an Sommerferien als an Mützenwetter. Aber ich bin zuversichtlich, dass letzteres uns auch demnächst noch beglücken wird. Und vielleicht habt Ihr dann Lust auf eine verzopfte Zopfmuster-Mütze wie den Mountain Trail Head von Sandra C. Die Anleitung gibt es auf Ravelry, stricken könntet Ihr die Mütze in LAMANA Cusco und einen passenden Bommel findet Ihr auch im Shop (natürlich vegetarisch).

Aada Handschuh Samstagskaffee Netzgeflüster 174Fotos links @ Miika Ihanainen und rechts © Jonskuponsku

Und wenn wir dann endlich Mützen stricken können, dürfen, müssen auch Handschuhe her. Zum Beispiel Aada von Anna Johanna (klick zur Anleitung), für die Ihr gleich das schöne neue Lamana Merida ausprobieren könntet.

Fotos links © ullismaschenliebe und rechts © wollverknallt

Auch in unserer #maschenfeinstrickrunde auf Instagram ist wieder viel schönes los. Ulrike (links) strickt den Patentpullover Svava aus unserem Hygge Buch. Und Karin aka Wollverknallt (cooler Name übrigens) strickt meinen Curry-Cardigan aus dem Grundlagenbuch. Ich liebe, liebe, liebe diese Farbe einfach nach wie vor. Curry gepaart mit Rosa… hach.

Samstagskaffee Netzgeflüster 174Fotos links © kathrinzyrus und rechts © strickhase

Besonders fleißig war Kathrin (links). Sie hat das Doubleface-Tuch Nell aus meinem zweiten Buch Noch mehr Tücher stricken gestrickt. Und Strickhase hat bereits ein Projekt aus dem neuen LAMANA Magazin auf den Nadeln. Nämlich diesen Schal. Alle Strick-Kits zum neuen Magazin findet Ihr hier gebündelt auf einen Blick. Und das Heft gibt es auch wieder einzeln zu kaufen.

Fotos links © lavandula_1 und rechts © marion6684

Zwei hab ich noch für Euch: Links die Mütze mit Zöpfen aus dem Grundlagenbuch von Birgit und recht der wunderbare Feikje-Cardigan von Marion (in Grau mag ich ihn ja auch sehr!) aus unserem Hygge Buch.

Und nun wünsche ich Euch ein herrliches Wochenende und würde mich (wenn Ihr bis hier ganz unten gekommen seid) riesig über einen kleinen Kommentar freuen, in dem Ihr erzählt was Ihr am Wochenende so strickt und was Euch heute hier besonders gefallen hat!

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 170

Einen wunderschönen guten Morgen zum Samstagskaffee, mit ein paar schönen Ideen aus der Strickwelt, es gibt schon wieder so viel Schönes zu entdecken. Da viele von Euch an uns denken, ein ganz kleines Mini-Privat-Feedback: Uns geht es gut, wir sind für einige Tage zu Hause, haben aber noch eine große Hürde zu überwinden, bevor der Alltag zurückkehren kann. Viel genauer möchte ich im Augenblick nicht werden, wir tanken gerade ein wenig auf und ich freue mich wirklich sehr über Eure guten Wünsche.

Lori Versaci Samstagskaffee 170 MaschenfeinFotos: ©VERSACIKNITS

Auf Instagram bin ich neulich Nacht an diesem schönen Pulli hängen geblieben, zu dem Cashsoft Baby, Mini Alpakka oder Alpakka Silke toll passen würden. Ich mag diese Ärmelkonstruktion sehr, hadere nur mit der Kürze des Pullovers, weil ich im Augenblick liebe Oversize, oder Hüftverstecker trage. Ich habe dann geschaut was Lori Versaci hinter diesem Design ansonsten noch so macht und finde diese breite Stola wunderschön. Zum Beispiel aus Bergamo. Das Muster entseht aus einer sehr einfachen Sequenz aus dem Buch Sequence Knitting, in dem lauter so süchtig machende Musterfolgen zu finden sind. Dieses Buch habe ich Euch (Achtung:) vor zwei (!!!) Jahren schon einmal genauer hier im Blog vorgestellt. Ich kann es nicht fassen, dass das wirklich schon so lange her ist. Meine Güte wie die Zeit vergeht…

Katrin Schneider Amrum Samstagskaffee 170 MaschenfeinFotos: @Katrin Schneider

Mit diesem Pullover ist Katrin Schneider wieder ein ganz, ganz großer Wurf gelungen, finde ich. Die Fotos dazu tun ihr übriges und man kommt beinahe nicht um Amrum herum. Das passende Wollpaket findet Ihr im Shop, der Pullover wird aus dem wundervollen neuen Kaschmir-Garn Karei von ITO gestrickt.

Rime Ankestrick Samstagskaffee 170 MaschenfeinFotos: ©ANKESTRiCK

Das zweite neue Garn von ITO heisst Shimo, eine besondere Kombination aus recycelter Seide und Lammwolle. Eine passende Anleitung hat Anke gerade heraus gebracht, den Pullover Rime und natürlich haben wir das passende Wollpaket für Euch zurecht gepackt, so dass die Größen- und Mengenauswahl ganz leicht fällt.

Fotos: links © LANGYARNS und rechts © SandnesGarn

Auch wenn das Wetter sich (zumindest hier in Berlin) noch ein wenig gegen kältere Temperaturen wehrt: es ist bald wieder Mützenwetter! Es gibt hier im Shop mittlerweile eine schöne Auswahl an Mützen. Sehr neu dabei ist Savage Saffron aus der Wool Addicts Kollektion, gestrickt aus Fire geht sie irre schnell von den 9mm Nadeln.

Ein echter Klassiker ist die Mütze 1717-13 aus Sandnes Alpakka Silke. Also echt, so eine Mütze in glatt rechts mit Rollrand muss man doch einfach im Schrank haben oder? Ich habe so eine in gekaufter Version, die sollte ich diesen Winter mal ersetzen.

Fotos: links © Paula-m und rechts © Paulastrickt

Auch von Susanne aka Paulastrickt oder Paula-m haben wir noch schöne Strick-Kits im Shop, die jetzt wieder spannend werden. Die Mütze Sarah und (wer lieber Stirnbänder trägt) zum Beispiel auch das Stirnband Ola. Ihr erinnert Euch? Susanne hat im vergangenen Winter ihr Buch Stirnbänder stricken heraus gebracht!


Fotos: links © my_funny_valentine und rechts © Dagmar_0908

In der Maschenfein Strickrunde ist auch sonst noch allerhand los. Miriam hat Janukkes Tuch „Small and Smaller“ in Rakuda auf den Nadeln und  Dagmar hat den „Yume“ Pullover von Isabell Krämer zweifädig aus Shio und Gima gestrickt.


Fotos: links © litte_dandelion und rechts © instasophiami

Bei Tanja (links) entsteht ein Oline Cardigan von den Nadeln und Sophia strickt fleißig Bjarka. So toll, Eure Modelle nach unserem neusten Buch in unterschiedlichsten Farbvarianten jetzt entstehen sehen!

Habt ein schönes, maschenreiches Wochenende!

Minuk Minukbags

Schönste Strickprojekttaschen von Minuk

Taschen kann Frau nie genug haben und Strickprojekt-Taschen kann Strickerin ja sowieso schon gar nie genug haben. Finde ich. Deshalb haben sich hier im Shop über die Zeit auch schönste Projekt-Taschen und Aufbewahrungsmöglichkeiten zur Auswahl versammelt. Ich weiss, es ist nicht immer leicht, eine davon zu ergattern, aber ich gebe mir immer wieder Mühe, die Bestände aufzufüllen und wer mag, kann sich ja auch einfach eine Taschen nach unserem Schnittmuster nähen. Nun sind gerade beinahe alle Farben der Minuk-Taschen endlich wieder vorrätig! Also zeige ich Euch schnell diese wunderbare Farbpracht, in der es diese Taschen mittlerweile gibt.

Fotos: links © frauluknits und rechts © Minuk

Die Minuk Projekt-Taschen sind etwas maschenfein besonderes, denn Antje und ich haben sie in Zusammenarbeit entwickelt. Ihre Taschen handgefertigt in ihrem feinen Atelier in Hamburg mochte ich schon, bevor Maschenfein überhaupt das Licht des Internets entdeckte. Als ich eines Tages auf Instagram entdeckte, dass Antje auch so gern strickt UND so viele Nachfragen nach fertigen Projekt-Taschen kamen (bis dato gab es nämlich „nur“ das Schnittmuster für den maschenfeinen Beutel von Swantje und mir), schrieb ich Antje von Minuk einfach an.

Fotos: links © ullismaschenliebe und rechts © Minuk

Das Ergebnis seht Ihr hier! Wir testeten zunächst die Nachfrage nach den Projekttaschen in Natur und Schwarz und als sie so unglaublich gut ankamen, weitete Antje das Sortiment an Farben aus.

MinukbagFotos: links © chanastrada und rechts © Minuk

Ein Minuk-Strickprojekt-Taschen-Meer in Regenbogenfarben gibt es mittlerweile bei uns im Shop. Ich selbst habe eine in Schwarz und eine in Flamingo und nutze sie manchmal auch gar nicht für meine Strickprojekte, sondern einfach im Alltag, wenn ich mal schnell einkaufen gehe, oder die Kinder abhole. Tücher und feine Strickjacken passen aber jedenfalls prima in diese Taschen.

Fotos: links © maschenfein und rechts © Minuk

Wer größere Projekte unterbringen möchte, für den gibt es mittlerweile auch die große Schwester, die Projekt-Tasche in der Größe L. Und wer ausserdem gern passende kleine Zubehörtäschchen für Nadeln und Co. sucht, wird ebenfalls bei uns fündig, denn auch diese gibt es von Minuk bei uns im Shop in Natur oder in Schwarz!

Fotos: links © Minuk und rechts © maschenfein

Übrigens: Vor einigen Wochen hatte eine Kundin auf Instagram nach der großen Projekttasche L in der Farbe Flamingo gefragt und ich habe sie direkt auf Kundenwunsch von Antje fertigen lassen. Leider, leider finde ich aber die Nachricht auf Instagram nicht mehr und weiß beim besten Willen nicht mehr, wer diese Tasche nun haben wollte. Deshalb gebe ich sie hier einfach frei, denn sie wartet noch verpackt auf meinem Schreibtisch auf ihre neue Besitzerin. Die Tasche kostet 119,- und ist in der Farbe Flamingo ein Unikat! Die Maße findet Ihr in der Produktbeschreibung hier. Wer schnappt sich die Tasche in Größe L in Flamingo?

—> EDIT: die Flamingo-Tasche in L ist verkauft!

Samstagskaffee 168 Maschenfein

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 169

Einen wunderschönen guten Morgen zum Samstagskaffee, mir ein wenig Dies und Das aus der Strickwelt und rund um Maschenfein. Es geht uns gut. Wie einige von Euch mitbekommen haben, mussten wir die vergangenen Woche im Herzzentrum verbringen. Und tatsächlich war es eine emotional sehr anstrengende Woche. Ich habe viel gestrickt, wenn die Zeit still zu stehen schien. Nun bin ich erleichtert, das Wochenende hoffentlich zu Hause verbringen zu können. Ich habe hier und da natürlich auch gestöbert und viele schöne Dinge entdeckt.

Fotos: © Julie Hoover

Zum Beispiel diesen unfassbar schönen Cardigan von Julie Hoover. Ich bin ohnehin ein großer Fans ihrer so edlen und schlicht wirkenden Designs. Dieser Cardigan heisst Gus, die Anleitung ist englischsprachig. Er wird von unten nach oben in Einzelteilen gestrickt. Babyalpaca Los Andes würde von der Maschenprobe her prima passen und hat auch die passende Farbpalette in Naturfarben. Wer einen anderen Look wagen möchte, könnt auch Tynn Line mit Silk Mohair zweirädrig für diesen Cardigan verarbeiten. Wird ganz sicher mega toll.

Fotos: © Jana Huck – janukke

Schaut her ein neues Design von Jana alias Janukke aus ITO-Garnen. Ich bin wirklich ein großer Fan von Jana, weil sie einfach immer wieder überrascht mit so viel neuen Ideen und tollen Details. Dieses neue Tuch namens Wittmoor ist wieder reinfach anders. Die Anleitung ist noch in Arbeit, aktuell läuft nämlich der Teststrick zu diesem schönen leichten Tuch aus Rakuda und Sensai. Der Test ist leider schon voll, aber Ihr könnt in der Gruppe von Jana auf Ravelry schon einmal sehen, wie das Tuch in anderen Farben wirkt. Die Testerinnen zeigen dort ihre Fortschritte.

Fotos: © Julie Hoover

Noch ein Design von Julie Hoover, in das ich mich auf Instagram verliebt habe. Sooooo schöne Zopfmuster. Ich bin zwar kein Pullover-Typ (ich bevorzuge figurbedingt Strickjacken), aber dieser hier namens Berg ist einfach toll und irgendwie gibt es heute eine Menge Pullover für Euch. Als Garnalternative für „Berg“ eignet sich hier die Mohair-Alternative nicht so sehr. Aber das Babyalpaca Los Andes passt auch hier prima.

Fotos: © Suvi Simola

Noch einen Pullover haben wir für Euch bei Suvi Simola entdeckt und sogar schon das passende Wollpaket aus Como Tweed im Shop. Die Anleitung zu Gradient Dip findet Ihr bei Suvi Simola im Ravelry Store (auch auf Deutsch), der Pulli wird nahtlos von oben nach unten gestrickt.

Foto: © Camilla Vad

Camilla Vad hat diesen Pulli mit hübschem Lochmustermotiiv entworfen, kann man kurz- oder langärmlig stricken. Die Anleitung findet Ihr bei Ihr im Ravelry Store und als Maschenfeines Garn könntet Ihr  Yak Mongolia oder Alpaca Fino von Pascuali annadeln.

Fotos: © Naoko -n’ami- Ogawa

Und nun schaut Euch bitte diesen feinen Pullover namens Grown-Up Starry an. Die Anleitung gibt es auf Englisch, Französisch und Japanisch und sie schreit förmlich nach dem tollen neuen Garn Premium Silk von Schachenmayr. Das muss ich Euch unbedingt auch bald in meinen Instastories genauer vorstellen. Notiz an mich selbst….

Apropos Instastories. Ich weiß wie sehr ihr es mögt Einblicke in mein Maschenfein Büro zu bekommen, Garne dort zu sehen, Projekte und und und. Ich freue mich  immer wie Bolle über Euer Feedback und wenn Ihr mögt, dann schreibt mir doch einfach mal Eure Ideen was ich da noch so zeigen könnte. Was möchtet Ihr sehen? Was interessiert Euch? Schickt mir auf Instagram eine Nachricht, schreibt Ihr ein Kommentar oder ganz klassisch eine Mail. Ich würde mich sehr freuen!

Fotos: © Melanie Berg

Und nun noch ein tolles neues Tuch von Mairlynd, welches aus einer Zusammenarbeit mit Pascuali entstanden ist. Wir haben für Euch direkt das passende Wollpaket in den Shop gestellt, denn das Originalgarn Alpaca Royal haben wir ja auch und lieben es sehr! Eine edle Stola in edlem Garn.

Ich habe passend zu diesem Wollpaket gestern den Frickelcast-Podcast mit Mairlynd gehört, in dem Melanie über ihren Designprozess und die Entstehungsgeschichte ihres neuen Buches erzählt. Hört mal rein, es gibt doch nichts schöneres als gemütlich beim Stricken einem Podcast zu lauschen.

Und wenn Ihr gerade beim Podcast Lauschen seid, dann könnt Ihr im Anschluss daran bei „Endlich Om“ reinhören, dem neuen Podcast von Stefanie Luxat. Ich bewundere Steffis Energie und die Perfektion mit der sie all ihre neuen Projekte angeht. Wie macht sie das nur? Ein tolles Blog-Magazin, ein super schönes Büro in Hamburg und jetzt noch einen kurzweiligen und so inspirierenden Podcast. Einfach toll!

Habt ein schönes Wochenende und geniesst die Zeit!

Zu Gast bei Maschenfein :: Federleicht

Als ich das erste Mal hier bei uns in der freitäglichen Strickgruppe einen gewebten Schal bewunderte, war es um mich geschehen. Nächtelang beschäftigte ich mich mit Webrahmen und -techniken sowie der perfekten Größe des Rahmens. Ich begab mich in die Welten der Weberinnen auf Instagram, es gibt so viele so wunderbar inspirierende Accounts. Dabei faszinieren mich vor allen Dingen die großen Projekte nämlich eben das Weben eines großen, breiten, schönen Schals, wie diesen hier im Ombré-Look, oder diesen, oder (mein absoluter Favorit) diesen hier namens „Morning Walk“, hach und toll ist auch dieser hier.

Irgendwann, ja irgendwann werde ich das auch probieren. Bis dahin erfreue ich mich über inspirierende Bilder zum Beispiel von Christina aka Federleicht. Heute ist sie zu Gast bei mir und wenn Euch die Welt des Webens ebenso fasziniert wie mich, könnt Ihr heute von Ihr ganz, ganz viel darüber lernen.

Zu Gast bei Maschenfein :: FederleichtFotos: © federleicht___

Christina, wie schön, dass Du uns ein wenig mehr über Dich, „federleicht“ und das Weben erzählst. Seit wann webst du denn überhaupt und wie hast Du das Weben für Dich entdeckt?

Ich freue mich sehr, dabei sein zu dürfen! Von Beruf bin ich Ergotherapuetin. In der Ausbildung hatten wir unter anderem Handwerksunterricht, als Therapiemittel. Ein Fach war Weben. Zuerst fand ich das blöd, weil ich mir dachte, „Wer webt denn heute bitte noch?“ Aber schon nach kurzer Zeit habe ich mir einen eigenen Webrahmen gekauft, weil es echt Spaß gemacht hat. Nach wenigen Werkstücken ist er allerdings im Schrank verschwunden und lag da ein paar Jahre… Wie das ja häufig so ist.
Anfang letztes Jahr haben wir daheim umgeräumt und ich habe meinem Rahmen wieder entdeckt. Ein paar Tage später traf ich mich mit meiner Cousine und wir redeten darüber. Ich wollte gerne wieder etwas weben, wusste aber nicht so recht was. Nach ein bisschen Brainstorming sagte sie eigentlich nur „Ja mach mal!“ Diese 3 kleinen Worte haben mich so sehr motiviert. Das war für mich der Start in die Welt des Webens.

Was machst Du in Deinem Leben neben dem Weben? Übst Du einen kreativen Beruf aus?

Ich arbeite in einer Werkstatt für Menschen mit überwiegend geistiger Behinderung. Neben der Betreuung spielt das Einrichten des jeweiligen Arbeitsplatzes eine große Rolle. Meine Gruppe erledigt Montagearbeiten für Firmen. Für unsere Mitarbeiter entwerfen wir Vorrichtungen, um ihnen eine selbstständige und fehlerfreie Arbeit ermöglichen zu können. Manchmal ist das eine ganz schöne Tüftelei, aber ich finde diesen Teil der Arbeit so wertvoll.

Momentan bin ich in Elternzeit. Auch mit meinen Kindern bin ich häufig am Basteln, Backen, Bauen oder Malen. Ich glaube das Kreative ist einfach ein Teil von mir.

Zu Gast bei Maschenfein :: FederleichtFotos: © federleicht___

Was begeistert Dich am Weben und gibt es da eine spezielle Technik, die Du am liebsten anwendest?

Weben ist meine Oase der Ruhe. Unsere Kinder sind 4,5 2,5 Jahre alt und 3 Monate. Nach einem turbulenten Tag, liebe ich es, mich abends an den Webrahmen zu setzten und abzuschalten. Wenn ich meine Hände beschäftige kann ich viel besser meine Gedanken sortieren und zur Ruhe kommen. Das ist für mich fast wie Tagebuch schreiben.

Als ich zu weben anfing, dachte ich, man kann nicht viel mehr als Schals oder kleine Tischläufer machen. Eine Bekannte sagte, „Mach doch mal eine Handytasche.“ Ich dachte mir, „Wie soll das denn gehen?“ Ich hatte keine Vorstellung davon, wie der Stoff weiterverarbeitet werden kann. Ich habe angefangen nachzuforschen und mit der Zeit habe ich immer mehr über das Weben und selbstgewebte Stoffe gelernt und dass vieles gar nicht so kompliziert ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich kann gar nicht mehr damit aufhören Neues auszuprobieren.
Es begeistert mich, dass man mit einfachen Mitteln so faszinierend viele Gestaltungsmöglichkeiten hat. Es wird nie langweilig, da es so viel zu entdecken gibt! Und außerdem kann ich so herrlich dabei abschalten.

Zu Gast bei Maschenfein :: FederleichtFotos: © federleicht___

Das letzte halbe Jahr habe ich mich außerdem sehr viel mit Mustern beschäftigt und wie ich das vom Papier auf mein Werkstück übertragen kann. Am liebsten webe ich Leinwandbindung, Köperbindung und Soumak.

Die meisten (also ich vermute mal so ziemlich alle) meiner Leserinnen stricken für ihr Leben gern und haben natürlich jede Menge Wollreste. Da bietet es sich ja regelrecht an, es mal mit dem Weben zu versuchen, oder? Was benötigen wir denn dafür? 

Ja, zum Verarbeiten von Wollresten bietet sich das Weben regelrecht an. Ich webe gerne auf einem Schulwebrahmen. Ein Rundwebrahmen macht sicherlich auch Spaß. Für die Kette, also das Bespannen vom Rahmen eignet sich reißfestes, nicht dehnbares Garn. Klassischerweise ist das Baumwolle. (Es gibt spezielles Kettgarn, das ist aber auch nur Baumwolle in einer bestimmten Stärke) Die Größe ist Geschmackssache, ich halte einen Rahmen von ca. 30cm Breite für ausreichend. Und beim Garn kann man sich echt austoben. Toll ist eine Mischung aus verschiedenen Stärken und Wolle mit unterschiedlicher Struktur. Aus mehreren kürzeren Wollresten würde ich Fransen weben. Aus längeren kleine bunte Muster mit Dreiecken oder Wellenlinien oder oder oder. Kammzug eignet sich hervorragend, um dem Ganzen „das gewisse Etwas“ zu verleihen.

Diese ganzen Begriffe, die mir bei Dir über den Weg laufen „Leinwandbindung, Fransen, Soumak, Köperbindung, Schlaufen“ klingen für mich wie ein Buch mit sieben Siegeln. Kannst Du uns kurz zeigen oder erklären was das ist? 

Ich kann dich total verstehen, das ging mir anfangs genauso. Hier sind ein paar Bilder in denen die Techniken zu sehen sind.

Leinwandbindung ist das, was man typischerweise vom Weben kennt. Das simple über eins, unter eins, über eins, unter eins… Das ist im ersten Bild zu sehen. Im zweiten Bild gibt das geflochtene Soumak den Schlaufen einen Rahmen und hält sie in Position. Ohne einen Rand würden die Schlaufen wieder aufgehen. Die Fransen in Bild drei, sehen wunderschön am unteren Ende aus und geben einen tollen Abschluss. Sie können aber auch an jede beliebige Stelle gesetzt werden. In Bild vier ist die Köperbindung zu sehen. Hier wird in einem anderen Rhythmus als der Leinwandbindung gewebt: über zwei, unter zwei… und jede neue Reihe um eine Position versetzt, so entstehen die schrägen Linien.

Zu Gast bei Maschenfein :: FederleichtFotos: © federleicht___

Welche Art Material/Fasern sind denn Deine Liebsten und warum? Gibt es Garne/Fasern, die sich besser oder weniger gut zum Weben eignen?

Generell eignet sich alles zum Weben, was sich biegen lässt. Wolle, Stoff, Bänder, Bast, Blumen, Plastik, etc. Ich webe am liebsten mit etwas dickerer Wolle. Ich mag das weiche Gefühl an meinen Händen und man ist schneller fertig. 😀

Ich wurde durch Deine wunderschönen Schals auf Deinen Instagram-Account aufmerksam. Wie lange sitzt Du denn an so einem Stück?

Die Vorbereitung bis ich anfangen kann zu weben, dauert gut und gerne mal 4 Stunden. Für einen Schal brauche ich in etwa auch 4 Stunden. Wenn der Schal aus dem Rahmen genommen wird muss er über Nacht entspannen, da er sich noch etwas zusammen zieht. Und dann das Versäubern mit Fäden vernähen, Fransen knoten und zuschneiden auch nochmal 1-2 Stunden.

Was machst Du mit Deinen gewebten Stücken und was genau webst Du eigentlich am Liebsten?

Größtenteils habe ich meine Familie, Freunde und Bekannte mit Schals versorgt. Im Moment webe ich am liebsten Wandteppiche auf meinem kleinen, und gemusterte Stoffe auf meinem großen Webrahmen. Wobei Bandweben auch echt toll ist. Hach, ich würde am Liebsten 10 Sachen gleichzeitig weben.

Zu Gast bei Maschenfein :: FederleichtFotos: © federleicht___

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Was für ein grandioser Start in unseren Knit Along! So viele Projekte schon auf den Nadeln! Einige könnt Ihr bei Instagram bewundern, schaut immer mal rein und wenn Ihr selbst dort vertreten seid, vergesst nicht, Eure Projekte mit unserem Hashtag #maschenfeinhyggeKAL zu versehen, damit wir Euch auch finden! Ein paar der Bilder zeige ich Euch heute.

#maschenfeinhyggekalFotos: links © sandragroll und rechts © upei13

Sandra strickt den Rakuda-Kuscheltraum (links), der im Buch den Namen „Jonna“ trägt. Sie hatte sogar schon im Urlaub alles mit dabei. DasStrick-Kit Jonna enthält die nötige Menge Garn für Eure Größe und optional das Buch.

Ursula (rechts) strickt den Cover-Mantel Feikje in schönem rostbraun. Den habe ich ja auch auf den Nadeln und der sollte wohl flott gehen, auf 9er Nadeln…

#maschenfeinhyggekalFotos: links © malukamee und rechts @ strickhase

Marie (links) strickt den Seelenwärmer Bjarka aus Kos und Strickhase (rechts) strickt Frija, den Kleidpullover aus Silk Mohair

#maschenfeinhyggekalFotos: links © main.knit und rechts @ gartenzwerg66

Main.Knit hat den Collegepullover Nynne aus Como auf den Nadeln und Gartenzwerg (rechts) den Mantel Elna, der zweifädig aus Rokku Tennen gearbeitet wird.

#maschenfeinhyggekalFotos: © kathrinzyrus

Ganz zart und fein wird der Nynne-Pullover von Kathrin aus Tynn Line und Silk Mohair!

Wahnsinn wie weit einige von Euch schon sind. Habt aber keine Sorge, wenn Ihr noch nicht einmal wisst, welches Modell es bei Euch wird. Ich habe schliesslich auch gerade mal meine Maschenprobe parat und will ja parallel noch zwei Ärmel hier fertig stricken…

Alle Infos zum Knit Along findet Ihr gesammelt in diesem Post mit einem ausführlichen Überblick über alle Modelle!

Auf den Nadeln {September}

Hallo September, hallo Herbst! In Berlin wechseln die Temperaturen gerade so stark, dass ich morgens auf dem Weg von der Schule entweder friere, weil die Birkenstocks halt dann doch nicht mehr so ganz angesagt sind, oder wie ein Packesel schwitzend zu Hause ankomme, weil Seelenwärmer, Tuch und Mütze für das Babymädchen dann doch noch zu viel des Guten waren. Aber immerhin, der Herbst kündigt sich an und die Lust auf’s Stricken wächst und wächst.

Ich freue mich riesig auf mein Projekt für den #maschenfeinHyggeKAL, habe aber noch ein paar Ärmel für meinen Freestyle Cardigan aus KOS fertig zu stricken, den ich im Sommerurlaub angeschlagen hatte. Ich kann es kaum abwarten, ihn zu tragen. Ich habe also aktuell diesen Sommerfeirien-KOS-Cardigan (zu dem es leider keine Anleitung gibt, weil er nur in meinem von Ferien durchlüfteten Kopf entstanden ist und den ich auch im August schon auf den Nadeln hatte) und Feikje auf den Nadeln. Zum Start unseres Knit Along zeige ich Euch morgen schon einmal ein paar Bilder!

“Auf den Nadeln” ist eine Serie von Maschenfein. Was strickt Ihr so im September? Was ist aus Euren letzten Projekten geworden? Verratet Ihr’s hier? Ich freu mich drauf! Kommentiert einfach hier unter diesem Post oder verlinkt Euch in der Linksammlung. Auf Instagram benutze ich den Hashtag #aufdennadelnseptember (und ganz bewusst findet Ihr dort auch Projekte aus den letzten Jahren desselben Monats). Macht doch dort auch mit! 

Verlinken könnt Ihr Euch den ganzen Monat lang! Achtung: Ihr müsst in Euren Post einen Backlink zu diesem Beitrag oder Blog setzen, sonst funktioniert das mit dem Link-Tool nicht. Ein Backlink ist nichts anderes, als ein Link zu diesem Blog :)!

Für alle, die zum ersten Mal hier vorbei schauen: Jeden Monat sammle ich Eure Strick-Projekte, indem Ihr Eure jeweiligen Blog-Posts zu “Auf den Nadeln” hier verlinkt. Alle vergangenen Sammlungen zum Stöbern findet Ihr in der Rubrik Auf den Nadeln.

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Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 168

Einen wunderschönen guten Morgen zum Samstagskaffee mit vielen schönen Links und Ideen aus der Strickwelt und rund um Maschenfein.

La Gekka - Maschenfein - Samstagskaffee 168Fotos: li © La Maison Rililie, re © ITO Yarn (unten) und © Sandra Groll (oben)

Letzte Woche habe ich Euch ja schon ein Rililie Wollpaket hier verlinkt (den Diane Cardigan) und schwups ist eine niegelnagelneue Anleitung draussen: La Gekka. Ein kurzer Oversize Pullover und wie gewohnt mit vielen raffinierten Details versehen. Stricken könnte man La Gekka in ITO Kinu doppelfädig oder aber (Luxus-Alarm, aber sooo toll!!) in ITO Karei. Allerdings wird einem bei der Menge, die man da benötigt leicht schwindelig, muss ich zugeben.

Frühlingswaffeltuch - Maschenfein - Samstagskaffee 168Fotos: links © Maschenfein und rechts © ITO Yarn

Ich habe in der vergangenen Woche e-n-d-l-i-c-h mein Frühlingswaffeltuch aus Milano gewaschen und gespannt (einige von Euch haben es auf Instagram verfolgt) und ich liebe, liebe, liebe das Ergebnis! Milano ist ohnehin wahnsinnig toll, das Muster des Tuches kommt darin aber auch nochmal so richtig schön zur Geltung. Ganz sicher ein Lieblingsteil für den Herbst. Die Anleitung für das Frühlingswaffeltuch findet Ihr übrigens auch ohne Garn hier im Shop, vielleicht habt Ihr ja sogar noch etwas passendes im Stash.

Barkeeper Cardigan - Maschenfein - Samstagskaffee 168Fotos: © Marie Greene

Im Juni hatte ich ihn schon einmal verlinkt, den Beekeeper Cardigan von Marie Greene aka Olive Knits. Ich habe Euch ein paar passende Garne rausgesucht. Road to China Light oder (für dieses Jäckchen auch eher geeignet) Karei von ITO! Sagte ich schon wie traumhaft ich die Farben finde? Passen würde auch die Kombination aus Milano und Piura von LAMANA (also zweifädig gestrickt).

Harvest - Maschenfein - Samstagskaffee 168Fotos: © Tin Can Knits

Ein schönes glatt rechts Teil ist Harvest von Tin Can Knits. Ihr könnte dafür prima Cumbria von The Firbre Company verwenden, oder auch Bergamo! Je nach Farbpräferenz.

 

Carbeth Cardigan - Maschenfein - Samstagskaffee 168Fotos: © Kate Davies Designs

Richtig toll finde ich auch den Carbeth Cardigan von Kate Davies. Bitte auch gleich mit dem Rock dazu…. Passen würde dazu ganz klassisch Merino 70 von Lang Yarns.

Gramps Revive - Maschenfein - Samstagskaffee 168Fotos: © Isabell Kraemer

Und schwups schon wieder zwei neue Teile von Isabell Krämer (wie macht sie das nur…. ). Links der Cardigan Gramps Revive nahtlos von oben nach unten gestrickt. Könnte ich mir prima in Cashmere 6/28 oder Saffira vorstellen. Rechts das Tuch Akemi, für das sich Cumbria auch wieder toll eignen würde.

Webrahmen - Maschenfein - Samstagskaffee 168

 

Mal was ganz anderes: Webt Ihr eigentlich auch? Seit drei Jahren überkommt mich immer mal wieder die Lust, so ein richtig schönes, langes Tuch zu weben. Dann schaue ich mir auf Youtube gern die Videos von Chantimanou an, die einfach alles so super gut erklärt und zeigt, dass man am liebsten gleich loslegen würde. Glücklicherweise widerstehe ich dem Impuls dann doch immer noch, denn ganz ehrlich: in den nächsten fünf Jahren sollte ich mir kein weiteres Hobby zulegen, oder zumindest keine Großprojekte angehen. So klitzekleine Webarbeiten… ja, das wäre möglich. Im Shop findet Ihr passende Webrahmen (quadratisch, rund und groß) und in der kommenden Woche stelle ich Euch hier mal jemanden vor, der ganz ganz tolle Schals und Tücher webt. Seid gespannt!

Ich widme mich jetzt mal meiner Maschenprobe für den großen Hygge Knit Along – #maschenfeinHyggeKAL! Seid Ihr auch dabei?

Der große Hygge KAL {Knit Along}

Ob es denn auch wieder einen Knit Along zum neuen Buch geben wird? Fragen so viele von Euch und JA KLAR! Irgendwie hat uns der Frühstart des Buches selbst so überrumpelt, dass wir erst einmal in unserer Planung warm laufen mussten. Vielerorts sind ja schließlich noch Sommerferien. Allerdings sinken die Temperaturen hier in Berlin in den Morgenstunden schon merklich und in der kommenden Woche wird es richtig kühl.

#maschenfeinHyggeKAL

Perfektes Timing also für unseren HYGGE KNIT ALONG. Ich zeige Euch hier heute einmal alle Modelle aus unserem Buch und erkläre wann und wie der Knit Along startet und wie Ihr dabei sein könnt.

Was ist ein Knit Along?

Bei einem Knit Along wird ein vorgegebenes Projekt, oder Thema gemeinsam innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes gestrickt. Die genauen Regeln können natürlich beliebig variieren.

Wann und wo starten wir?

Wir starten jetzt bzw. beginnen am kommenden Wochenende ganz gemütlich damit, die Projekt und Farben auszuwählen. Wir werden hier im Blog regelmäßig Eure und unsere Projekte zeigen, tagtäglich werdet Ihr die Projekte aber auch auf Instagram unter dem Hashtag #maschenfeinHyggeKAL und natürlich in unserer Maschenfein Strickrunde auf Facebook sehen können. Es macht besonders Spaß, Fortschritte zu bewundern und die unterschiedliche Farbauswahl zu bestaunen.

Was wird gestrickt?

Bei unserem #maschenfeinHyggeKAL stricken wir nun alle gemeinsam Projekte aus unserem neuen Buch „Hygge – Wohlfühlkleidung stricken“. Egal welches Teil und egal mit welchem Garn, strickt Ihr ein Projekt aus dem Buch, seid Ihr dabei. Ihr könnt Garne aus Eurem Stash verwenden, oder auch die passenden Strick-Kits hier im Shop auswählen.

Wie kann ich mitmachen?

Zeigt Eure Projekt auf Instagram oder Facebook (dann natürlich auch gern in unserer Grupp) mit dem Hashtag
#maschenfeinHyggeKAL.

Wann muss ich fertig sein?

Nichts muss alles kann! Ganz sicher wird es einige geben, die gleich zwei Projekt innerhalb von vier Wochen stricken. Andere stricken den ganzen Winter an ihrem ausgewählten Teil. Je nachdem wie viel Ihr zum Stricken kommt oder wie schnell Ihr strickt, kann der Termin der Fertigstellung natürlich stark variieren. Wir wollen alle unser eigenes Tempo haben und haben keine fixe Deadline dabei. Hier im Blog werden wir im September und Oktober, vielleicht bis in den November hinein stärker über den Knit Along berichten. Auf allen anderen Kanälen könnte Ihr aber gern auch darüber hinaus jederzeit Eure angenadelten Knit Along Projekte zeigen.

Die Projekte aus dem Buch

Ich zeige Euch nun hier alle 15+1 Projekte aus unserem neuen Buch im Detail. Viel Spaß beim Lesen und stöbern!

Achtung! Aufgrund der so hohen Nachfrage mancher Farbkombinationen kommt es zwischendurch immer wieder zu Engpässen. Sollte Eure Farbe gerade ausverkauft sein, schickt uns gern eine Mail. Meist ist Nachschub bereits wieder unterwegs und wir können Euch genau über die Ankunft informieren! Wie immer bei unseren Maschenfeinen Bücher Knit Alongs dürft Ihr natürlich jedes Garn ersetzen und auch mit Garnen aus dem Stash arbeiten!

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Elna ist ein luftiger, sehr warmer und robuster Herbstmantel. Gearbeitet wird natürlich nahtlos und zwar von oben nach unten in kraus rechts. Beidseitig werden Taschen mit eingearbeitet. Elna wird auf 5mm und 6mm Nadeln zweifädig aus ITO Rokku Tennen gestrickt (100% Wolle), es wird im Original mit zwei unterschiedlichen Farbtönen gearbeitet, wodurch ein schöner Melange-Effekt erzeugt wird. Elna hat den Schwierigkeitsgrad 2 im Buch.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Lillemor ist ein super kuscheliger Pulli mir Jaquardmuster, gearbeitet mit einer Rundpasse und leichter A-Linie. Er wird ebenfalls von oben nach unten gestrickt. Leider habe ich es die Tage einfach nicht geschafft, ein hübscheres Foto des Garns zu machen, aber in den Stories auf Instagram zeige ich es Euch die Tage genauer. Das Garn ist nämlich wirklich so richtig kuschelig weich! Lillemor wird auf 6mm Nadeln gestrickt. Aufgrund des Jaquard-Musters hat Lillemor den Schwierigkeitsgrad 2 von 3.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Nynne ist ein College-Pulli, locker, luftig, weit geschnitten und dazu passend gestrickt aus dem leichten Merino-Garn Como von Lamana auf 3mm und 2,5mm Nadeln. Er wird nahtlos von oben nach unten gearbeitet und die Anleitung enthält zwei Varianten  für die Passform (A-Form oder gerade). Entlang der Raglan-Linien werden mit einer Kotnrastfarbe Maschen aufgehäkelt. Nynne gehört zu den schwierigeren Modellen im Buch.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Svava ist ein weiter Raglan-Patentpullover,  gestrickt im Vollpatent, dessen Passform durch Patent-Zunahmen entsteht. Wichtig beim Patent ist es am Ende, den Pullover richtig weit in Form zu spannen. Gestrickt wird mit Lamana Perla (60% Baumwolle, 25% Alpaka, 15% Seide), auf 4mm und 3,5mm Nadeln. Svava ist unter unseren Hygge-Modellen eines der einfacheren Modelle. Wenn man das Patentmuster einmal drin hat, ist Svava einfach zu stricken und hat im Buch den Schwierigkeitsgrad 1.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Oline ist eines der schwierigsten Teile im Buch. Gar nicht, weil der Zopf schwer, sondern einfach, weil die Konstruktion mit der direkt angestrickten Blende und dem sich spiegelnden Zopf ein wenig Konzentration erfordert. Zumindest ging es unseren Test-Strickerinnen so. Am Ende passt natürlich alles und ist mal mal über die Schulter hinweg, strickt es sich auch wie im Schlaf. Es wird auf 4mm Nadeln mit Alpaca Fino (100% Alpaka) von Pascuali gearbeitet. Mit der Blende wird oben im Nacken begonnen.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Der Meritt-Cardigan ist dann wieder etwas einfacher. In Hebemaschen-Muster gestrickt aus Sandnes Mini Alpakka (100% Alpaka) und Alpakka Silke (70% Baby Alpaka und 30% Seide) auf 6mm Rundnadeln erhält er einen luftigen und leicht glänzenden Charakter.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Wer unbedingt mal ausprobieren welch große Wunder das Spannen von Strickstücken vollbringen kann, sollte den den zweifarbigen Patentmuster-Pullover Birga annadeln. Gestrickt wird mit Alpaka Fino von Pascuali (100% Alpaka) auf 5mm Nadeln. Der Pulli wird in einem Stück gearbeitet, es wird unten am Vorderteil begonnen und bis zu den Achseln nach oben gestrickt. Rechts und links werden Maschen für die Ärmel angeschlagen. Dann wird über alle Maschen bis zum Halsabschnitt weiter gearbeitet und später dann über den Rücken wieder nach unten gestrickt.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Passend zum Birga Pullover gibt es auch noch den Birga Loop. Er wird als Rechteck abwechselnd im zweifarbigen Patentmuster und in kraus rechts gestrickt und abschliessend zusammen gehäkelt.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Ein Rundpassen-Pullover mit Fallmaschen ist Dineke, gestrickt aus Angora (30% Angora und 30% Merino) und Cachemire+ (95% Kaschmir und 5% Wolle) von Bergère de France auf 3,75mm und 4mm Nadeln. Nahtlos von oben nach unten, mit verkürzten Reihen und geschickter Zunahmen im Bereich der Rundpasse, wird es bei Dineke nicht langweilig.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Nettie ist ein richtig hyggeliger Seelenwärmer gestrickt aus Bergamo von Lamana (75% Merino, 25% Alpaka) und Lusso von Lang Yarns (36% Wolle, 27% Seide, 19% Kamel, 18% Mohair) auf 7,5mm Nadeln. Es wird zunächst ein provisorischer Anschlag gearbeitet und glatt rechts gestrickt. Seitlich werden Blöcke im Zopfmuster angestrickt, deren Kanten schließlich verbunden werden.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Der  kuschelige Kapuzen-Poncho Kirsa wir auf 7mm Nadeln mit Babyalpaca Los Andes von Pascuali (100% Alpaka) gestrickt. Es werden zunächst am Halsausschnitt Maschen provisorisch angeschlagen und nach unten gearbeitet. Die Zunahmen erfolgen dann so, dass eine Kreisform entsteht. Der passende Kunstfellbommel kann im Shop auch optional dazu bestellt werden. Ihr seht ihn hier auf dem Foto nicht, aber auf den Bildern im Strick-Kit kann man die Kapuze besser sehen.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Dieser wirklich hyggelige Cardigan namens Feikje wird zweifädig aus Lun Ull und Børstet Alpakka von Sandnes gestrickt, auf 9mm und 7,5mm Nadeln. Die Blende wird direkt mit dran gearbeitet und der Cardigan wird nahtlos von oben nach unten gearbeitet. Ich habe mir Feikje für den Knit Along ausgesucht und werde ihn in den Original-Farben stricken. Kerstin strickt ihn in Rosa, auch so toll!

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München rechts – © ITO

Jonna aka Rakuda-Kuscheltraum ist wieder ein Projekt mit Schwierigkeitsgrad 3 von 3 im Buch. Gestrickt wird in der Kuscheltraum-Kombination Rakuda (70% Wolle, 30% Kamel) und Sensai (60% Mohair, 40% Seide) von ITO auf 3,5mm Nadeln. So einfach der Cardigan aussieht, die Schulterkonstruktion macht ihn doch herausfordernd. Die Schultern und Ärmel werden mithilfe der Contiguous-Shoulder-Methode geformt. Dazu wird zunächst über Rücken- und Schulternaht gearbeitet, bevor dann Ärmel und Vorder-/Rückenteil geformt werden. Die Blende wird richtig schön kuschelig geformt, anhand zwei verschiedener Frequenzen verkürzter Reihen.

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Dem schwierigen Jonna-Cardigan folgt hier ein ganz einfacher Raglan-Cardigan namens Saron, gestrickt auf 4mm Nadeln mit Cumbria (90% Wolle, 10% Mohair) von The Fibre Company. Die beiden Vorderteile sind so konstruiert, dass sie mithilfe von zwei Knöpfen befestigt werden und einander überlappen. Dieser Cardigan ist anfängertauglich!

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Bjarka ist ein hyggeliger Seelenwärmer aus dem Garn KOS von Sandnes (62% Alpaka, 9% Wolle, 29% Nylon). Einige schreckt der verhältnismäßig hohe Anteil Nylon ab, aber vertraut mir mal! Das Garn ist wirklich, wirklich schön und Bjarka ist eines meiner Lieblingsteile, die mir die Vorfreude auf den Herbst schon so richtig versüssen. Das Garn besteht aus einem Nylon-Netz (das erklärt den hohen Anteil auch), in das die Woll- und Alpaka-Fasern „hineingepustet“ sind. Es strickt und trägt sich ganz, ganz toll. Bjarka haben wir mit dem Schwierigkeitsgrad 2 versehen, weil eben ein Teil zweifarbig gestrickt wird, was nicht so ganz einfach ist. Die Konstruktion ist allerdings denkbar einfach und da auf 5mm Nadeln gestrickt wird, ist Bjarka auch ganz rasch fertig. Die Lieferzeit der Original-Farben kann zwischenzeitlich um einige Tage verlängert sein, da die Farben immer wieder rasch ausverkauft sind!

Maschenfein Hygge Wohlfühlkleidung strickenFotos:  links – © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Frija ist ein Kleidpullover, für den in der Anleitung zwei Längenvarianten angegeben sind. Auf dem Foto seht Ihr die lange Variante. Dieser Rollkragenpullover wird zweifädig aus Silk Mohair (60% Mohair, 25% Seide, 15% Wolle) auf 4 und 5mm Nadeln von unten nach oben gestrickt – ohne Nähte. Es wird in Runden hochgearbeitet, bis zu den Achseln. Ab dort werden Ausschnitte für Arme etc. geformt, bevor dann Vorder- und Rückenteil zusammen abgekettet werden. Rollkragen und Ärmel werden abschließend gestrickt. Dieses Projekt hat ebenfalls den Schwierigkeitsgrad 2 von 3.

Puh! Das waren alle 15+1 Modelle! Nun wünsche ich Euch erst einmal ganz gemütliches Stöbern und schauen. Wir freuen uns, wenn Ihr dabei seid. Zeigt was Ihr strickt, in welchen Farben und verseht Eure Bilder mit dem Hashtag #maschenfeinHyggeKAL.

Auf der Übersichtsseite zum Buch findet Ihr nochmals alle Kits gesammelt.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 167

Einen wunderschönen guten Morgen zum Samstagskaffee mit ein wenig Dies und Das aus der maschenfeinen Strickwelt.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 167Fotos: © Katrin Schneider

Es wird kühler und mancherorts fällt auch der erste Herbstregen. Da denken wir so langsam auch gern wieder über Tücher oder kuschelige Schals nach, oder? Katrin Schneider hat die Stola Calming Down entworfen. Schön meditativ zu stricken, viel glatt rechts, ein paar linke Maschen für einen hübschen Mustereffekt. Wir haben für Euch das passende Wollpaket aus Alpaka Fino zusammen gestellt, denn Alpaka Fino geht einfach iiiimmmer!

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 167Fotos: links © maschenfein und rechts © La Maison Rililie

Genau wie Bayak… hach, Bayak ist einfach so schön und ganz ehrlich? Ich hab diese traumhafte Blau hier einfach schon so gern auf dem Schreibtisch liegen. Auch wenn ich weiß, dass ich niemals nie in den nächsten Wochen dazu kommen würde, den schönen Diane Cardigan von Rililie daraus zu stricken. Ihr vielleicht? Das passende Wollpaket haben wir jedenfalls für Euch parat. Und wer noch nie eine Anleitung von Rililie gestrickt hat, dem sei das hier von Herzen empfohlen. Jede einzelne ihrer Anleitungen ist sehr speziell, sehr ausgeklügelt und niemals langweilig.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 167Fotos: links © Hiroko Fukatsu und rechts © Pascuali

Wer gern noch etwas kurzärmliges stricken möchte, der könnte sich ganz fix Alice stricken. Passen tut dazu ganz prima Saffira von Pascuali. Alice wird nahtlos von oben nach unten gestrickt mit schöner Schulterkonstruktion. Ich stelle es mir auch toll zu Jeans vor.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 167 Foto © pompommag

Das neue Pompom Magazin ist online! Genialerweise gibt es das Magazin auch digital, wir haben es nämlich nicht im Shop. Ihr findet auf der Seite zur digitalen Version auch die Strickprojekte aus dem Magazin. Zu den hier gezeigten Pulswärmern gibt es auch noch eine passende Mütze. Beides entworfen von Melanie Berg.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 167Fotos links © mywoolworld und rechts © christarniami

Auch diesen Samstag habe ich wieder ein paar hübsche Dinge in der Maschenfeinen Welt gefunden. Wenn Ihr Eure Projekte mit dem Hashtag #maschenfein auf Instagram verseht, kann ich sie nämlich auch finden. Mywoolworld strickt zum Beispiel gerade ein Sinikka aus meinem allerersten Buch mit einem Verlaufsgarn. Das Buch findet Ihr hier und auch gern ein Sinikka aus Verlaufsgarn stricken würde kann ganz prima Unic verwenden. Christarniami hat auch eine Sinikka gestrickt, das Original-Strick-Kit gibt es hier

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 167
Fotos links © othellorose und rechts © kathrinzyrus

Einie von Euch haben auch Nell auf den Nadeln, eines der beiden Doubleface-Tücher aus dem zweiten Tücher-Buch. Othellorose strickt es in Originalfarben und Kathrinzyrus ist Team Blau, DAS könnte mir auch richtig gut gefallen!! Das passende Strick-Kit gibt es hier.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 167Fotos links © elke.burger und rechts © anitafreitagmeyer

Ich habe noch mehrere mehrere Talulas  gefunden, elke.burger strickt es gerade an! Und Anita (absolute Turbostrickerin) hat ihren Lamana Cardigan (auch Team Blau) fertig. Ist der nicth toll?

Habt ein tolles Wochenende!

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166

Einen wunderschönen guten Morgen zum ersten Samstagskaffee nach einer soooo langen Käffchenpause! Es ist viel passiert hier im Hause Maschenfein im Sommer, das kann ich Euch sagen. Wir hatten unseren Urlaub gleich an den Anfang der Ferien gelegt und allesamt Kraft getankt für den großen, aufregenden Umzug mit drei Kindern und drölfzigtausend Kisten, die noch immer nicht alle ausgepackt sind. Immerhin ist mein Stash fein säuberlich und hübsch in Schubladen sortiert und der Rechner steht noch etwas ungemütlich in meinem Arbeitszimmer, das im Augenblick noch das „weiß-nicht-wohin-damit-erstmal-ins-Arbeitszimmer“-Zimmer ist… seufz.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166

Zum Stricken bin ich seit dem Urlaub gar nicht gekommen, was aber nichts macht, denn das aktuelle Projekt auf den Nadeln ist auch ein gemütliches Herbst-Projekt, das dann halt zur hyggeligen Jahreszeit fertig wird. Apropos hyggelig: Tadaaa! Es ist da! Unser Buch „Hygge – Wohlfühlkleidung stricken“ wurde früher als erwartet ausgeliefert und ist nach und nach auch schon zu Euch auf dem Weg. Das Lager war natürlich direkt nach dem ersten Schwung gleich wieder leer, aber Nachschub rollt bereits an.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166
Fotos:  © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Und so sieht es aus, ist es nicht wunderhübsch? Ich bin wirklich sehr verliebt in das Cover und die Farben. Gelb, türkis, blau, ich mag es so sehr! Der Cardigan auf dem Cover ist Sandras Nadeln entsprungen, wird zweifädig aus Lun Ull und Børstet Alpakka von Sandnes Garn gestrickt und das passende Kit Feikje findet Ihr bereits im Shop. Feikje wird nahtlos von oben nach unten gestrickt mit Raglanschrägen für die Ärmel. Auch die Blende wird direkt mit angestrickt. Gearbeitet wird mit 7,5 und 9mm Nadeln, sprich Feikje ist ein Trubo-Projekt. Ich hab ihn für mich schon für unseren großen Hygge-Knit-Along (ja, selbstredend wird es einen Hygge-KAL geben!) ins Auge gefasst.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166
Fotos:  © EMF/SHOT Fotografie, Katja Schubert, München

Wir haben alle 15 +1 Modelle bereits als Strick-Kits im Shop gesammelt auf dieser Seite zum Buch, Ihr könnt da also bequem stöbern gehen. Auf dem Käffchen-Bild seht Ihr meinen Seelenwärmer Bjarka, gestrickt aus Kos von Sandnes auf 5mm Nadeln und ebenfalls ein recht schnelles Projekt. Das Muster wird zweifädig gearbeitet, der Rest ist wirklich denkbar einfach. Wer Bjarka strickt muss nur ganz am Ende ein wenig geduldig sein, wenn viele, viele Maschen mithilfe des Maschenstichs miteinander verbunden werden.

Mein weiterer Favorit für den Knit Along ist Elna (rechts im Bild). Diesen langen Herbstmantel gestrickt zweifädig aus Rokku Tennen hatte Kerstin schon letzten Herbst bei einem Besuch bei ITO vor Augen und schwups jetzt seht Ihr ihn hier schön hyggelig in Szene gesetzt. Elna ist durch das zweifädige Rokku Tennen ein sehr „rauher“ Cardigan, der auf 5 und 6mm Nadeln gestrickt wird.

Unseren großen Hygge-Knit-Along kündigen wir in wenigen Tagen hier noch genauer an, derweil warten wir mal ganz in Ruhe bis überall die ersten Bücher eintrudeln. Ein ganz spezielles Dankeschön geht an dieser Stelle übirgens noch an zwei unserer allerfleissigsten Teststrickerinnen, die aus unerfindlichen Gründen einfach aus der Danksagung gerutscht sind. Annerose und Lina. Linas drei Test-Modelle findet Ihr sogar auf Insta Dineke (ihr Bild auf Insta), Birga (ihr Bild auf Insta) und Jonna (ihr Bild auf Insta). Ich kann nicht glauben, dass wir vergessen haben, Euch hinten im Buch mit aufzunehmen. Entschuldigt bitte, Ihr zwei!

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166Fotos:  © Katrin Schneider

Aber auch sonst ist hier in den letzten Wochen so einiges passiert. Zum Beispiel sind viele schöne Strick-Kits von Katrin Schneider (Ahribokatrinchen) online gegangen. Katrin möchte ich Euch unbedingt ganz bald mal genauer vorstellen und selbst mehr erfahren darüber wie sie zum Stricken und zum Strick-Design gekommen ist. Auf dem Bild seht Ihr das Strick-Kit Coat für den Roxane Cardigan, für das wir Bergamo von LAMANA ausgewählt haben. Die Anleitung ist wie immer direkt über Ravelry erhältlich.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166Fotos: links © polo sylvie und rechts © Trin-Annelie

Für Bergamo von LAMANA (eines unserer Klassiker unter den Herbst-/Wintergarnen) haben wir ausserdem noch den Pulli Inuit von polo sylvie entdeckt. Nahtlos von oben nach unten gestrickt und mit Hilfe verkürzter Reihen geformt.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166Fotos: © muriela

Ein super hübscher, zwarter Kinder-Pullover ist Plume von Muriela, den man prima aus Tynn Silk Mohair von Sandnes stricken könnte!

Ich habe noch ein wenig in der maschenfeinen Insta-Welt gestöbert:

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166
Fotos: links © ullismaschenliebe und rechts © Minuk

Ulli aka ullismaschenliebe hat das dritte (!!) Hinata auf den Nadeln und parkt es zwischendurch in ihrer Minuk-Tasche, die übrigens jetzt in beinah allen Farben wieder im Shop erhätlich ist! Hinata findet Ihr im Shop natürlich auch als Strick-Kit.

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166
Fotos: links © Jonna Hietala und rechts © my_funny_valentine_

Miriam aka my_funny_valentine_ hat das hübsche Oberteil Linho von Joji Locatelli gestrickt und zwar aus Tynn Line von Sandnes. So toll geworden!

Samstagskaffee & Netzgeflüster No. 166
Fotos: © Sandra Groll

Und Sandra hat ihren feinen Cardigan namens „Pitala“ fertig. Die Anleitung findet Ihr auf Ravelry und das passende Wollpaket mit der Eurer Größe entsprechenden Menge Yak Lace von Pascuali natürlich im Shop.

Und wenn Ihr jetzt so richtig in Stöberlaune gekommen seid, dann hüpft rüber auf Kerstins niegelnagelneue Website! Dort gibt es auf alle Anleitungen 25% Opening-Rabatt bis morgen Abend!

Habt ein wundervolle Wochenende!

Auf den Nadeln {August}

Oh Schreck, der August ist schon halb rum und später denn je reiche ich Euch hiermit „Auf den Nadeln“ samt Linksammlung nach. So still es hier im Blog war so sieht es leider seit unserem Urlaub auch auf meinen Stricknadeln aus. Mein „Frei-Schnauze-Kos-Cardigan“ liegt unberührt im Regal, immerhin habe ich ihn aber schon aus der Umzugskiste befreit. Ich hoffe, Ihr habt ein wenig mehr Zeit zum Stricken und bin gespannt auf Eure Projekte.

Mein Cardigan bekommt eine „Dropped Saddle Shoulder“ (ich glaube so heißt die), wie ich sie in einem Workshop bei Anke einmal bewundert habe. Gefällt mir super gut. Der Kragen wird super schön flauschig, eine ähnlich Konstruktion wie der Kragen beim Rakuda-Kuscheltraum „Jonna“ aus unserem neuen Buch (uuaaahh!! erscheint dieser Tage, nicht mehr lang!). Das Garn Kos von Sandnes mag ich seit diesem Seelenwärmer (ebenfalls aus dem neuen Buch) so sehr, das musste einfach schnell wieder auf die Nadeln.

“Auf den Nadeln” ist eine Serie von Maschenfein. Was strickt Ihr so im August? Was ist aus Euren letzten Projekten geworden? Verratet Ihr’s hier? Ich freu mich drauf! Kommentiert einfach hier unter diesem Post oder verlinkt Euch in der Linksammlung. Auf Instagram benutze ich den Hashtag #aufdennadelnaugust (und ganz bewusst findet Ihr dort auch Projekte aus den letzten Jahren desselben Monats). Macht doch dort auch mit! 

Verlinken könnt Ihr Euch den ganzen Monat lang! Achtung: Ihr müsst in Euren Post einen Backlink zu diesem Beitrag oder Blog setzen, sonst funktioniert das mit dem Link-Tool nicht. Ein Backlink ist nichts anderes, als ein Link zu diesem Blog :)!

Für alle, die zum ersten Mal hier vorbei schauen: Jeden Monat sammle ich Eure Strick-Projekte, indem Ihr Eure jeweiligen Blog-Posts zu “Auf den Nadeln” hier verlinkt. Alle vergangenen Sammlungen zum Stöbern findet Ihr in der Rubrik Auf den Nadeln.

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