Kategorie: Tips & Tricks

Einkuscheln zwischen den Jahren {Maschenproben stricken}

Mal ehrlich – was könnte es zwischen den Jahren gemütlicheres geben, als sich bei Kerzenschein auf dem Sofa einzukuscheln, all den Glanz und Stress der Vorweihnachtszeit hinter sich zu lassen und bei einer Tasse Tee Maschenproben zu stricken? Wenn Ihr Lust habt, dann schaut Euch dabei meinen Video-Kurs zum Thema Maschenproben und Material an, den ich im vergangenen Frühjahr mit Makerist gedreht habe. Ich möchte heute ein wenig erzählen warum ich diesen Kurs gedreht habe und wieso ich Maschenproben einfach so toll finde und Euch immer dazu motivieren möchte, sie zu stricken.

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Ihr wisst ja, ich stricke immer gern Maschenproben und archiviere sie auch ziemlich vorbildlich. Zum einen, weil ich es einfach total inspirierend finde, durch die vielen schönen, fertigen Proben zu wühlen. Und zum anderen, weil es eben sehr sehr praktisch ist, wenn man für ein anstehendes Projekt das passende Garn durch das Befühlen der Maschenproben finden kann.

Angelika schreibt über meinen Kurs:

“Volle Punktzahl alle Sterne ⭐️ für diesen tollen Kurs. Ab jetzt bin ich ein Maschenprobenfan. Ich habe schon so einige Pullis gestrickt, entweder waren sie zu klein, zu weit oder einfach irgendwie Säcke und sind nach ganz hinten in meinen Schrank gewandert. Deshalb habe ich mich dann auf das Socken und Tücher stricken gestürzt und Pullis einfach nicht mehr probiert. Aber nach diesem Kurs weiß ich warum mir kein Pulli gelungen ist. Ich habe zwar brav Maschenproben gemacht, habe sie auch gemessen obwohl sie noch auf der Nadel waren, hat dann meistens auch irgendwie übereingestimmt, hab sie dann aufgezogen und angefangen zu stricken. Aber nach diesem Kurs weiß ich was ich alles mit meinen Maschenproben falsch gemacht habe. Die Trainerin Marisa Nöldeke erklärt hier sehr anschaulich wie man ein Maschenprobe anfertigt, wie man sie richtig liest und was man daraus für Schlüsse ziehen kann. Sie erklärt die verschiedenen Nadelmaterialien und welche Nadel für welches Garn geeignet ist. Auch nimmt sie sich Zeit und erläutert sehr genau was Wolle eigentlich ist und woher sie kommt (tierisch oder pflanzlich). Sehr interessant war für mich auch das richtige Lesen der Bandarole. Ab jetzt werde ich sie alle aufheben. Zwischendurch gibt sie auch kleine Stricktipps, die sehr wirkungsvoll sind. Das richtige Katalogisieren und Aufbewahren der Maschenproben wird in diesem Kurs sehr gut beschrieben. Alles in allem kann ich diesem Kurs allen!!! ans Herz legen die ebenfalls wie ich mit Maschenproben nichts anfangen konnten. Ab jetzt werdet ihr eure Maschenproben nicht mehr aufribbeln und sie genau so sammeln und aufbewahren wie Marisa Nöldeke es in diesem Kurs gezeigt hat. Der Bonustipp zum Bestimmen der Garnstärke war noch ein ganz tolles Guddi obendrauf. Ein herzlichen Dank an die Trainerin und euch ganz viel Spaß beim Anschauen und Maschenproben anfertigen.” — Angelika Vock

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Über diese ausführliche Bewertung habe ich mich riesig gefreut, denn genau dieses Umdenken wollte ich ja erreichen und Angelika fasst auch einfach super zusammen wieviel Inhalt wir in diesen Kurs gesteckt haben. Ich beschreibe all die vielen Vorteile, die das Stricken von Maschenproben haben kan. Wie sich die unterschiedlichen Fasern unterscheiden, was die richtige Garnauswahl und auch (!) Nadelauswahl für einen immensen Effekt auf das fertige Projekt haben kann. Ganz ehrlich: Wir stecken sooooo viel Zeit in unsere Strickprojekte, wie schrecklich ist es denn, wenn am Ende ein Teil herauskommt, das einfach nur leiert, weil man das falsche Material verstrickt hat?

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Beim Stricken von Maschenproben bekommen ein Gefühl dafür, wofür sich bestimmte Garne eignen, oder eben gar nicht eignen und zwar bevor wir unendlich viele Stunden in einen Pullover investiert haben.

Whippet-Maschenprobe-Blog

In der Maschenfein :: Strickrunde bei Facebook haben wir schon oft festgestellt, das mehrere StrickerInnen unter uns dasselbe Projekt mit ein und demselben Garn in unterschiedlichen Nadelstärken stricken und dennoch zur gleichen Maschenprobe kommen. Verlasst Euch also nicht auf die Angaben in den Anleitungen, jede(r) von uns strickt anders. Jedes Gestrickt ist individuell.

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Schließlich geht es beim Stricken der Maschenproben auch schlichtweg darum, sicherzustellen, dass Dir das Teil, dass Du da strickst, am Ende auch wirklich passt. Und das bring Cordelia gut auf den Punkt.

“Dieser Kurs hat mich zum Maschenproben-Fan gemacht. Er ist für Anfänger sowie für schon geübte Strickerinnen und Stricker geeignet, die bisher MP für überflüssig gehalten haben. Es wird genau und anschaulich von verschiedenen Beispielen erklärt WARUM es manchmal entscheidend sein kann, ob man z.B. 10 oder 12 Maschen auf der Nadel bei einer Breite von10cm hat. Das wären bei 50cm Breite schon ein Unterschied von 10 Maschen. Und wenn die fehlen ist das Strickstück möglicherweise zu klein. Das ist dann schade um die viele Arbeit. Außerdem veranschaulicht die Trainerin welche Informationen man alles aus Maschenproben herauslesen kann. Wertvolle Tipps, die mir bisher nicht bekannt waren. Wirklich zu empfehlen!!” — Cordelia Will

Hab einen gemütlichen Abend!

Strickblogger testen die neuen Prym Ergonomics {Stricken 3.0}

Ende September hatte Makerist (als Gastgeber) gemeinsam mit OZ und Prym zum Event “Stricken 3.0” 30 Strickblogger aus ganz Deutschland eingeladen. Ich habe mich natürlich riesig gefreut, als Gast unter diesen 30 Bloggern die neuen Stricknadeln von Prym testen zu dürfen und gleich nach Eintrudeln der Einladung zugesagt. Strickblogger-Events gibt es schließlich nicht alle Tage und sie sind die perfekte Gelegenheit zum Netzwerken und zum Testen neuer Produkte. Viel gemütlicher als große, hektische, anstrengende Messebesuche.

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Neben den neuen Prym-Nadeln gab es reichlich Garne verschiedener Hersteller zum Ausprobieren und Mitnehmen. Wie schade, dass ich meinen großen Sack voller Garne nicht fotografiert habe. Doch Ihr könnt Euch denken, dass er prall gefüllt war. Natürlich waren da einige schöne Garne von Lamana und Lang dabei, die ich ja bereits im Shop versammelt habe.

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Besonders neugierig war ich aber auf die ITO-Garne. Die wollte ich nämlich schon immer einmal stricken und hatte an diesem Abend die Gelegenheit dazu. Neben all den Garnen gab es reichlich Literatur in Form aller Strick-Zeitschriften aus dem OZ Verlag, wie “The Knitter”, “Verena”, “Mollie Makes” und wie sie nicht alle heißen sowie dem ganz neuen Magazin “Calm“. Wenn Ihr es bei Euch in der Nähe entdeckt, dann schaut unbedingt mal herein, es ist wirklich schön und lädt zum Träumen und Energietanken ein.

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Der eigentliche Star des Abends waren aber natürlich die neuen Prym Ergonomics – Stricknadeln, welche Prym als “neue Generation der Stricknadeln” im kommenden Dezember an den Markt bringt. Den Zusatz “Ergonomics” haben diese Nadeln verdient, sie sind nämlich in ihrer Form der Strickbewegung und dem Gleiten der Maschen so optimal angepasst, dass sie das Stricken erleichtern und das Strickbild verbessern. Dieser Knubbel da vorn an den Nadeln nennt sich “Rückholtropfen”, er unterstützt das Einfangen und Zurückholen des Fadens beim Stricken einer Masche.

Es gibt diese Nadeln als Rundnadeln, als Nadelspiele und als Jackennadeln. Wozu man letztere so grundsätzlich benötigt, hat sich mir übrigens noch nie erschlossen, aber es gibt sie halt nach wie vor und so natürlich auch in dieser neuen Nadelfamilie. Schals oder Topflappen kann man ja prima damit stricken.

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Ich war an diesem Abend nicht sofort vom Hocker gerissen von diesen Nadeln. Mein Fazit: Sie passen einfach nicht zu filigranen Lace-Garnen (wie eben dem ITO-Garn, welches ich an diesem Abend verstrickte), weil gerade diese Garne doch nach spitzen Spitzen rufen. Allerdings bin ich bekanntermaßen fest davon überzeugt, dass jedes Garn auch das perfekte Nadelpendant hat und ich schiebe grundsätzlich keine Nadel vom Tisch, seitdem ich gelernt habe, dass ein und dasselbe Garn auf einer Nadel der blanke Horror, auf der anderen aber die reinste Freude sein kann. Dazu erzähle ich ja übrigens in meinem Maschenproben-Kurs sehr viel, den Ihr Euch gemütlich beim Stricken anschauen könnt.

Also habe ich in den vergangenen Wochen dann immer mal zwischendurch noch verschiedene kleine Pröbchen mit den neuen Prym-Nadeln gestrickt. Aktualisiertes Fazit: Mit dem richtigen Garn verbessern sie mein Maschenbild enorm. Der Rückholtropfen hat irgendwie einen festigenden Effekt auf meine linken Maschen. Er ist gewöhnungsbedürftig, aber wirklich großartig! Nur eben nicht für alle Garne geeigent. Allzu leichte Garne mag ich zum Beispiel auch nicht auf Plastik stricken, da greife ich lieber zu meinen Olivenholznadeln oder zumindest zu Bambus, damit stricken sich solche Garne “griffiger”.

Auf der anderen Seite aber liegen die Prym Nadeln eben wahnsinnig leicht und warm in den Händen, was auch ein Vorteil sein kann. Ja, mit dem richtigen Garn ist das Stricken mit den neuen Prym Nadeln toll und wenn Ihr die Gelegenheit habt, solltet Ihr das mal in Ruhe ausprobieren. Bestimmt lege ich mir dann nach Markteinführung die ein oder andere Nadelstärke zu. Einfach, um sie für den Fall der Falle für ein passendes Projekt parat zu haben.

Blogger-Treffen in Berlin 2016

Foto: OZ Verlag

Der Abend war aber auch ansonsten rundum gelungen. Auf dem Bild oben habe ich gerade Dagmar von Maschenhaft Wolle kennen gelernt, die in Magdeburg-Buckau das Wollgeschäft Die Maschinistin betreibt, da gibt es übrigens auch jeden Monat ein Strick-Treff und darüber hinaus viele Strickkurse. Schaut also mal vorbei, wenn Ihr dort in der Nähe seid. Es hat solchen Spaß gemacht, mit Ihr über so viele schöne Garne zu sprechen und als sie dann auch noch Ihr Hinata-Tuch hervorkramte, hab ich mich natürlich wie Bolle gefreut.

Blogger-Treffen in Berlin 2016

Foto: OZ Verlag

Ansonsten hatten wir an diesem Abend natürlich einfach viel Spaß. Mit Kerstin von Stine & Stitch, Carina Häkelmonster, Bine von Fritzicreativ und Sophia (nicht im Bild, da sie leider am Abend krank wurde), hatte ich mich nachmittags bereits zum einstimmenden Stricken verabredet. Ich hab mich ausserdem gefreut, einmal Andrea von Natürlich Kreativ kennen zu lernen. Und Madame Tricot (rechts im Bild) ist wie ihre Strickstücke ein absolutes Unikat.

Handschuhe stricken lernen {mein neuer Video-Kurs}

Handschuhe stricken ist die ganz hohe Kunst – denkt Ihr vielleicht? Ist aber gar nicht so, ehrlich! Fausthandschue und Handstulpen lassen sich super schnell zwischendurch stricken und sind immer ein schönes Mitbringsel. Manch eine(r) trägt sie vielleicht sogar eher als gestrickte Socken. Aber auch Fingerhanschuhe sind gar nicht so schwer wie man meinen mag. All das lernt Ihr in meinem neuen Video-Kurs bei Makerist “Handschuhe stricken“.

handschuhe-stricke-bannerFoto: Makerist.de

In diesem Kurs geht es wirklich rund um die Technik des Handschuhe Strickens. Ich zeige verschiedene Arten von Bündchen und Daumenansätzen sowie natürlich einerseits Fausthandschuhe und andererseits offene und geschlossene Fingerhandschuhe.

handschuhe-strickenFotos: links Makerist.de, rechts Maschenfein.de

Dem Kurs liegt eine Tabelle als PDF Download bei, die Du nutzen kannst, um Deine eigenen Handschuhe zu stricken. Ich habe im Kurs grundsätzlich Sockengarn von Lang Yarns verwendet, weil Sockengarne eben den herkömmlichen Tabellen zugrunde liegen. Wenn Du dann die Technik einmal verstanden hast, kannst Du Dein Wissen aber auch auf alle anderen Garne anwenden und schöne Handschuhe aus Bergamo (wie im kommenden Bild unten) oder natürlich aus Kaschmir stricken. Ich habe z.B. gerade ein Paar Handschuhe aus Cashmere Premium auf den Nadeln.

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Am allerliebsten stricke ich bei Handschuhen übrigens eine doppelte Blende als Bündchen. Das zeige ich im Kurs daher natürlich auch ganz genau im Detail. Es wird zunächst provisorisch angeschlagen, dann ein langes Bündchen mit einem Bruch gestrickt und später zusammen gelegt.

handschuhe-stricken-welche-nadeln

Wir stricken im Kurs mit dem Colibri-Nadelspiel und dem Sockenwunder. Beides kannst Du Dir also anschauen und dann entscheiden was Du ausprobieren möchtest. Zum Stricken der Finger eignen sich die ganz kurzen Strumpfstricknadeln. Die sollte man sich unbedingt noch gönnen, damit das Stricken der Finger nicht den Spaß am ganzen Handschuh verdirbt.

Hast Du Lust auf Handschuhe? Du findest meinen Video-Kurs wie auch meine anderen Online Strick-Kurse auf Makerist.

Patchworkstricken | Mein neuer Video-Kurs

Vor einigen Wochen stand ich zum zweiten Mal bei Makerist vor der Kamera und habe zwei Tage lang mit dem netten Team viele Video-Sessions zum Thema Patchworkstricken gedreht. Das Drehen dort macht mir mittlerweile so viel Spaß, dass ich im September noch einmal vor der Kamera stehen werde. Das Thema verrate ich Euch bald durch einige Strickpröbchen auf Instagram. Es wird diesmal was ganz Tolles, relativ Kleines, Nützliches und macht total viel Spaß! Das kann ich Euch schon verraten.

Makerist-Kurs-Patchwork-Maschenfein

Aber zurück zum Patchworkstricken. Ich hatte einen großartigen Sponsor an Bord, bei dem ich mich an dieser Stelle noch einmal für die tolle Zusammenarbeit bedanke. Lamana hatte mir nämlich im Vorfeld eine große Kiste voll Cosma und Como in meinen Wunschfarben geschickt, damit ich die Projekte einmal komplett und dann natürlich noch in vielen Teil-Schritten vor stricken konnte. Da so ein Kurs nämlich innerhalb von zwei Tagen gedreht wird, müssen die Projekte natürlich entsprechend in verschiedenen Stadien vor gestrickt werden.

Patchwork-Maschenfein-Makerist-Lamana

Ich hatte zumindest für das erste Projekt im Kurs bewusst mal nicht die so typischen Maschenfein-Farben blau und rosa gewählt, schließlich soll es hier auch mal ein wenig andersfarbiger zugehen, wird ja sonst langweilig, oder? Stattdessen seht Ihr im Projekt Kissenhülle die Farben “Sonnengelb” und “Koralle” sowie “Pinie”, “Lind” und “Maigrün”. Cosma ist ein tolles Sommergarn, dass ich Euch auch zum Stricken von Sommertops wärmstens empfehlen kann. Und es strickt sich natürlich mit den Olivenholz-Nadeln und 5mm Stärke einfach so weg. Wie Butter. Für den Kurs hatte ich verschiedene Themen abzudecken und mich daher für eine Kissenhülle und als Zusatz-Bonus für ein Tuch entschieden.

Horst-Schulz-Patchwork-Maschenfein

Ich zeige Euch im Kurs zunächst einmal wie Ihr geometrische Formen, also Dreiecke, Rauten und Quadrate jeweils in verschiedenen Varianten stricken könnt. Dann stricken wir eine Seite der Kissenhülle nach der klassischen Horst-Schulz-Technik, das ist die linke Seite im Bild. Die Patches werden von unten hochgestrickt, indem in der Mitte Abnahmen vorgenommen werden, am Ende bleibt dann eine Masche übrig und aus den Rändern zweier Patches werden jeweils neue Maschen für den darüber liegenden Patch aufgenommen.

Für die andere Seite der Kissenhülle (in grün gehalten, ganz oben im Bild auf der rechten Seite) zeige ich Euch das klassische Stricken von Rauten in 3D-Technik. Jeweils ein 3D-Stück wird am Stück durch die Aufnahme und das Anstricken von Maschen gestrickt. Die Stücke werden dann später zusammen genäht.

Patchwork-Wellentuch-Maschenfein

Dann kam das Tuch und na gut, da bin ich wieder meiner blau-rosa-Vorliebe verfallen, das Auge strickt schließlich mit! Im Tuch, das ein klassisches Wellenmuster hat, zeige ich Euch wie man so eine Art Tuch auch ohne das aneinander Nähen und durch noch weniger Maschenaufnahmen stricken kann. Anhand von verkürzten Reihen ist das nämlich so herrlich einfach konstruiert, dass es sich wirklich einfach so weg strickt.

Beim Tuch hatte ich mich für Como von Lamana entschieden, weil man das auch mit etwas dickeren Nadeln stricken kann (als z.B. Milano) und es trotzdem durch den “superlight” Charakter des Garns so schön luftig wird. Es waren die Farben “Eisblau” und “Altrosa”.

Der Kurs sollte entweder Ende diese Woche oder spätestens dann nächste Woche online gehen! Zum Kurs gehören auch die Strickanleitungen für die Projekte als PDF und ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meinen super tollen Probestrickerinnen, die mir geholfen haben, die Anleitungen zu perfektionieren!

Im Augenblick könnt Ihr euch noch den 50% Frühbücher-Rabatt sichern: Zum Kurs Patchwork Stricken.

Stricknadelsysteme | Fragen rund ums {addiClick System}

Als ich (wieder) angefangen habe zu stricken, habe ich mir zunächst einmal Rundnadel um Rundnadel in verschiedenen Stärken und Längen gekauft. Für jedes Projekt brauchte ich eine andere Nadelstärke oder andere Seillängen und schnell artete das hier in einem Nadelsalat aus. Irgendwann schuf ich mir das erste Nadelsystem an und wenig später dann landete ich beim addiClick-System. Ich bin sehr großer Addi-Fan, weil ich zum einen absolut überzeugt bin von der Qualität der Nadeln und zum anderen auch die Firmenphilosophie sehr ansprechend finde. Irgendwann möchte ich gern mal das Werk besuchen, das wäre was!

AddiClick-Sets-wie-funktioniert-das

// Was ist denn überhaupt ein Nadelsystem?

Ein Stricknadelsystem besteht primär aus Nadelspitzen, die auf Seilen verschiedener Längen befestigt werden können. Die Mechanismen sind unterschiedlich, beim Click-System werden die Nadelspitzen auf die Seile gedrückt und leicht gedreht (“click”). Dann sind sie fest. Wenn man nun beim Stricken eines großen Tuches merkt, dass es eng wird auf dem Seil, “clickt” man die Nadelspitzen einfach auf ein längeres Seil und strickt die Maschen rüber. Oder man verlängert das Seil entsprechend, auch das ist in Nadelsystemen möglich.

Der Vorteil ist also, dass man nicht 4 verschiedene Rundnadeln in Stärke 3mm (60cm, 80cm, 100cm und 120cm) benötigt, sondern eben immer die passenden Spitzen mit den passenden Seillängen kombinieren kann.

// Wie sehen die Click-Sets aus?

Ihr seht im Bild oben meine drei Sets, unten das Bambus-Spitzen-Set, in der Mitte dann das Lace-Long-Set und oben auf das herrliche neue Olivenholz-Set, dass ich ganz frisch aus dem Werk schon testen durfte, denn ich habe mich schon vor anderthalb Jahren als ich das Bambus Set zum ersten Mal hier vorgestellt habe, nach Holz-Spitzen gesehnt. Nun sind sie da! Mehr brauche ich nicht mehr. Glaub ich jedenfalls.

// Und wie funktioniert das addiClick-Set? Passen alle Spitzen auf alle Seile?

Ich werde immer wieder gern gefragt wie das Click-System genau funktioniert und ob denn jetzt die Olivenholz-Spitzen auch auf die Seile vom Bambus-Set passen und umgekehrt. Deshalb zeige ich Euch meine drei System mal hier genauer:

Addi-Click-Nadelsysteme

Ihr könnt für das Click-System einerseits die Sets kaufen, also die Täschchen mit mehreren Paaren Nadelspitzen in verschiedenen Stärken, bei denen dann auch je eine Kupplung und drei Seile dabei sind. Oder Ihr kauft einfach alles einzeln. Das Tolle an diesem System ist ja gerade, dass alles zu allem passt!

Die drei Nadelpaare oben stammen also aus meinem grünen Bambus-Set, dem dunkelgrünen Olivenholz-Set und dem pinken Lace-Long-Set und passen natürlich auf alle Seile aus dem Click-System. Es gibt zum einen die Goldseile, die beim Bambus-Set und beim Olivenholz-Set dabei sind. Dann gibt es die Standardseile in rot und noch rote “SOS”-Seile, die kann man etwas schwer erkennen. Sie haben kurz unter dem Verbindungsstück im Seil einen kleinen Schlitz, in den man einen “Rettungsfaden” einfädeln und beim Stricken dann durch die Maschen ziehen kann. Das ist bei komplizierten Lace-Tüchern oder auch bei meinem Frühlingswaffeltuch sinnvoll. Dann muss man nämlich bei einem Fehler nicht gleich komplett aufribbeln, sondern kann einfach bis zum letzten Rettungsfaden ribbeln, der die Maschen dann auffängt.

Die “Kupplung”, die Ihr auch ganz vorn im Bild seht, ist dazu da, zwei Seile miteinander zu verbinden und somit noch länger zu machen. Diese Kupplungen gibt es einzeln, aber in jedem Set ist auch eine Kupplung dabei. Ich persönlich habe diese Kupplungen bisher kaum benutzt, weil ich nicht so riesige Projekte stricke, dass sie nicht auf meine langen Seile passen würden.

// Wozu brauche ich denn verschiedene Nadelmaterialien?

Ja, also diese Frage habe ich mir früher auch gestellt und habe dann mit der Zeit gelernt, dass nicht alle Garne mit den gleichen Nadeln auch gleich viel Spaß machen.

Addi-Click-Bambus

Der Strick-Spaß geht über die Haptik und je nach Material fühlen sich die Nadeln eher kalt oder eher warm an. Je nach Material rutschen die Maschen stärker oder weniger stark. Und auch je nach Strukutr des Garns kann man unterschiedliche Vorlieben haben. Das Nadelmaterial kann einen Einfluss auf die Festigkeit haben, mit der wir stricken und dementsprechend natürlich auch auf die Maschenprobe, bzw. das Strickstück selbst.

Addi-Lace-Long-Click-Set

Wenn Ihr Euch für ein Click-System entscheiden möchtet, würde ich persönlich zu Beginn das Bambus-Set nehmen. Das kann aber auch nur ein sehr subjektiver Rat sein, denn vielleicht strickst Du ja am allerliebsten mit Metall!

Das Olivenholz-System ist das Pünktchen auf dem i. Die Nadeln sind wunderschön, schön spitz und stricken sich wirklich toll! Auch wenn ich im Augenblick beinahe ausschließlich damit stricke, würde ich Anfängern oder Strickerinnen, die sich wirklich erst einmal nur ein System kaufen möchten, trotzdem das Bambus-System empfehlen, denn für mich liegt es so in der goldenen Mitte. Bambus bremst ein wenig, aber nicht zu stark, klappert nicht so laut wie Metall und ist einfach schön.

Olivenholz-Addi-Click-System-Nadelsystem

Alle Spitzen und Seile könnt Ihr auch einzeln kaufen und somit ausprobieren, bevor Ihr Euch das ganze Set zulegt. Das für mich wichtigste Zubehör für das Click-System findet Ihr natürlich komplett bei mir im Shop:

addiClick Bambus – Bambus Click SET und die Bambus-Spitzen einzeln.

addiClick Lace Long –  Lace long Click SET und die Lace Spitzen einzeln.

addiClick Olivenholz – das Olivenholz Click SET (kommt in etwa zwei Wochen frisch raus), die Olivenholz Spitzen einzeln gibt es bereits

Seile – Die Goldseile (verschiedene Längen) und die Basic-Lace-Seile in rot (verschiedene Längen), die SOS-Seile kommen auch wieder dazu.

Strick-Fortschritte | Maschen, Knäule, Zentimeter

Ich möchte gerade mal wieder alles auf einmal fertig stricken und bin ein wenig Projektwütig. Ich brauche es ohnehin immer bunt und vielseitig, so arbeite ich am liebsten. Ganz weit vorn auf meinen Nadeln liegen momentan das Frühlingswaffeltuch für Sandra und die Babydecke, deren Namen ich Euch verrate, wenn die neue Erdenbürgerin da ist, was sehr bald passieren kann.

Strickprojekte-Fortschritte-planen

Die Babydecke wird in verschiedenen Stufen kraus rechts gestrickt. Sie wird knallig bunt, das spaltet die Geschmacksgeister. Spaßeshalber habe ich mal ausgerechnet wie viele Maschen ich insgesamt bei dieser Decke verstricken “muss”. Ich kam auf sagenhafte 42’404 Maschen. Je nachdem wie ich um die Ecken stricken werde, werden es noch etwa Hundert mehr. Das fällt dann auch nicht mehr ins Gewicht.

Ich komme primär abends zum Stricken, wenn die Kinder schlafen und nichts anderes geplant ist. Zwischendurch ist aber auch immer mal Platz für eine Reihe. Beim Warten in der Ballettschule. Oder nach dem Mittagessen. Ihr kennt das ja, wenn man mal wirklich drüber nachdenkt, kann man das Stricken gut und schnell in den Alltag integrieren. Auch ein wenig verrückt, ich weiß! Ein paarmal weniger bei Facebook reinschauen und schon ist wieder eine Reihe mehr verstrickt.

Wenn ich nun Zeitdruck für bestimmte Projekte – wie eben jetzt gerade – habe, teile ich sie mir in Tage ein. Beim Frühlingswaffeltuch rechne ich ein Knäul pro Tag. Das schaffe ich neben der Arbeit am Buch und meinen anderen Projekten gut, denn das Muster strickt sich herrlich schnell. Für die Babydecke plane ich 5’000 Maschen am Tag.

Fortschritte-planen

Nee, war ein Witz, die Maschen zähle ich natürlich nicht wirklich. Da ich die Decke in Streifen stricke, nehme ich mir täglich fünf Streifen à 10 Reihen vor und hoffe, dass das Baby noch brav ein wenig in der kuscheligen Höhle verweilt.

Ich teile die Projekte also nach der Anzahl zu verstrickender Knäule auf oder nach Musterabfolgen. Man könnte auch in Gramm-Fortschritten rechnen.

Seid Ihr auch manchmal so planungswütig? Habt Ihr auch mal Zeitdruck für bestimmte Projekte? Wie macht Ihr das?

5 Dinge, die ich immer in meinem Strick-Körbchen haben sollte

Letzte Jahr habe ich mir bei einem meiner Besuche bei Woolspire am Flughafen in Dänemark diese drei Körbchen von ferm living gekauft. Das sind meine Projekt-Körbchen.

Aufbewahrung-Strick-Projekte

Tücher und Babydecken passen da gut rein. Ich habe aber auch noch einen großen Korb, den gerade meine eigentlich fertige Strick-Jacke noch in Beschlag nimmt (ich muss noch einmal einen Ärmel auftrennen, die aufmerksame Leserin hat vielleicht schon das fertige Stück vermisst – ich auch!).

Es gibt ein paar Dinge, die ich eigentlich immer dabei habe(n sollte). In Wahrheit liegen die dann doch immer gerade irgendwoanders:

Strick-Zubehör-Blog

Meine Stick-Schere. Möglichst viele Maschenmarkierer, mit denen ich Musterwechsel, aber auch Vorder- und Rückseite gern markiere, um gedankenlos stricken zu können. Ich habe ein paar schöne geschlossene Maschenmarkeirer, die mir Cecile vor einer Weile geschenkt hat. Die mag ich sehr. Und dann hab ich natürlich noch diese Standard-Markierer, die man öffnen und an Maschen dranhängen kann. Sicherheitsnadeln tun es aber auch (die goldenen hingen an Preisschildern).

Eine Wollnadel zum Vernähen der Fäden ist natürlich auch sehr wichtig. Wobei die nicht zwingend immer dabei sein muss, weil ich das Vernähen der Fäden ohnehin gern tage- oder wochenlang vor mir herschiebe. Da nützt dann auch die Nadel im Körbchen nichts.

Ich stricke ja eigentlich ausschließlich mit meinem addi Click Set und daher habe ich oft auch ein paar Seile in anderen Längen mit dabei.

Am allerwichtigsten ist aber mein Strick-Notiz-Buch. Davon habe ich schon einige gefüllt. Ich nutze das Knitters Graph Paper Journal von Fringe. Eigentlich ist es ein schlichtes Notiz-Buch, aber eben mit entsprechendem Raster und das mag ich einfach. Carina hatte mir vor einer ganzen Weile mal einen Schwung besorgt. Ich brauche nun dringend wieder Nachschub!

Wo bewahrt Ihr Eure Strick-Projekt auf und was habt Ihr eigentlich immer und überall dabei?

Nadelsysteme | Addi Click erweitert

Ich werde sehr häufig nach einem Tip für die besten Stricknadeln gefragt. Der beste Tip, den man (meiner Meinung nach) geben kann, ist, sich ein System austauschbarer Stricknadeln anzuschaffen. Also ein System, bei dem Ihr ein paar Nadelspitzen mit unterschiedlich langen Seilen durch aufklicken oder -drehen verbinden könnt. Zu Beginn meiner Strick-Karriere habe ich feste Rundnadeln gekauft. Ich kannte damals keine Nadelsysteme. Aus diesen Zeiten seht hier eine Kiste voller fester Rundnadeln, in der sich manchmal für dieselbe Nadelstärke drei verschiedene Längen befinden.

Addi-Click-Stricknadeln-Blog

Mittlerweile habe ich zwei Nadelsysteme und stricke am liebsten mit meinen Addi-Nadeln, darüber habe ich vor einer Weile schon geschrieben. Ich habe auf vielfachen Tip hin auch schon die Chicaogoo-Nadeln ausprobiert (danke, Magda!), die sind ebenfalls sehr toll! Aber ich mag mein Addi-System und ich mag auch die Firmenkultur hinter Addi, einem Familienunternehmen, das nach wie vor in Deutschland produziert. Insofern stand für mich fest, dass ich auch, wenn ich um andere Nadelmaterialien erweitere, dabei bleibe.

Addi-Click-Alu-Long-Lace-Blog

Ich brauche nicht allzu viele verschiedenen Nadel-Materialien oder -Farben. Ich mag meine Bambus-Nadeln sehr gern und für die meisten Zwecke eignen sie sich auch. Doch ab und an stricke ich eben gerade jetzt für mein Großprojekt Buch doch auch Garne, die auf Bambus (oder auch Holz) einfach mühsam “laufen”. Für verschiedene Garne benötigt man einfach verschiedene Nadeln. Deshalb habe ich mein Click-System jetzt mit Unterstützung von Addi um die Lace-Long Nadelspitzen erweitert.

Addi-Click-System-Stricknadeln-Blog

Ich wollte bewusst die Long-Variante, bei der die Spitzen gegenüber dem Basic Set länger zulaufen, weil ich diese Nadeln spezifisch für sehr dünne Garne einsetze. Wie auch die Bambus-Nadelspitzen kommt dieses Set in einem praktischen Aufbewahrungstäschchen. Bei diesem werden die Seile hinten im Täschchen verstaut. Die Seile sehen etwas anders aus. Bei den Lace Nadeln sind es die roten, bei den Bambus Nadeln die Goldseile. Das ist aber gehüpft wie gesprungen, alle Nadeln passen auf alle Seile.

Addi-Long-Lace-Click-Blog

Die Nadeln sind toll und obwohl sie sich natürlich völlig anders stricken als die schönen “warmen” und “leisen” Bambusnadeln, mag ich sie sehr und will sie nicht mehr missen.

Für welches Material Ihr Euch zunächst entscheidet, wenn Ihr Euch ein Nadelsystem anschafft, hängt von Euren Vorlieben ab. Ihr solltet Euch überlegen, welche Art Garne Ihr verstrickt und was Euch in der Hand angenehmer ist. Irgendwann kommt sicher der Punkt, an dem Ihr vielleicht erweitern möchtet. Ich bin sehr gespannt, ob Addi bei der h&h an diesem Wochenende die Olivenholz Spitzen für das Click System auf den Markt bringt! Auf diese Variante warte ich nämlich schon sehnsüchtig. Ich liebe Holznadeln und das Olivenholz ist einfach wunderschön!

Wovon ich übrigens nicht ganz so überzeugt bin, sind die Herzstopper, von denen ich auch zwei hier habe. Man kann sie theoretisch auf die Seile aufklicken, wenn man z.B. mit einem Projekt pausiert und die Nadelspitzen für ein andere Projekt benötigt. Die passen bei mir aber nicht so richtig auf alle Seile und lassen sich nicht aufklicken, sondern nur ganz schwer raufschieben. Wer weiß, vielleicht habe ich da einfach ein paar Blindgänger erwischt.

 

Zeitvertreib beim Stricken {Strick-Videos}

Es hört sich vielleicht seltsam an, aber beim Stricken wird mir manchmal langweilig. Ob ich nun glatt rechts stricke, oder auch ein super kompliziertes Muster, das ich nach vielen Wiederholungen schon auswendig kenne – irgendwie brauche ich parallel noch einen weiteren Input.

Mein freitäglicher Stricktreff ist natürlich toll! Ich hatte neulich einen ausführlichen Artikel geschrieben, in dem es auch um das Stricktreff geht. Und unsere kommenden Strick-Treffen in der Snuggery werden auch gemütlich! Wenn ich aber zu Hause stricke oder in einem Café, weil irgendeine Frist naht und ich das Teil bzw. in meinem Fall meist die Anleitung schnell fertig kriegen muss, dann höre ich entweder Podcasts oder schaue mir Strick-Videos an.

Videos-Stricken-Lernen

Strick-Videos? Kennt Ihr noch nicht? Es gibt natürlich zig Varianten an gratis Youtube-Videos, in denen irgendeine bestimmte Technik erklärt wird. Aber das meine ich nicht, da müsste ich ja alle paar Minuten nach einem weiteren Video suchen. Ich meine längere und wirklich hochwertig produzierte Videos, in denen es um ein ganzes Thema geht und man so richtig was lernen kann.

So wie die Kurse von Makerist oder Craftsy. Von beiden Plattformen habe ich schon gratis Videos zum Ausprobieren bekommen, aber ich kaufe mir auch einfach Kurse, die mir gefallen. Sehr oft sind sie reduziert – gerade bei Craftsy habe ich das Gefühl, die Kurse sind eigentlich ständig dauerreduziert und dann kommt es letztendlich einem Kino-Eintritt gleich.

Ich schau mir die Kurse auch gern mehrmals an, man lernt nie aus! Hier kommt eine Auswahl an Themen und Kursen, die ich auf Craftsy und Makerist interessant finde:

Grundlagenthemen

Meistens nutzt man ja genau eine Methode zum Anschlagen (die meisten kennen einfach den normalen Kreuzanschlag), wenn es hoch kommt vielleicht noch eine Art der provisorischen Anschläge. Zum Abketten werden die Maschen meist einfach übergezogen. Dabei gibt es sowohl zum Anschlagen als auch zum Abketten eine Unmenge an Möglichkeiten. Bei Makerist könnt Ihr dazu den Kurs 24 Techniken: Maschen anschlagen und abketten schauen.

Anschlagen und Abketten ist das eine, das andere sind Zu- und Abnahmen während dem Stricken. Dazu gibt es auf Craftsy einen informativen Kurs mit vielen Techniken: Mastering Stitchwork: Increases & Decreases

Mein absoluter Lieblingskurs – ich habe ihn hier schon sehr oft erwähnt – ist der Kurs Know your Yarn von Clara Parkes. Ich habe auch das passende Buch von Ihr hier stehen und kann den Kurs immer und immer wieder anschauen. (Und der ist auch gerade schon wieder um fast 40% reduziert!)

Muster, Zöpfe & Co.

Ich bin ja immer wieder erstaunt über den Ruf, den das Stricken noch immer hat. Es führt jetzt ja zu weit, das hier auszubreiten und Ihr wisst das ja eh, aber das Stricken ist nun wirklich alles andere als ein langweiliges Hausmütterchen-Hobby.

Im Gegenteil, es gibt so unendlich viele Methoden, die man probieren und lernen kann. Man lernt einfach nie aus!

Da gibt es zum Beispiel die Patentmuster, mit denen ich mich in den letzten Wochen gern beschäftigt habe. Bei Makerist findet Ihr den Kurs Patentmuster für Einsteiger oder mit derselben Trainerin den Kurs über 2-farbige Patentmuster für Fortgeschrittene. Beide sind wirklich toll aufbereitet und meiner Ansicht nach lohnen sich beide.

Bei Craftsy gibt es von der “Mutter” des Patentmusters, nämlich Nancy Merchant, auch zwei Kurse. Exploration in Brioche Knitting (gerade stark reduziert) und Brioche Knitting: Exploring Color & Texture. Wenn Ihr also keine Angst vor englisch-sprachigen Kursen hab, dann schlagt dort zu.

Aber es gibt natürlich auch neben dem Patentmuster noch viele tolle Muster-Kurse. Zum Beispiel den Kurs Slip-Stitch Colorwork: Mosaic & Beyond über das Mosaikmuster, das ich zum Beispiel in meinem Rautenschal verwende. Mit dem Abheben von Maschen kann man nämlich tolle zweifarbige Muster kreieren, ohne dabei mit zwei Fäden gleichzeitig stricken zu müssen.

Über Zöpfe kann man sich auch ohne Ende weiter bilden. Zum Beispiel mit den Kursen Explorations In Cables oder Mastering Cable Design oder aber (sehr cool!) Celtic Cables. Den deutschsprachigen Kurs zum Thema Zöpfe kenne ich noch nicht, der ist aber sicherlich auch schön: Zopfmuster und Raglanpullover mit Gabriele.

Es gibt unzählige weitere Kurse zu Faire Isle, Double Face, Socken Stricken, und so viel mehr… Was ich Euch aber noch vorstellen möchte, ist ein Kurs zum…

…Thema Spinnen

Den finde ich nämlich gerade deshalb so spannend, weil das noch einmal eine ganz neue Welt ist, mit der man sich strickend beschäftigen kann.

Den Kurs Spinnen lernen für Anfänger mit Chanti-Manou, die auch schon auf Youtube viele, viele Videos zum Thema zeigt, habe ich staunend verschlungen und nun freue ich mich schon sehr auf’s Spinnen bei Knit Knit am Sonntag! Ich werde berichten!

 

Bei den Links handelt es sich um Affiliate Links, d.h. ich erhalte eine Provision, wenn Ihr über meinen Link einen Kurs kauft und ich freue mich, wenn Ihr meinen Blog so unterstützt. Dies ist aber explizit kein gesponserter Post. Kurse auf Makerist oder Craftsy kaufe ich mir regelmäßig selbst und kann sie ausdrücklich auch einfach so empfehlen. 

Meine erstes Strick-Video: Super Easy Mütze für Anfänger

Das ein oder andere Mal habe ich hier zwischendurch schon meinen Video-Dreh mit DaWanda im Dezember angedeutet. Das war vielleicht aufregend! Ich zeige darin, wie Ihr die einfachste Mütze der Welt stricken könnt. Die übrigens meine Kinder in etwa zehn verschiedenen Varianten tragen, obwohl ich weitaus kompliziertere Modelle stricken könnte. Sie geht schön schnell und die Kinder lieben es, sich morgens eine Farbkombination auszusuchen.

Das Video erklärt wirklich Schritt für Schritt beinahe jede einzelne Masche und richtet sich damit an absolute Anfänger. Die Mütze ist ein super schnelles Projekt und eignet sich hervorragend als Last-Minute Geschenk, ich hatte sie Euch schon vor einem Jahr gezeigt. Eine Mütze kann in etwa 2 Stunden gestrickt werden.

Die Anleitung findet Ihr jetzt auch als PDF zum Download gratis im Shop. Die Wolle gibt es bei Knit Knit, in wenigen Tagen auch wieder in weiteren Farben: WooHoo 8.

Und jetzt drücke ich schnell auf “publish”, bevor ich es mir anders überlege… ist ja schon etwas sehr aufregend, so ein eigenes Strick-Video im Netz.

KnitCharts – eine App für uns StrickerInnen {Sponsored Post}

Vor einigen Wochen bekam ich eine Mail von Peter, in der er mir von seiner neuen App KnitCharts erzählte und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, sie auszuprobieren und Euch vielleicht sogar im Blog zu zeigen. Ich nutzte bis zu diesem Zeitpunkt keine Strick-Apps. Ich habe mir schon öfters eine richtig gut funktionierende Ravelry-App gewünscht, aber die, die es da so auf dem Markt gibt, haben mir bislang nicht zugesagt.
Ich war natürlich neugierig, denn Charts erstelle ich meist auf Papier in unendlichen Varianten. Excel ist mir zu mühsam und ein Programm, welches mir das vor allen Dingen mobil (!) erleichtert, klang vielversprechend. Also probierte ich KnitCharts aus. Und nun bin ich begeistert!

KnitCharts-App-Stricken-iPhone

Ich liege häufig mal Nachts wach oder sitze irgendwo mit einer halben Stunde Wartezeit rum und finde es klasse, diese Zeiten nun zu nutzen, um Charts zu erstellen. Hört sich schrecklich nerdig an, aber so ist es eben, wenn man für etwas so richtig brennt, oder? Da kann einen auch eine Strick-Chart-App so richtig begeistern *lach*.

Heute möchte ich Euch KnitCharts also etwas genauer vorstellen. Ihr könnt mit dieser App auf dem iPhone oder iPad:

  • vorhandene Charts anderer Nutzer laden und für Euch weiter bearbeiten,
  • neue Charts erstellen,
  • sowohl Farbmuster als auch Strukturmuster, Lademuster, Zopfmuster, etc. einfügen,
  • Charts ablegen und sortieren und sie
  • als PDF oder Bild exportieren
  • Eure Charts den anderen Nutzern zur Verfügung stellen.

Vorhandene Muster anderer Nutzer laden

Die Idee, hier eine Community aufzubauen, die Charts miteinander teilt, finde ich toll! Es gibt einen App-eigenen “Store”, in dem man Muster der anderen Nutzer suchen kann, oder sogar eigene Muster hochladen kann.
Wenn Ihr nun selbst kein Muster-Denker seid, sondern lieber vorhandene Muster nachstrickt oder auch diese weiter entwickeln möchtet, könnt Ihr in der Musterdatenbank durch alle hochgeladenen Muster stöbern. Gefällt Euch eines der Muster, könnt Ihr es Euch herunter laden und in der App weiter bearbeiten.

KnitCharts-App-Stricken

Eigene Charts erstellen

Die App bietet eine unglaubliche Anzahl Möglichkeiten. Also ich würde mal behaupten so ziemlich alles was Ihr Euch vorstellen könnt, könnt Ihr hier als Chart erarbeiten. Dazu erstellt Ihr zunächst ein neues Muster, indem Ihr Maschen- und Reihenanzahl definiert und auch die Maschenprobe für das zu verwendende Garn eingebt (beides kann später bei Bedarf geändert werden).

Man wählt aus, ob das Muster in Reihen oder in Runden gestrickt werden soll und ob der Untergrund glatt rechts, glatt links oder kraus sein soll. Als Motiv kann sogar ein Foto verwendet werden! Sehr cool! Der Einfachheit halber könntet Ihr also anfangs einfach ein zweifarbiges Motiv fotografieren und mit der App anschließen daraus einen Chart erstellen, um es nachzustricken. Ich hab es noch nicht probiert, aber die Möglichkeit ist toll.

Stricken-App-iphone (2)

Grundstrickmuster, Zöpfe und Farben

In belieber Vielfalt, könnt Ihr Farbmotive erstellen und dabei auch die Farbwelt ganz individuell einstellen. Zweifarbige Muster oder Muster mit zig verschiedenen Farben – ganz egal. Strukturmuster, also solche, die sich durch das Arbeiten verschiedener Maschen, Umschläge oder Zöpfe ergeben, könnt Ihr euch ebenfalls in KnitCharts ausdenken.

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Die Maschenarten sind wirklich super durchdacht. Man kann beispielsweise Zöpfe einfügen und dabei selber definieren, wieviele Maschen dabei verzopft werden. Die ganz hohe Kunst sind dann mehrfarbige Strukturmuster, in dem Ihr einfach beide Paletten verwendet.

In Eurem Chart könnt Ihr ausserdem Muster verschieben, Duplizieren usw. Es ist wirklich super durchdacht!

Eigene Charts teilen, exportieren und archivieren

Wie erwähnt, kann man nicht nur eigene Muster erstellen, sondern diese auch mit der Community teilen. Und eben andere Muster in die eigene „Bibliothek“ laden. Aber das wichtigste ist, dass man alle Muster in Projekteigenen Ordner sortieren und ablegen kann. Seid Ihr fertig mit einem Chart, könnt Ihr ihn schließlich als PDF oder Bild exportieren.

Stricken-App-iphone (4)

Wie kam Peter nun überhaupt dazu, so eine App zu entwickeln? Diese vielen durchdachten Funktionen lassen bereits vermuten, dass er selbst Stricker ist. Das sind ja meines Erachtens die besten Apps… solche, die aus einem eigenen Bedarf heraus entwickelt wurden.

Peter ist nicht nur Stricker, sondern passender Weise daneben auch Softwareentwickler. Seine erste App, den KnitCounters (also einen Reihenzähler), entwickelte er, um komplizierteren Projekten einfach folgen zu können und Fortschritte in der App zu speichern. Daraus erwuchs wiederum sein Bedarf, eigene Muster und Charts zu erstellen, die er dann einfach mit dem KnitCounters verknüpfen konnte. So kann man nun beispielsweise ein kompliziertes Ajourmuster einfach auf seinem Telefon oder Tablet in KnitCharts erstellen und dann (wenn man es nicht exportieren und ausdrucken möchte) auch einfach in KnitCounters nach stricken und auch noch den Überblick behalten in welcher Reihe man sich nun gerade befindet.

Alles in allem eine tolle Geschichte, aus der KnitCharts heraus entstanden ist. Vielen Dank, Peter, für Deine Anfrage und diese Zusammenarbeit!

Hier geht es zu den beiden Apps (KnitCharts und KnitCounters) von Peter. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Einen eigenen Pullover designen {Makerist Giveaway}

Wie Ihr wisst, bin ich ein großer Fan von Strick-Podcasts und Video-Kursen beim Stricken. Wenn ich morgens ein halbes Stündchen Kaffee-Zeit in meinem Lieblings-Café genieße, bevor es an die Arbeit geht, höre ich meistens Podcasts, gern auch manche Folgen mehrmals. Beim abendlichen Stricken schaue ich gern Video-Kurse. Heute stelle ich einen Kurs vor, der mich sehr begeistert hat, bei dem ich nämlich noch unheimlich viel lernen konnte. Und da ich ihn so toll finde, habe ich bei Makerist einfach mal nachgefragt, ob ich diesen Kurs einmal hier verlosen darf. Wie Ihr in den Lostopf hüpft, verrate ich Euch unten. Jetzt erzähle ich Euch erst einmal worum es in diesem Kurs geht: Designe Deinen eigenen Pullover mit Rita Maassen.

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Es geht – wie der Name unschwer vermuten lässt – darum, ein eigenes Pullover-Design zu berechnen. Wobei es eigentlich gar nicht nur um Pullover geht, sondern grundsätzlich darum, die richtigen Maße zu nehmen und das Wunsch-Design – ob nun Pullover oder Strickjacke – richtig zu berechnen. Mit dem eigenen individuellen Garn. Und mit eigenen, individuellen Mustern. Eben ein maßgeschneidertes Design. Einen Pullover, wie ich ihn schon immer gesucht habe, einfach selbst berechnen und stricken.

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Der Kurs läuft insgesamt über 11 Episoden plus zwei Bonus-Episoden. Es geht zunächst einmal um die richtige Materialwahl. Dann um das Anfertigen einer Skizze und drittens um das richtige Maßnehmen. Das war tatsächlich eine Episode, die mir ungemein geholfen hat. Beim Maßnehmen war ich bislang immer ein wenig schlampig, oder faul. Dabei ist es mindestens so wichtig, wie die Maschenprobe, wenn man ein wirklich perfekt sitzendes Teil stricken möchte. Übrigens auch, wenn man nach einer guten Anleitung strickt, die verschiedene Maßangaben enthält. Rita erklärt dann wo und wie Maßzugaben berechnet werden und wie all diese ganzen Zahlen nun ins Schema zu übertragen sind.

Stehen die Maße, geht es natürlich an die Maschenprobe. Basierend darauf werden dann Maschen und Reihen berechnet, auch für etwaige Muster. Eine ganze Episode beschäftigt sich mit dem Thema Armkugel, das ist schließlich der komplexeste Teil beim Stricken eines Pullovers oder einer Strickjacke. Am Ende geht es um das richtige Zusammennähen der Stücke.

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In den Bonus-Episoden erklärt uns Rita ausserdem wie Anleitungen in andere Größen umgerechnet werden können oder (ganz wichtig) wie man Anleitungen auf andere Garne umrechnet.

Alles in allem ein wirklich toller Kurs mit über 4 Stunden Video-Material. Wenn Ihr mehr über das Designen von eigenen Strick-Stücken lernen möchtet, kann ich Euch diesen Kurs wärmstens empfehlen.

Hier bei mir könnt Ihr ihn nun gewinnen! In den Lostopf hüpft Ihr, indem Ihr hier unten einen Kommentar hinterlasst und mir erzählt, ob Ihr schon einmal selbst einen Pullover ohne Anleitung entworfen und gestrickt habt. Oder ob Ihr schon Anleitungen für andere Garne umgerechnet habt. Oder ob Ihr überhaupt noch nie Oberteile gestrickt habt? Ich bin neugierig, erzählt mal!

Teilnahmebedingungen: Diese Verlosung endet am Sonntag, 01.11.15 um Mitternacht. Alle Teilnehmer müssen volljährig sein. Ich informiere den oder die per Zufallsauswahl gezogene GewinnerIn per E-Mail. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden.

Wenn Euch vor allen Dingen interessiert, wie man bestehende Anleitungen richtig umrechnet, gibt es noch den Kurs Strickanleitungen anpassen und umrechnen. Ebenfalls mit Rita und gerade reduziert!

************* Verlosung beendet! Gewonnen hat laut Zufallsgenerator die Nummer 26, das ist Jana ohne Blog! Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Kurs! *********************

Was Ihr schon immer über das Spinnen wissen wolltet | Maschenfein {meets} Back to the Wheel

Ich freue mich seit Tagen auf dieses Interview mit Kathrin zum Thema Spinnen. Wenn Ihr den heutigen Text lest (es ist ein langer Text, macht es Euch gemütlich), dann spürt Ihr die unglaubliche Leidenschaft, mit der sie Ihre Handspinnerei-Werkstatt Back to the wheel betreibt. Es ist absolut faszinierend, in diese Welt einzutauchen, die uns Strickern in gewisser Weise vor verlagert ist.

Ursprünglich Kunst-Historikerin, sanierte Kathrin ein altes Industrie-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert und funktionierte es zu ihrer Werkstatt in der Nähe von Bamberg um. Dort stellt sie nun wunderschöne Garne her und verkauft diese unter in ihrem gleichnamigen DaWanda-Shop.

Das Thema Spinnen ist für mich bislang ein Buch mit sieben Siegeln und gerade im Zusammenhang mit meinem Brooklyn Tweed Knit Along und der speziellen Beschaffenheit der Brooklyn Tweed Garne schwirrte mir der Kopf vor lauter Fragen. Ich wollte mehr über das Spinnen und erfahren und habe Kathrin interviewed. Lest heute Ihre Antworten über das Spinnen ganz im Allgemeinen. In einigen Tagen werden wir dann ganz spezifisch auf die Brooklyn Tweed Garne eingehen, sie hat nämlich fleißig für uns recherchiert. Und nun viel Spaß beim Eintauchen in die Welt eines Alten Handwerks:

Interview back to the wheel

Kathrin, wie bist Du zum Spinnen gekommen und was fasziniert Dich daran?

Ich hatte nach meinem Studium kurz Leerlauf und bin irgendwie auf ein Youtube-Video gestoßen. Ich habe einen Fabel für altes Handwerk, wie man früher gelebt und gewirtschaftet hat. Und da war dann dieses Video und ich war plötzlich angefixt. Ich kaufte mir eine dieser Anfängerspindeln und legte sie nicht mehr aus der Hand. Und es funktionierte sofort. Ich war wie hypnotisiert, als der Faden immer länger wurde. Es war wie ein Flashback in eine unbekannte frühere Zeit, als das eine normale Tätigkeit von Frauen war. Das war wohl das faszinierende daran, das ich Teil von einer Kette wurde. Das war völlig abgefahren. Und noch heute ist es immer wie ein Rückzug in die Zeitlosigkeit, wenn mir heute alles zu laut und zu schnell wird, setzte ich mich ans Rad und bin weg.

Kardieren und Spinnen

Kannst Du uns Laien erst einmal erzählen was es für grundsätzliche Unterschiede in Techniken gibt? Also so die gröbsten Unterscheidungen? Und was davon machst Du?

Die Techniken sind so unterschiedlich wie die Fasern. Ich als Spinner gehe immer von der Faser aus.
Es gibt pflanzliche Fasern, tierische Fasern, kurze und lange, glatte und krause usw. Alle verhalten sich beim Spinnen anders. Und danach richten sich die Techniken und es kommen unterschiedlich gebaute Garne dabei heraus. Manche Fasern lassen einem mehr Spielraum, andere weniger.

Nehmen wir Baumwolle: Vielleicht hast du schon bemerkt, dass alle dickeren Baumwollgarne aus vielen kleinen Einzelfäden bestehen. Es gibt keine dickeren Singlegarne, also aus einem einzigen dicken Faden bestehend. Es ist nicht möglich, weil Baumwolle sehr kurze Fasern hat. Die müssen mit sehr viel Drall zu dünnen Fäden verdreht werden, sonst reißt der Faden. Dafür braucht man auch besondere Einstellungen am Spinnrad. Die dünnen Fäden werden dann zu dickeren zusammengefasst.

Die Stricker werden das Thema aber eher vom Garn aussehen. Hier kann man grob Typen unterteilen: Zwirne, Singlegarne, Lacegarne, Bouclé… Das sind alles Garne, die nach dem Aufbau unterschieden werden und gehören zu den traditionellen Garnen. Streichgarn und Kammgarn sind auch traditionelle Garne, werden aber nach der Verarbeitungstechniken der Fasern und unterschiedlicher Spinntechnik unterschieden.

Anmerkung: Im Blog von Kathrin findet Ihr einen weiterführenden Artikel über den Vergleich von Kammzug und Vlies.

Handspinnen Singlelace Corespun

Verlaufgarne werden durch den Farbeffekt gekennzeichnet, könnten aber alles andere auch sein: Lacegarn, Zwirn, Corespun etc.

Traditionelle Garne sind natürlich auch schön, aber in erster Linie für eine bestimmtes Strickgenre gemacht: Lace zB. Socken, Aranstrickerei etc.

Dann gibt es die Effektgarne. Diese Sparte grenzt jeder anders ein. Dazu gehört alles was einen Effekt in das Strickstück bringt. Sprich: Das Garn selbst spielt eine größere Rolle, neben Schnitt und Muster des Strickstückes. Die Textur, also z.B. Locken, Bouclé, Mohair, oder irgendwelche Objekte wie Perlen, Spiralverzwirnung etc. Aber auch die Farbe, wie Melierungen, Verläufe, Fraktalspining, Farbspots oder einfach die Faseranordnung an der Oberfläche. Diese Garne können meist nicht mit jeden Muster gestrickt werden. Dick&Dünn kombiniert mit Aranmuster – das wäre etwas komisch. Die Effektgarne sind nicht so zurückhaltend, wie traditionelle Garn.

Zuletzt gibt es noch die Artyarns. Sie sind meistens Garne, die überhaupt nicht für den Stricker gemacht sind. Sie werden gesponnen, des Spinnens willen, damit sie einfach schön aus sehen und vielleicht für Kunstprojekte à la Lexi Boeger  oder als Hingucker in größeren Strickprojekten. Extreme Lockengarne, Garne mit Loops, Behives, Franzen, eingesponnen Objekten und sonstigen Extravanzien. Diese Garne machen wohl dem Stricker das Leben schwer.

Trashvlied-trashsupercoils-spinnen

Was für Fasern verspinnst Du hauptsächlich und warum?

Für mich als Spinner waren die Artyarns tatsächlich der Reiz, das Spinnen zu lernen.
Ich hatte ja damals nicht viel mit Stricken am Hut, als ich das Spinnen begann. Ich fand es einfach mega kreativ solche Garne zu machen und sie benötigen, auch wenn Sie so zufällig aussehen, eine gute Konstruktion. Doch irgendwann stellte sich die Frage, was ich mit den ganzen Garnen machen sollte.
Ich wollte dann wissen, warum die Stricker ihre liebe Müh und Not mit den Garnen haben und wie ich einen Kompromiss zwischen Effekt und Strickkomfort finden kann.
Heute spinne ich daher moderate Effektgarne, die kein aufwendiges Muster vertragen. Sie sind an Einsteiger gerichtet, die erstmal nur gerade aus stricken, aber durch das Garn trotzdem einen Effekt haben. So wird das Problem zum Vorteil. Deshalb mache ich auch die Knit kits – ein Sorglos-Paket.

Da ich aber langsam selbst als Stricker wachse spinne ich inzwischen auch traditionelle Garne, bei denen ich mich mit Fasermischungen vergnüge. Privat stehe ich auf Mischungen mit Kamel, Ramie, Soja, Bambus und Seide. Für den Shop ist es hauptsächlich Merino, einfach wegen der Kundenwünsche.

Für meinen Shop ist mir wichtig, dass ich jedes Garn jederzeit reproduzieren kann. Ich bin ein Kontrollfreak was für meine Knit Kits äußerst praktisch ist. Ich möchte jedem Kunden das gleiche Garn bieten, was nicht leicht ist, weil die Finger jeden Tag eine andere Laune haben, ähnlich wie bei der Handschrift. Da wird ein simples Lowtwistgarn plötzlich zur Herausforderung.

Streichgarn spinnen stricken

Ist das Spinnen für Dich ein reines Hobby? Und was machst Du im „eigentlichen Leben“ falls ja? 

Spinnen war zunächst ein Ausstieg aus meinem kopflastigen „echten Leben“. Ich bin Kunsthistorikerin und Archäologin mit Schwerpunkt Baukunst im Nahen Osten vor und um Christus. Diese alte Lebensweisen und Kulturen waren also schon immer präsent. Irgendwann stellte ich die Frage mehr Forschung oder mehr Familie. In meinem Fall fiel die Koste-Nutzen-Rechnung meines beruflichen Weges nicht so familienfreundlich aus. Also hielt ich lange Zwiesprache und bin dann ins kalte Wasser gesprungen. Ich hatte keine Ahnung, wie die Sache laufen wird, aber ich war frei. Plötzlich fand ich dann ein kleines, niedliches aber recht abgeranztes altes Industriegebäude um 1890.

Werkstattvorher

Ich saniertes es 1 Jahr lang mit meinem Mann und lieben Freunden und heute ist es meine Werkstatt und Back to the Wheel ist meine kleine Handspinnerei auf Dawanda geworden. Ich mache jetzt das, was eigentlich schon immer ein armer Job war und seit der industriellen Revolution endgültig tot und unwirtschaftlich ist: Lohnspinnerei. Nüchtern betrachtet, völlig irre, aber ich will nicht einsehen, dass es nicht doch möglich ist, eine Brücke in unsere Zeit zu schlagen.

werkstatt

Kannst Du uns Laien jetzt noch Begriffe wie Kerngarn, Streichgarn und Kammgarn erklären? Ich veranstalte ja gerade den Brooklyn Tweed Knit Along und verstricke das Garn “Loft”. Die Garne Loft und Shelter sind beide „woolen-spun“. Was genau bedeutet das und was ist der Unterschied zu den „worsted-spun“ Garnen?

Kerngarn = core-spun: Ein Garn das einen stabilen Kern hat um die sichtbare Fasern herum gesponnen wurden. Das coole an Kerngarnen ist, dass sie einen andern Faserwinkel haben. Die Fasern lassen sich vor dem Spinnen anders mischen und an der Garnobfläche regelrecht trappieren. So können auch empfindliche Fasern in ein reißfestes Garn verwandelt werden.

Streichgarn = woolen-spun: das Garn wurde aus einem kardierten Vlies gesponnen. Dabei wurde der sog. lange Auszug verwendet. Das Ergebnis ist luftig, leicht heterogen, hat einen höheres Wärmevermögen durch den Lufteinschluss. Die dazu genutzten Fasern sind meist krauser und sie haben unterschiedliche Längen. Ihre Faserenden stehen aus der Garnoberfläche heraus, was das Garn entweder flauschiger oder kratziger macht, je nach Empfinden und Faser. Die Maschen wirken etwas unruhiger oder können unregelmäßiger ausfallen.

Kammgarn = worsted-spun: Das ist das Gegenteil von Streichgarn. Es wird aus einem Kammzug gesponnen. Dh. die meist glatten Fasern (zB. Merino) wurden parallelisiert und haben grob die gleiche Länge. Gesponnen wird mit dem sog. kurzen Auszug. Dieser führt zu einer sehr glatten Oberfläche mit weniger Lufteinschluss. Das Garn ist gleichmäßiger, kompakter, glatt. Die Maschen sind definierter und gleichmäßiger. Das Strickstück fühlt sich entweder schmeichelnder oder härter an, je nach Faser.

Unterscheidungsfaktoren sind: Faservorbereitung (Kämmen oder Kardieren), Fasertyp (glatt oder kraus) und Technik (langer oder kurzer Auszug). Mischt man diese Faktoren untereinander entstehen Halbkammgarne. Die Engländer sind hier spezifischer: Woolen vs worsted mit den Mischtypen semi-woolen und semi-worsted ja nach Art der Kombination der oben genannten Faktoren.

Streichgarn stricken spinnen

Warum reißen die Streichgarne so schnell, wofür sind sie besonders gut geeignet und wofür weniger gut?

Streichgarne können schneller reißen, müssen sie aber nicht. Das hängt von der Faser ab. Besteht das Garn aus längeren Fasern (es gibt auch gekräuselte und längere Fasern) passiert das nicht so schnell. Sind die Fasern aber recht kurz, dann benötigen sie beim Spinnen viel Drall. Der Drall hebt sich beim Zwirnen wieder auf. Dann fixieren sich die Fasern der einzelnen Fäden gegenseitig und die Fäden wie auch der gesammte Zwirn gewinnt wieder an Volumen, verliert aber auch an Zusammenhalt. Je enger die Zwirnung (WPI) desto fixer. Hier kommt es auf die Balance zwischen Zwirnung und Faserlänge an.

Tweedgarne sind da noch etwas spezieller. Der Tweedeffekt entsteht durch die Einmischung andersfarbiger Fasern, die sehr kurz sind. Tweed kann nur kardiert werden, so landen wir schon mal bei den Streichgarnen. In der Mischung machen kurze Fasern Spots und lange Fasern Streifen. Und so landen wir bei einem Streichgarn mit überwiegend kurzen Fasern und das Garn kann schneller reißen.

Streichgarne sind wärmer und leichter als Kammgarne. Grund ist der luftige Aufbau durch die Spinntechnik. Kammgarne halten aber mehr Reibung aus, sowohl beim Stricken, als auch im Pulli. Kammgarne halten auch länger die Elastizität im Strickstück, z.B. bei einem Rippenbündchen in der Mütze.
Kammgarne sollten eher mit kleineren Nadeln gestrickt werden, soll da nicht der Wind durch die gut definierten Maschen pfeifen. Sommerstrick ist auch eher was für Kammgarne, wobei da dann doch eher noch Baumwolle oder Pflanzenfaser interessant werden. Lace und Großmaschiges ist auch eine typische Sparte für die Kammgarne. Alles was fließend fallen soll oder mehr Zug aushalten muss sollte ebenfalls eher nicht aus Streichgarn gemacht werden.

 

Wow! Vielen Dank, Kathrin, für Deine so ausführlichen Antworten! Ich hoffe, bald mal einen Deiner Kurse zu besuchen!

Seid Ihr auch so angetan wie ich? Klickt Euch weiter in Kathrins Welt…

… ihr Blog „Back to the Wheel“,
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Loppa-Cardigan von Pinneguri | Steek stricken

Es ist vollbracht, ich habe ihn tatsächlich aufgeschnitten, den Loppa-Cardigan.

Loppa-Cardigan-Pinneguri-fertig

Mit diesem Projekt habe ich so viel gelernt wie noch nie. Nicht nur das Halten von zwei Fäden – also das zweifarbige Stricken. Nein, insbesondere hatte ich vor diesem Projekt keine Ahnung, dass man beim mehrfarbigen Stricken (Faire Isle oder Norweger) eigentlich ausschließlich in Runden strickt. Egal ob Pulli oder Strickjacke. Ob Loop Schal oder Dreieckstuch. Es wird in Runden gestrickt, weil Hin- und Rückreihen durch die Mehrfädigkeit eben einfach viel zu mühsam wären.

Aber wie wird aus einem rundgestrickten Oberteil (*klick*, da war es noch ein Pullover) denn nun eine Strickjacke?

Steek Faire Isle

Des Rätsels Lösung ist der „Steek“. Der Steek besteht aus ein paar zusätzlich aufgenommenen Maschen. In der Anleitung von Pinneguri werden die Knopfleisten vor dem Aufschneiden des Steeks angestrickt, das seht Ihr auf dem oberen Bild.

Um den rundgestrickten Pullover nun in eine Strickjacke zu verwandeln, muss der Steek aufgeschnitten werden. Gerade bei weicheren Garnen ist es besonders wichtig, die Maschen links und rechts vom Schnitt gut zu sichern. Das kann entweder mit der Nähmaschine geschehen, indem links und rechts entlang des bevorstehenden Schnittes mit dem Nähmaschine hoch bzw. runter genäht wird. Oder aber man sichert die Maschen mit festen gehäkelten Maschen. Ich habe mich für die zweite Methode entschieden.

Steek häkeln

Es werden also zwei Reihen feste Maschen gehäkelt, eine links und eine rechts vom zukünftigen Schnitt.

Steek häkeln und schneiden

Anschließend zur Schere greifen und vorsichtig aufschneiden.

Steek aufschneiden

Die zwei Kanten werden dann einfach umgeklappt und innen mit Wollnadel und Faden fest genäht, damit sie nicht dauernd zurück klappen.

Steek Kante festnähen

Alle Details zu Anleitung und verwendeten Garnen und Farben findet Ihr auf der Projektseite zum Loppa Cardigan.

Zum Thema “Steeken” kann ich Euch übrigens den Craftsy-Kurs “Cut Your Knitting: Strand & Steek With Confidence” sehr empfehlen. Er hat mich durch alle Schritte durchgeführt und zeigt die verschiedenen Methoden gut auf.

Nadelsysteme | {Zubehör-Liebe} | Knit Pro versus Addi

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber ich habe mittlerweile eine beachtliche Nadelsammlung. Zu Beginn meiner Strick-Karriere hatte ich ja keine Ahnung von Stricknadelsystemen, sprich auswechselbaren Rundnadeln. Stattdessen habe ich im Grunde für jedes Projekt eine neue Rundnadel gekauft, mal in 40cm, mal 80cm oder länger… wie ich es eben brauchte. Heute bin ich wesentlich schlauer und greife nun einfach zu meinen auswechselbaren Nadelsystemen. Und ich kann Euch verraten, dass diese der Sammelwut keine Grenzen setzen, aber wenigstens benötigt man nun nicht für jede Nadelstärke zig verschiedene Rundnadeln, sondern schraubt die Nadeln einfach auf das passende Seil oder legt Projekte einfach still, wenn man Nadelstärken für ein anderes Projekt benötigt. Auf der Messe in Köln vor einigen Wochen hatte ich ein sehr intensives Gespräch am Addi Stand, als ich neugierig die wunderschönen neuen Olivenholz Rundnadeln bewunderte, die gerade in den Handel kommen.

AddiClick Stricknadeln

Insbesondere wollte ich mir an der Messe das AddiClick System mit den Bambusnadeln genauer anschauen, da ich bisher nur die konkurrierende Knit Pro Variante kannte und mit dem Schraub-Mechanismus nicht immer ganz glücklich bin. Einige Wochen später landete eine sehr nette Email in meinem Postfach, ob ich Interesse hätte, das Click-System einfach mal auszuprobieren.

Austauschbares Seilsystem Stricken

Und wie! Also zog hier das hübsche Täschchen mit den schönen Bambusnadeln in den Stärken 3,5 bis 8mm ein, zugehörig 3 Goldseile der Längen 60 bis 100cm. Im regenreichen Bauernhof-Urlaub hatte ich ausreichend Zeit, mein neues Nadelsystem auszuprobieren und habe zig Maschenproben mit verschiedenen Nadelstärken und dem Addi-System sowie dem Knit-Pro-System gestrickt, um einfach genau zu vergleichen. Da ich immer wieder nach meinen Nadeln und dem Nadelsystem gefragt werde, wollte ich ganz ausführlich über beide System schreiben, um Euch eine kleine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben.

Seilsystem Stricknadeln austauschbar

Mein Ergebnis zusammengefasst:

  • Grundsätzlich sollte man sich, wenn man mehr als eine Mütze im Jahr strickt, unbedingt ein Nadelsystem zulegen.
  • Addi hat in meinen Augen das deutlich bessere Schraubsystem.
  • Darüber hinaus überzeugt das Unternehmen als solches mit seinem klaren Bekenntnis zum Standort Deutschland. “Made in Germany” ist einfach toll!
  • Knit Pro hat wiederum den Vorteil, dass man Nadeln in den allerunterschiedlichsten Materialien kaufen und aufschrauben kann.

Nadelsystem Knit Pro versus Addi

Das Schraubsystem im Vergleich (KnitPro versus Addi)

Das Schraubsystem bei KnitPro hat mich noch nie so richtig überzeugt. Man muss grundsätzlich diese kleinen Schlüsselchen dabei haben, um die Nadeln so richtig fest zu ziehen und selbst dann kann es hin und wieder passieren, dass sich eine Nadelspitze mitten in einer Runde plötzlich locker dreht. Ich habe zwar gefühlt drölfzig kleine Schlüsselchen an allen möglichen Orten rumliegen, doch wenn ich dann gerade eine Nadelspitze wechseln möchte, sind sie vom Erdboden verschluckt.

Bei Addi halten die  Nadeln ohne wenn und aber. Sie werden ohne separate Schraube mit einem besonderen Feder-Drehmechanismus aufge-“clickt”. Möglicherweise ist das für Menschen mit schlechteren Augen etwas mühsam, aber da nimmt sich auch das Knit Pro System nichts. Mir sind bei Addi niemals Maschen im Zwischenraum hängen geblieben, auch das habe ich verschiedentlich bei Knit Pro-Nutzern gelesen. Die Verbindung zwischen Nadeln und Seil ist bei Addi also meiner Meinung nach erheblich besser durchdacht.

Materialauswahl bei den Nadelspitzen (KnitPro versus Addi)

Da kommt möglicherweise das Sammlerherz ins Spiel. Ich liebe es auch, verschiedenes ausprobieren und für mein Knit Pro System habe ich da deutlich mehr Spielraum. Ich bin ein wenig unsicher, ob mir Bambus und Metall (das ist die augenblickliche Auswahl bei Addi) auf Dauer wirklich ausreichen würden, zumal ich mit Metall nicht wirklich gern stricke, hier also nur Bambus zur Auswahl habe. Allerdings gibt es auch diesbezüglich einen Lichtblick, denn bei erfolgreicher Einführung der neuen Olivenholznadeln wird es in absehbarer Zukunft höchstwahrscheinlich auch Holznadeln für das Click-System von Addi geben.

Das Addi Click System gibt es im Augenblick in vier Varianten, zusätzlich noch ein Set mit Häkelnadeln, die aufge-clickt werden können.

  1. Lace-Long Spitzen (3.5-8mm)
  2. Lace-Short Spitzen (3.5-8mm)
  3. Bamboo Spitzen (3.5-12mm)
  4. Basic Spitzen (3.5-12mm)
  5. NACHTRAG: Jetzt gibt es auch Olivenholz Spitzen

Ich habe das Addi-Set mit den Bambus-Nadeln und bin wirklich total begeistert. Die Qualität des Bambus spürt man sehr deutlich beim Stricken. Tatsächlich kommt es aus einer kälteren Region in Japan, wächst daher sehr langsam und ist extrem stabil und mit einer sehr glatten Oberfläche ausgestattet. Ich habe sowohl mit den dünnsten Nadeln als auch mit etwas dickeren Nadeln gestrickt, sie liegen wunderbar in der Hand und für den Moment möchte ich nie wieder mit etwas anderem als Bambus stricken.

Für das Knit Pro Nadelsystem gibt es sehr viel mehr Varianten (nicht auf absolute Vollständigkeit geprüft):

  1. Birkenholz – Symfonie Wood (3.5-12mm)
  2. Birkenholz – Symfonie Cubics (4-8mm)
  3. Birkenholz – Symfonie Rose (3.5-8mm)
  4. Birkenholz – Dreamz (3.5-8mm)
  5. gefärbtes Acryl – Trendz (3.5-12m)
  6. Bambus – Bamboo (3-10mm)
  7. Karbon mit Messinspitze – Karbonz (3-6mm)
  8. Metall – Nova Metal (3.5-12mm)
  9. Metall – Nova Cubics (4-8mm)

Ich habe bereits mit Symfonie Cubics, Symfonie Rose und Karbonz gestrickt. Die Karbonz Nadeln sind toll, gerade in dünneren Nadelstärken. Von den Symfonie Rose Nadeln bin ich nicht ganz überzeugt, in den kleineren Nadelstärken sind sie mir schon verdammt oft abgebrochen. Ich habe mindestens acht bis zehn Nadeln nachkaufen müssen und habe schon häufig bei anderen über dieses Problem gelesen. Die Cubics sind wohl insbesondere für ein gleichmäßigeres Strickbild bekannt, dazu habe ich selbst aber noch nicht ausreichend Erfahrungswert.

Mein Fazit

Mich überzeugt das Click-System von Addi mit dem absolut durchdachten und sicheren Mechanismus. Ich wünsche mir allerdings zusätzlich zu den Bambus- und Metallnadeln auch noch Holznadeln (Nachtrag: Mittlerweile gibt es für das Click-System Olivenholz-Spitzen). Solange es diese noch nicht gibt, werde ich sicherlich auch auf mein Knit Pro System zurück greifen.

Womit strickt Ihr am Liebsten? Und worauf kommt es Euch bei Euren Stricknadeln an?

Update Mai 2016: Ich habe das Click-System in mein Shop-Sortiment aufgenommen, Ihr findet nun also sämtliches Zubehör für dieses Nadelsystem bei mir an einem Ort. Ganz bald findet Ihr hier auch die Olivenholz-Spitzen, die gerade auf den Markt kommen!

Babydecke stricken | {Die Maschenprobe}

Heute geht es weiter mit meiner Serie zum Thema Babydecke stricken. Beim letzten Mal habe ich über die Material-Wahl gesprochen. Wenn Du nun das perfekte Garn in Deiner Lieblingsfarbe gefunden hast, geht es an die Maschen. Zunächst einmal solltest Du Dich für eine Nadelstärke entscheiden, um schließlich auch herauszufinden, wieviele Maschen Du für Deine Decke überhaupt anschlagen musst.

Maschenprobe für Babydecke

Neben Materialzusammensetzung, Gewicht und Lauflänge ist auf der Banderole Deines Garns auch eine vom Hersteller empfohlene Maschenprobe sowie die entsprechende Nadelstärke angegeben. Das ist zunächst einmal ein guter Richtwert, um allerdings die Maße Deiner Decke exakt zu berechnen, musst Du selbst eine Maschenprobe stricken. Denn nicht nur die Nadel- und Garnstärke beeinflussen die Maschenprobe, sondern auch Deine persönliche Stricktechnik und – ganz wichtig – auch das Muster, in dem Du die Decke stricken möchtest.

Was Du für Deine Maschenprobe zu tun hast:
1. Nadelstärke entsprechend der Banderole auswählen
2. Ein paar mehr Maschen als auf der Banderole angegeben anschlagen
3. Maschen und Reihen für 10x10cm von Deiner Probe ablesen
4. Die Anzahl Maschen für die gewünschte Breite und Höhe Deiner Decke umrechnen

Auf meiner Banderole sind für eine 10cm Breite 22 Maschen angegeben, mit einer Nadelstärke 3,5 bis 4,5. Ich wähle also eine 4mm Nadel und schlage 30 Maschen für meine Probe an, damit ich später ausreichend Platz zum Nachmessen habe.

Nach einigen Reihen glatt rechts merke ich, dass gerade bei diesem Garn die Unregelmäßigkeit in meinem Gestrick ziemlich deutlich zum Vorschein kommt. Ich stricke nämlich rechte Maschen fester als linke Maschen. Da ich mit meinem austauschbaren Nadelsystem von Addi ganz flexibel bin, tausche ich einfach eine Nadelspitze aus und wähle für meine Rückreihen (also die Seite mit den linken Maschen) eine halbe Nadelstärke kleiner. Gefällt mir deutlich besser, macht beim Ausmessen allerdings keinen allzu großen Unterschied.

Wenn Du das erste Mal mit Deinem gewählten Garn strickst, empfehle ich Dir ausserdem eine Waschprobe und zwar genauso wie Du das fertige Stück später auch behandeln wirst. Strickst Du in mehreren Farben, dann stricke dazu auch dringend ein mehrfarbiges Probestückchen, denn auch bei waschbaren Garnen kann es später zu bösen Überraschungen kommen, wenn lila und beige in der Waschmaschine aufeinander treffen. Alles schon gehabt – aus Fehlern lernt man!

Beim Ausmessen meiner Maschenprobe komme ich auf 20M und 30R für 10x10cm.

Deine Babydecke sollte ein Maß von mindestens 80x80cm haben, ich entscheide mich für 90x90cm, dann ist noch ein wenig Luft. Ich muss also 20×9, sprich 180 Maschen anschlagen und meine Decke sollte insgesamt ca. 270 Reihen lang werden. Diese Zahlen im Hinterkopf kann ich mir nun in Ruhe ein Muster für meine Babydecke überlegen und genau ausrechnen.

Babydecke stricken | {Welches Garn?}

Ich bekomme immer wieder Emails mit der Frage “Welche Wolle sollte ich für eine Babydecke verwenden?”. Die Beiträge über Babydecken hier auf dem Blog rangieren nämlich ganz oben unter den Klickzahlen. Da gibt es die Patentdecke aus dem letzten Sommer, oder meine Babydecke “Mila” im Chevronmuster, oder die gestreifte Babydecke von Cécile. Da dachte ich mir, ich starte mal eine kleine Serie, in der ich Anfängerinnen und ungeübteren Strickerinnen einfach erzähle, wie ich vorgehe, wenn ich eine Babydecke stricken möchte. Und damit das nicht allzu theoretisch bleibt, stricke ich dabei einfach auch gleich eine Babydecke mit!

Die Fragen, die ich Euch während des Strickens beantworten möchte sind: Welche Wolle wähle ich aus und warum? Was brauche ich für Stricknadeln? Wie groß soll so eine Decke sein und wie berechne ich dann wieviele Maschen ich benötige? Wo finde ich schöne Muster? Und mal sehen was mir sonst noch so einfällt oder hier vielleicht gefragt wird.

Babydecke welche Wolle

Zu Beginn meines neuen Projektes “Babydecke stricken” stelle ich mir die Frage nach der Auswahl des Materials. Ich persönlich stricke mittlerweile ausschließlich mit natürlichen Fasern und werde auch für meine Babydecke ein entsprechendes Garn auswählen. Aber es gibt ein paar Faktoren, die Du bei der Auswahl Deines Garns beachten solltest, um am Ende das für Dich perfekte Garn auf den Nadeln zu haben:

Wärme- und Kuschelfaktor

Babys haben es gern warm. Natürliche Fasern sind wärmer als künstliche Fasern, ja selbst Baumwolle hält die kleinen kuschelig wärmer als Acrylfasern. Ich persönlich würde nun also unabhängig von meiner Vorliebe für natürliche Fasern auch für Babydecken immer ein Garn ohne (oder mit möglichst geringem) künstlichen Faseranteil auswählen. Wenn Du Dich für Wolle von Tieren entscheidest, dann achte zusätzlich darauf, dass das Garn wenig fusselt oder haart.

Darüber hinaus soll die Wolle natürlich nicht kratzen, schließlich kommt sie mit zarter Babyhaut in Berührung. Die feinste, vom Schaf gewonnen Wolle ist die des Merinoschafes. Merinowolle kratzt nicht auf der Haut und eignet sich daher hervorragend für Babystricksachen.

Pflege und Waschbarkeit

Wärme ist das eine, aber wie sieht es mit Pflege und Waschbarkeit aus? Junge Mütter haben wenig Zeit, Babysachen von Hand zu waschen. Ich persönlich tue das zwar bei meinen Kindern für ausgewählte Kleidungsstücke, aber auch ich finde es praktischer, die Teile einfach mit in die Maschine zu werfen. Einen Schrank voller Cashmere-Kleidung fänd ich auch äusserst stressig.

Baumwolle ist grundsätzlich pflegeleichter als Schurwolle, es gibt aber auch viele sehr schöne superwash behandelte Wolle, die man problemlos in der Maschine waschen kann, ohne dass sie filzt. Soll Deine Babydecke also maschinenwaschbar sein, dann verwende entweder Baumwolle oder aber waschbare Wolle. Ob eine Wolle waschbar ist, erkennst Du beim Kauf schon auf der Banderole!

Fazit

Die aufgezählten Faktoren schränken Deine Auswahl des Garnes nun sehr ein. Wenn wir auf künstliche Fasern verzichten, gleichzeitig aber nicht möchten, dass die Babydecke zu sehr fusselt oder haart, haben wir die Wahl zwischen einer Baumwolle und einer Merino-Wolle. Damit die Decke auch fertig wird, gleichzeitig aber nicht zu dick wird, sollte sie mit einer Nadelstärke 4mm bis 6mm zu stricken sein.

Ein paar schöne und geeignete Garne für Babydecken habe ich bei mir im Shop versammelt. chau Dir am Besten die Farbpaletten an, denn die Farbauswahl ist natürlich auch ein sehr wichtiger Faktor:

– Baumwolle “Ica” von Lamana für eine Nadelstärke 5 bis 5,5mm
– Merinowolle “Como” von Lamana für eine Nadelstärke 3,5 bis 4,5mm
– Baumwolle-Modal Mischung “Cosma” von Lamana für eine Nadelstärke 5 bis 5,5mm
– Merinowolle “Merino Baby” von Pascuali für eine Nadelstärke 3mm
– Baumwolle-Kaschmir Mischung “Sole” von Pascuali für eine Nadelstärke 3,5 bis 4mm

Für meine Babydecken Karli und Kora habe ich Como verstrickt. Es ist unglaublich luftig und leicht mit einer Lauflänge von 120m auf 25g. Für welche Nadeln bzw. Nadelstärke ich mich entscheiden werde, berichte ich das nächste Mal, dazu muss ich nämlich erst ein paar Maschenproben stricken! Und genau das solltest Du auch tun, bevor Du mit der eigentlichen Babydecke beginnst.

Wollwickler | {mein neues Spielzeug}

Ich habe ja vor einigen Wochen schon einmal das Thema Wollwickler und Haspel angesprochen und auf meiner Geburtstagswunschliste im April standen die zwei natürlich ganz oben. Mittlerweile sind die beiden Werkzeuge hier eingezogen und mein Strick-Herz macht jedes Mal beim Wickeln kleine Hüpfer.

Wollwickler Holz

Schaut doch welch hübsche Knäule man damit wickeln kann.

Bestellt hat mein weltbester Mann (der gar nicht so recht verstand wozu man so etwas jetzt so dringend benötigt) meinen schönen Garnwickler bei Yllep! Ich war auf der Recherche nach einem Wickler aus Holz immer wieder auf diesen einen gestoßen und hatte den Link dann einfach brav weitergereicht. Dazu habe ich eine Kreuzhaspel aus Holz, die lange nicht so gut verarbeitet ist, aber ihren Dienst tut.

Falls Ihr noch keinen Wickler habt, findet Ihr übrigens bei Eeva ein super Tutorial zum Silberwickeln!

Raglan-von-oben lernen {Makerist-Giveaway}

Alle Pullover und Strickjacken, die ich bisher für das Fräulein, den Prinzen oder mich gestrickt habe, habe ich von oben gestrickt. Ich weiß, es gibt Strickerinnen, die das ganz klassische “flache Stricken” mit Nähten bevorzugen. Aber ich hasse es, Teile zusammen zu nähen. Und ich finde von oben gestrickte Teile deshalb so toll, weil man sehr schnell sieht wohin die Reise geht. Aber wie strickt man eigentlich einen Pullover von oben? Nina von Knit Knit Berlin zeigt Euch die einfachste Version – den Raglan-von-oben – in einem Video-Kurs bei Makerist. Diese Kurse sind wirklich toll gemacht! Schöne Kulisse, sehr ruhige Atmosphäre und perfekte Kameraeinstellungen, um das Mitstricken ganz einfach machen. Man hat wirklich das Gefühl, bei Nina im Atelier zu sitzen. Diesen schönen Kurs könnt Ihr nun zusammen mit einer kompletten Materialbox bei mir gewinnen!

Raglan von oben stricken lernen

Das Prinzip des Raglan-von-oben ist ganz einfach: Man beginnt den Maschenanschlag am Kragen und teilt die Maschen nach einigen Reihen in Vorder- und Rückenteil, sowie Ärmel ein. Es werden einige Reihen mit einer “Raglan”-Linie gestrickt, an der Maschen zugenommen werden. Anschließend legt man die Ärmel “still”, strickt den Körperteil herunter und nimmt die Ärmel-Maschen später wieder auf. In ihrem Kurs zeit Nina zunächst einmal die allereinfachste Variante, um das Prinzip zu vermitteln:

makerist video stricken

Basierend auf dieser Grundvariante zeigt sie anschließend eine Variante mit Rollkragen, sowie eine Strickjacke. Alle drei Modelle basieren auf dem gleichen Prinzip, alle drei Varianten könnt Ihr mit Nina gemeinsam im Video stricken.

Strickjacka Raglan stricken

Ich habe schon einmal erwähnt, dass ich diese Art Video-Kurse sehr gern anschaue. Ich schaue sie abends während des Strickens, wenn nichts im Fernseher läuft und finde sie sind eine sehr gelungene Alternative zum Buch, wenn sie so gut gemacht sind! Man kann immer wieder zurückspulen, kann sich einfach nur “berieseln” lassen und dabei gemütlich mitstricken. Ich finde das toll! Der Kurs enthält zusätzlich sehr umfangreiches Kursmaterial als PDF zum Nachlesen.

Und nun zur Verlosung für Euch: Zusammen mit makerist verlose ich den Kurs “Raglan von oben: Pullover stricken” im Wert von 26,- Euro inklusive einer kompletten Materialbox im Wert von 60,- Euro! Um zu gewinnen, hinterlasst einen Kommentar bis Freitag, den 3. April 2015 um Mitternacht und erzählt mir, ob Ihr schon einmal von oben gestrickt habt! Ich wähle dann per Zufallsgenerator einen Gewinner aus. Ich wünsche Euch viel Glück!

–> Gewonnen hat Kommentar Nr. 24, Franziska (ohne Blog). Herzlichen Glückwunsch, Du bekommst eine Mail von mir!

Stricken – Tools & Co. | Wie macht Ihr das?

Neulich bin ich bei Instagram auf den Hashtag #knittertools gestoßen, ich liebe es ja immer zu schauen, was andere so für Tools und Krams zum Stricken haben. Da hat sich bei mir mittlerweile natürlich so einiges angesammelt. Ich zeige Euch mal ein paar Dinge, ohne de ich mittlerweile gar nicht mehr gern stricken möchte.

Zubehör Stricken

Prominent in der Mitte und immer dabei, mein Nadel- und Maschenmaß von Lana Grossa. Das benutze ich natürlich sehr oft, denn die Markierung der Nadelstärken auf meinen Holznadeln verschwindet spätestens nach zwei Reihen, so dass ich ständig die Stärken meiner vielen Nadelspitzen prüfen muss. Dieses Nadelmaß ist gleichzeitig Lineal und Maschenmaß zum Auszählen der Maschen bei meinen Maschenproben. Sehr praktisch und daher ständig im Einsatz.

Die Maschenhalter (diese Sicherheitsnadel oben links) benutze ich ab und an, meistens lege ich Maschen eher auf einem Stück andersfarbigem Garn still. Für kürzeres Stilllegen sind diese Maschenhalter aber durchaus sehr brauchbar. Die lila Scheibchen sind die Endstücken zu meinem Nadelspitzen Set und die sind extrem wichtig, wenn Strickstücke pausieren und ich die entsprechende Nadelstärke für andere Projekte benötige (aus diesem Grund habe ich auch ein paar zusätzliche Seile gekauft, um ein Projekt auch mal liegen lassen zu können). Unter dem Nadelmaß liegen drei Seilverbindungsstücke, damit lassen sich mehrere Seile miteinander Verbinden, um z.B. größere Projekte auch einmal anzuprobieren und die Maschen auf mehrere Seile gleichmäßig verteilen zu können.

Wollnadeln sind natürlich unverzichtbar zum Vernähen der Fäden. Keine Frage. Die Häkelnadel wird zur Fehlerbeseitigung inmitten einer Reihe benötigt, da lasse ich dann gern mal eine Masche ein paar Reihen runter fallen, um Fehler zu beheben.

Über meine Begeisterung für meinen neuen Pompom-Maker habe ich neulich schon im Rahmen meiner neuen Lift-it-Mütze berichtet. Wirklich toll, die Dinger! Darunter das Maßband, auch so gut wie immer mit dabei. Meine Maschenmarkierer sind nicht die hübschesten, aber sie erfüllen ihren Zweck. Auch dazu nutze ich zwar oft einfach andersfarbige Garnreste, aber so ein paar Markierer im Täschchen zu haben schadet nicht.

Ganz unten ein paar T-Nadeln von KnitPro, ich habe ein 50er Pack, die rosten nicht (das ist wichtig!) und sind hervorragend geeignet zum Blocken (Spannen) der Strickstücke. Das  tue ich übrigens auf diesen Spielmatten, es müssen nicht die teuren Matten von KnitPro sein, man sollte nur vorher prüfen, ob die Matten abfärben, meine tun es nicht.

Und jetzt erzählt mal auf welche Tools Ihr so gar nicht mehr verzichten könnt. Was habt Ihr für Lieblingszubehör? Vielleicht habt Ihr ja auch ein paar Tips für hübschere Varianten an Strick-Tools?

Unfertige Objekte (UFOS) | Wie macht Ihr das?

Ich habe mir eine neue Kategorie überlegt und ich bin ganz gespannt wie Ihr sie findet! “Wie macht Ihr das?” wird eine Serie von Themen rund ums Stricken (in unregelmäßigen Abständen), in der ich Euch Fragen stelle und natürlich hoffe, dass Ihr hier ganz zahlreich aus dem Strickkästchen plaudert.  Es gibt so viele – also soooo viele – Themen, von denen ich so gern wüsste wie andere das machen. Fünf Stricker, fünf Meinungen, oder nicht? Manchmal geistert mir beim Stricken plötzlich eine Frage durch den Kopf und schon google ich wie wild herum, um zu erfahren wie andere das so machen. Warum also nicht einfach fragen? Seid Ihr dabei?

UFOs stricken

Heute geht es aus gegebenem Anlass um das Thema UFOs. Als ich vor einigen Abenden nämlich meinen Rautenschal abgekettet habe, stand ich plötzlich mit leeren Nadeln da. Auf die zweite Socke hatte ich keine Lust, also wagte ich mich an den Schrank mit den unfertigen Objekten. Davon habe ich einige – nicht allzu viele, aber immerhin. Es sollte nichts kompliziertes sein, etwas ohne viel nachzudenken. Keine Rumrechnerei und vor allen Dingen keine Einleserei in die Anleitungen. Da kam mir der Raglan-von-Oben-Pullover für den Prinzen in den Sinn, den ich letzten Winter freestyle angeschlagen habe.

Mittlerweile waren die Ärmelöffnungen gefährlich eng (das Kleingemüse wächst zu schnell) und irgendwie hatte ich auch keine Lust mehr auf freestyle und selber rechnen. Also ribbelte ich kurzerhand schon einmal einen Teil auf und begab mich frischen Mutes auf die Suche nach einer passenden Anleitung für das Garn. Ravelry ist für derlei Vorhaben ja ein Traum: Bei Filatura di Crosa Zara (das habe ich letzten Winter bei Mylys in Hamburg gekauft) fand ich unter “Pattern ideas” eine lange Liste passender Anleitungen. Schwups, landete gathering stripes von Veera Välimäki im Warenkorb und zwei Abende später bin ich schon beinahe bei den Ärmelöffnungen angelangt und bin frohen Mutes, das Teil bald fertig zu stricken.

Manchmal muss man UFOs also einfach Ribbeln, um wieder neu in Schwung zu kommen. Wie macht Ihr das? Ribbelt Ihr auch mal gnadenlos ein halbfertiges Stück auf? Verwendet Ihr das Garn dann ein zweites Mal? Wie geht Ihr beim Abarbeiten Eurer UFOs vor? Habt Ihr eine Systematik – so etwas wie ein UFO im Monat oder so?

Erzählt doch mal, ich bin gespannt!