Kategorie: Tips & Tricks

Maschenfeiner Adventskalender {#15 – Offene Kanten glatt rechts verbinden (Maschenstich)) (Video)}

Der Maschenstich heißt “Maschenstich”, weil er das Strickbild einer rechten Masche nachbildet. Damit eignet er sich hervorragend, um Kanten miteinander zu verbinden, die später nicht mehr als solche zu erkennen sein sollen.

Offene Kanten verbinden mit Maschenstich-Titel

Der Maschenstich kann an offenen wie auch an geschlossenen Kanten durchgeführt werden.

Solltest Du das Video hier nicht sehen können, findest Du es auch direkt auf Youtube. Alle Videos sammle ich dort in meinem Youtube-Kanal, damit Ihr auch später jederzeit darauf zugreifen könnt und den, wenn Ihr möchtet da auch gleich abonnieren könnt.

Viel Spaß beim Anschauen!

Maschenfeiner Adventskalender {#14 – I-Cord abketten (Kordelkante) (Video)}

Für viele Strickstücke eignet sich die sogenannte Kordelkante, auch als I-Cord weitläufig bekannt, für einen strapazierfähigen und zugleich schön elastischen Rand.

I-Cord abeketten - Kordelkante-Titel-Blog

Diese “I-Cord”-Kante kann im Grunde über beliebig viele Maschen gestrickt werden. Je mehr Maschen Du verwendest, desto dicker wird die Kordel und desto mehr Garn benötigst Du für Deine Abkettkante.

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Maschenfeiner Adventskalender {#13 – Doubleface italienisch abketten (Video)}

Eine mögliche schöne Anschlagskante für Doubleface Strickstücke ergibt der italienische Anschlag. Gegengleich kann das Teil dann italienische abgekettet werden.

DF-Abketten-Titel_Blog

Dabei werden die rechten und linken Maschen wie beim normalen italienischen Abketten einfach nacheinander abgefädelt.

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Maschenfeiner Adventskalender {#12 – Zunahmen aus dem Querfaden, mit Eselsbrücke (Video)}

Zunahmen aus dem Querfaden können nach links oder nach rechts geneigt gestrickt werden. Gern kommt man da mal durcheinander von wo aus der Querfaden denn nun aufgenommen werden muss und wie er dann abgestrickt wird.

Zunahmen aus dem Querfaden-Blog

Eine ganz einfache Eselsbrücke hilft dabei, die Zunahmen ab jetzt nicht mehr zu verwechseln!

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Maschenfeiner Adventskalender {#11 – Isländisch abketten (Video)}

Das 11. Türchen verrät Euch eine Abkettmethode für kraus gestrickte Strickstücke, mit der die Kante perfekt in das Strickbild angleicht.

Isländisch abketten_blog

Beim isländischen Abketten hilft nämliche eine einfache klitzekleine Bewegung, die abgeketteten Maschen in das krause Gestrick einzufügen, so dass die Kante sich nicht vom Rest des Strickstückes absetzt.

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Maschenfeiner Adventskalender {#10 – Doubleface Muster stricken (Video)}

Die Grundtechnik des Doublefacestrickens habe ich in meinem Video hinter dem sechsten Türchen genau erklärt und dabei auch gleich den schönen zweifarbigen Anschlag gezeigt. Natürlich wollen wir beim Doubleface ja aber gerade auch schöne Farbmuster einstricken.

Doubleface Farbmuster stricken-Titel-Blog

Wie das funktioniert, zeige ich Dir in diesem Video, inklusive einem Fehler, den ich dann im Video korrigiere. Auch aus dem Anschauen von Fehlern und dessen Korrektur lernt man, glaube ich, deshalb hab ich das auch einfach so drin gelassen!

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Maschenfeiner Adventskalender {#09 – Italienisch abketten (Video)}

Das italienische Anschlagen hat Euch vor einigen Tagen richtig gut gefallen, da ist das gegengleiche Abketten natürlich ein absolutes MUST-KNOW und es verbirgt sich hinter dem heutigen Türchen: Italienisch abketten.

Italienisch abketten-Titel Kopie

Ein wenig fummelig ist diese Angelegenheit zugegebenermassen, das werdet Ihr schon bei dem klitzekleinen Ministückchen, das ich im Video abkette, bemerken. Allerdings lohnt sich die Arbeit sehr! In meinem Curry-Cardigan aus dem Grundlagenbuch, wird der gesamte Kragen auf diese Art abgekettet und ich erinnere mich nur zu gut an stundenlanges Abfädeln bei Nacht in der Küche…

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Maschenfeiner Adventskalender {#08 – Dreiseitiger Maschenanschlag (Video)}

Für das Anschlagen von Dreieckstüchern aus der langen Mitte heraus eignet sich der dreiseitige Maschenanschlag (englisch: Garter Tab Cast On) besonders gut. Durch diesen Aschlag geht nämlich das Muster der Randmaschen (häufig kraus rechts) an der langen Seite ohne Unterbrechung durch.

Titel-dreiseitiger-Maschenanschlag-Blog

Gerade zu diesem Anschlag, der sich im Text etwas schwierig beschreiben lässt, erreichen mich häufig Fragen. Das Video soll Euch die Technik veranschaulichen, natürlich könnt Ihr dann beliebig viele Maschen auf diese Art anschlagen.

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Maschenfeiner Adventskalender {#07 – Farbwechsel in Runden ohne Treppchen (Video)}

Kennt Ihr das Problem, dass bei einem einfachen Farbwechsel in Runden so ein kleines “Treppchen” entsteht und die jeweils andersfarbige Runde so nicht einfach “gerade” durchläuft? Es gibt einen sehr einfachen Trick, diese Stufe zu verhindern. Dieser Trick verbirgt sich hinter dem heutigen Türchen.

05 - Farbwechsel in Runden_Blog

Es wird nämlich beim Farbwechsel einfach eine Masche der darunterliegenden Reihe mit hochgeholt und abgestrickt. Auf diese Weise zieht sich der Wechsel zusammen und wird unsichtbar.

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Maschenfeiner Adventskalender {#06 – Doubleface anschlagen und glatt stricken (Video)}

Das Nikolaus-Türchen meines Video-Tutorial-Adventskalenders eröffnet Euch heute die Welt des Doublefacestrickens. Zwei der Tücher in meinem zweiten Tücher-Buch werden in dieser Technik gestrickt, nämlich Lore und Nell.

Doubleface-Blog

Ich weiß, dass diese Technik für viele von Euch noch ein wenig abschreckend wirkt, aber traut Euch! Es macht irre viel Spaß und ist auch eigentlich gar nicht so schwer. Mit ein wenig Übung habt Ihr Eure bevorzugte Fadenhaltung ganz sicher schnell raus und könnt Euch an so ein besonderes Teil wagen. In diesen Tagen schlage ich übrigens ein Langzeitprojekt, nämlich eine Doubleface Babydecke an. Bestimmt berichte ich bald ein wenig darüber. Im folgenden Video zeige ich Euch, wie Ihr die Maschen gleich zweifarbig anschlagt und wie das Grundprinzip “Doubleface” funktioniert.

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Maschenfeiner Adventskalender {#05 – Italienischer Anschlag für 2×2 Rippe (Video)}

Das fünfte Türchen meines Adventskalender ist eine Fortsetzung zum ersten Türchen! Dort habe ich Euch den italienischen Maschenanschlag gezeigt, der ganz natürlich in ein 1×1 Rippenbündchen übergeht, also in ein Bündchen, das abwechselnd aus rechten und linken Maschen besteht.

02-Titelbild - Italienischer Anschlag 2x2 Rippe_Blog

Vielleicht hättet Ihr aber lieber ein Bündchen aus abwechselnd zwei rechten und zwei linken Maschen? Kein Problem! In diesem Fall “sortierst” Du die Maschen einfach nach dem Anschlag um und strickst normal in Deinem Bündchen. Nach einigen Reihen siehst Du keinen Übergang und das 2×2 Bündchen ist perfekt, mit schöner Anschlagkante. Schau:

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Maschenfeiner Adventskalender {#04 – Russischer Fadenansatz (Video)}

Ich hasse es, Fäden zu vernähen und soll ich Euch mal etwas ganz fürchterliches Verraten? Mein Nissa hat noch immer eine Trillionen Fäden an der Rückseite hängen. Es liegt auf dem Sofa und wartet auf die Nadel. Dabei gibt es eigentlich einen schönen einfachen Weg, das Vernähen von Fäden zu reduzieren, indem man nämlich gleich während des Strickens auf die Methode des russischen Fadenansatzes zurück greift!

Russischer Fadenansatz_Blog

Dabei werden Endfaden des alten Knäuel und Anfangsfaden des Neuen einfach ineinander verschlungen und “verhakte”. Weiterstricken und keine Vernähen mehr nötig. Das geht nicht immer, aber sehr häufig. Man muss es nur tun! Ein paar Sekunden investieren und dafür später Zeit sparen.

(Beim Anschauen des Videos fiel mir übrigens auf, dass ein kontrastreicherer Faden wohl etwas besser gewesen wäre, aber ich glaube ich versteht auch so was ich meine. Ich lass das jetzt so :)).

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Maschenfeiner Adventskalender {#03 – Provisorischer Anschlag – Aufhäkeln und Auflösen (Video)}

Hinter dem 3. Türchen meines Maschenfeinen Video-Tutorial-Adventskalenders befindet sich heute der provisorische Anschlag, der dann hilfreich sein kann, wenn eine Kante später zum Beispiel offen mit einer anderen Kante verbunden werden soll, oder wenn ganz einfach später von dieser Anschlagseite aus in die Gegenrichtig weiter gearbeitet werden soll.

03-Titelbild - provisorischer Anschlag

Dabei häkle ich zunächst mit einem Hilfsfaden Maschen auf die Arbeitsnadel auf, die ich dann anschließend mit dem eigentlichen Arbeitsfaden abstricke. Das Auflösen des Anschlags ist ganz simpel, man muss nur unbedingt wissen von welcher Seite man mit dem Auflösen beginnt!

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Maschenfeiner Adventskalender {#02 – Runde schliessen ohne Lücke (Video)}

Wow, was hab ich mich gestern gefreut über so irrsinnig viel positives Feedback auf meinen Video-Tutorial-Adventskalender! Ganz lieben Dank für Eure Nachrichten (ganz viele via Instagram), das tat wirklich gut und motiviert ungemein.

04 - Runde schliessen ohne Lücke-Blog

Heute verbirgt sich hinter dem zweiten Türchen ein wirklich simpler, aber absolut effektvoller Tipp. Denn kennt Ihr das Problem, dass beim Schliessen von Runden (zum Beispiel bei Mützen) da gleich am Anfang immer so eine Lücke entsteht, die man dann später beim Vernähen der Fäden schliesst? Im heutigen Video zeige ich Euch, wie Ihre diese Lücke mit ein paar ganz einfachen Bewegungen gleich verhindern und das Bündchen noch übergangsloser stricken könnt.

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Maschenfeiner Adventskalender {#01 – Italienischer Maschenanschlag (Video)}

Hach, da ist er endlich, der Dezember und ich kann mein Advents-Geheimnis lüften, an dem ich in den letzten Tagen ganz intensiv gewerkelt habe. Mit dem Dezember erhält die Zeit der Vorfreude mit der guten alten Tradition des Adventskalenders einen Rhythmus. Ich habe lang überlegt, was ich hier auf dem Blog machen könnte, denn es gibt so unglaublich viele schöne Aktionen im Netz, braucht Ihr da auch noch etwas von mir? Doch so ganz klammheimlich untertauchen kam irgendwie auch nicht infrage und plötzlich kam mir meine eigene, ganz besondere Adventskalender-Idee, die in der letzten Woche sehr viel Zeit in Anspruch nahm, mich aber einfach nicht mehr los liess.

01-Titelbild - italienischer Anschlag_Blog

Tadaaa! Bei mir gibt es ab heute den Maschenfeinen Video-Tutorial-Adventskalender. Jeden Tag öffne ich ein Türchen zu einem ganz kurzen oder etwas längeren Video mit einer speziellen oder einer ganz klassischen Technik oder einem besonderen Tipp & Trick für Euch. Die Themen bleiben mein Geheimnis, bis ich sie jeden Tag einzeln lüfte. Bunt durcheinander gewürfelt, wie ich gerade so Lust drauf habe. Damit es spannend bleibt. Alle Videos sammle ich dann natürlich auch in meinem Youtube-Kanal, damit Ihr auch später jederzeit darauf zugreifen könnt und den Ihr direkt auf Youtup auch abonnieren könnt.

Hinter dem ersten Türchen verbirgst sich heute: Der italienische Maschenanschlag.

Der italienische Anschlag gehört mit zu den wichtigsten Techniken, wenn es über den normalen “Kreuzanschlag” hinaus geht, denn er macht einfach wunderbar hübsche Bündchen-Kanten. Er eignet sich damit prima zum Beispiel für Mützen. Man kann diesen Anschlag auf unterschiedliche Art und Weise durchführen, die in meinen Augen wirklich einfachste Methode, zeige ich Euch in diesem Video (und ich habe sie übrigens auch in meinem Grundlagenbuch genau so illustriert). Einzig das Verdrehen der Anfangsmaschen muss verhindert werden, was aber durch das richtige “Lesen” der Maschen dann auch wieder kein Problem ist.

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Eine Reise nach Peru mit Pascuali – wie Alpaka-Fasern gewonnen werden

Vor einigen Woche, als das neuste Tücher-Buch gerade erschienen war, gab es einigen Trubel um das Garn “Alpaka Fino”, aus dem das kuschelige Lieblingstuch Caya gestrickt wird. Das Garn war so unfassbar beliebt und zwar natürlich genau in den im Buch abgebildeten Farben, dass es auf einmal Engpässe bei diesen Farben gab, vielleicht erinnern sich einige daran. Ich schrieb Paul Pascuali sofort an und bat um Nachschub, er antwortete mir prompt (er antwortet immer prompt) mitten aus den Bergen Südamerikas. Er besuche gerade einen seiner Lieferanten, eine Alpaka-Farm in Peru.

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Diesen Besuch hat er dokumentiert und einen wunderschönen kleinen Film daraus gemacht, in dem wir mitgenommen werden, auf die Reise zu den Alpakas und genau erfahren wie die Fasern gewonnen und weiter verarbeitet werden, mit denen wir so gern stricken.

 

 

Einen guten Teil des Alpaka-Fino-Nachschubs brachte Paul für Euch dann übrigens im Gepäck mit dem Flieger gleich mit, damit die Wartezeiten nicht allzu lang wurden. Wahrer Einsatz!

Macht es Euch gemütlich mit Käffchen, Tee und Strickzeug und genießt die Einblicke in den Gewinnungs- und Verarbeitungsprozess.

 

 

Chiagoo Nadelsystem – so funktioniert es

Neu gibt es seit einigen Wochen (viele haben es natürlich eh schon entdeckt) im Sortiment hier das auswechselbare Nadelsystem von Chiaogoo. Heute möchte ich es Euch genauer vorstellen, denn es hat es einige Besonderheiten, die zu verstehen beim Kauf oder auch Wünschen (gerade von Einzelteilen) wichtig sind.

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Wer hier schon lange liest weiss, dass ich beinahe ausschliesslich mit auswechselbaren Nadelsystemen arbeite, bislang habe ich überwiegend mit meinen drei Click Sets von Addi gestrickt und bin mit diesen auch nach wie vor sehr zufrieden. Warum ich mich aber für die Anschaffung des Chiaogoo Systems entschieden habe, hat einen wichtigen Grund: das System hat weit mehr Flexibilität aufgrund der irrsinnig breiten Auswahl an Nadelstärken. Es ist ausserdem unfassbar gut verarbeitet, was ich vorher schon immer überall gelesen habe, weshalb es ganz sicher keine Übergänge zwischen Nadel und Seil gibt und sich die Teile auch nicht während dem Stricken lösen.

  • Kleinste Nadelstärken verfügbar (unter 3,5mm bis runter zu 1,5mm)
  • Keine Übergänge mehr zwischen Nadel und Seil
  • Kein Aufdrehen der Gewinde wie bei vergleichbaren Systemen anderer Hersteller

Kleinste Nadelstärken ab 1.5mm bis zu den großen 10mm

Das System bietet unfassbar viel Spielraum, da die Nadelspitzen auch in kleineren Stärken als 3,5mm (wie im Addi System) verfügbar sind. Das war für mich tatsächlich das ausschlaggebende Argument, als ich mir zunächst das allerkleinste Chiaogoo Set anschaffte.

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Dieses kleinste System gibt es nur in der Edelstahl-Variante, die Nadelspitzen gibt es in 10cm oder 13cm Länge. Ich habe mir letztere angeschafft und im Augenblick bei diesen ganz kleinen Nadelstärken noch nicht das Bedürfnis nach den ganz kurzen verspürt. Ich würde also das längere Set empfehlen.

Diese ganz dünnen Nadeln eignen sich ganz besonders zur Aufnahme von Maschen aus Kanten. Wenn Ihr dafür nämlich ganz feine Nadeln verwendet, entsteht wirklich eine beinahe unsichtbare, feine Naht.

Das kleiste System (“Mini”) enthält die Stärken 1.5mm bis 2.5mm. Danach kommen die Sets “Small” mit den Stärken 2.75mm bis 5mm und “Large” mit 5.5mm bis 10mm. Das “Complete” Set setzt sich dann aus “Small” und “Large” zusammen. Die Sets gibt es fast alle wahlweise in 10cm und 13cm. Normalerweise benötigt Ihr die Länge 13cm, nur für das Stricken kleiner Runden (zum Beispiel Mützen oder Stirnbänder) sind die kurzen Nadeln sehr sinnvoll. Ich habe daher mein Complete Set der Länge 13cm um ein Complete Set der Länge 10cm erweitert und alle Nadeln in einer Tasche untergebracht, wie Ihr auf dem Bild ganz oben seht.

Kein Übergang zwischen Nadel und Seil mehr – Gewindegrößen und Nadelstärken

Ein weiterer großer Pluspunkt der Chiaogoo Nadeln wird all diejenigen erfreuen, die mit den noch vorhandenen Übergängen im Addi Click System Schwierigkeiten haben oder die bei den Systemen von Knit Pro gern mal den Faden in den dort zum Teil vorhandenen Zwischenräumen hängen haben. Da ich selbst eher locker stricke, habe ich beim Click System nie Probleme mit den Übergängen gehabt. Allerdings ab und an davon gelesen. Das Problem leicht unpräziser Verarbeitung bei Knit Pro habe ich schon selbst erfahren. Der kleinste Zwischenraum zwischen Nadel und Seil kann einfach wirklich nerven. Im Chiaogoo System, das weit umfangreicher ist, gibt es keine Übergänge, denn die Gewinde sind je nach Nadelstärke angepasst. Das macht das System ein klitzeklein wenig komplexer.

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Zu beachten sind beim Chiaogoo Nadelsystem nämlich die drei unterschiedlichen Gewindestärken, aufgrund derer es verschiedene Seile (Mini, Small, Large) gibt:

Mini-Seile für die Nadelstärke 1.5 bis 2.5 mm (nur für Metallnadeln)
Small-Seile für die Nadelstärke 2.75 bis 5 mm (Metall & Bambus)
Large-Seile für die Nadelstärke 5.5 bis 10 mm (Metall & Bambus)

Alle Seile gibt es in der “Spin Nylon” Variante, bei dem sich das Gewinde mitdreht (daher Spin) oder in der “Twist Red” Variante, das sind Metallseile mit Nylon ummantelt, wodurch sich auch diese Seile beim Stricken nicht unnötig verdrehen. Erstere werden im Bambus-Set mitgeliefert, letztere im Edelstahl-Set, aber alle Seile und Nadeln sind untereinander kombinierbar.

Es gibt dann natürlich auch Adapter mit deren Hilfe man Small-Nadeln auf Mini-Seile oder Large-Nadeln auf Small-Seile drehen kann.

Wahlweise Bambus oder Edelstahl

Die Chiaogoo Nadelspitzen gibt es in zwei Materialien, nämlich Bambus und Edelstahl mit wunderschöne präzisen Lace Spitzen. Ich habe schon vor sehr langer Zeit einmal geschrieben, dass ich nicht sehr viel mehr Nadel-Materialien benötige. Ich liebe allerdings meine Olivenholz-Spitzen von Addi sehr, eine dritte Variante würde also in meinen Augen nicht schaden. Aber Bambus und Metall sind völlig ausreichend und decken eigentlich alle wahren Bedürfnisse ab.

Alle Spitzen, Seile und Zubehör-Teile auch einzeln verfügbar

Alle Chiaogoo Produkte des gesamten Systems sind auch einzeln verfügbar. So könnte Ihr Euch Eure Lieblingsstärken zusammenstellen, Seile ergänzen oder verlorene Teile einfach ersetzen. Auch die Nadeltaschen gibt es ab sofort in “leer” im Shop, falls Ihr diese nach dem Kauf vieler Einzelteile doch benötigt.

Wichtiger Hinweis beim Kauf der Sets!

Die Stärken 3mm, 7mm und 7,5mm sind nicht in den Sets enthalten. Wer diese benötigt, sollte sie am Besten gleich direkt mitbestellen und die Tasche damit ergänzen.

 

Viel Spaß beim Stöbern und Lesen. Ihr findet alle Chiaogoo-Produkte im Shop auf dieser Sammelseite. Bei Fragen wendet Euch gern per E-Mail an uns: support(at)maschenfein(punkt)de!

 

Einkuscheln zwischen den Jahren {Maschenproben stricken}

Mal ehrlich – was könnte es zwischen den Jahren gemütlicheres geben, als sich bei Kerzenschein auf dem Sofa einzukuscheln, all den Glanz und Stress der Vorweihnachtszeit hinter sich zu lassen und bei einer Tasse Tee Maschenproben zu stricken? Wenn Ihr Lust habt, dann schaut Euch dabei meinen Video-Kurs zum Thema Maschenproben und Material an, den ich im vergangenen Frühjahr mit Makerist gedreht habe. Ich möchte heute ein wenig erzählen warum ich diesen Kurs gedreht habe und wieso ich Maschenproben einfach so toll finde und Euch immer dazu motivieren möchte, sie zu stricken.

maschenproben-einkuscheln

Ihr wisst ja, ich stricke immer gern Maschenproben und archiviere sie auch ziemlich vorbildlich. Zum einen, weil ich es einfach total inspirierend finde, durch die vielen schönen, fertigen Proben zu wühlen. Und zum anderen, weil es eben sehr sehr praktisch ist, wenn man für ein anstehendes Projekt das passende Garn durch das Befühlen der Maschenproben finden kann.

Angelika schreibt über meinen Kurs:

“Volle Punktzahl alle Sterne ⭐️ für diesen tollen Kurs. Ab jetzt bin ich ein Maschenprobenfan. Ich habe schon so einige Pullis gestrickt, entweder waren sie zu klein, zu weit oder einfach irgendwie Säcke und sind nach ganz hinten in meinen Schrank gewandert. Deshalb habe ich mich dann auf das Socken und Tücher stricken gestürzt und Pullis einfach nicht mehr probiert. Aber nach diesem Kurs weiß ich warum mir kein Pulli gelungen ist. Ich habe zwar brav Maschenproben gemacht, habe sie auch gemessen obwohl sie noch auf der Nadel waren, hat dann meistens auch irgendwie übereingestimmt, hab sie dann aufgezogen und angefangen zu stricken. Aber nach diesem Kurs weiß ich was ich alles mit meinen Maschenproben falsch gemacht habe. Die Trainerin Marisa Nöldeke erklärt hier sehr anschaulich wie man ein Maschenprobe anfertigt, wie man sie richtig liest und was man daraus für Schlüsse ziehen kann. Sie erklärt die verschiedenen Nadelmaterialien und welche Nadel für welches Garn geeignet ist. Auch nimmt sie sich Zeit und erläutert sehr genau was Wolle eigentlich ist und woher sie kommt (tierisch oder pflanzlich). Sehr interessant war für mich auch das richtige Lesen der Bandarole. Ab jetzt werde ich sie alle aufheben. Zwischendurch gibt sie auch kleine Stricktipps, die sehr wirkungsvoll sind. Das richtige Katalogisieren und Aufbewahren der Maschenproben wird in diesem Kurs sehr gut beschrieben. Alles in allem kann ich diesem Kurs allen!!! ans Herz legen die ebenfalls wie ich mit Maschenproben nichts anfangen konnten. Ab jetzt werdet ihr eure Maschenproben nicht mehr aufribbeln und sie genau so sammeln und aufbewahren wie Marisa Nöldeke es in diesem Kurs gezeigt hat. Der Bonustipp zum Bestimmen der Garnstärke war noch ein ganz tolles Guddi obendrauf. Ein herzlichen Dank an die Trainerin und euch ganz viel Spaß beim Anschauen und Maschenproben anfertigen.” — Angelika Vock

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Über diese ausführliche Bewertung habe ich mich riesig gefreut, denn genau dieses Umdenken wollte ich ja erreichen und Angelika fasst auch einfach super zusammen wieviel Inhalt wir in diesen Kurs gesteckt haben. Ich beschreibe all die vielen Vorteile, die das Stricken von Maschenproben haben kan. Wie sich die unterschiedlichen Fasern unterscheiden, was die richtige Garnauswahl und auch (!) Nadelauswahl für einen immensen Effekt auf das fertige Projekt haben kann. Ganz ehrlich: Wir stecken sooooo viel Zeit in unsere Strickprojekte, wie schrecklich ist es denn, wenn am Ende ein Teil herauskommt, das einfach nur leiert, weil man das falsche Material verstrickt hat?

maschenproben-stricken

Beim Stricken von Maschenproben bekommen ein Gefühl dafür, wofür sich bestimmte Garne eignen, oder eben gar nicht eignen und zwar bevor wir unendlich viele Stunden in einen Pullover investiert haben.

Whippet-Maschenprobe-Blog

In der Maschenfein :: Strickrunde bei Facebook haben wir schon oft festgestellt, das mehrere StrickerInnen unter uns dasselbe Projekt mit ein und demselben Garn in unterschiedlichen Nadelstärken stricken und dennoch zur gleichen Maschenprobe kommen. Verlasst Euch also nicht auf die Angaben in den Anleitungen, jede(r) von uns strickt anders. Jedes Gestrickt ist individuell.

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Schließlich geht es beim Stricken der Maschenproben auch schlichtweg darum, sicherzustellen, dass Dir das Teil, dass Du da strickst, am Ende auch wirklich passt. Und das bring Cordelia gut auf den Punkt.

“Dieser Kurs hat mich zum Maschenproben-Fan gemacht. Er ist für Anfänger sowie für schon geübte Strickerinnen und Stricker geeignet, die bisher MP für überflüssig gehalten haben. Es wird genau und anschaulich von verschiedenen Beispielen erklärt WARUM es manchmal entscheidend sein kann, ob man z.B. 10 oder 12 Maschen auf der Nadel bei einer Breite von10cm hat. Das wären bei 50cm Breite schon ein Unterschied von 10 Maschen. Und wenn die fehlen ist das Strickstück möglicherweise zu klein. Das ist dann schade um die viele Arbeit. Außerdem veranschaulicht die Trainerin welche Informationen man alles aus Maschenproben herauslesen kann. Wertvolle Tipps, die mir bisher nicht bekannt waren. Wirklich zu empfehlen!!” — Cordelia Will

Hab einen gemütlichen Abend!

Strickblogger testen die neuen Prym Ergonomics {Stricken 3.0}

Ende September hatte Makerist (als Gastgeber) gemeinsam mit OZ und Prym zum Event “Stricken 3.0” 30 Strickblogger aus ganz Deutschland eingeladen. Ich habe mich natürlich riesig gefreut, als Gast unter diesen 30 Bloggern die neuen Stricknadeln von Prym testen zu dürfen und gleich nach Eintrudeln der Einladung zugesagt. Strickblogger-Events gibt es schließlich nicht alle Tage und sie sind die perfekte Gelegenheit zum Netzwerken und zum Testen neuer Produkte. Viel gemütlicher als große, hektische, anstrengende Messebesuche.

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Neben den neuen Prym-Nadeln gab es reichlich Garne verschiedener Hersteller zum Ausprobieren und Mitnehmen. Wie schade, dass ich meinen großen Sack voller Garne nicht fotografiert habe. Doch Ihr könnt Euch denken, dass er prall gefüllt war. Natürlich waren da einige schöne Garne von Lamana und Lang dabei, die ich ja bereits im Shop versammelt habe.

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Besonders neugierig war ich aber auf die ITO-Garne. Die wollte ich nämlich schon immer einmal stricken und hatte an diesem Abend die Gelegenheit dazu. Neben all den Garnen gab es reichlich Literatur in Form aller Strick-Zeitschriften aus dem OZ Verlag, wie “The Knitter”, “Verena”, “Mollie Makes” und wie sie nicht alle heißen sowie dem ganz neuen Magazin “Calm“. Wenn Ihr es bei Euch in der Nähe entdeckt, dann schaut unbedingt mal herein, es ist wirklich schön und lädt zum Träumen und Energietanken ein.

prym-nadeln-ergonomics

Der eigentliche Star des Abends waren aber natürlich die neuen Prym Ergonomics – Stricknadeln, welche Prym als “neue Generation der Stricknadeln” im kommenden Dezember an den Markt bringt. Den Zusatz “Ergonomics” haben diese Nadeln verdient, sie sind nämlich in ihrer Form der Strickbewegung und dem Gleiten der Maschen so optimal angepasst, dass sie das Stricken erleichtern und das Strickbild verbessern. Dieser Knubbel da vorn an den Nadeln nennt sich “Rückholtropfen”, er unterstützt das Einfangen und Zurückholen des Fadens beim Stricken einer Masche.

Es gibt diese Nadeln als Rundnadeln, als Nadelspiele und als Jackennadeln. Wozu man letztere so grundsätzlich benötigt, hat sich mir übrigens noch nie erschlossen, aber es gibt sie halt nach wie vor und so natürlich auch in dieser neuen Nadelfamilie. Schals oder Topflappen kann man ja prima damit stricken.

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Ich war an diesem Abend nicht sofort vom Hocker gerissen von diesen Nadeln. Mein Fazit: Sie passen einfach nicht zu filigranen Lace-Garnen (wie eben dem ITO-Garn, welches ich an diesem Abend verstrickte), weil gerade diese Garne doch nach spitzen Spitzen rufen. Allerdings bin ich bekanntermaßen fest davon überzeugt, dass jedes Garn auch das perfekte Nadelpendant hat und ich schiebe grundsätzlich keine Nadel vom Tisch, seitdem ich gelernt habe, dass ein und dasselbe Garn auf einer Nadel der blanke Horror, auf der anderen aber die reinste Freude sein kann. Dazu erzähle ich ja übrigens in meinem Maschenproben-Kurs sehr viel, den Ihr Euch gemütlich beim Stricken anschauen könnt.

Also habe ich in den vergangenen Wochen dann immer mal zwischendurch noch verschiedene kleine Pröbchen mit den neuen Prym-Nadeln gestrickt. Aktualisiertes Fazit: Mit dem richtigen Garn verbessern sie mein Maschenbild enorm. Der Rückholtropfen hat irgendwie einen festigenden Effekt auf meine linken Maschen. Er ist gewöhnungsbedürftig, aber wirklich großartig! Nur eben nicht für alle Garne geeigent. Allzu leichte Garne mag ich zum Beispiel auch nicht auf Plastik stricken, da greife ich lieber zu meinen Olivenholznadeln oder zumindest zu Bambus, damit stricken sich solche Garne “griffiger”.

Auf der anderen Seite aber liegen die Prym Nadeln eben wahnsinnig leicht und warm in den Händen, was auch ein Vorteil sein kann. Ja, mit dem richtigen Garn ist das Stricken mit den neuen Prym Nadeln toll und wenn Ihr die Gelegenheit habt, solltet Ihr das mal in Ruhe ausprobieren. Bestimmt lege ich mir dann nach Markteinführung die ein oder andere Nadelstärke zu. Einfach, um sie für den Fall der Falle für ein passendes Projekt parat zu haben.

Blogger-Treffen in Berlin 2016

Foto: OZ Verlag

Der Abend war aber auch ansonsten rundum gelungen. Auf dem Bild oben habe ich gerade Dagmar von Maschenhaft Wolle kennen gelernt, die in Magdeburg-Buckau das Wollgeschäft Die Maschinistin betreibt, da gibt es übrigens auch jeden Monat ein Strick-Treff und darüber hinaus viele Strickkurse. Schaut also mal vorbei, wenn Ihr dort in der Nähe seid. Es hat solchen Spaß gemacht, mit Ihr über so viele schöne Garne zu sprechen und als sie dann auch noch Ihr Hinata-Tuch hervorkramte, hab ich mich natürlich wie Bolle gefreut.

Blogger-Treffen in Berlin 2016

Foto: OZ Verlag

Ansonsten hatten wir an diesem Abend natürlich einfach viel Spaß. Mit Kerstin von Stine & Stitch, Carina Häkelmonster, Bine von Fritzicreativ und Sophia (nicht im Bild, da sie leider am Abend krank wurde), hatte ich mich nachmittags bereits zum einstimmenden Stricken verabredet. Ich hab mich ausserdem gefreut, einmal Andrea von Natürlich Kreativ kennen zu lernen. Und Madame Tricot (rechts im Bild) ist wie ihre Strickstücke ein absolutes Unikat.

Handschuhe stricken lernen {mein neuer Video-Kurs}

Handschuhe stricken ist die ganz hohe Kunst – denkt Ihr vielleicht? Ist aber gar nicht so, ehrlich! Fausthandschue und Handstulpen lassen sich super schnell zwischendurch stricken und sind immer ein schönes Mitbringsel. Manch eine(r) trägt sie vielleicht sogar eher als gestrickte Socken. Aber auch Fingerhanschuhe sind gar nicht so schwer wie man meinen mag. All das lernt Ihr in meinem neuen Video-Kurs bei Makerist “Handschuhe stricken“.

handschuhe-stricke-bannerFoto: Makerist.de

In diesem Kurs geht es wirklich rund um die Technik des Handschuhe Strickens. Ich zeige verschiedene Arten von Bündchen und Daumenansätzen sowie natürlich einerseits Fausthandschuhe und andererseits offene und geschlossene Fingerhandschuhe.

handschuhe-strickenFotos: links Makerist.de, rechts Maschenfein.de

Dem Kurs liegt eine Tabelle als PDF Download bei, die Du nutzen kannst, um Deine eigenen Handschuhe zu stricken. Ich habe im Kurs grundsätzlich Sockengarn von Lang Yarns verwendet, weil Sockengarne eben den herkömmlichen Tabellen zugrunde liegen. Wenn Du dann die Technik einmal verstanden hast, kannst Du Dein Wissen aber auch auf alle anderen Garne anwenden und schöne Handschuhe aus Bergamo (wie im kommenden Bild unten) oder natürlich aus Kaschmir stricken. Ich habe z.B. gerade ein Paar Handschuhe aus Cashmere Premium auf den Nadeln.

bergamo-handschuhe

Am allerliebsten stricke ich bei Handschuhen übrigens eine doppelte Blende als Bündchen. Das zeige ich im Kurs daher natürlich auch ganz genau im Detail. Es wird zunächst provisorisch angeschlagen, dann ein langes Bündchen mit einem Bruch gestrickt und später zusammen gelegt.

handschuhe-stricken-welche-nadeln

Wir stricken im Kurs mit dem Colibri-Nadelspiel und dem Sockenwunder. Beides kannst Du Dir also anschauen und dann entscheiden was Du ausprobieren möchtest. Zum Stricken der Finger eignen sich die ganz kurzen Strumpfstricknadeln. Die sollte man sich unbedingt noch gönnen, damit das Stricken der Finger nicht den Spaß am ganzen Handschuh verdirbt.

Hast Du Lust auf Handschuhe? Du findest meinen Video-Kurs wie auch meine anderen Online Strick-Kurse auf Makerist.

Patchworkstricken | Mein neuer Video-Kurs

Vor einigen Wochen stand ich zum zweiten Mal bei Makerist vor der Kamera und habe zwei Tage lang mit dem netten Team viele Video-Sessions zum Thema Patchworkstricken gedreht. Das Drehen dort macht mir mittlerweile so viel Spaß, dass ich im September noch einmal vor der Kamera stehen werde. Das Thema verrate ich Euch bald durch einige Strickpröbchen auf Instagram. Es wird diesmal was ganz Tolles, relativ Kleines, Nützliches und macht total viel Spaß! Das kann ich Euch schon verraten.

Makerist-Kurs-Patchwork-Maschenfein

Aber zurück zum Patchworkstricken. Ich hatte einen großartigen Sponsor an Bord, bei dem ich mich an dieser Stelle noch einmal für die tolle Zusammenarbeit bedanke. Lamana hatte mir nämlich im Vorfeld eine große Kiste voll Cosma und Como in meinen Wunschfarben geschickt, damit ich die Projekte einmal komplett und dann natürlich noch in vielen Teil-Schritten vor stricken konnte. Da so ein Kurs nämlich innerhalb von zwei Tagen gedreht wird, müssen die Projekte natürlich entsprechend in verschiedenen Stadien vor gestrickt werden.

Patchwork-Maschenfein-Makerist-Lamana

Ich hatte zumindest für das erste Projekt im Kurs bewusst mal nicht die so typischen Maschenfein-Farben blau und rosa gewählt, schließlich soll es hier auch mal ein wenig andersfarbiger zugehen, wird ja sonst langweilig, oder? Stattdessen seht Ihr im Projekt Kissenhülle die Farben “Sonnengelb” und “Koralle” sowie “Pinie”, “Lind” und “Maigrün”. Cosma ist ein tolles Sommergarn, dass ich Euch auch zum Stricken von Sommertops wärmstens empfehlen kann. Und es strickt sich natürlich mit den Olivenholz-Nadeln und 5mm Stärke einfach so weg. Wie Butter. Für den Kurs hatte ich verschiedene Themen abzudecken und mich daher für eine Kissenhülle und als Zusatz-Bonus für ein Tuch entschieden.

Horst-Schulz-Patchwork-Maschenfein

Ich zeige Euch im Kurs zunächst einmal wie Ihr geometrische Formen, also Dreiecke, Rauten und Quadrate jeweils in verschiedenen Varianten stricken könnt. Dann stricken wir eine Seite der Kissenhülle nach der klassischen Horst-Schulz-Technik, das ist die linke Seite im Bild. Die Patches werden von unten hochgestrickt, indem in der Mitte Abnahmen vorgenommen werden, am Ende bleibt dann eine Masche übrig und aus den Rändern zweier Patches werden jeweils neue Maschen für den darüber liegenden Patch aufgenommen.

Für die andere Seite der Kissenhülle (in grün gehalten, ganz oben im Bild auf der rechten Seite) zeige ich Euch das klassische Stricken von Rauten in 3D-Technik. Jeweils ein 3D-Stück wird am Stück durch die Aufnahme und das Anstricken von Maschen gestrickt. Die Stücke werden dann später zusammen genäht.

Patchwork-Wellentuch-Maschenfein

Dann kam das Tuch und na gut, da bin ich wieder meiner blau-rosa-Vorliebe verfallen, das Auge strickt schließlich mit! Im Tuch, das ein klassisches Wellenmuster hat, zeige ich Euch wie man so eine Art Tuch auch ohne das aneinander Nähen und durch noch weniger Maschenaufnahmen stricken kann. Anhand von verkürzten Reihen ist das nämlich so herrlich einfach konstruiert, dass es sich wirklich einfach so weg strickt.

Beim Tuch hatte ich mich für Como von Lamana entschieden, weil man das auch mit etwas dickeren Nadeln stricken kann (als z.B. Milano) und es trotzdem durch den “superlight” Charakter des Garns so schön luftig wird. Es waren die Farben “Eisblau” und “Altrosa”.

Der Kurs sollte entweder Ende diese Woche oder spätestens dann nächste Woche online gehen! Zum Kurs gehören auch die Strickanleitungen für die Projekte als PDF und ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meinen super tollen Probestrickerinnen, die mir geholfen haben, die Anleitungen zu perfektionieren!

Im Augenblick könnt Ihr euch noch den 50% Frühbücher-Rabatt sichern: Zum Kurs Patchwork Stricken.

Stricknadelsysteme | Fragen rund ums {addiClick System}

Als ich (wieder) angefangen habe zu stricken, habe ich mir zunächst einmal Rundnadel um Rundnadel in verschiedenen Stärken und Längen gekauft. Für jedes Projekt brauchte ich eine andere Nadelstärke oder andere Seillängen und schnell artete das hier in einem Nadelsalat aus. Irgendwann schuf ich mir das erste Nadelsystem an und wenig später dann landete ich beim addiClick-System. Ich bin sehr großer Addi-Fan, weil ich zum einen absolut überzeugt bin von der Qualität der Nadeln und zum anderen auch die Firmenphilosophie sehr ansprechend finde. Irgendwann möchte ich gern mal das Werk besuchen, das wäre was!

AddiClick-Sets-wie-funktioniert-das

// Was ist denn überhaupt ein Nadelsystem?

Ein Stricknadelsystem besteht primär aus Nadelspitzen, die auf Seilen verschiedener Längen befestigt werden können. Die Mechanismen sind unterschiedlich, beim Click-System werden die Nadelspitzen auf die Seile gedrückt und leicht gedreht (“click”). Dann sind sie fest. Wenn man nun beim Stricken eines großen Tuches merkt, dass es eng wird auf dem Seil, “clickt” man die Nadelspitzen einfach auf ein längeres Seil und strickt die Maschen rüber. Oder man verlängert das Seil entsprechend, auch das ist in Nadelsystemen möglich.

Der Vorteil ist also, dass man nicht 4 verschiedene Rundnadeln in Stärke 3mm (60cm, 80cm, 100cm und 120cm) benötigt, sondern eben immer die passenden Spitzen mit den passenden Seillängen kombinieren kann.

// Wie sehen die Click-Sets aus?

Ihr seht im Bild oben meine drei Sets, unten das Bambus-Spitzen-Set, in der Mitte dann das Lace-Long-Set und oben auf das herrliche neue Olivenholz-Set, dass ich ganz frisch aus dem Werk schon testen durfte, denn ich habe mich schon vor anderthalb Jahren als ich das Bambus Set zum ersten Mal hier vorgestellt habe, nach Holz-Spitzen gesehnt. Nun sind sie da! Mehr brauche ich nicht mehr. Glaub ich jedenfalls.

// Und wie funktioniert das addiClick-Set? Passen alle Spitzen auf alle Seile?

Ich werde immer wieder gern gefragt wie das Click-System genau funktioniert und ob denn jetzt die Olivenholz-Spitzen auch auf die Seile vom Bambus-Set passen und umgekehrt. Deshalb zeige ich Euch meine drei System mal hier genauer:

Addi-Click-Nadelsysteme

Ihr könnt für das Click-System einerseits die Sets kaufen, also die Täschchen mit mehreren Paaren Nadelspitzen in verschiedenen Stärken, bei denen dann auch je eine Kupplung und drei Seile dabei sind. Oder Ihr kauft einfach alles einzeln. Das Tolle an diesem System ist ja gerade, dass alles zu allem passt!

Die drei Nadelpaare oben stammen also aus meinem grünen Bambus-Set, dem dunkelgrünen Olivenholz-Set und dem pinken Lace-Long-Set und passen natürlich auf alle Seile aus dem Click-System. Es gibt zum einen die Goldseile, die beim Bambus-Set und beim Olivenholz-Set dabei sind. Dann gibt es die Standardseile in rot und noch rote “SOS”-Seile, die kann man etwas schwer erkennen. Sie haben kurz unter dem Verbindungsstück im Seil einen kleinen Schlitz, in den man einen “Rettungsfaden” einfädeln und beim Stricken dann durch die Maschen ziehen kann. Das ist bei komplizierten Lace-Tüchern oder auch bei meinem Frühlingswaffeltuch sinnvoll. Dann muss man nämlich bei einem Fehler nicht gleich komplett aufribbeln, sondern kann einfach bis zum letzten Rettungsfaden ribbeln, der die Maschen dann auffängt.

Die “Kupplung”, die Ihr auch ganz vorn im Bild seht, ist dazu da, zwei Seile miteinander zu verbinden und somit noch länger zu machen. Diese Kupplungen gibt es einzeln, aber in jedem Set ist auch eine Kupplung dabei. Ich persönlich habe diese Kupplungen bisher kaum benutzt, weil ich nicht so riesige Projekte stricke, dass sie nicht auf meine langen Seile passen würden.

// Wozu brauche ich denn verschiedene Nadelmaterialien?

Ja, also diese Frage habe ich mir früher auch gestellt und habe dann mit der Zeit gelernt, dass nicht alle Garne mit den gleichen Nadeln auch gleich viel Spaß machen.

Addi-Click-Bambus

Der Strick-Spaß geht über die Haptik und je nach Material fühlen sich die Nadeln eher kalt oder eher warm an. Je nach Material rutschen die Maschen stärker oder weniger stark. Und auch je nach Strukutr des Garns kann man unterschiedliche Vorlieben haben. Das Nadelmaterial kann einen Einfluss auf die Festigkeit haben, mit der wir stricken und dementsprechend natürlich auch auf die Maschenprobe, bzw. das Strickstück selbst.

Addi-Lace-Long-Click-Set

Wenn Ihr Euch für ein Click-System entscheiden möchtet, würde ich persönlich zu Beginn das Bambus-Set nehmen. Das kann aber auch nur ein sehr subjektiver Rat sein, denn vielleicht strickst Du ja am allerliebsten mit Metall!

Das Olivenholz-System ist das Pünktchen auf dem i. Die Nadeln sind wunderschön, schön spitz und stricken sich wirklich toll! Auch wenn ich im Augenblick beinahe ausschließlich damit stricke, würde ich Anfängern oder Strickerinnen, die sich wirklich erst einmal nur ein System kaufen möchten, trotzdem das Bambus-System empfehlen, denn für mich liegt es so in der goldenen Mitte. Bambus bremst ein wenig, aber nicht zu stark, klappert nicht so laut wie Metall und ist einfach schön.

Olivenholz-Addi-Click-System-Nadelsystem

Alle Spitzen und Seile könnt Ihr auch einzeln kaufen und somit ausprobieren, bevor Ihr Euch das ganze Set zulegt. Das für mich wichtigste Zubehör für das Click-System findet Ihr natürlich komplett bei mir im Shop:

addiClick Bambus – Bambus Click SET und die Bambus-Spitzen einzeln.

addiClick Lace Long –  Lace long Click SET und die Lace Spitzen einzeln.

addiClick Olivenholz – das Olivenholz Click SET (kommt in etwa zwei Wochen frisch raus), die Olivenholz Spitzen einzeln gibt es bereits

Seile – Die Goldseile (verschiedene Längen) und die Basic-Lace-Seile in rot (verschiedene Längen), die SOS-Seile kommen auch wieder dazu.

Strick-Fortschritte | Maschen, Knäule, Zentimeter

Ich möchte gerade mal wieder alles auf einmal fertig stricken und bin ein wenig Projektwütig. Ich brauche es ohnehin immer bunt und vielseitig, so arbeite ich am liebsten. Ganz weit vorn auf meinen Nadeln liegen momentan das Frühlingswaffeltuch für Sandra und die Babydecke, deren Namen ich Euch verrate, wenn die neue Erdenbürgerin da ist, was sehr bald passieren kann.

Strickprojekte-Fortschritte-planen

Die Babydecke wird in verschiedenen Stufen kraus rechts gestrickt. Sie wird knallig bunt, das spaltet die Geschmacksgeister. Spaßeshalber habe ich mal ausgerechnet wie viele Maschen ich insgesamt bei dieser Decke verstricken “muss”. Ich kam auf sagenhafte 42’404 Maschen. Je nachdem wie ich um die Ecken stricken werde, werden es noch etwa Hundert mehr. Das fällt dann auch nicht mehr ins Gewicht.

Ich komme primär abends zum Stricken, wenn die Kinder schlafen und nichts anderes geplant ist. Zwischendurch ist aber auch immer mal Platz für eine Reihe. Beim Warten in der Ballettschule. Oder nach dem Mittagessen. Ihr kennt das ja, wenn man mal wirklich drüber nachdenkt, kann man das Stricken gut und schnell in den Alltag integrieren. Auch ein wenig verrückt, ich weiß! Ein paarmal weniger bei Facebook reinschauen und schon ist wieder eine Reihe mehr verstrickt.

Wenn ich nun Zeitdruck für bestimmte Projekte – wie eben jetzt gerade – habe, teile ich sie mir in Tage ein. Beim Frühlingswaffeltuch rechne ich ein Knäul pro Tag. Das schaffe ich neben der Arbeit am Buch und meinen anderen Projekten gut, denn das Muster strickt sich herrlich schnell. Für die Babydecke plane ich 5’000 Maschen am Tag.

Fortschritte-planen

Nee, war ein Witz, die Maschen zähle ich natürlich nicht wirklich. Da ich die Decke in Streifen stricke, nehme ich mir täglich fünf Streifen à 10 Reihen vor und hoffe, dass das Baby noch brav ein wenig in der kuscheligen Höhle verweilt.

Ich teile die Projekte also nach der Anzahl zu verstrickender Knäule auf oder nach Musterabfolgen. Man könnte auch in Gramm-Fortschritten rechnen.

Seid Ihr auch manchmal so planungswütig? Habt Ihr auch mal Zeitdruck für bestimmte Projekte? Wie macht Ihr das?

5 Dinge, die ich immer in meinem Strick-Körbchen haben sollte

Letzte Jahr habe ich mir bei einem meiner Besuche bei Woolspire am Flughafen in Dänemark diese drei Körbchen von ferm living gekauft. Das sind meine Projekt-Körbchen.

Aufbewahrung-Strick-Projekte

Tücher und Babydecken passen da gut rein. Ich habe aber auch noch einen großen Korb, den gerade meine eigentlich fertige Strick-Jacke noch in Beschlag nimmt (ich muss noch einmal einen Ärmel auftrennen, die aufmerksame Leserin hat vielleicht schon das fertige Stück vermisst – ich auch!).

Es gibt ein paar Dinge, die ich eigentlich immer dabei habe(n sollte). In Wahrheit liegen die dann doch immer gerade irgendwoanders:

Strick-Zubehör-Blog

Meine Stick-Schere. Möglichst viele Maschenmarkierer, mit denen ich Musterwechsel, aber auch Vorder- und Rückseite gern markiere, um gedankenlos stricken zu können. Ich habe ein paar schöne geschlossene Maschenmarkeirer, die mir Cecile vor einer Weile geschenkt hat. Die mag ich sehr. Und dann hab ich natürlich noch diese Standard-Markierer, die man öffnen und an Maschen dranhängen kann. Sicherheitsnadeln tun es aber auch (die goldenen hingen an Preisschildern).

Eine Wollnadel zum Vernähen der Fäden ist natürlich auch sehr wichtig. Wobei die nicht zwingend immer dabei sein muss, weil ich das Vernähen der Fäden ohnehin gern tage- oder wochenlang vor mir herschiebe. Da nützt dann auch die Nadel im Körbchen nichts.

Ich stricke ja eigentlich ausschließlich mit meinem addi Click Set und daher habe ich oft auch ein paar Seile in anderen Längen mit dabei.

Am allerwichtigsten ist aber mein Strick-Notiz-Buch. Davon habe ich schon einige gefüllt. Ich nutze das Knitters Graph Paper Journal von Fringe. Eigentlich ist es ein schlichtes Notiz-Buch, aber eben mit entsprechendem Raster und das mag ich einfach. Carina hatte mir vor einer ganzen Weile mal einen Schwung besorgt. Ich brauche nun dringend wieder Nachschub!

Wo bewahrt Ihr Eure Strick-Projekt auf und was habt Ihr eigentlich immer und überall dabei?

Nadelsysteme | Addi Click erweitert

Ich werde sehr häufig nach einem Tip für die besten Stricknadeln gefragt. Der beste Tip, den man (meiner Meinung nach) geben kann, ist, sich ein System austauschbarer Stricknadeln anzuschaffen. Also ein System, bei dem Ihr ein paar Nadelspitzen mit unterschiedlich langen Seilen durch aufklicken oder -drehen verbinden könnt. Zu Beginn meiner Strick-Karriere habe ich feste Rundnadeln gekauft. Ich kannte damals keine Nadelsysteme. Aus diesen Zeiten seht hier eine Kiste voller fester Rundnadeln, in der sich manchmal für dieselbe Nadelstärke drei verschiedene Längen befinden.

Addi-Click-Stricknadeln-Blog

Mittlerweile habe ich zwei Nadelsysteme und stricke am liebsten mit meinen Addi-Nadeln, darüber habe ich vor einer Weile schon geschrieben. Ich habe auf vielfachen Tip hin auch schon die Chicaogoo-Nadeln ausprobiert (danke, Magda!), die sind ebenfalls sehr toll! Aber ich mag mein Addi-System und ich mag auch die Firmenkultur hinter Addi, einem Familienunternehmen, das nach wie vor in Deutschland produziert. Insofern stand für mich fest, dass ich auch, wenn ich um andere Nadelmaterialien erweitere, dabei bleibe.

Addi-Click-Alu-Long-Lace-Blog

Ich brauche nicht allzu viele verschiedenen Nadel-Materialien oder -Farben. Ich mag meine Bambus-Nadeln sehr gern und für die meisten Zwecke eignen sie sich auch. Doch ab und an stricke ich eben gerade jetzt für mein Großprojekt Buch doch auch Garne, die auf Bambus (oder auch Holz) einfach mühsam “laufen”. Für verschiedene Garne benötigt man einfach verschiedene Nadeln. Deshalb habe ich mein Click-System jetzt mit Unterstützung von Addi um die Lace-Long Nadelspitzen erweitert.

Addi-Click-System-Stricknadeln-Blog

Ich wollte bewusst die Long-Variante, bei der die Spitzen gegenüber dem Basic Set länger zulaufen, weil ich diese Nadeln spezifisch für sehr dünne Garne einsetze. Wie auch die Bambus-Nadelspitzen kommt dieses Set in einem praktischen Aufbewahrungstäschchen. Bei diesem werden die Seile hinten im Täschchen verstaut. Die Seile sehen etwas anders aus. Bei den Lace Nadeln sind es die roten, bei den Bambus Nadeln die Goldseile. Das ist aber gehüpft wie gesprungen, alle Nadeln passen auf alle Seile.

Addi-Long-Lace-Click-Blog

Die Nadeln sind toll und obwohl sie sich natürlich völlig anders stricken als die schönen “warmen” und “leisen” Bambusnadeln, mag ich sie sehr und will sie nicht mehr missen.

Für welches Material Ihr Euch zunächst entscheidet, wenn Ihr Euch ein Nadelsystem anschafft, hängt von Euren Vorlieben ab. Ihr solltet Euch überlegen, welche Art Garne Ihr verstrickt und was Euch in der Hand angenehmer ist. Irgendwann kommt sicher der Punkt, an dem Ihr vielleicht erweitern möchtet. Ich bin sehr gespannt, ob Addi bei der h&h an diesem Wochenende die Olivenholz Spitzen für das Click System auf den Markt bringt! Auf diese Variante warte ich nämlich schon sehnsüchtig. Ich liebe Holznadeln und das Olivenholz ist einfach wunderschön!

Wovon ich übrigens nicht ganz so überzeugt bin, sind die Herzstopper, von denen ich auch zwei hier habe. Man kann sie theoretisch auf die Seile aufklicken, wenn man z.B. mit einem Projekt pausiert und die Nadelspitzen für ein andere Projekt benötigt. Die passen bei mir aber nicht so richtig auf alle Seile und lassen sich nicht aufklicken, sondern nur ganz schwer raufschieben. Wer weiß, vielleicht habe ich da einfach ein paar Blindgänger erwischt.

 

Zeitvertreib beim Stricken {Strick-Videos}

Es hört sich vielleicht seltsam an, aber beim Stricken wird mir manchmal langweilig. Ob ich nun glatt rechts stricke, oder auch ein super kompliziertes Muster, das ich nach vielen Wiederholungen schon auswendig kenne – irgendwie brauche ich parallel noch einen weiteren Input.

Mein freitäglicher Stricktreff ist natürlich toll! Ich hatte neulich einen ausführlichen Artikel geschrieben, in dem es auch um das Stricktreff geht. Und unsere kommenden Strick-Treffen in der Snuggery werden auch gemütlich! Wenn ich aber zu Hause stricke oder in einem Café, weil irgendeine Frist naht und ich das Teil bzw. in meinem Fall meist die Anleitung schnell fertig kriegen muss, dann höre ich entweder Podcasts oder schaue mir Strick-Videos an.

Videos-Stricken-Lernen

Strick-Videos? Kennt Ihr noch nicht? Es gibt natürlich zig Varianten an gratis Youtube-Videos, in denen irgendeine bestimmte Technik erklärt wird. Aber das meine ich nicht, da müsste ich ja alle paar Minuten nach einem weiteren Video suchen. Ich meine längere und wirklich hochwertig produzierte Videos, in denen es um ein ganzes Thema geht und man so richtig was lernen kann.

So wie die Kurse von Makerist oder Craftsy. Von beiden Plattformen habe ich schon gratis Videos zum Ausprobieren bekommen, aber ich kaufe mir auch einfach Kurse, die mir gefallen. Sehr oft sind sie reduziert – gerade bei Craftsy habe ich das Gefühl, die Kurse sind eigentlich ständig dauerreduziert und dann kommt es letztendlich einem Kino-Eintritt gleich.

Ich schau mir die Kurse auch gern mehrmals an, man lernt nie aus! Hier kommt eine Auswahl an Themen und Kursen, die ich auf Craftsy und Makerist interessant finde:

Grundlagenthemen

Meistens nutzt man ja genau eine Methode zum Anschlagen (die meisten kennen einfach den normalen Kreuzanschlag), wenn es hoch kommt vielleicht noch eine Art der provisorischen Anschläge. Zum Abketten werden die Maschen meist einfach übergezogen. Dabei gibt es sowohl zum Anschlagen als auch zum Abketten eine Unmenge an Möglichkeiten. Bei Makerist könnt Ihr dazu den Kurs 24 Techniken: Maschen anschlagen und abketten schauen.

Anschlagen und Abketten ist das eine, das andere sind Zu- und Abnahmen während dem Stricken. Dazu gibt es auf Craftsy einen informativen Kurs mit vielen Techniken: Mastering Stitchwork: Increases & Decreases

Mein absoluter Lieblingskurs – ich habe ihn hier schon sehr oft erwähnt – ist der Kurs Know your Yarn von Clara Parkes. Ich habe auch das passende Buch von Ihr hier stehen und kann den Kurs immer und immer wieder anschauen. (Und der ist auch gerade schon wieder um fast 40% reduziert!)

Muster, Zöpfe & Co.

Ich bin ja immer wieder erstaunt über den Ruf, den das Stricken noch immer hat. Es führt jetzt ja zu weit, das hier auszubreiten und Ihr wisst das ja eh, aber das Stricken ist nun wirklich alles andere als ein langweiliges Hausmütterchen-Hobby.

Im Gegenteil, es gibt so unendlich viele Methoden, die man probieren und lernen kann. Man lernt einfach nie aus!

Da gibt es zum Beispiel die Patentmuster, mit denen ich mich in den letzten Wochen gern beschäftigt habe. Bei Makerist findet Ihr den Kurs Patentmuster für Einsteiger oder mit derselben Trainerin den Kurs über 2-farbige Patentmuster für Fortgeschrittene. Beide sind wirklich toll aufbereitet und meiner Ansicht nach lohnen sich beide.

Bei Craftsy gibt es von der “Mutter” des Patentmusters, nämlich Nancy Merchant, auch zwei Kurse. Exploration in Brioche Knitting (gerade stark reduziert) und Brioche Knitting: Exploring Color & Texture. Wenn Ihr also keine Angst vor englisch-sprachigen Kursen hab, dann schlagt dort zu.

Aber es gibt natürlich auch neben dem Patentmuster noch viele tolle Muster-Kurse. Zum Beispiel den Kurs Slip-Stitch Colorwork: Mosaic & Beyond über das Mosaikmuster, das ich zum Beispiel in meinem Rautenschal verwende. Mit dem Abheben von Maschen kann man nämlich tolle zweifarbige Muster kreieren, ohne dabei mit zwei Fäden gleichzeitig stricken zu müssen.

Über Zöpfe kann man sich auch ohne Ende weiter bilden. Zum Beispiel mit den Kursen Explorations In Cables oder Mastering Cable Design oder aber (sehr cool!) Celtic Cables. Den deutschsprachigen Kurs zum Thema Zöpfe kenne ich noch nicht, der ist aber sicherlich auch schön: Zopfmuster und Raglanpullover mit Gabriele.

Es gibt unzählige weitere Kurse zu Faire Isle, Double Face, Socken Stricken, und so viel mehr… Was ich Euch aber noch vorstellen möchte, ist ein Kurs zum…

…Thema Spinnen

Den finde ich nämlich gerade deshalb so spannend, weil das noch einmal eine ganz neue Welt ist, mit der man sich strickend beschäftigen kann.

Den Kurs Spinnen lernen für Anfänger mit Chanti-Manou, die auch schon auf Youtube viele, viele Videos zum Thema zeigt, habe ich staunend verschlungen und nun freue ich mich schon sehr auf’s Spinnen bei Knit Knit am Sonntag! Ich werde berichten!

 

Bei den Links handelt es sich um Affiliate Links, d.h. ich erhalte eine Provision, wenn Ihr über meinen Link einen Kurs kauft und ich freue mich, wenn Ihr meinen Blog so unterstützt. Dies ist aber explizit kein gesponserter Post. Kurse auf Makerist oder Craftsy kaufe ich mir regelmäßig selbst und kann sie ausdrücklich auch einfach so empfehlen. 

Meine erstes Strick-Video: Super Easy Mütze für Anfänger

Das ein oder andere Mal habe ich hier zwischendurch schon meinen Video-Dreh mit DaWanda im Dezember angedeutet. Das war vielleicht aufregend! Ich zeige darin, wie Ihr die einfachste Mütze der Welt stricken könnt. Die übrigens meine Kinder in etwa zehn verschiedenen Varianten tragen, obwohl ich weitaus kompliziertere Modelle stricken könnte. Sie geht schön schnell und die Kinder lieben es, sich morgens eine Farbkombination auszusuchen.

Das Video erklärt wirklich Schritt für Schritt beinahe jede einzelne Masche und richtet sich damit an absolute Anfänger. Die Mütze ist ein super schnelles Projekt und eignet sich hervorragend als Last-Minute Geschenk, ich hatte sie Euch schon vor einem Jahr gezeigt. Eine Mütze kann in etwa 2 Stunden gestrickt werden.

Die Anleitung findet Ihr jetzt auch als PDF zum Download gratis im Shop. Die Wolle gibt es bei Knit Knit, in wenigen Tagen auch wieder in weiteren Farben: WooHoo 8.

Und jetzt drücke ich schnell auf “publish”, bevor ich es mir anders überlege… ist ja schon etwas sehr aufregend, so ein eigenes Strick-Video im Netz.

KnitCharts – eine App für uns StrickerInnen {Sponsored Post}

Vor einigen Wochen bekam ich eine Mail von Peter, in der er mir von seiner neuen App KnitCharts erzählte und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, sie auszuprobieren und Euch vielleicht sogar im Blog zu zeigen. Ich nutzte bis zu diesem Zeitpunkt keine Strick-Apps. Ich habe mir schon öfters eine richtig gut funktionierende Ravelry-App gewünscht, aber die, die es da so auf dem Markt gibt, haben mir bislang nicht zugesagt.
Ich war natürlich neugierig, denn Charts erstelle ich meist auf Papier in unendlichen Varianten. Excel ist mir zu mühsam und ein Programm, welches mir das vor allen Dingen mobil (!) erleichtert, klang vielversprechend. Also probierte ich KnitCharts aus. Und nun bin ich begeistert!

KnitCharts-App-Stricken-iPhone

Ich liege häufig mal Nachts wach oder sitze irgendwo mit einer halben Stunde Wartezeit rum und finde es klasse, diese Zeiten nun zu nutzen, um Charts zu erstellen. Hört sich schrecklich nerdig an, aber so ist es eben, wenn man für etwas so richtig brennt, oder? Da kann einen auch eine Strick-Chart-App so richtig begeistern *lach*.

Heute möchte ich Euch KnitCharts also etwas genauer vorstellen. Ihr könnt mit dieser App auf dem iPhone oder iPad:

  • vorhandene Charts anderer Nutzer laden und für Euch weiter bearbeiten,
  • neue Charts erstellen,
  • sowohl Farbmuster als auch Strukturmuster, Lademuster, Zopfmuster, etc. einfügen,
  • Charts ablegen und sortieren und sie
  • als PDF oder Bild exportieren
  • Eure Charts den anderen Nutzern zur Verfügung stellen.

Vorhandene Muster anderer Nutzer laden

Die Idee, hier eine Community aufzubauen, die Charts miteinander teilt, finde ich toll! Es gibt einen App-eigenen “Store”, in dem man Muster der anderen Nutzer suchen kann, oder sogar eigene Muster hochladen kann.
Wenn Ihr nun selbst kein Muster-Denker seid, sondern lieber vorhandene Muster nachstrickt oder auch diese weiter entwickeln möchtet, könnt Ihr in der Musterdatenbank durch alle hochgeladenen Muster stöbern. Gefällt Euch eines der Muster, könnt Ihr es Euch herunter laden und in der App weiter bearbeiten.

KnitCharts-App-Stricken

Eigene Charts erstellen

Die App bietet eine unglaubliche Anzahl Möglichkeiten. Also ich würde mal behaupten so ziemlich alles was Ihr Euch vorstellen könnt, könnt Ihr hier als Chart erarbeiten. Dazu erstellt Ihr zunächst ein neues Muster, indem Ihr Maschen- und Reihenanzahl definiert und auch die Maschenprobe für das zu verwendende Garn eingebt (beides kann später bei Bedarf geändert werden).

Man wählt aus, ob das Muster in Reihen oder in Runden gestrickt werden soll und ob der Untergrund glatt rechts, glatt links oder kraus sein soll. Als Motiv kann sogar ein Foto verwendet werden! Sehr cool! Der Einfachheit halber könntet Ihr also anfangs einfach ein zweifarbiges Motiv fotografieren und mit der App anschließen daraus einen Chart erstellen, um es nachzustricken. Ich hab es noch nicht probiert, aber die Möglichkeit ist toll.

Stricken-App-iphone (2)

Grundstrickmuster, Zöpfe und Farben

In belieber Vielfalt, könnt Ihr Farbmotive erstellen und dabei auch die Farbwelt ganz individuell einstellen. Zweifarbige Muster oder Muster mit zig verschiedenen Farben – ganz egal. Strukturmuster, also solche, die sich durch das Arbeiten verschiedener Maschen, Umschläge oder Zöpfe ergeben, könnt Ihr euch ebenfalls in KnitCharts ausdenken.

Stricken-App-iphone (3)

Die Maschenarten sind wirklich super durchdacht. Man kann beispielsweise Zöpfe einfügen und dabei selber definieren, wieviele Maschen dabei verzopft werden. Die ganz hohe Kunst sind dann mehrfarbige Strukturmuster, in dem Ihr einfach beide Paletten verwendet.

In Eurem Chart könnt Ihr ausserdem Muster verschieben, Duplizieren usw. Es ist wirklich super durchdacht!

Eigene Charts teilen, exportieren und archivieren

Wie erwähnt, kann man nicht nur eigene Muster erstellen, sondern diese auch mit der Community teilen. Und eben andere Muster in die eigene „Bibliothek“ laden. Aber das wichtigste ist, dass man alle Muster in Projekteigenen Ordner sortieren und ablegen kann. Seid Ihr fertig mit einem Chart, könnt Ihr ihn schließlich als PDF oder Bild exportieren.

Stricken-App-iphone (4)

Wie kam Peter nun überhaupt dazu, so eine App zu entwickeln? Diese vielen durchdachten Funktionen lassen bereits vermuten, dass er selbst Stricker ist. Das sind ja meines Erachtens die besten Apps… solche, die aus einem eigenen Bedarf heraus entwickelt wurden.

Peter ist nicht nur Stricker, sondern passender Weise daneben auch Softwareentwickler. Seine erste App, den KnitCounters (also einen Reihenzähler), entwickelte er, um komplizierteren Projekten einfach folgen zu können und Fortschritte in der App zu speichern. Daraus erwuchs wiederum sein Bedarf, eigene Muster und Charts zu erstellen, die er dann einfach mit dem KnitCounters verknüpfen konnte. So kann man nun beispielsweise ein kompliziertes Ajourmuster einfach auf seinem Telefon oder Tablet in KnitCharts erstellen und dann (wenn man es nicht exportieren und ausdrucken möchte) auch einfach in KnitCounters nach stricken und auch noch den Überblick behalten in welcher Reihe man sich nun gerade befindet.

Alles in allem eine tolle Geschichte, aus der KnitCharts heraus entstanden ist. Vielen Dank, Peter, für Deine Anfrage und diese Zusammenarbeit!

Hier geht es zu den beiden Apps (KnitCharts und KnitCounters) von Peter. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Einen eigenen Pullover designen {Makerist Giveaway}

Wie Ihr wisst, bin ich ein großer Fan von Strick-Podcasts und Video-Kursen beim Stricken. Wenn ich morgens ein halbes Stündchen Kaffee-Zeit in meinem Lieblings-Café genieße, bevor es an die Arbeit geht, höre ich meistens Podcasts, gern auch manche Folgen mehrmals. Beim abendlichen Stricken schaue ich gern Video-Kurse. Heute stelle ich einen Kurs vor, der mich sehr begeistert hat, bei dem ich nämlich noch unheimlich viel lernen konnte. Und da ich ihn so toll finde, habe ich bei Makerist einfach mal nachgefragt, ob ich diesen Kurs einmal hier verlosen darf. Wie Ihr in den Lostopf hüpft, verrate ich Euch unten. Jetzt erzähle ich Euch erst einmal worum es in diesem Kurs geht: Designe Deinen eigenen Pullover mit Rita Maassen.

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Es geht – wie der Name unschwer vermuten lässt – darum, ein eigenes Pullover-Design zu berechnen. Wobei es eigentlich gar nicht nur um Pullover geht, sondern grundsätzlich darum, die richtigen Maße zu nehmen und das Wunsch-Design – ob nun Pullover oder Strickjacke – richtig zu berechnen. Mit dem eigenen individuellen Garn. Und mit eigenen, individuellen Mustern. Eben ein maßgeschneidertes Design. Einen Pullover, wie ich ihn schon immer gesucht habe, einfach selbst berechnen und stricken.

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Der Kurs läuft insgesamt über 11 Episoden plus zwei Bonus-Episoden. Es geht zunächst einmal um die richtige Materialwahl. Dann um das Anfertigen einer Skizze und drittens um das richtige Maßnehmen. Das war tatsächlich eine Episode, die mir ungemein geholfen hat. Beim Maßnehmen war ich bislang immer ein wenig schlampig, oder faul. Dabei ist es mindestens so wichtig, wie die Maschenprobe, wenn man ein wirklich perfekt sitzendes Teil stricken möchte. Übrigens auch, wenn man nach einer guten Anleitung strickt, die verschiedene Maßangaben enthält. Rita erklärt dann wo und wie Maßzugaben berechnet werden und wie all diese ganzen Zahlen nun ins Schema zu übertragen sind.

Stehen die Maße, geht es natürlich an die Maschenprobe. Basierend darauf werden dann Maschen und Reihen berechnet, auch für etwaige Muster. Eine ganze Episode beschäftigt sich mit dem Thema Armkugel, das ist schließlich der komplexeste Teil beim Stricken eines Pullovers oder einer Strickjacke. Am Ende geht es um das richtige Zusammennähen der Stücke.

pullover_design_makerist_rechner

In den Bonus-Episoden erklärt uns Rita ausserdem wie Anleitungen in andere Größen umgerechnet werden können oder (ganz wichtig) wie man Anleitungen auf andere Garne umrechnet.

Alles in allem ein wirklich toller Kurs mit über 4 Stunden Video-Material. Wenn Ihr mehr über das Designen von eigenen Strick-Stücken lernen möchtet, kann ich Euch diesen Kurs wärmstens empfehlen.

Hier bei mir könnt Ihr ihn nun gewinnen! In den Lostopf hüpft Ihr, indem Ihr hier unten einen Kommentar hinterlasst und mir erzählt, ob Ihr schon einmal selbst einen Pullover ohne Anleitung entworfen und gestrickt habt. Oder ob Ihr schon Anleitungen für andere Garne umgerechnet habt. Oder ob Ihr überhaupt noch nie Oberteile gestrickt habt? Ich bin neugierig, erzählt mal!

Teilnahmebedingungen: Diese Verlosung endet am Sonntag, 01.11.15 um Mitternacht. Alle Teilnehmer müssen volljährig sein. Ich informiere den oder die per Zufallsauswahl gezogene GewinnerIn per E-Mail. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden.

Wenn Euch vor allen Dingen interessiert, wie man bestehende Anleitungen richtig umrechnet, gibt es noch den Kurs Strickanleitungen anpassen und umrechnen. Ebenfalls mit Rita und gerade reduziert!

************* Verlosung beendet! Gewonnen hat laut Zufallsgenerator die Nummer 26, das ist Jana ohne Blog! Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Kurs! *********************

Was Ihr schon immer über das Spinnen wissen wolltet | Maschenfein {meets} Back to the Wheel

Ich freue mich seit Tagen auf dieses Interview mit Kathrin zum Thema Spinnen. Wenn Ihr den heutigen Text lest (es ist ein langer Text, macht es Euch gemütlich), dann spürt Ihr die unglaubliche Leidenschaft, mit der sie Ihre Handspinnerei-Werkstatt Back to the wheel betreibt. Es ist absolut faszinierend, in diese Welt einzutauchen, die uns Strickern in gewisser Weise vor verlagert ist.

Ursprünglich Kunst-Historikerin, sanierte Kathrin ein altes Industrie-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert und funktionierte es zu ihrer Werkstatt in der Nähe von Bamberg um. Dort stellt sie nun wunderschöne Garne her und verkauft diese unter in ihrem gleichnamigen DaWanda-Shop.

Das Thema Spinnen ist für mich bislang ein Buch mit sieben Siegeln und gerade im Zusammenhang mit meinem Brooklyn Tweed Knit Along und der speziellen Beschaffenheit der Brooklyn Tweed Garne schwirrte mir der Kopf vor lauter Fragen. Ich wollte mehr über das Spinnen und erfahren und habe Kathrin interviewed. Lest heute Ihre Antworten über das Spinnen ganz im Allgemeinen. In einigen Tagen werden wir dann ganz spezifisch auf die Brooklyn Tweed Garne eingehen, sie hat nämlich fleißig für uns recherchiert. Und nun viel Spaß beim Eintauchen in die Welt eines Alten Handwerks:

Interview back to the wheel

Kathrin, wie bist Du zum Spinnen gekommen und was fasziniert Dich daran?

Ich hatte nach meinem Studium kurz Leerlauf und bin irgendwie auf ein Youtube-Video gestoßen. Ich habe einen Fabel für altes Handwerk, wie man früher gelebt und gewirtschaftet hat. Und da war dann dieses Video und ich war plötzlich angefixt. Ich kaufte mir eine dieser Anfängerspindeln und legte sie nicht mehr aus der Hand. Und es funktionierte sofort. Ich war wie hypnotisiert, als der Faden immer länger wurde. Es war wie ein Flashback in eine unbekannte frühere Zeit, als das eine normale Tätigkeit von Frauen war. Das war wohl das faszinierende daran, das ich Teil von einer Kette wurde. Das war völlig abgefahren. Und noch heute ist es immer wie ein Rückzug in die Zeitlosigkeit, wenn mir heute alles zu laut und zu schnell wird, setzte ich mich ans Rad und bin weg.

Kardieren und Spinnen

Kannst Du uns Laien erst einmal erzählen was es für grundsätzliche Unterschiede in Techniken gibt? Also so die gröbsten Unterscheidungen? Und was davon machst Du?

Die Techniken sind so unterschiedlich wie die Fasern. Ich als Spinner gehe immer von der Faser aus.
Es gibt pflanzliche Fasern, tierische Fasern, kurze und lange, glatte und krause usw. Alle verhalten sich beim Spinnen anders. Und danach richten sich die Techniken und es kommen unterschiedlich gebaute Garne dabei heraus. Manche Fasern lassen einem mehr Spielraum, andere weniger.

Nehmen wir Baumwolle: Vielleicht hast du schon bemerkt, dass alle dickeren Baumwollgarne aus vielen kleinen Einzelfäden bestehen. Es gibt keine dickeren Singlegarne, also aus einem einzigen dicken Faden bestehend. Es ist nicht möglich, weil Baumwolle sehr kurze Fasern hat. Die müssen mit sehr viel Drall zu dünnen Fäden verdreht werden, sonst reißt der Faden. Dafür braucht man auch besondere Einstellungen am Spinnrad. Die dünnen Fäden werden dann zu dickeren zusammengefasst.

Die Stricker werden das Thema aber eher vom Garn aussehen. Hier kann man grob Typen unterteilen: Zwirne, Singlegarne, Lacegarne, Bouclé… Das sind alles Garne, die nach dem Aufbau unterschieden werden und gehören zu den traditionellen Garnen. Streichgarn und Kammgarn sind auch traditionelle Garne, werden aber nach der Verarbeitungstechniken der Fasern und unterschiedlicher Spinntechnik unterschieden.

Anmerkung: Im Blog von Kathrin findet Ihr einen weiterführenden Artikel über den Vergleich von Kammzug und Vlies.

Handspinnen Singlelace Corespun

Verlaufgarne werden durch den Farbeffekt gekennzeichnet, könnten aber alles andere auch sein: Lacegarn, Zwirn, Corespun etc.

Traditionelle Garne sind natürlich auch schön, aber in erster Linie für eine bestimmtes Strickgenre gemacht: Lace zB. Socken, Aranstrickerei etc.

Dann gibt es die Effektgarne. Diese Sparte grenzt jeder anders ein. Dazu gehört alles was einen Effekt in das Strickstück bringt. Sprich: Das Garn selbst spielt eine größere Rolle, neben Schnitt und Muster des Strickstückes. Die Textur, also z.B. Locken, Bouclé, Mohair, oder irgendwelche Objekte wie Perlen, Spiralverzwirnung etc. Aber auch die Farbe, wie Melierungen, Verläufe, Fraktalspining, Farbspots oder einfach die Faseranordnung an der Oberfläche. Diese Garne können meist nicht mit jeden Muster gestrickt werden. Dick&Dünn kombiniert mit Aranmuster – das wäre etwas komisch. Die Effektgarne sind nicht so zurückhaltend, wie traditionelle Garn.

Zuletzt gibt es noch die Artyarns. Sie sind meistens Garne, die überhaupt nicht für den Stricker gemacht sind. Sie werden gesponnen, des Spinnens willen, damit sie einfach schön aus sehen und vielleicht für Kunstprojekte à la Lexi Boeger  oder als Hingucker in größeren Strickprojekten. Extreme Lockengarne, Garne mit Loops, Behives, Franzen, eingesponnen Objekten und sonstigen Extravanzien. Diese Garne machen wohl dem Stricker das Leben schwer.

Trashvlied-trashsupercoils-spinnen

Was für Fasern verspinnst Du hauptsächlich und warum?

Für mich als Spinner waren die Artyarns tatsächlich der Reiz, das Spinnen zu lernen.
Ich hatte ja damals nicht viel mit Stricken am Hut, als ich das Spinnen begann. Ich fand es einfach mega kreativ solche Garne zu machen und sie benötigen, auch wenn Sie so zufällig aussehen, eine gute Konstruktion. Doch irgendwann stellte sich die Frage, was ich mit den ganzen Garnen machen sollte.
Ich wollte dann wissen, warum die Stricker ihre liebe Müh und Not mit den Garnen haben und wie ich einen Kompromiss zwischen Effekt und Strickkomfort finden kann.
Heute spinne ich daher moderate Effektgarne, die kein aufwendiges Muster vertragen. Sie sind an Einsteiger gerichtet, die erstmal nur gerade aus stricken, aber durch das Garn trotzdem einen Effekt haben. So wird das Problem zum Vorteil. Deshalb mache ich auch die Knit kits – ein Sorglos-Paket.

Da ich aber langsam selbst als Stricker wachse spinne ich inzwischen auch traditionelle Garne, bei denen ich mich mit Fasermischungen vergnüge. Privat stehe ich auf Mischungen mit Kamel, Ramie, Soja, Bambus und Seide. Für den Shop ist es hauptsächlich Merino, einfach wegen der Kundenwünsche.

Für meinen Shop ist mir wichtig, dass ich jedes Garn jederzeit reproduzieren kann. Ich bin ein Kontrollfreak was für meine Knit Kits äußerst praktisch ist. Ich möchte jedem Kunden das gleiche Garn bieten, was nicht leicht ist, weil die Finger jeden Tag eine andere Laune haben, ähnlich wie bei der Handschrift. Da wird ein simples Lowtwistgarn plötzlich zur Herausforderung.

Streichgarn spinnen stricken

Ist das Spinnen für Dich ein reines Hobby? Und was machst Du im „eigentlichen Leben“ falls ja? 

Spinnen war zunächst ein Ausstieg aus meinem kopflastigen „echten Leben“. Ich bin Kunsthistorikerin und Archäologin mit Schwerpunkt Baukunst im Nahen Osten vor und um Christus. Diese alte Lebensweisen und Kulturen waren also schon immer präsent. Irgendwann stellte ich die Frage mehr Forschung oder mehr Familie. In meinem Fall fiel die Koste-Nutzen-Rechnung meines beruflichen Weges nicht so familienfreundlich aus. Also hielt ich lange Zwiesprache und bin dann ins kalte Wasser gesprungen. Ich hatte keine Ahnung, wie die Sache laufen wird, aber ich war frei. Plötzlich fand ich dann ein kleines, niedliches aber recht abgeranztes altes Industriegebäude um 1890.

Werkstattvorher

Ich saniertes es 1 Jahr lang mit meinem Mann und lieben Freunden und heute ist es meine Werkstatt und Back to the Wheel ist meine kleine Handspinnerei auf Dawanda geworden. Ich mache jetzt das, was eigentlich schon immer ein armer Job war und seit der industriellen Revolution endgültig tot und unwirtschaftlich ist: Lohnspinnerei. Nüchtern betrachtet, völlig irre, aber ich will nicht einsehen, dass es nicht doch möglich ist, eine Brücke in unsere Zeit zu schlagen.

werkstatt

Kannst Du uns Laien jetzt noch Begriffe wie Kerngarn, Streichgarn und Kammgarn erklären? Ich veranstalte ja gerade den Brooklyn Tweed Knit Along und verstricke das Garn “Loft”. Die Garne Loft und Shelter sind beide „woolen-spun“. Was genau bedeutet das und was ist der Unterschied zu den „worsted-spun“ Garnen?

Kerngarn = core-spun: Ein Garn das einen stabilen Kern hat um die sichtbare Fasern herum gesponnen wurden. Das coole an Kerngarnen ist, dass sie einen andern Faserwinkel haben. Die Fasern lassen sich vor dem Spinnen anders mischen und an der Garnobfläche regelrecht trappieren. So können auch empfindliche Fasern in ein reißfestes Garn verwandelt werden.

Streichgarn = woolen-spun: das Garn wurde aus einem kardierten Vlies gesponnen. Dabei wurde der sog. lange Auszug verwendet. Das Ergebnis ist luftig, leicht heterogen, hat einen höheres Wärmevermögen durch den Lufteinschluss. Die dazu genutzten Fasern sind meist krauser und sie haben unterschiedliche Längen. Ihre Faserenden stehen aus der Garnoberfläche heraus, was das Garn entweder flauschiger oder kratziger macht, je nach Empfinden und Faser. Die Maschen wirken etwas unruhiger oder können unregelmäßiger ausfallen.

Kammgarn = worsted-spun: Das ist das Gegenteil von Streichgarn. Es wird aus einem Kammzug gesponnen. Dh. die meist glatten Fasern (zB. Merino) wurden parallelisiert und haben grob die gleiche Länge. Gesponnen wird mit dem sog. kurzen Auszug. Dieser führt zu einer sehr glatten Oberfläche mit weniger Lufteinschluss. Das Garn ist gleichmäßiger, kompakter, glatt. Die Maschen sind definierter und gleichmäßiger. Das Strickstück fühlt sich entweder schmeichelnder oder härter an, je nach Faser.

Unterscheidungsfaktoren sind: Faservorbereitung (Kämmen oder Kardieren), Fasertyp (glatt oder kraus) und Technik (langer oder kurzer Auszug). Mischt man diese Faktoren untereinander entstehen Halbkammgarne. Die Engländer sind hier spezifischer: Woolen vs worsted mit den Mischtypen semi-woolen und semi-worsted ja nach Art der Kombination der oben genannten Faktoren.

Streichgarn stricken spinnen

Warum reißen die Streichgarne so schnell, wofür sind sie besonders gut geeignet und wofür weniger gut?

Streichgarne können schneller reißen, müssen sie aber nicht. Das hängt von der Faser ab. Besteht das Garn aus längeren Fasern (es gibt auch gekräuselte und längere Fasern) passiert das nicht so schnell. Sind die Fasern aber recht kurz, dann benötigen sie beim Spinnen viel Drall. Der Drall hebt sich beim Zwirnen wieder auf. Dann fixieren sich die Fasern der einzelnen Fäden gegenseitig und die Fäden wie auch der gesammte Zwirn gewinnt wieder an Volumen, verliert aber auch an Zusammenhalt. Je enger die Zwirnung (WPI) desto fixer. Hier kommt es auf die Balance zwischen Zwirnung und Faserlänge an.

Tweedgarne sind da noch etwas spezieller. Der Tweedeffekt entsteht durch die Einmischung andersfarbiger Fasern, die sehr kurz sind. Tweed kann nur kardiert werden, so landen wir schon mal bei den Streichgarnen. In der Mischung machen kurze Fasern Spots und lange Fasern Streifen. Und so landen wir bei einem Streichgarn mit überwiegend kurzen Fasern und das Garn kann schneller reißen.

Streichgarne sind wärmer und leichter als Kammgarne. Grund ist der luftige Aufbau durch die Spinntechnik. Kammgarne halten aber mehr Reibung aus, sowohl beim Stricken, als auch im Pulli. Kammgarne halten auch länger die Elastizität im Strickstück, z.B. bei einem Rippenbündchen in der Mütze.
Kammgarne sollten eher mit kleineren Nadeln gestrickt werden, soll da nicht der Wind durch die gut definierten Maschen pfeifen. Sommerstrick ist auch eher was für Kammgarne, wobei da dann doch eher noch Baumwolle oder Pflanzenfaser interessant werden. Lace und Großmaschiges ist auch eine typische Sparte für die Kammgarne. Alles was fließend fallen soll oder mehr Zug aushalten muss sollte ebenfalls eher nicht aus Streichgarn gemacht werden.

 

Wow! Vielen Dank, Kathrin, für Deine so ausführlichen Antworten! Ich hoffe, bald mal einen Deiner Kurse zu besuchen!

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