Kategorie: Projektideen

Neu bei Maschenfein {Sandnes Garn}

Kürzlich habe ich Euch den ersten wunderschönen neuen Zuwachs im Maschenfein Shop vorgestellt und alle Qualitäten davon sind in der Maschenfein Community schon auf den Nadeln, oder sogar schon wieder von den Nadeln gehüpft (wie hier, hier und auch hier). In dieser Woche ist die zweite großartige Neuheit bei Maschenfein dran: Die Sandnes Garne, die Ihr in den letzten Tagen schon so sagenhaft begeistert geplündert habt, dass ich rasend schnell nachbestellen musste.

Sandnes-Garn-Online-kaufen

Sandnes ist allen ein Begriff, die ihre Urlaube gern im skandinavischen Raum verbringen, denn Sandnes ist nicht nur eine Stadt südlich von Stavanger in Norwegen, sondern auch ein seit dem späten 19. Jahrhundert bestehendes Traditionsunternehmen und eine der bekanntesten Garnmarken Norwegens. Sandnes Garne kommen in so ziemlich allen skandinavischen Instagram-Feeds vor und wer wie ich häufig auf Instagram unterwegs ist, folgt bestimmt schon der ein oder anderen norwegischen Strickdesignerin wie dieser, dieser oder jener.

Sandnes-Garne-Mohaire-Online-Maschenfein

Norwegen ist das Land, in dem Ihr hochwertigste Strickgarne im Schuhgeschäft findet. In dem Ihr, wenn Ihr ein wenig Glück habt, Stricknadelersatz sogar im Supermarkt erhaltet. Oder im kleinen Kiosk an der Ecke. Das Land, in dem das Stricken kein verstaubtes Image hat, sondern Trend ist, weil halt einfach so ziemlich jeder strickt. In dem Strickdesigner wie Superstars gefeiert und ihre im Selbstverlag publizierten Bücher im Nullkommanichts zum Bestseller werden. Und Norwegen ist das Land der langen Abende, der mystischen Natur, der engen Fjorde, der Einsamkeit und der regendichten Kleidung.

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Ich habe das Land durch meinen Mann kennen gelernt, der schon als Kind viele, viele Sommerurlaub angelnd in Norwegen, meist in einer großen Schar von Kindern verbracht hat. Vor 17 Jahren haben wir unseren ersten gemeinsamen Norwegen-Urlaub am Fjaerlandfjord verbracht und ich habe gerade festgestellt, dass man ja damals noch gar nicht digital fotografiert hat (Gott, bin ich alt), daher hier ein imposantes Bild von den Lofoten, wo wir den Sommer vor neun Jahren verbracht haben.

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Mittlerweile waren wir schon fünf Mal in Norwegen und verdammt oft hatten wir wirklich Pech mit dem Wetter. Was dort allerdings eine Frage der Definition ist, denn wer kann sich bei dieser Aussicht schon groß über das Wetter beschweren?

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Und immerhin kann der Wetterwechsel auch schnell vonstatten gehen, dann sieht’s auch gern mal so aus. Das war letztes Jahr in der Nähe von Stavanger. Da besuchte ich auch auf dem Rückweg nach Hause den Lagerverkauf von SandnesGarn und deckte mich ordentlich mit Garnen, aber auch mit den schönen Heften ein, die zwar damals (wie heute) allesamt norwegisch waren, aber die Maschen sind ja dann doch überall gleich und allzu schwer war das Entziffern der Anleitungen dann auch nicht.

Garn-Landschaft

In einem Norwegen-Urlaub sollte man mit Wolle versorgt sein, denn die Abende sind lang und gemütlich, das Wetter manchmal nur zum Einkuscheln und viel Strickzeit inklusive. Oder halt! Garne braucht Ihr gar nicht mitbringen, denn die kriegt Ihr ja selbst im kleinsten Ort in den allerschönsten Qualitäten und Farben. Nämlich eben SandnesGarn. Und wer ein wenig norwegisches Feeling auch hier bei uns haben möchte, der finde die Garne jetzt eben auch bei mir!

Alpakka-Silke

Ganz besonders freue ich mich nun aber, dass Ihr zusätzlich zu den Garnen auch schon die ersten Übersetzungen für die schönsten Designs aus den norwegischen Sandnes-Heften findet. Die passenden Strick-Kits packe ich wie gewohnt in Shop und es sind schon einige weitere in Arbeit. Die Übersetzungen liegen den Heften gratis bei und es folgen nach und nach immer mehr davon. Einzeln darf ich diese Hefte übrigens nicht verkaufen, sondern immer nur in Verbindung mit Sandnes Garnen. Das ist eine Vorgabe des Herstellers selbst, daran halte ich mich natürlich auch.

Ich beginne mit drei Qualitäten, die zu mir und Maschenfein und den Designs und Anleitungen, die Ihr gern strickt passen:

Alpakka Silke ist eine superfeine Mischung aus Alpakka und Maulbeerseide. Durch den Seidenanteil erhält das Garn einen ganz leichten, feinen Glanz und eignet sich hervorragend für Frühlings- oder Spätsommerkleidung. Mit einer Lauflänge von 200 Meter auf 50g strickt Ihr es (wenn Ihr es einfädig verarbeitet) auf etwa 3mm Nadeln und es passt zu Anleitungen mit einer Maschenprobe von um die 27 Maschen auf 10cm.

Silke-Mohair-Alpakka-Silke-Sandnes-online

Passende zu Alpakka Silke gibt es das Garn Silk Mohair, denn was gibt es schöneres als aufeinander farblich abgestimmte Qualiäten? Und Alpakka Silke zusammen mit Silke Mohair, das müsst Ihr wirklich ausprobieren. Silk Mohair hat eine Lauflänge von 280 Meter auf 50g und besteht aus Kid Mohair, Seide und Wolle. Ihr strickt es je nachdem auf 5,5mm Nadeln oder natürlich auch größeren Nadeln. Es passt perfekt zu Alpakka Silke, aber auch zu Mini Alpakka.

Mini-Alpakka-Silk-Mohair-Sandnes-Online-Maschenfein

Mini Alpakka, dem dünnsten der Alpakka-Garne von Sandnes. Dieses 3-fädige Garn, dass zu 100% aus reinem Alpaka besteht, eignet sich einerseits ganz hervorragend zum Stricken von Farbmustern und andererseits natürlich auch einfach für Kleidung insgesamt. Es hat eine Lauflänge von 150 Meter auf 50g und Ihr verstrickt es (einfädig verarbeitet) auf etwa 3mm zu um die 27 Maschen auf 10cm. Auch von Mini Alpakka gibt es schon einige Farben bei mir im Shop, vor allen Dingen, weil ich selbst unbedingt spätestens im Herbst diesen Ballerina-Rock stricken möchte, für den ich Mini Alpakka und Silk Mohair benötige. Reiner Eigennutz also!

Anfang nächste Woche starten wir unseren Sandnes Knit Along. Gestrickt werden beliebige Anleitungen mit den Qualitäten aus meinem Shop oder aber eines der ersten schönen Sandnes Strick-Kits, die Ihr jetzt auch bei mir findet.

Viel Spaß beim Stöbern!

 

Sockenwunder-Babyhose {Pairfect – ein Tip}

Es gibt ja so Ideen, die man gern selbst gehabt hätte, weil sie so cool sind. Aber irgendwie macht es auch Sinn, dass Sophia sie hatte, denn sie hat ja auch die Bloggerwelt mit dem Sockenwunder angesteckt. Das hatte ich nämlich (vielleicht erinnert Ihr Euch) zunächst gar nicht so recht zu schätzen gewusst. Wenn sie mir nicht so davon vorgeschwärmt hätte, würde ich jetzt noch alle Ärmel fluchend mit Nadelspiel oder etwas weniger fluchend aber immer noch genervt mit dem Magic Loop stricken. Mittlerweile möchte ich meine Sammlung Sockenwunder keinesfalls mehr missen.

Pairfect-Babyhose-2Bild: Stichfest.net

Was hat jetzt eine Babyhose mit dem Sockenwunder zu tun? Na ganz einfach: das Sockenwunder eignet sich prima zum Babyhosestricken. Wär ich jetzt so auch nicht drauf gekommen, macht uns Sophia aber schon seit einigen Wochen auf Instagram vor. Und das dann auch noch kombiniert mit der Regia Pairfect ist halt wirklich pairfect, wie es Carina so treffend in ihrem Post heute formuliert. Die Regia Pairfect ist das sich selbst ringelnde Sockengarn (für all diejenigen unter Euch, die sich da (wie ich) nicht so gut auskennen), das einfaches glatt rechts plötzlich völlig ausreichend und kurzweilig macht. Passt perfekt zum Sockenwunder, mit dem sich die vielen rechten Maschen nämlich beinahe ganz von allein stricken.

Pairfect-Babyhosen
Bild: Stichfest.net

Carina hatte mir vergangene Woche zum Stricktreff ein Knäuel Regia Pairfect mitgebracht, dass sie seit dem letzten Yarncamp immer für mich mit sich herum trug. Nun konnte ich passend zum Launch der so lange auf Instagram rumgeisternden Strickanleitung nun direkt ein paar Babyhosen anstricken.

Babyhosen-Sockenwunder-Regia

Eine coole Idee, eine gut zu folgende Anleitung, kombiniert mit dem Sockenwunder. Finde ich auch pairfect!

Die Anleitung samt Garn und Sockenwunder findet Ihr ab sofort drüben bei Sophia.

Projekt der Woche {Tschilp von ANKESTRiCK}

In den letzten Wochen füllt sich mein Postfach beinahe täglich mit vielen Emails, die Fragen nach Garnen für bestimmte Projekte enthalten. Ich versuche möglichst innerhalb eines Tages zu antworten, manchmal klappt das nicht ganz, falls Ihr allerdings länger als drei Tage nichts von mir hört, dann fragt ruhig einfach noch einmal nach. Nicht, dass Ihr in den Weiten meines Postfaches verloren gegangen seid. Ab und an kann auch in der Maschenfein Facebook-Gruppe ganz prima geholfen werden, weil da so viele Profis unterwegs sind, die entweder vieles kennen oder immer super Tips haben. Jedenfalls dachte ich mir, ich greife einfach ab und an mal eines der vielen schönen Projekte, die in der Maschenfein „Community“ gerade so gestrickt oder geplant werden, heraus und schreibe eine Projektidee der Woche für Euch auf, die dann zugleich auch eine Anfrage beantwortet.

Tschilp-Ankestrick-welches-Garn
Foto links: ANKESTRiCK, Fotos rechts von oben nach unten: ITO Washi, ITO Urugami, ITO Shio alle von ITO Yarns. 

Gestern fragte zum Beispiel Elca nach einem passenden Garn für ihr neues Frühlingsprojekt, den „Tschilp“ von ANKESTRiCK. Die Anleitung gibt es auf Ravelry auch auf Deutsch, yeah! Ich musste mir Tschilp allerdings erst einmal genauer anschauen, ich kannte ihn nämlich noch gar nicht. Nachdem ich mir dann das betroffene Modell angeschaut habe, werfe ich immer einen Blick in meine liebsten Maschenproben und schaue was sich passend anfühlt und wo vor allen Dingen die Maschenprobe in etwa den Angaben der Anleitung entspricht. Dabei ist es völlig egal mit welcher Nadelstärke ich die Probe gestrickt habe. Es kommt einzig und allein darauf an, ob das Gestrick in der gesuchten „Maschendichte“ schön und passend ist. Denn eine andere als in der Anleitung angegebene Nadelstärke zu verwenden ist ja nun das geringste Problem. Hauptsache die Maschen (und möglichst auch die Reihen, wobei das nicht ganz so schlimm ist) müssen nicht umgerechnet werden.

Für Elca und ihr Projekt Tschilp habe ich zwei Ideen, beide werden mehrfädig gestrickt:

  • ITO Washi (54% Papier, 46% Viskose) in Kombination mit ITO Urugami (72% Wolle, 28% Papier), oder
  • ITO Washi in Kombination mit ITO Shio (100% Wolle), dabei kann die Shio je nach Belieben ein- oder zweifädig zu Washi kombiniert werden

ITO-Garne-für-Tschilp-ANKESTRICKFoto oben: ITO Washi in der Farbe “carrot”, unten links: ITO Urugami in der Farbe “tangerine” und unten rechts ITO Shio in der Farbe “tangerine”. 

Ich mag die Haptik der ersten Kombination (Washi und Urugami) sehr. Urugami ist im Kern ein gezwirnter Papierfaden, aussen von Wolle umsponnen. Es sieht aus wie ein glatter runder Faden und hebt sich im Gestrick ziemlich vom Washi ab, denn Washi ist ein leicht strukturiertes Garn. Ich mag das, man sieht die Zweifädigkeit in der Struktur dann deutlich. Gleichzeitig ist es sehr luftig, also sicher für Sommerstrick prima geeignet.

Wer ein „Ineinanderschmelzen“ der Fäden lieber mag, dem würde ich dann die Kombination aus Washi und Shio ans Herz legen. Und wer es ausserdem (wie ich) auch ein wenig „dichter“ mag, der sollte dann Shio zweifädig zu Washi kombinieren, also insgesamt mit drei Fäden stricken, um auf die passende Anzahl Maschen zu kommen. Ein tolles Strickbild, ein größerer Anteil Wolle und es fühlt sich auch etwas weicher an als die erste Kombination mit dem Urugami.

Egal für welche Kombination Ihr Euch entscheidet, Ihr müsst zwingend vorher eine Maschenprobe stricken, um herauszufinden mit welcher Nadelstärke Ihr den Tschilp nach der Anleitung stricken könnt. In meiner Maschenprobe komme ich für beide Kombinationen mit einer 3,5mm auf etwa 24 Maschen für 10cm. Dünnere Nadeln habe ich noch nicht probiert, ich würde mal eine MaPro mit 3,25mm stricken, sie naütrlich waschen und dann mal messen.

Garnmenge: Laut Anleitung werden je nach Größe 730 bis 1170m benötigt. Also:
4-5 Konen Washi und 3-5 Konen Urugami, oder
4-5 Konen Washi und 2-3 Konen Shio, oder
4-5 Konen Washi und 4-6 Konen Shio (falls Shio zweifädig gestrickt wird)

Anleitung: Tschilp findet Ihr auf Ravelry als PDF Download. Beim Kauf der Anleitung erhaltet Ihr alle verfügbaren Sprachen, das sind in diesem Fall Englisch und Deutsch.

Nadeln: Das müsst Ihr ausprobieren. Strickt eine Maschenprobe beginnend mit der Nadelstärke 3mm. Schlagt etwa 30 Maschen an, strickt ein Pröbchen, wascht es und lasst es trocknen. Erst dann könnt Ihr vernünftig ausmessen und entscheiden ob 3mm passt oder doch zu dicht wird!

Viel Spaß!

PS: Wieso ich Maschenproben liebe und viele Informationen rund um Material & Co. Gibt es in meinem Video-Kurs „1×1 der Maschenprobe“.